Der Börsen-Tag
31. August 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:37 Uhr

Dax stolpert in die neue Woche

Neue Kampfhandlungen im Iran und Spekulationen auf steigende Zinsen haben der Rally an den europäischen Aktienmärkten ein vorläufiges Ende bereitet. An der Frankfurter Börse fiel der Dax um 1,2 Prozent auf 26.258 Punkte, nachdem er am Freitag auf ein Rekordhoch von 26.618,74 Zählern geklettert war. Der EuroStoxx50 notierte zum Wochenstart 0,9 Prozent tiefer bei 6425 Stellen.

Die Reaktion auf die neuen US-Militärschläge gegen Ziele im Iran falle bislang verhalten aus, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Die Mehrzahl der Anleger erwartet offenbar nicht, dass die Situation erneut großflächig und langfristig eskaliert." Allerdings indizierten jüngste Preisdaten aus verschiedenen Ländern, unter anderem aus Deutschland, einen höheren Inflationsdruck in der Eurozone.

Gleichzeitig rätselten Investoren nach der jüngsten Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh weiterhin über die Aussichten für die US-Geldpolitik. "Warsh hat ein wichtiges Signal gesendet: Die Fed ist bereit, die Geldpolitik weiter zu straffen, sollte die Kerninflation ins Stocken geraten", sagte Elwin de Groot, Chef-Anlagestratege der Rabobank. Anleiheanleger reagierten mit Verkäufen auf die gestiegenen Ölpreise und die Zinsspekulationen. Dies trieb die Rendite der richtungweisenden 30-jährigen deutschen Papiere nach oben. 

Unter den deutschen Aktienwerten entzogen sich Sto mit einem Kursplus von 5,7 Prozent dem allgemeinen Abwärtstrend. Der Bauzulieferer steigerte trotz höherer Kosten und widrigen Winterwetters im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn.

Dax stolpert in die neue Woche
17:22 Uhr

Europäische Dieselmargen auf 15-Jahres-Hoch

Die europäischen Raffineriemargen für Diesel sind auf den höchsten Stand seit mindestens 15 Jahren gestiegen, da der Nahostkonflikt, russische Exportbeschränkungen und bevorstehende Wartungsarbeiten in US-Raffinerien den bereits angespannten globalen Produktmarkt verknappen, wie S&P Global Energy mitteilt. Gestörte Lieferströme durch die Straße von Hormus stützen zudem die Rohölpreise und erhöhen die Nachfrage nach mittelsauren Rohölsorten aus dem Nahen Osten.

Morgan Stanley erwartet eine länger andauernde Erholung des Angebots als bisher angenommen, weshalb der Ölmarkt bis zum vierten Quartal und dem ersten Quartal 2027 defizitär bleiben dürfte. Die Prognose für Brent sieht einen Höchststand von 100 US-Dollar pro Barrel im vierten Quartal vor, gegenüber aktuell 90,45 US-Dollar.

Europäische Dieselmargen auf 15-Jahres-Hoch
17:02 Uhr

Nvidia tätigt milliardenschwere Investition

Nvidia investiert 3,5 Milliarden US-Dollar in den taiwanischen Chiphersteller MediaTek und wird bei der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) und anderen Initiativen zusammenarbeiten. Wie Nvidia mitteilte, kauft das Unternehmen Wandelanleihen im Wert von 3,5 Milliarden Dollar, die von MediaTek ausgegeben werden. Die Unternehmen werden bei lokalem KI-Computing zusammenarbeiten und Plattformen für KI-gestützte Fahrzeuge entwickeln, wie Nvidia und MediaTek mitteilten.

"Gemeinsam bauen wir Plattformen, die das beschleunigte Computing von Nvidia in neue Märkte bringen und den Kunden die Freiheit geben, differenzierte KI-Systeme in enormem Umfang zu erstellen", sagte Jensen Huang, der Vorstandsvorsitzende von Nvidia.

Nvidia tätigt milliardenschwere Investition
16:42 Uhr

Allianz schielt auf britischen Pannendienst

Bei den Unternehmen stand auch die Allianz im Rampenlicht. Einem Medienbericht zufolge erwägt der Versicherungsriese die Übernahme des britischen Pannendienstes AA für umgerechnet etwa 5,8 Milliarden Euro. Mit dieser Transaktion könne sich die Allianz langfristig einen stetigen Mittelzufluss sichern, kommentierte ein Börsianer. Allianz-Aktien gaben 0,6 Prozent nach.

Allianz schielt auf britischen Pannendienst
16:20 Uhr

US-Anleihemärkte bereiten Sorgen - Dax sackt tiefer ab

Europas Börsen bauen die Verluste aus. Im Blick stehen die weiter anziehenden Renditen an den US-Anleihemärkten. Nachdem diese im frühen Handel noch nachgegeben hatten, ziehen die längeren Laufzeiten nun wieder an. Die Rendite der zehnjährigen Treasurys steigt um vier Basispunkte auf 4,76 Prozent. Das ist ein neues Jahreshoch. Treiber sind die steigenden Ölpreise sowie die falkenhaft aufgenommene Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh am Freitag. Der Dax liegt nun 0,9 Prozent hinten, der EuroStoxx50 verliert 0,6 Prozent.

