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Mit nur einer AkkuladungRoboter meistert erstmals echten Marathon

24.09.2026, 09:43 Uhr
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"Raibo2" hat leichtere Roboterbeine, optimierte Antriebsschaltungen sowie Bewegungsabläufe, die mithilfe maschinellen Lernens trainiert wurden. (Foto: picture alliance/dpa/KAIST)

Erstmals beendet ein vierbeiniger Roboter außerhalb des Labors einen offiziellen Marathon - mit nur einer Akkuladung. "Raibo2" braucht dafür rund 4 Stunden und 19 Minuten. Die südkoreanischen Entwickler sehen bereits konkrete Einsatzgebiete für ihre Maschine.

Ein vierbeiniger Roboter hat in Südkorea bei einem Marathon mitgemacht und ihn in etwa 4 Stunden und 19 Minuten mit nur einer Akkuladung geschafft. "Raibo2" übertrumpfe bei der Reichweite andere vierbeinige Roboter deutlich und hätte nach dem Zieleinlauf noch rund 25 Kilometer weiterlaufen können, berichtet das Forscherteam vom Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) in Daejeon im Fachjournal "Nature".

Der Marathon liegt bereits knapp zwei Jahre zurück. Zuvor sei es noch keinem vierbeinigen Roboter gelungen, bei einer offiziellen Veranstaltung außerhalb von Laborbedingungen gut 42 Kilometer Marathonlauf zu beenden, hieß es. Um ein solches Ausdauerniveau zu erreichen, mussten die südkoreanischen Forschenden den traditionellen Ansatz aufgeben, einfach nur schwerere Batterien einzubauen. Stattdessen setzten sie unter anderem auf leichtere Roboterbeine, optimierte Antriebsschaltungen sowie Bewegungsabläufe, die mithilfe maschinellen Lernens trainiert wurden.

Vierbeinige Maschinen können sich im Gegensatz zu Robotern mit Rädern zwar auch in unwegsamem Gelände und in Bergregionen gut bewegen. Jedoch benötigen sie dafür vergleichsweise viel Energie, weil sie bei jedem Schritt stets ihr eigenes Gewicht abfangen müssen. Sie können Rückwärtssaltos ausführen, Trümmer überwinden und Treppen mit erstaunlicher Beweglichkeit erklimmen, doch ihre Hochleistungsmotoren verbrauchen die Batteriereserven in der Regel in weniger als einer Stunde. 

Durch den erhöhten Bewegungsradius könnten sich die Einsatzgebiete für vierbeinige Roboter ausweiten, nehmen die Forschenden an. Denkbar seien etwa Liefer- und Patrouillenaufgaben oder Rettungseinsätze in Berg- und Katastrophengebieten.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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