Dax gräbt sich ein
Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich zum Wochenstart nicht aus der Deckung gewagt. Für Nervosität sorgten heute die jüngsten Entwicklungen in der internationalen Politik sowie die Erwartung der Quartalszahlen des US-Chipriesen Nvidia am Mittwoch und des Notenbanker-Treffens in Jackson Hole/Wyoming am Donnerstag. Der Dax hatte einen rötlichen Start in die Woche und verlor 0,1 Prozent auf 26.107 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent im Minus bei 6444 Stellen.
Nach dem gescheiterten Handelsabkommen zwischen den USA und Kanada und darauf folgenden neuen US-Zöllen stellte die Regierung in Ottawa Gegenmaßnahmen in Aussicht. Zudem warten die Anleger auf eine geplante Pressekonferenz mit US-Finanzminister Scott Bessent zu den am Donnerstag angekündigten Sanktionen gegen den Iran. Die Hoffnung der Investoren, dass sich der US-Iran-Konflikt vom Schlachtfeld auf die wirtschaftliche Ebene verschiebt, drückte die Ölpreise um rund zwei Prozent ins Minus.
Technologiewerte zählten zu den Verlierern. Sie wurden von Sorgen vor steigenden Renditen und den Geschäftszahlen von Nvidia gleich doppelt in die Zange genommen. Infineon fielen um 3,2 Prozent, nachdem Alibaba zudem das Thema Kapitalerhöhungen für KI-Investitionen wieder in den Fokus gerückt hat. SAP verbilligten sich um 0,5 Prozent. Suss und Aixtron gaben um 6,0 beziehungsweise 2,5 Prozent nach.
Warum es im Tech-Sektor ruckelt
Trotz guter Unternehmenszahlen geht es bei den Techwerten derzeit turbulent zu. Vor allem steigende Zinsen sorgen für Gegenwind. Raimund Brichta spricht mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley über die Hintergründe und die Frage, ob die jüngsten Kurskapriolen nur eine Verschnaufpause sind.
Europäischer Gaspreis schnellt hoch
Die europäischen Erdgaspreise steigen um vier Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, da die Händler zunehmend über die Versorgung vor dem Winter besorgt sind. Die weiter anziehende Nachfrage aus Asien erschwert die Wiederauffüllung der europäischen Speicher, da Käufer in der Region LNG-Ladungen von Europa abwerben. Die Speicherfüllstände liegen derzeit bei nur 62 Prozent, wodurch die Region zunehmend auf einen milden Winter angewiesen ist, um den Heizbedarf zu dämpfen. Am Nachmittag notiert der richtungsweisende niederländische TTF-Kontrakt um 4,2 Prozent höher bei 68,61 Euro je Megawattstunde.
Chefwechsel an der Qiagen-Spitze
Qiagen bekommt zum 1. September einen neuen CEO. Wie das im Dax und TecDax notierte Unternehmen mitteilte, wurde Jonathan M. Pratt zum Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung zum 1. September 2026 ernannt. Pratt soll den Aktionärinnen und Aktionären außerdem auf einer außerordentlichen Hauptversammlung, die für das vierte Quartal 2026 geplant ist, zur Wahl als Geschäftsführer vorgeschlagen werden. Thierry Bernard werde als Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer zurücktreten und noch bis Jahresende einen geordneten Übergang begleiten.
Der Konzern mit Sitz im niederländischen Venlo teilte ebenfalls mit, er habe bei dieser Gelegenheit seinen Ausblick für das dritte Quartal und Gesamtjahr "bekräftigt". Pratt war laut Mitteilung zuletzt Präsident und Vorstandsvorsitzender der Filtration Group und hat das Unternehmen bis zum Abschluss des Verkaufs an die Parker-Hannifin Corporation im August 2026 geleitet.
Trump eskaliert Zollstreit mit Kanada
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die USA ab Januar Zölle von 50 Prozent auf Automobile und Autoteile aus Kanada erheben werden. Dies ist die neueste Eskalation in einem Handelskonflikt, der am Wochenende nach gegenseitigen Maßnahmen entbrannt ist. "Am ersten Januar 2027 werden die Zölle auf alle Autos, Lkw - sowohl große als auch kleine -, Automobilteile und Stahl auf 50 Prozent erhöht", schrieb Trump auf Truth Social. Die US-Zölle auf kanadische Automobile liegen derzeit bei 25 Prozent, wobei es Nachlässe für den US-Wertschöpfungsanteil in den Fahrzeugen gibt, während die Stahlzölle bereits bei 50 Prozent liegen.