US-Anleihemärkte bereiten Sorgen - Dax sackt tiefer ab
16:11 Uhr

Wall Street leidet unter hohen Ölpreisen

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(Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Höhere Ölpreise befeuern die Inflationssorgen und halten die US-Börsen zum Wochenanfang in Schach. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab zur Eröffnung 0,2 Prozent auf 53.463 Punkte nach. Auch der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq büßten jeweils rund 0,2 Prozent auf 7698 beziehungsweise 26.359 Zähler ein. US-Militärschläge auf Ziele im Iran haben Rohöl in der Spitze um rund vier Prozent verteuert.

Bei den Einzelwerten profitierten Energiekonzerne von den angezogenen Ölpreisen. Die Titel von Halliburton und Valero Energy zogen mehr als zwei Prozent an. Auch die Papiere von Chipherstellern wie Nvidia und Intel waren gefragt. Die Aktien von GameStop glichen vorbörsliche Verluste aus und kletterten um fünf Prozent. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, einen Teil einer Umschuldung mit Barmitteln statt mit neuen Aktien zu finanzieren und so eine weitere Verwässerung der Anteile zu verhindern.

Wall Street leidet unter hohen Ölpreisen
15:50 Uhr

Dax schlägt US-Markt: Ist der Weg nach oben frei?

Softwareaktien feiern ihr Comeback - und geben auch dem Dax neuen Schwung. Doch was treibt den deutschen Leitindex noch an? Ist der Weg nach oben jetzt frei - und wie können Anleger profitieren? Darüber spricht Raimund Brichta mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Dax schlägt US-Markt: Ist der Weg nach oben frei?
15:26 Uhr

Milliardendeal im Pharmabereich

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly baut sein Geschäft mit Autoimmun- und Allergieerkrankungen durch einen Milliardenzukauf aus. Das Unternehmen übernimmt die Biotechfirma Merida Biosciences für bis zu 2,88 Milliarden Dollar in bar, wie Eli Lilly mitteilte. Der Kaufpreis setzt sich aus einer Vorabzahlung und erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen zusammen. Der Abschluss des Deals ist für das vierte Quartal geplant.

Merida entwickelt Medikamente, die gezielt krankheitserregende Antikörper angreifen. Der wichtigste Wirkstoffkandidat MER511 wird derzeit in einer frühen klinischen Phase gegen Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow und schilddrüsenbedingte Augenerkrankungen getestet. Ersten Daten zufolge senkt das Mittel die verantwortlichen Antikörper deutlich. Zur Pipeline von Merida gehört zudem ein experimentelles Mittel gegen Lebensmittelallergien und Asthma.

Milliardendeal im Pharmabereich
15:02 Uhr

VW-Werk in Hannover weiter akut gefährdet

Volkswagen sieht für sein Werk in Hannover nach dem Auslaufen der aktuellen Produkte Anfang der 2030er-Jahre bislang keine wirtschaftliche Nachfolgebelegung. Das sagte Finanzvorstand Arno Antlitz bei einer Sonder-Betriebsversammlung in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Aus heutiger Sicht gelte dies für insgesamt vier deutsche Standorte. Europaweit will Volkswagen Kapazitäten für rund 500.000 Fahrzeuge abbauen. Andernfalls entstehe dauerhaft ein Kostennachteil von rund 1,5 Milliarden Euro jährlich, sagte Antlitz demnach. Die Fabrikkosten in Hannover seien trotz Verbesserungen weiterhin deutlich höher als in anderen europäischen Werken. 

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Vor dem VW-Werk in Hannover. (Foto: dpa)

Betriebsratschef Stavros Christidis forderte, den Transporter, wie vertraglich vereinbart, nach 2031 wieder in Hannover zu bauen. IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger verlangte tragfähige Perspektiven über 2030 hinaus. Bleibe der Vorstand auf dem bisherigen Kurs, werde die Gewerkschaft den Konflikt nicht scheuen.

VW-Werk in Hannover weiter akut gefährdet
14:42 Uhr

Dollar-Anstieg ist begrenzt

Ein möglicher Anstieg des US-Dollar dürfte begrenzt sein. Davon geht Marktstrategin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank aus. Der Dollar gibt heute leicht nach, nachdem er am Freitag kräftig zugelegt hatte. Zuvor hatte der Vorsitzende der US-Notenbank, Kevin Warsh, wegen Inflationssorgen eine mögliche Zinserhöhung angedeutet.

