Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag"Ruhe bei Nahrungsmittelpreisen ist bald vorbei"

31.08.2026, 14:18 Uhr

Hier eine Stimme zu den deutschen Teuerungsdaten: "Die Inflation bleibt lebendiger als es gut wäre. Die Energiepreise belasten, und bei den Nahrungsmittelpreisen dürfte die Ruhe bald vorbei sein", meinte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Bethmann HAL: "Letztlich werden Hitzewelle und Niedrigwasser noch weiteren Tribut fordern. Zweitrundeneffekte bei den Dienstleistungspreisen bleiben deshalb auf der Agenda. Das alles spricht dafür, dass die Inflationsrate erst einmal um 3,0 Prozent verharrt. Die deutsche Vorgabe unterstreicht die Notwendigkeit einer EZB-Zinserhöhung im September."

Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, sagte: "Hohe Energiepreise durch den Nahost-Konflikt drücken weiter auf die Kaufkraft. Kraftstoffe und Heizöl verteuern sich wegen blockierter Transportwege und geringerer Raffineriekapazitäten noch stärker als das Rohöl selbst. Entspannung ist kaum in Sicht: Ohne eine deutliche Beruhigung an den Energiemärkten dürfte die Inflationsrate vorerst hoch bleiben. Die Dienstleistungspreise liegen weitgehend stabil mit 2,8 Prozent über Vorjahr, anziehende Erzeugerpreise deuten auf anhaltende Teuerung bei Waren hin. Das gilt auch für den Euroraum. Eine Zinserhöhung der EZB bei der nächsten Sitzung ist wahrscheinlich geworden."

Quelle: ntv.de