Die Drohung erfolgte, nachdem der kanadische Premierminister Mark Carney erklärt hatte, seine Regierung werde auf eine Reihe von Trumps anderen Zöllen mit Abgaben auf US-Produkte antworten. Trump hatte diese neuen Zölle - die etwa fünf Prozent der kanadischen Exporte in die USA betreffen - am frühen Samstag in Kraft gesetzt, nachdem Last-Minute-Gespräche gescheitert waren.
US-Börsen überwiegend im Minus - Sorgenfalten nicht geringer
Nach den Verlusten der Vorwoche mit einer kleinen Erholung zum Wochenschluss bleibt die Stimmung an der Wall Street angeschlagen. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,2 Prozent auf 53.363 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite sinken allerdings um 0,3 beziehungsweise 0,6 Prozent. Die zinssensiblen Technologiewerte werden von Sorgen über gestiegene Renditen und den am Mittwoch anstehenden Geschäftszahlen von Nvidia gleich doppelt in die Zange genommen. Nvidia-Zahlen konnten zuletzt keine Euphorie mehr im KI-Sektor auslösen.
Nvidia fallen um 0,2 Prozent. Im Speicherchipsektor geben Micron Technology und Western Digital 4,4 beziehungsweise 4,1 Prozent nach. Alibaba sinken um 1,4 Prozent, der chinesische E-Commerce-Riese hat einen Aktienverkauf im Wert von 10,4 Milliarden US-Dollar angekündigt. Steel Dynamics ziehen um 5,2 Prozent an, nachdem die Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada gescheitert sind. Auch die Titel des konkurrierenden Stahlproduzenten Nucor legen zu - um 4,7 Prozent. Zölle auf kanadische Stahl- und Aluminiumimporte stützen die Kurse.
Porsche verkauft Beratungstochter MHP an Inder
Porsche verkauft seine Management- und IT-Beratung MHP vollständig an den indischen IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS). Beide Unternehmen unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag, wie der Stuttgarter Sportwagenbauer am Montag mitteilte. Der Abschluss des Geschäfts wird in den kommenden Monaten erwartet. Finanzielle Details wurden zunächst nicht genannt. Mit dem Verkauf will sich Porsche im Rahmen seiner Strategie "Sportwagenschmiede35" stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren. Das Unternehmen stellte deshalb bereits die eigene Batteriezellfertigung, eine Softwarefirma und das Geschäft mit E-Bikes ein.
Aktie von Sicherheitsalarm-Anbieter geht durch die Decke
Die Aktie von Napco Security Technologies hat kräftig zugelegt, nachdem das Unternehmen ein über den Erwartungen liegendes Gewinnwachstum im Quartal und eine Dividendenerhöhung bekannt gab. Im vorbörslichen Handel stieg die Aktie um 21 Prozent auf 46 US-Dollar. Zum Handelsschluss der vergangenen Woche hatte das Papier seit Jahresbeginn 8,7 Prozent verloren. Der Anbieter von Sicherheitsalarmen und elektrischen Türschlössern teilte mit, dass der Umsatz im vierten Geschäftsquartal, das am 30. Juni endete, um zehn Prozent auf einen Quartalsrekord von 55,8 Millionen US-Dollar gestiegen ist. Von Factset befragte Analysten hatten mit 52,5 Millionen Dollar gerechnet.
Infineon will C2i Semiconductor übernehmen
Der Chiphersteller Infineon plant die Übernahme von C2i Semiconductors. Das Technologieunternehmen mit Sitz in Bangalore ist auf softwaredefinierte Mehrphasen-Controller und smarte Power Stages für Anwendungen in KI-Rechenzentren spezialisiert. Die Technologie von C2i Semiconductors ergänze Infineons führendes Portfolio an Leistungshalbleitern und Stromversorgungssystemen und ermöglicht intelligente und skalierbare Stromversorgungsarchitekturen vom Netz bis zum Prozessorkern für KI-Server und High-Performance-Computing-Plattformen, teilte der Dax-Konzern mit.
Die Übernahme stärke die Spitzenposition von Infineon im Bereich der Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren. Gleichzeitig stärke Infineon damit die Entwicklungskapazitäten des Unternehmens in Indien und unterstreicht die Rolle des Landes als strategischer Innovationsstandort, hieß es weiter. Der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal des Kalenderjahres 2026 erwartet.