Eine Zinserhöhung im September sei "keineswegs eine ausgemachte Sache", meint Nguyen. "Ich wäre vorsichtig, zu schnell auf die Dollar-Euphorie aufzuspringen." Vor der September-Sitzung stehen am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten an, wobei eine weitere schwache Zahl eine "deutliche [Dollar-]Korrektur auslösen" könnte. Nächste Woche stehen auch die Inflationsdaten an. Die jüngsten Inflationsdaten seien "kaum ein Grund zur Beunruhigung" gewesen, sagt sie.

Dollar-Anstieg ist begrenzt
14:18 Uhr

"Ruhe bei Nahrungsmittelpreisen ist bald vorbei"

Hier eine Stimme zu den deutschen Teuerungsdaten: "Die Inflation bleibt lebendiger als es gut wäre. Die Energiepreise belasten, und bei den Nahrungsmittelpreisen dürfte die Ruhe bald vorbei sein", meinte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Bethmann HAL: "Letztlich werden Hitzewelle und Niedrigwasser noch weiteren Tribut fordern. Zweitrundeneffekte bei den Dienstleistungspreisen bleiben deshalb auf der Agenda. Das alles spricht dafür, dass die Inflationsrate erst einmal um 3,0 Prozent verharrt. Die deutsche Vorgabe unterstreicht die Notwendigkeit einer EZB-Zinserhöhung im September."

Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, sagte: "Hohe Energiepreise durch den Nahost-Konflikt drücken weiter auf die Kaufkraft. Kraftstoffe und Heizöl verteuern sich wegen blockierter Transportwege und geringerer Raffineriekapazitäten noch stärker als das Rohöl selbst. Entspannung ist kaum in Sicht: Ohne eine deutliche Beruhigung an den Energiemärkten dürfte die Inflationsrate vorerst hoch bleiben. Die Dienstleistungspreise liegen weitgehend stabil mit 2,8 Prozent über Vorjahr, anziehende Erzeugerpreise deuten auf anhaltende Teuerung bei Waren hin. Das gilt auch für den Euroraum. Eine Zinserhöhung der EZB bei der nächsten Sitzung ist wahrscheinlich geworden."

"Ruhe bei Nahrungsmittelpreisen ist bald vorbei"
14:05 Uhr

Teure Energie treibt deutsche Inflation nach oben 

Die Inflation in Deutschland ist im August erneut gestiegen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 2,8 Prozent im Juli und 2,3 Prozent im Juni, wie das Statistische Bundesamt zu seiner ersten Schätzung mitteilte. Die Ölpreise sind durch den wieder aufgeflammten Nahost-Krieg gestiegen. Auch Sondereffekte wie das Niedrigwasser am Rhein belasteten - etwa in Nordrhein-Westfalen.

Energie verteuerte sich um 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 8,3 Prozent im Juli. Der Ende Februar begonnene Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist in den vergangenen Wochen wieder aufgeflammt. Das hat die Energiepreise in die Höhe getrieben. In Nordrhein-Westfalen etwa kostete Heizöl im August 33,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, während sich Diesel um 35,6 Prozent und Benzin um 24 Prozent verteuerten.

Teure Energie treibt deutsche Inflation nach oben 
13:55 Uhr

Milliardendeal: OHB mischt bei neuem EU-Satellitennetzwerk mit

Der Raumfahrtkonzern OHB hat sich einen knapp eine Milliarde Euro schweren Auftrag für das geplante europäische Satellitennetzwerk IRIS gesichert. Das Bremer Unternehmen baut 18 Satellitenplattformen für das System, wie OHB mitteilte. Dafür bekomme der Konzern knapp eine Milliarde Euro. Auftraggeber ist der Satellitenbetreiber SES, der Teil des von der EU-Kommission beauftragten Betreiberkonsortiums ist. Die rund 2,6 Tonnen schweren Satelliten sollen in einer mittleren Erdumlaufbahn kreisen und einen zentralen Teil der Infrastruktur bilden. OHB-Chef Marco Fuchs sprach von einem bedeutenden Schritt Europas in die Unabhängigkeit. Eine eigenständige Kommunikationsinfrastruktur sei in einer digitalisierten Welt unabdingbar, sagte er.

IRIS ist nach dem Navigationssystem Galileo und dem Erdbeobachtungsprogramm Copernicus das dritte große Raumfahrtprojekt der Europäischen Union. Es soll als Antwort auf den wachsenden Bedarf an souveräner Datenübertragung eine abhörsichere und krisenfeste Kommunikation für Regierungen und Wirtschaft gewährleisten, aber auch Funklöcher in entlegenen Gebieten schließen. Insgesamt ist ein Netzwerk aus 348 Satelliten in verschiedenen Umlaufbahnen geplant. Die ersten Flugkörper sollen 2029 ins All starten, ab 2030 sollen erste Dienste zur Verfügung stehen.