US-Aktienfutures fallen
Die US-Aktienfutures notieren überwiegend niedriger, da Kanada die Handelsgespräche mit den USA abgebrochen hat, wodurch Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von 20 Milliarden US-Dollar in Kraft treten. Die Renditen der Staatsanleihen geben nach, unterstützt von fallenden Ölpreisen, wobei die Rendite der zehnjährigen Anleihe bei 4,71 Prozent liegt. Der Fokus richtet sich in dieser Woche sowohl auf die Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch als auch auf die Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh in Jackson Hole am Freitag. Am Mittwoch werden zudem der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator sowie die neuesten Daten zum BIP-Wachstum veröffentlicht. Die S&P-Futures fallen um 14 Punkte.
Norwegen ignoriert EU bei Öl- und Gasförderung in Barentssee
Norwegen geht in der Energiepolitik auf Konfrontationskurs zur EU. Das skandinavische Land will ungeachtet der Haltung der EU an seinen Plänen zur Öl- und Gasförderung in der arktischen Barentssee festhalten, wie Energieminister Terje Aasland Reuters sagte. "Wir werden diese Gebiete erschließen, und dann wird es an der EU liegen, ob sie ein Moratorium für den Kauf dieses Gases oder Öls verhängen will", erklärte Aasland. Angesichts der geopolitischen Sicherheitslage und der Ressourcenknappheit diene eine fortgesetzte Aktivität in der Barentssee sowohl norwegischen als auch europäischen Interessen.
Die EU befürwortet aus Umweltschutzgründen eigentlich ein Verbot neuer Bohrungen in der Arktis. Sie erwägt jedoch angesichts von Sorgen um die Energiesicherheit eine Neubewertung ihrer Politik. Seit der russischen Invasion in der Ukraine 2022 ist Norwegen zum größten Gaslieferanten Europas aufgestiegen. Der Chef des norwegischen Ölkonzerns Equinor, Anders Opedal, sagte, Öl und Flüssigerdgas (LNG) aus der Barentssee könnten in die ganze Welt geliefert werden, sollte die EU sie ablehnen. "Das Einzige, was darunter leiden wird, ist tatsächlich die europäische Sicherheit", betonte Opedal.
Temu-Mutter PDD verfehlt Umsatzerwartungen
Der chinesische E-Commerce-Konzern PDD Holdings, Betreiber der Schnäppchen-Plattform Temu, hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende Juni um acht Prozent auf 112,36 Milliarden Yuan (rund 14,3 Milliarden Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 116,35 Milliarden Yuan gerechnet. Der Nettogewinn brach um zwölf Prozent auf 27,2 Milliarden Yuan ein.
Als Gründe für die Entwicklung nannte der Konzern den harten Preiskampf auf dem chinesischen Heimatmarkt sowie regulatorische Hürden im Ausland. In China konkurriert PDD mit seiner Plattform Pinduoduo mit Alibaba und JD.com. Die anhaltende Immobilienkrise und Sorgen um den Arbeitsmarkt dämpfen dort die Konsumlaune, weshalb Verbraucher verstärkt zu günstigen Produkten greifen. Um Kunden zu binden, investierte PDD zudem verstärkt in die Logistik.
Autoexperte: VW kann nicht immer nur Personal abbauen
Die kommenden Tage geht es um die Zukunft von Volkswagen. An neun Standorten sind Betriebsversammlungen anberaumt, darunter in Wolfsburg. Konzernchef Oliver Blume kündigt massive Einschnitte an. Doch immer nur Personal abzubauen, könne nicht die Lösung sein, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.
Geldmarkt-Akteure schauen auf Jackson Hole
Die Renditen an den Anleihemärkten bleiben zu Wochenbeginn in Rekordnähe. Der 12-Monats-Euribor hat die Marke von drei Prozent geknackt. Highlight der Woche ist die Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh auf der Zentralbankertreffen in Jackson Hole am Freitag. Reden bei dieser Veranstaltung werden mitunter genutzt, um richtungsweisende Ankündigungen zu machen oder geldpolitische Signale zu senden.
Tagesgeld: 2,15 - 2,35 (2,18 - 2,38), Wochengeld: 2,13 - 2,38 (2,13 - 2,38), 1-Monats-Geld: 2,36 - 2,43 (2,27 - 2,57), 3-Monats-Geld: 2,34 - 2,68 (2,49 - 2,69), 6-Monats-Geld: 2,69 - 2,88 (2,68 - 2,87), 12-Monats-Geld: 2,73 - 2,90 (2,82 - 3,15), Euribors: 21.08. 20.08. 3 Monate: 2,5240 2,5070, 6 Monate: 2,7650 2,7370, 12 Monate: 3,0030 2,9900
Was passiert, wenn Deutschlands Schuldenrechnung nicht aufgeht?
Die hiesige Schuldenmaschine läuft immer schneller: Sondervermögen, Verteidigung, Infrastruktur. Noch bekommt Deutschland von den Ratingagenturen die Bestnote AAA. Doch eine Frage wird immer dringender: Bringen die Schulden auch neues Wachstum? ntv-Börsenreporter Frank Meyer erklärt die Hintergründe.
Unsicherheit lässt Gold deutlich teurer werden
Der Goldpreis steigt. Eine Feinunze kostet 4647,60 US-Dollar und damit 1,0 Prozent mehr. Das Edelmetall habe sich von seinen Julitiefs kräftig erholt, gestützt durch eine erneuerte Anlegernachfrage und die wachsende Besorgnis über die fiskalischen Aussichten der USA, so die Strategen der ING. Der Goldpreis sei von rund 4000 Dollar Mitte Juli auf rund 4600 Dollar je Feinunze gestiegen und habe damit wieder das Niveau vom Mai erreicht. Die Aussicht auf größere Rückkäufe von Staatsanleihen habe die Aufmerksamkeit wieder auf die Staatsverschuldung und die fiskalische Glaubwürdigkeit der USA gelenkt, erläutern die Marktexperten. "Dies hat auch die Sorgen über eine Währungsentwertung wiederbelebt, was die Attraktivität von Gold als Wertaufbewahrungsmittel verstärkt", fügen sie hinzu.
Dax im engen Korsett
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich bislang nur unwesentlich bewegt. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag kaum verändert bei 26.138 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,1 Prozent auf 6457 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent leichter bei 1,1665 US-Dollar.
Gute Zahlen allein reichen nicht
Sehr gut ist nicht gut genug. 85 Prozent der Unternehmen haben die Erwartungen übertroffen - doch gute Zahlen allein reichen an der Börse nicht. Raimund Brichta spricht mit Paulina Michel von JPMorgan und Jochen Stanzl von der Consorsbank darüber, warum der Ausblick entscheidend ist und was das für Anlegerinnen und Anleger bedeutet.
Droht Deutschland die Herabstufung? Finanzexperte liefert Fakten
Die großen Ratingagenturen bewerten Deutschlands Kreditwürdigkeit weiterhin mit der Bestnote AAA. Trotzdem verschlechtert sich laut Finanzexperte Martin Lück die Ausgangslage: Die deutsche Wirtschaft wächst kaum, während die Staatsverschuldung steigt. Das könnte mittelfristig zu einer Herabstufung führen.
EZB-Direktor: Europas Wirtschaft trotz Iran-Krise überraschend robust
EZB-Direktor Piero Cipollone geht nicht davon aus, dass Europas Wirtschaft wegen der Krise um die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus in eine Flaute gepaart mit hoher Inflation gerät. "Wir werden die Veränderungen des makroökonomischen Umfelds natürlich beobachten müssen, doch derzeit gibt es keine Anzeichen, die auf ein Stagflationsszenario hindeuten", sagte der Italiener dem Portal ilsussidiario.net. Wegen der Blockaden durch den Iran und die USA passieren kaum noch Frachtschiffe die Straße von Hormus - eine Meerenge, die den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman im Osten verbindet.
Es gebe Anzeichen dafür, dass die Krise bald beigelegt werden könnte, und selbst der Ölpreis scheine dies widerzuspiegeln, sagte Cipollone. Die jüngsten verfügbaren Daten deuteten zwar darauf hin, dass die europäische Wirtschaft an Schwung verliere. Trotz der konjunkturellen Abkühlung erweise sie sich jedoch als überraschend widerstandsfähig.