Milliardendeal: OHB mischt bei neuem EU-Satellitennetzwerk mit
13:32 Uhr

Bauzulieferer-Aktie nach Zahlen im Aufwind

Ermutigende Geschäftszahlen geben Sto Auftrieb. Die Aktie des Bauzulieferers baut ihre Gewinne aus und steigt um 4,8 Prozent auf 99,60 Euro. Das Unternehmen steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr trotz widrigen Wetters im Winter um 3,7 Prozent auf 805,5 Millionen Euro. Der Grund hierfür sei unter anderem die Erholung des Deutschland-Geschäfts nach der Schwächephase im ersten Quartal. Der operative Gewinn legte um knapp 21 Prozent auf 30,5 Millionen Euro zu. Höhere Rohstoff- und Transportkosten hätten ein besseres Ergebnis verhindert, so das Unternehmen.

Bauzulieferer-Aktie nach Zahlen im Aufwind
13:08 Uhr

Sätze am Geldmarkt ziehen an

Höher zeigen sich die Sätze am europäischen Geldmarkt zu Wochenbeginn. Jüngste Preisdaten aus verschiedenen Ländern indizieren einen höheren Preisdruck in der Eurozone. Gesamtdeutsche Preisdaten werden am Nachmittag veröffentlicht, die gesamteuropäischen Daten folgen am Dienstag. Derweil wird die viel beachtete Rede des neuen Fed-Chairman Kevin Warsh in Jackson am vergangenen Freitag als falkenhaft wahrgenommen, wenngleich mit Einschränkungen. Warsh zeigte sich mit den Fortschritten bei der Inflation unzufrieden, die US-Notenbank habe "einiges zu tun".

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,18 - 2,38 (2,18 - 2,38), Wochengeld: 2,13 - 2,37 (2,13 - 2,37), 1-Monats-Geld: 2,39 - 2,69 (2,27 - 2,57), 3-Monats-Geld: 2,53 - 2,72 (2,52 - 2,57), 6-Monats-Geld: 2,71 - 2,89 (2,70 - 2,89), 12-Monats-Geld: 2,98 - 3,03 (2,75 - 2,93), Euribors: 28.08. 27.08. 3 Monate: 2,5730 2,5570, 6 Monate: 2,7620 2,7460, 12 Monate: 2,9810 2,9560

Sätze am Geldmarkt ziehen an
12:45 Uhr

Heckler & Koch macht so viel Gewinn wie noch nie

Auf seinem steilen Wachstumskurs hat der Auf seinem steilen Wachstumskurs hat der Gewehrfabrikant Heckler & Koch (HK) die nächsten Firmen-Höchstwerte verbucht. Wie das Unternehmen aus Oberndorf am Neckar mitteilte, lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 bei 263,9 Millionen Euro und damit 47,1 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Seinen Gewinn konnte das Unternehmen mehr als verdreifachen: Waren es zuvor noch 11,8 Millionen Euro, so schoss der Wert ein Jahr später auf 40,8 Millionen in die Höhe. 

Hintergrund der Entwicklung sind die höheren Verteidigungsausgaben von Nato-Staaten seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine 2022. Zu den Kunden von HK gehören neben der Bundeswehr auch Frankreich, das inzwischen ebenfalls auf eine Waffe der Schwarzwälder Firma als Standard-Sturmgewehr seiner Armee setzt, und Nachbarstaaten Russlands, etwa Norwegen und die baltischen Staaten. 

Heckler & Koch macht so viel Gewinn wie noch nie
12:25 Uhr

Wall Street rötlich - Ölpreise steigen stark

Inflationssorgen dürften die US-Börsen mit kleinen Verlusten in die neue Woche starten lassen. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten eine etwas leichtere Eröffnung am Kassamarkt an. Marktteilnehmer verweisen auf den "falkenhaften" Auftritt von US-Notenbank-Chairman Kevin Warsh am Freitag auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole. Neue Angriffe der US-Streitkräfte auf iranische Ziele treiben derweil die Ölpreise kräftig nach oben, was Befürchtungen eines beschleunigten Preisauftriebs ebenfalls neue Nahrung gibt. Aktuell verteuert sich das Barrel Brent-Öl um 3,4 Prozent auf 91,05 Dollar.

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(Foto: AP Photo/Yuki Iwamura)

Am Anleihemarkt verharren die Renditen meist auf ihrem erhöhten Niveau, nachdem sie am Freitag in Reaktion auf die Warsh-Rede gestiegen waren. Der Dollar gibt derweil einen Teil seiner Gewinne ab; der Dollarindex sinkt um 0,2 Prozent. Wichtige Konjunkturdaten stehen heute nicht auf der Agenda. Mit dem offiziellen Arbeitsmarktbericht für August wird das Highlight der Woche erst am Freitag veröffentlicht.

Wall Street rötlich - Ölpreise steigen stark
12:00 Uhr

Dax klar im roten Bereich

Update von der Frankfurter Börse: Mit dem Dax ist es deutlich nach unten gegangen. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag 0,7 Prozent leichter bei 26.389 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,3 Prozent auf 6470 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent fester bei 1,1599 US-Dollar.