Klaus-Michael Kühne ist tot
Einer der bekanntesten Unternehmer in Deutschland, Klaus-Michael Kühne, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld des Milliardärs. Der Konzern Kühne + Nagel bestätigte Kühnes Tod.. Der gebürtige Hamburger, der seit Ende der 1960er-Jahre in der Schweiz lebte, galt mit einem geschätzten Vermögen von 36 Milliarden Euro hinter Kaufland-Gründer Dieter Schwarz als zweitreichster Deutscher. Über die Kühne Holding war er an zahlreichen Unternehmen beteiligt. Ihm gehörten 53 Prozent an Kühne + Nagel, dem weltgrößten Unternehmen für Luft- und Seefracht. Darüber hinaus hielt Kühne 30 Prozent der Anteile an der Reederei Hapag-Lloyd. Der kinderlose Patriarch hat den Großteil seiner Besitztümer bereits vor einigen Jahren in eine Stiftung eingebracht.
Für VW-Chef Blume "beginnt morgen Woche der Wahrheit"
Volkswagen findet nicht aus der Dauerkrise, am Ende könnten zehntausende Stellen im Unternehmen wegfallen. ntv-Wirtschafts-Chefkorrespondent Uli Reitz unterstreicht, das dem Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume ein Marathon an Rechtfertigungen bevorsteht.
Fehlende Fed-Kommunikation befeuert Anstieg der Anleiherenditen
Die langfristigen US-Zinsen steigen und haben inzwischen ein Niveau erreicht, das so hoch ist wie seit der Zeit vor der globalen Finanzkrise um 2008 nicht mehr. Ganz oben auf der Liste der Gründe dafür stehe der Iran-Krieg, sagt Mark Zandi, Chefvolkswirt bei Moody's Analytics. Aber auch die Fed sei ein Faktor, fügt er hinzu. Die offensichtliche Ansicht des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh, dass sich die Zentralbank zur Forward Guidance oder sogar zu ihrer Reaktionsfunktion bedeckt halten sollte, trage ebenfalls dazu bei, so Zandi. Anleiheinvestoren verlangten eine höhere Rendite, um die dadurch entstehende Unsicherheit auszugleichen.
Uniper sichert Langfrist-Gasbezug
Uniper baut seinen Gasbezug mit einem langfristigen Liefervertrag in Norwegen aus. Uniper habe einen Vertrag mit dem norwegischen Energieriesen Equinor unterzeichnet, teilten die Unternehmen mit. Uniper beziehe von 2027 bis 2041 jährlich mehr als 30 Terawattstunden (TWh) Erdgas. Dies entspreche grob dem Gasverbrauch von mehr als zwei Millionen Haushalten in Deutschland pro Jahr.
Equinor gehört bereits jetzt zu den wichtigsten Gaslieferanten Deutschlands. Der mehrheitlich staatlich kontrollierte Konzern hatte im Zuge der Energiekrise 2022 frühere Gasmengen Russlands teilweise ersetzt.
"Desaströse Kommunikation" bei VW
Im Ringen um ein weiteres Sparpaket bei Europas größtem Autobauer Volkswagen kritisiert die Belegschaft den Kommunikationsstil des Managements. Wegen der "desaströsen Kommunikation nach außen durch den Vorstand" seien die Mitarbeiter und ihre Familien "verunsichert und verängstigt", heißt es in einer Intranet-Meldung des Betriebsrats. Der Betriebsrat habe die Stimmungslage der Belegschaft in der vergangenen Woche online abgefragt. Dabei seien auch Fragen zur Zukunft der Altersteilzeit und der Aufhebungsverträge gestellt worden, zudem sei nach Perspektiven für die Werke in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm gefragt worden.
VW-Chef Oliver Blume stellt sich morgen bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung in Wolfsburg den Fragen der Mitarbeiter. Am Mittwoch sind weitere Betriebsversammlungen in Emden und Zwickau geplant. Am Freitag hatte er die Lage als "mehr als kritisch" bezeichnet. "3,8 Prozent operative Rendite sind in dieser anspruchsvollen Situation zwar solide", sagte Blume. "Aber sie reichen bei Weitem nicht aus, um dauerhaft ausreichende Mittel zu erwirtschaften für neue Technologien, neue Produkte und unsere Standorte." Für den Sparkurs appellierte er an die Mitarbeiter. "Auf die nächsten Wochen kommt es an: Alle müssen mitziehen."