Dax klar im roten Bereich
11:41 Uhr

Warsh droht Trump "vor den Zwischenwahlen zu verärgern"

Auf der Notenbanker-Tagung in Jackson Hole deutet Kevin Warsh, Chef der US-Zentralbank Fed, Zinserhöhungen an. Auch auf die Gefahr hin, US-Präsident Donald Trump zu verärgern. Warum Warsh die Zinsen erhöhen will und wie das an den Märkten ankommt, erklärt ntv-Börsenexpertin Corinna Wohlfeil.

Warsh droht Trump "vor den Zwischenwahlen zu verärgern"
11:20 Uhr

Shein-Aktie schmiert bereits ab

Am Tag vor der offiziellen Erstnotiz an der Hongkonger Börse ist die Aktie von Shein auf Talfahrt gegangen. Sie brach im außerbörslichen Handel mehrerer Brokerhäuser jeweils um mehr als zehn Prozent ein. Bei Futu kosteten die Titel zeitweise 42 Hongkong-Dollar. Der Online-Modehändler wird seine Papiere Insidern zufolge zu je 48,56 Hongkong-Dollar zuteilen. Daraus ergibt sich ein Emissionsvolumen von umgerechnet 1,49 Milliarden Euro und eine Marktkapitalisierung von 22,9 Milliarden Euro. Bei einer Finanzierungsrunde 2023 war das für günstige und schnell wechselnde Kollektionen bekannte Unternehmen noch mehr als doppelt so hoch bewertet worden.

Shein-Aktie schmiert bereits ab
11:03 Uhr

"KI wird die Welt komplett verändern"

Milliarden fließen in Künstliche Intelligenz - und der Boom könnte noch weiter gehen. Doch wo entstehen die großen Chancen, wo lauern die Risiken und wie lässt sich der Megatrend an der Börse überhaupt sinnvoll spielen? Welche anderen Trends sind gerade spannend? Darüber diskutiert Raimund Brichta mit Matthias Hüppe von der HSBC und Michael Proffe von Proffe Invest.

"KI wird die Welt komplett verändern"
10:40 Uhr

Warsh "wurde als Taube gerufen und regiert als Falke"

Kapitalmarktstratege Ascan Iredi sieht in der letzten Rede des US-Notenbank-Chefs Kevin Warsh nicht weniger als den Beginn einer neuen Epoche, Zinserhöhungen sind nur noch eine Frage der Zeit. Doch nicht nur die USA, auch Europa kämpft mit Inflation. 

Warsh "wurde als Taube gerufen und regiert als Falke"
10:17 Uhr

Aroundtown leiden unter gesenktem Kursziel

Nur wenige Umstufungen und Analystenkommentare bewegen die Kurse in Europa. "Die Analysten aus London fehlen heute", sagt ein Händler. Bei Aroundtown drückt ein deutlich gesenktes Kursziel durch Goldman Sachs. Die Aktie verbilligt sich um 2,9 Prozent. Goldman sieht nun ein Ziel von 1,90 nach zuvor 2,70 Euro. Die Einstufung bleibt auf Neutral.

Aroundtown leiden unter gesenktem Kursziel
09:55 Uhr

China krempelt Immobilienmarkt um - Aktien brechen ein

Die chinesische Finanzaufsicht baut den kriselnden Immobilienmarkt um und schickt die Aktien der Branche damit auf Talfahrt. Neue Regeln der Finanzaufsicht beenden das bisher gängige Modell, bei dem Bauträger den Hausbau mit dem Geld aus Vorverkäufen finanzieren. Die Aktien chinesischer Immobilienfirmen brachen daraufhin ein. Der CSI300 Real Estate Index verlor 4,6 Prozent, der Index für in Hongkong notierte Bauträger gab um 6,5 Prozent nach.

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(Foto: dpa)

Kern der von Zentralbank und Finanzaufsicht vorgestellten Reform ist, dass Hypotheken für Immobilienkäufer erst dann vergeben werden dürfen, wenn das jeweilige Wohnprojekt fertiggestellt ist. Bislang war es üblich, dass Bauträger Wohnungen lange vor deren Fertigstellung verkauften. Die Einnahmen daraus sowie die frühzeitig ausgezahlten Hypothekendarlehen wurden zur Finanzierung der Bauarbeiten genutzt. Dieses System der Vorverkäufe machte nach Einschätzung der Analysten der japanischen Investmentbank Nomura im vergangenen Jahr 68 Prozent aller Verkäufe neuer Wohnungen aus. "Bauträger können sich nicht mehr auf frühzeitige Einnahmen aus Hypotheken verlassen, um den Bau zu finanzieren", schrieben die Analysten.

China krempelt Immobilienmarkt um - Aktien brechen ein
09:32 Uhr

KI-Aktien nach Warsh-Äußerungen im Blick

Die Äußerungen von Fed-Gouverneur Kevin Warsh verkomplizieren den Handel mit KI-Aktien. Davon geht James Ooi, Marktstratege bei Tiger Brokers. Warsh habe auf dem Symposium in Jackson Hole gesagt, die Geldpolitik der Fed sei angesichts des schnellen Wachstums der Unternehmensinvestitionen (Capex), das größtenteils KI-bezogen sei, weiterhin nicht restriktiv. Anleger müssten nun abwägen, ob das Wachstum der Investitionen die Wahrscheinlichkeit einer strafferen Geldpolitik erhöhen könnte, so Ooi. Höhere Zinssätze erhöhten die Abzinsungssätze, was die Bewertungen von KI-Hardware belaste, fügt er hinzu.

Asiatische Tech-Hardware-Aktien geben nach, nachdem die US-Halbleiteraktien im Anschluss an die hawkishe Rede von Warsh am Freitag gefallen waren. SK Hynix fallen um 2,5 Prozent, Samsung Electronics geben um 1,95 Prozent nach und TSMC verlieren 1,45 Prozent.

KI-Aktien nach Warsh-Äußerungen im Blick
09:17 Uhr

Es geht schon wieder los …

Der Dax startet mit Abschlägen in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 26.425 Punkten, nachdem er am Freitag noch einmal deutlich zugelegt und sich mit 26.570 Zählern ins Wochenende verabschiedet hatte. Sorgen vor einer möglichen Zinserhöhung in den USA und dazu wieder spürbar steigende Ölpreise wegen einer erneuten Eskalation im Krieg zwischen den USA und dem Iran belasten die Stimmung zunächst.

Es geht schon wieder los …
08:58 Uhr

Weitere Eskalationsphase sorgt für Preissprung bei Öl

Am Rohstoffmarkt sorgt der militärische Schlagabtausch zwischen Washington und Teheran für einen Preissprung. "Es sieht so aus, als befänden wir uns in einer weiteren Eskalationsphase", sagt IG-Marktanalyst Tony Sycamore. In der Folge verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,8 Prozent auf 90,60 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,5 Prozent fester bei 85,52 Dollar. US-Präsident Donald Trump kündigte indes an, Öl aus einem neuen Abkommen mit Venezuela zur Auffüllung der strategischen Reserven der USA nutzen zu wollen.

Weitere Eskalationsphase sorgt für Preissprung bei Öl
08:40 Uhr

Ausländische Investitionen in Deutschland steigen deutlich

Die ausländischen Investitionen in Deutschland sind einer Studie zufolge sprunghaft gestiegen. Unternehmen investierten 2025 rund 86 Milliarden Euro und damit 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus einer Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) auf Basis neuer Bundesbank-Daten hervorgeht. "Nach dem Einbruch um fast 32 Prozent im Jahr 2024 stabilisierten sich die Auslandsinvestitionen damit wieder", sagte IW-Ökonomin Samina Sultan.

Die Direktinvestitionsflüsse können von Jahr zu Jahr stark schwanken und durch einzelne größere Transaktionen verzerrt sein. Zudem werden die Werte im Nachhinein oft noch nach oben oder unten korrigiert. Das IW hat den Gesamtwert für 2025 deshalb mit dem Median der Jahre 2015 bis 2024 verglichen: Demnach bleibt immer noch ein Anstieg von fast elf Prozent.

Ausländische Investitionen in Deutschland steigen deutlich
08:19 Uhr

Anleger leiden unter schlechter Kombination

Mit einem verhaltenen Start rechnen Händler. Die Dax-Futures notieren rund 100 Punkte tiefer. Sorgen bereitet die Kombination aus Öl und Inflation. Die viel beachtete Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen vom Freitag in Jackson Hole deutete nach allgemeiner Wahrnehmung tendenziell auf eine US-Zinserhöhung hin. Am Zinsterminmarkt wird nun eine Zinserhöhung im September mit 60 nach zuvor 30 Prozent eingepreist. Insbesondere am kurzen Ende waren die Renditen von US-Anleihen stark gestiegen.

Unterdessen steigen die Ölpreise wieder, Brent um 2,5 Prozent auf über 90 Dollar, nachdem es wieder Schusswechsel zwischen dem Iran und US-Truppen gab. Der Zugriff der USA auf einen Großteil des venezolanischen Öls bewegt derweil bislang am Ölmarkt nicht.

Die Angriffe seien "eine frische Erinnerung daran, dass in diesem Konflikt noch viel Zündstoff liegt", kommentiert Stephen Innes von SPI Asset Management. Das Timing könne kaum ungünstiger sein. Der Ölpreis müsse gar nicht auf das Krisenniveau zurückkehren, es reiche, wenn es teuer genug bleibe, um die Inflation höher zu halten als es die Fed gerne hätte.

Anleger leiden unter schlechter Kombination
08:03 Uhr

Gewerkschaft macht Weg für GM-Investitionen frei

Die rund 4600 Gewerkschaftsmitglieder von Unifor haben einem neuen Tarifvertrag mit dem US-Autobauer General Motors (GM) zugestimmt. Damit macht die Arbeitnehmervertretung den Weg frei für Investitionen von mehr als einer Milliarde kanadischer Dollar (rund 720 Millionen US-Dollar) in den kanadischen Automobilsektor. Die Einigung sieht zudem eine Lohnerhöhung von drei Prozent pro Jahr über eine Laufzeit von drei Jahren vor.