Abwarten - und die 26.000 halten
Der Dax lässt es nach den Aufschlägen vom Freitag zum Start in die neue Handelswoche ruhig angehen. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 26.075 Punkten, nachdem er sich mit 26.137 Zählern ins Wochenende verabschiedet hatte. Anleger warteten zum einen auf die Nvidia-Zahlen zur Wochenmitte, andererseits blickten sie mit Sorgen Richtung Iran, wo sich die Lage wieder zu verschärfen drohe, heißt es von Marktteilnehmern.
Alibaba schockt den Markt
Zum Start in die neue Woche dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Anleger trennen sich vor allem von Technologiewerten, getrieben von neuen Zweifeln an der Tragfähigkeit der massiven KI-Investitionen. Auslöser ist eine massive Kapitalerhöhung durch Alibaba. Positive Vorgaben der US-Börsen vom späten Freitag verpuffen, nachdem sich der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada über das Wochenende verschärft hat. Eine Einigung scheiterte in letzter Minute.
Uneinheitlich zeigt sich der japanische Aktienmarkt. Während der Nikkei-Index um 0,5 Prozent nachgibt, tendiert der breiter gefasste Topix gut behauptet. In Hongkong fällt der Hang-Seng-Index um 2,1 Prozent. Unter den Einzelwerten stürzen Alibaba um 9,7 Prozent ab, nachdem das Unternehmen eine Kapitalerhöhung im Volumen von 10,2 Milliarden Dollar angekündigt hat. Der Erlös soll in KI-Investitionen fließen. Der Kurs des KI-Unternehmens Minimax sackt um 9,3 Prozent ab. Im übrigen Technologiesektor fallen Tencent um 3,8 und Meituan um 3 Prozent. Der Composite-Index in Shanghai verliert 0,7 Prozent.
In Seoul fällt der Kospi um 3,1 Prozent. Die beiden Chipschwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics belasten den Index mit Verlusten von 3,1 und 9,2 Prozent. Das kräftige Minus von Samsung erklären Marktteilnehmer damit, dass der am Freitag angekündigte Aktienrückkauf die Erwartungen verfehlt habe.
Bitcoin steht vor neuen Tests
Der Bitcoin notiert tiefer und legt damit nach der Rally der vergangenen Woche eine Verschnaufpause ein. Nach seiner besten Woche seit über zwei Jahren stehe die Erholung des Bitcoin vor Risiken, meint Linh Tran von XS.com. Ein vorübergehend nachlassender Renditedruck, eine Dollarschwäche und die Erwartung weniger restriktiver Finanzbedingungen hätten die Risikobereitschaft verbessert und gleichzeitig Kapitalflüsse in den Bitcoin gefördert. Dies deute darauf hin, dass die Rally auf echten Käufen beruhe, aber der Anstieg von 70.000 auf fast 80.000 US-Dollar enthalte immer noch ein gewisses Maß an technisch bedingtem Momentum, erläutert Chang. Volatilität und Gewinnmitnahmen seien schwer zu vermeiden. Der Bitcoin gibt um 0,3 Prozent auf 77.203 US-Dollar nach.
VW-Krise ruft Politik auf den Plan
Über die Lage beim kriselnden Volkswagen-Konzern will sich Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies heute bei einem Besuch des VW-Werks in Hannover informieren. Auf Einladung des Gesamtbetriebsrates sind Gespräche mit Betriebsratsmitgliedern, Vertrauensleuten aus der Belegschaft und der örtlichen Werksleitung geplant, wie ein Sprecher des Gesamt- und Konzernbetriebsrates mitteilte.
Im Anschluss wollen Lies, Niedersachsens Vize-Regierungschefin Julia Willie Hamburg (Grüne), die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo sowie Vertreter des örtlichen Betriebsrates und der Gewerkschaft IG Metall über den Austausch informieren. Besuche des niedersächsischen Ministerpräsidenten sind auch in den VW-Werken in Osnabrück und Emden geplant. Mit Vertretern des Werkes im sächsischen Zwickau soll es einen digitalen Austausch geben, hieß es.
In den kommenden Tagen sind bei VW neun Betriebsversammlungen geplant. Es geht um die Zukunft des Konzerns und der VW-Standorte. Die VW-Führung will die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen um Zehntausende Arbeitsplätze und die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm. Sie verlangen schnelle Klarheit und die Vermeidung von drastischen Schritten wie die Schließung von Werken.