Dem Bericht der Gewerkschaft zufolge plant GM, 144 Millionen kanadische Dollar für die Produktion der nächsten Generation des schweren Pickups GMC Sierra in einem Werk in Oshawa zu investieren. Zudem sicherte der Konzern zu, ein zweites Montagewerk in Ingersoll, Ontario, vorerst nicht zu verkaufen oder zu schließen. Weitere 691 Millionen kanadische Dollar fließen in die bereits im April angekündigte Produktion neuer V8-Motoren in Ontario. Die Vereinbarung beinhalte bedeutende Verbesserungen bei Löhnen und Arbeitsplatzsicherheit, teilte der Chef von GM Canada, Jack Uppal, mit. Sie helfe dabei, gut bezahlte Arbeitsplätze zu erhalten, die seit Langem ein Eckpfeiler der kanadischen Autoindustrie seien.

Gewerkschaft macht Weg für GM-Investitionen frei
07:45 Uhr

Es geht um die Zukunft: Serie von VW-Krisentreffen endet

Bei Volkswagen endet mit der heutigen Betriebsversammlung im Werk in Hannover eine Serie von außerordentlichen Treffen zwischen Vorstand und Belegschaft. Es ist die neunte und letzte Zusammenkunft dieser Art vor möglichen neuen Beschlüssen.

Es ging und geht um nicht weniger als die Zukunft des Konzerns, zu dem auch Porsche und Audi gehören - VW ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Die Führung will die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern, Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen um Arbeitsplätze und Standorte. Schon in dieser Woche könnte der Sparkurs bei einer Aufsichtsratssitzung konkreter werden. Nach Medienberichten tritt das Kontrollgremium an diesem Freitag zusammen.

Es geht um die Zukunft: Serie von VW-Krisentreffen endet
07:28 Uhr

Gamescom-Besucherzahl nähert sich Rekordwert

Die weltgrößte Computerspiel-Messe Gamescom hat in diesem Jahr deutlich mehr Besucher gehabt als in den vergangenen Jahren. Wie die Veranstalter mitteilten, kamen bis zum letzten Messetag am Sonntag rund 368.000 Menschen und damit 11.000 mehr als 2025 und 33.000 mehr als 2024. Der Höchstwert von 373.000 Besuchern aus dem Jahr 2019 wurde in diesem Jahr allerdings nicht erreicht, er ist aber in Reichweite. Die nächste Gamescom ist Ende August 2027 geplant.

Bei der Messe konnten neue Games zur Probe gespielt werden, die Warteschlangen dafür waren mitunter sehr lang. Viele Fans nahmen das in Kauf.

Groß war erneut die digitale Reichweite - weltweit verzeichneten die Gamescom-Formate 624 Millionen Aufrufe (Views) und damit etwa gleich viele wie zuvor. Die Anzahl der Aussteller übertraf mit 1743 den Vorjahreswert von 1568 deutlich.

Gamescom-Besucherzahl nähert sich Rekordwert
07:12 Uhr

Zinssorgen und Nahost-Konflikt sind Stimmungskiller

Die Furcht vor steigenden Zinsen und eine militärische Eskalation im Nahen Osten setzen den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart zu. In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,6 Prozent auf 65.361,60 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 0,4 Prozent niedriger bei 4128,76 Zählern. Auch in China halten sich die Anleger zurück. Der Shanghai Composite verliert 0,4 Prozent auf 3937,66 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,0 Prozent auf 4564,76 Punkte.

In Japan drücken Aussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf die Stimmung, der die Bekämpfung der Inflation in den Vordergrund rückte und damit Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung schürte. Zudem preisen die Märkte eine fast sichere Zinsanhebung der Bank of Japan (BOJ) im kommenden Monat ein. "Die wachsenden Erwartungen an US-Zinserhöhungen dürften die Stimmung der Anleger belasten", erklärt Takayuki Miyajima, Chefökonom bei der Sony Financial Group. Zu den größten Verlierern im Nikkei zählen Advantest mit einem Minus von sieben Prozent sowie Mitsubishi Materials und Japan Steel Works.

Zinssorgen und Nahost-Konflikt sind Stimmungskiller
06:54 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 159,78 Yen. US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnet die jüngste Schwäche der japanischen Währung als "ziemlich gut eingedämmt", was Spekulationen über eine erneute gemeinsame Intervention dämpft. Zur chinesischen Währung legt der Dollar leicht auf 6,7225 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8086 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1589 Dollar und zieht leicht auf 0,9371 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:35 Uhr

Chinas Industrie ist auf Schrumpfkurs

Die Aktivität in der chinesischen Industrie hat sich im August zwar leicht verbessert, ist aber den zweiten Monat in Folge geschrumpft. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 49,8 Punkte von 49,2 Zählern im Juli, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Damit blieb das Barometer weiterhin unter der Marke von 50 Punkten, die Wachstum von Schrumpfung trennt. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 49,6 Punkte gerechnet.

Die Entwicklung ist ein weiteres Zeichen dafür, dass das Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik wegen einer anhaltend schwachen Binnennachfrage an Schwung verliert. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor verharrte im August bei 49,0 Punkten. Der zusammengefasste Index für beide Sektoren lag bei 49,5 Zählern.

Chinas Industrie ist auf Schrumpfkurs
06:16 Uhr

USA füllen Reserven mit Venezuela-Öl auf

Die USA wollen ihren in den vergangenen Jahren wiederholt angezapften Notvorrat an Öl nach Angaben von Präsident Donald Trump mit Öl aus Venezuela wieder aufstocken. Trump kündigte an, dass in Kürze damit begonnen werde, die sogenannte strategische Ölreserve aufzufüllen. Möglich werden soll das durch ein am Freitag von Trump vorgestelltes Abkommen mit Venezuela. Der Pakt soll die angeschlagene Ölindustrie Venezuelas wiederbeleben. Es ist allerdings unklar, wie schnell das Abkommen tatsächlich Öl für die Reserve liefern oder US-Autofahrern kurzfristig zugutekommen kann, bei denen gestiegene Benzinpreise für Unmut sorgen. Für eine deutliche Steigerung der Produktion sind zunächst erhebliche Investitionen und Arbeiten an der Infrastruktur in Venezuela erforderlich.

Trump bezeichnet das Öl als ein Geschenk Venezuelas an das Volk der Vereinigten Staaten. Die USA hatten das ölreiche südamerikanische Land Anfang des Jahres angegriffen und den damaligen Staatschef Nicolas Maduro festgenommen. Seitdem wird Venezuela von Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez geführt, die von Trump unterstützt wird. Rodriguez war Teil der Regierung Maduros, dem Menschenrechtsorganisationen Unterdrückung der Opposition, Korruption, Missachtung demokratischer Prinzipien und Misswirtschaft vorwarfen. Die eigentliche Oppositionsführerin Maria Corina Machado wurde seit Maduros Absetzung wiederholt öffentlich von der US-Regierung ins Abseits gedrängt.

USA füllen Reserven mit Venezuela-Öl auf
05:59 Uhr

Es geht wieder um das liebe Geld

Die Diskussionen über die weitere Zinspolitik der US-Notenbank Fed dürften in dieser Woche den Takt am deutschen Aktienmarkt vorgeben. Anleger rätseln derzeit, ob es - entgegen aller Erwartungen - auf der Sitzung am 16. September doch noch zu einer Zinserhöhung kommen könnte. Der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht könnte neue Hinweise auf die geldpolitischen Pläne unter Fed-Chef Kevin Warsh bringen. Die Analysten der Commerzbank gehen davon aus, dass die Jobdaten im August eher gegen eine Zinserhöhung sprechen. Sie wären wohl nicht stark genug, um die Geldpolitiker von der Notwendigkeit höherer Zinsen zu überzeugen, hieß es in einer Kurzstudie. Damit könnte der Dax seinen Marsch in Richtung 27.000 Punkte fortsetzen - an den vergangenen fünf Handelstagen hat er mehr als zwei Prozent auf 26.570 Zähler zugelegt.

Zuletzt hatte sich der US-Arbeitsmarkt im Juli überraschend abgekühlt. Daniel Hartmann, Chefvolkswirt bei Bantleon, rechnet für August alles in allem mit einem "robusten, wenn auch nicht überbordenden Stellenaufbau". Die Fed, die für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll, hatte den Leitzins Ende Juli in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Gleichzeitig mehrten sich in der US-Notenbank angesichts der hartnäckig hohen Teuerung jedoch die Rufe nach einer Zinserhöhung. Fed-Chef Kevin Warsh hat sich mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs bislang bewusst bedeckt gehalten.

In der Eurozone rücken vor allem die vorläufigen Zahlen zur Entwicklung der Inflation in den Fokus. Heute werden die deutschen Daten für August veröffentlicht, morgen die für den gesamten Euro-Raum. Aufgrund der durch den Nahost-Konflikt höheren Energiepreise dürfte die Inflation in der Eurozone laut Commerzbank spürbar von 2,9 Prozent im Juli auf 3,3 Prozent im August springen. Die Anleger stellen sich inzwischen darauf ein, dass die EZB bei ihrer Sitzung am 10. September die Zinsen wohl von 2,25 auf 2,50 Prozent schrauben wird. Die Wahrscheinlichkeit von sekundären Preiseffekten der teureren Energie auf andere Bereiche habe zugenommen und es zeichne sich immer noch keine Entspannung bei den Ölpreisen ab, sagte Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck. Die EZB hatte die Zinsen im Juni erstmals seit fast drei Jahren erhöht.

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