Warten auf US-Finanziminister Bessent
Der Dax wird mit wenig Bewegung in den Handel starten. Am Freitag war er um 0,6 Prozent gestiegen und schloss bei 26.137 Punkten. Auch die wichtigsten US-Indizes schlugen nach einer schwachen Börsenwoche einen Erholungskurs ein. Sorgen über ausufernde Staatsfinanzen, die anhaltend hohen Ölpreise und der Renditeanstieg am Anleihenmarkt begrenzten jedoch die Kursgewinne.
Heute blicken die Anleger erneut auf die Geopolitik. US-Finanzminister Scott Bessent hält ab 20 Uhr (MESZ) eine Pressekonferenz. Erwartet wird, dass er Einzelheiten zu den am Donnerstag angekündigten "härtesten Sanktionen der Geschichte" gegen Iran nennt. Ziel dieser Sanktionen ist es, die iranische Regierung zum Zusammenbruch zu bringen. US-Präsident Donald Trump hatte allen Ländern mit wirtschaftlichen Konsequenzen gedroht, die dem Iran in irgendeiner Form helfen.
KI-Startup prüft Verkauf für 13 Milliarden Dollar
Das auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Startup Hugging Face prüft offenbar einen Verkauf, der das Unternehmen mit 13 Milliarden Dollar oder mehr bewerten könnte. Die in New York ansässige Firma habe eine Bank beauftragt, um das Interesse potenzieller Bieter auszuloten, berichtete das Portal Business Insider unter Berufung auf Insider. Der KI-Spezialist stellt quelloffene große Sprachmodelle und Datensätze bereit. Bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2023, die von Technologiekonzernen wie Salesforce, der Alphabet-Tochter Google und Nvidia angeführt wurde, war Hugging Face mit 4,5 Milliarden Dollar bewertet worden.
Shein startet Milliarden-Börsengang
Shein treibt seinen Börsengang in Hongkong voran und will dabei bis zu 1,77 Milliarden Dollar einnehmen. Der chinesische Online-Billigmodehändler startete die Zeichnungsfrist für die Aktien, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht. Angeboten werden 280 Millionen Papiere zu einem Preis zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar. Damit würde Shein mit bis zu 26,81 Milliarden Dollar bewertet. Der Ausgabepreis soll am 31. August festgelegt werden, das Börsendebüt ist für den 1. September geplant.
Der lang erwartete Schritt an die Börse erfolgt in einer schwierigen Phase für den Konzern. Ein langsameres Umsatzwachstum und schwächere Kerngewinne belasten das Geschäft. Zudem schrumpfen die Margen. Dies schürt Bedenken, dass die rasante Expansion des Unternehmens durch höhere Handelskosten, strengere regulatorische Auflagen und den verschärften Wettbewerb im weltweiten Online-Handel ins Stocken geraten könnte. Zuletzt verbuchte Shein einen Quartalsverlust von 99 Millionen Dollar. Grund dafür war die Streichung einer US-Zollbefreiung für Kleinpakete.
US-Sanktionen erwartet – Ölpreise reagieren
Die Ölpreise fallen infolge von Gewinnmitnahmen vor der erwarteten Ankündigung neuer US-Sanktionen gegen den Iran. Der Preis für die Nordseesorte Brent sinkt um 1,29 Prozent auf 93,17 Dollar je Barrel. US-Leichtöl WTI verbilligt sich um 1,38 Prozent auf 85,86 Dollar. US-Finanzminister Scott Bessent, der im Tagesverlauf eine Pressekonferenz abhalten will, hatte dem Iran zuvor mit den "härtesten Sanktionen der Geschichte" gedroht. Der iranische Präsident Masud Peseschkian verurteilte die Pläne, rief aber zugleich zu einer diplomatischen Lösung auf. In der Vorwoche hatten die Ölpreise noch um mehr als fünf Prozent zugelegt, da festgefahrene Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran die Öllieferungen durch die Straße von Hormus begrenzten. Durch diese Meerenge wird üblicherweise ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert.
Anleger suchen "Vorwand für Verkäufe"
Die asiatischen Aktienmärkte nehmen zum Wochenstart eine abwartende Haltung ein. In Tokio bleibt der Nikkei-Index fast unverändert bei 65.968,71 Punkten und der breiter gefasste Topix notiert 0,3 Prozent höher bei 4080,30 Zählern. Auch in China geben die Kurse nach: Der Shanghai Composite verliert 0,6 Prozent auf 3880,33 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,1 Prozent auf 4.566,57 Punkte.
Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des US-Chipriesen Nvidia am Mittwoch geraten in Tokio vor allem Werte aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) unter Druck. So gehören Fujikura mit einem Minus von 3,5 Prozent und SoftBank mit einem Abschlag von 3,3 Prozent zu den Verlierern, während der Chipanlagenbauer Tokyo Electron um 2,1 Prozent zulegt. "Wir betrachten die Sorgen über die Rentabilität von Halbleiterunternehmen lediglich als Vorwand für Verkäufe", sagt Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities.
Die Stimmung wurde zudem von geopolitischen Spannungen getrübt. Anleger blicken nervös auf drohende US-Sanktionen gegen den Iran sowie einen heraufziehenden Handelskrieg zwischen den USA und Kanada.
Samsung-Kurs bricht ein
Enttäuschende Renditepläne schicken die Aktien von Samsung Electronics auf Talfahrt. Die Papiere des südkoreanischen Chipherstellers fallen um acht Prozent. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche angekündigt, in diesem Jahr zwischen 90 und 110 Billionen Won (bis zu 79,4 Milliarden Dollar) an seine Aktionäre zurückzugeben. Dies sei mehr als fünfmal so viel wie der bisherige Höchstwert von 20,3 Billionen Won im Jahr 2020, teilte Samsung mit. Im dritten Quartal seien zudem Bardividenden in Höhe von 30 Billionen Won geplant.
Analysten zufolge sind die in Aussicht gestellten Summen geringer als erwartet ausgefallen. Zudem fehlten Details zu geplanten Aktienrückkäufen. Im Gegensatz zum Konkurrenten SK Hynix habe Samsung weder eine Ausweitung der bestehenden Ausschüttungspolitik noch die Einziehung eigener Aktien angekündigt, erklärte Analyst Sohn In-joon von Eugene Securities. Letzteres hätte direkter zu einem Kursanstieg beitragen können. Die Aktien von SK Hynix legen um 0,4 Prozent zu, während der südkoreanische Leitindex Kospi um 1,5 Prozent nachgibt.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 158,87 Yen und legt leicht auf 6,7235 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8000 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1681 Dollar und gibt um 0,1 Prozent auf 0,9345 Franken nach.
Warten auf den großen Knall …
In dieser Börsenwoche dürften das Notenbankertreffen in Jackson Hole, die Nvidia-Zahlen und wichtige Konjunkturdaten den Takt vorgeben. Diese dürften entscheiden, ob sich die jüngsten Turbulenzen am Anleihe- und Aktienmarkt fortsetzen. Sorgen über hohe Ölpreise wegen der Pattsituation im US-Iran-Konflikt und die steigende Staatsverschuldung hatten in den vergangenen Tagen die Renditen von Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten getrieben. Anleger warfen daraufhin als risikoreicher geltende Aktien aus den Depots, doch starke Konzernbilanzen und Konjunkturdaten begrenzten die Kursverluste. "Es scheint für die Weltwirtschaft unverändert möglich zu sein, ohne normalen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu expandieren", kommentiert Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Am Freitag schloss der Dax mit einem Stand von 26.137 Punkten. Das Wochenminus betrug damit etwa ein Prozent.
Nun richten Anleger ihren Blick auf weitere wichtige Termine in dieser Woche. Im Fokus steht dabei vor allem das Symposium der regionalen Notenbank von Kansas City in Jackson Hole. Das Treffen von Notenbankern, Ökonomen und Finanzpolitikern beginnt am Donnerstag und dauert bis Samstag. Dort erhoffen sich Investoren weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der US-Notenbank Fed unter dem neuen Chef Kevin Warsh. Er hat sich bislang zurückhaltend zum künftigen Kurs der Geldpolitik unter seiner Führung geäußert.
Auf der Unternehmensseite legt Nvidia am Mittwoch als letzter der wichtigsten US-Technologiekonzerne seine Quartalszahlen vor. Dies gilt als erneuter Test für den Handel mit KI-Aktien, nachdem mehrere Unternehmen aus dem Sektor starke Ergebnisse vorgelegt hatten. "Nach Wochen der Sorge über die enormen Finanzierungssummen, die für den Ausbau von KI benötigt werden, werden Investoren weiter nach Belegen suchen, dass die Nachfrage nach Chips und KI-Infrastruktur stark genug bleibt", sagt Capital.com-Expertin Daniela Hathorn. Geplant zur Veröffentlichung am Mittwoch sind zudem die Ergebnisse des SAP-Rivalen Salesforce.
Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.