Der Börsen-Tag
21. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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13:53 Uhr

Berentzen wird amerikanisch - Aktie geht durch die Decke

Der Getränkehersteller Berentzen wird von dem US-Sprirituosenkonzern Sazerac übernommen. Wie das US-Unternehmen mitteilte, haben sich beide Parteien auf einen Zusammenschluss verständigt. Sazerac zahlt in einem freiwilligen Übernahmeangebot 5,55 Euro je Aktie in bar. Die Aktie war am Freitag mit 4,53 Euro aus dem Handel gegangen. Berentzen hatte vergangene Woche über die Verhandlungen informiert.

Das Angebot entspricht einer Prämie von rund 68 Prozent auf den unbeeinflussten, volumengewichteten Durchschnittskurs der Aktie in den drei Monaten vor dem 16. September 2026. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 50 Prozent plus einer Aktie. Der Vollzug wird für das vierte Quartal erwartet. Berentzen soll dann von der Börse genommen werden. Momentan schießt die Aktie um 21,4 Protent hoch.

Berentzen wird amerikanisch - Aktie geht durch die Decke
13:30 Uhr

Mittelfristziele von Novo Nordisk überzeugen nicht - Aktie schmiert ab

Die auf dem Kapitalmarkttag von Novo Nordisk genannten Mittelfristziele reichen den Anlegern nicht und schicken die Aktie auf Talfahrt - sie verliert 4,7 Prozent. Wie JPMorgan anmerkt, prognostiziert der Konzern für den Zeitraum 2026 bis 2030 ein Umsatzwachstum (CAGR), das im Einklang mit dem der Branchenmitbewerber stehe.

Nehme man den Mittelwert der Umsatzprognose von Novo für 2026 als Basis und lege eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 3,7 Prozent für 2026 bis 2030 zugrunde, impliziere das einen geschätzten Umsatz von 340 Milliarden Kronen bis 2030. Das liege aber 6 Prozent unter dem Bloomberg-Konsens von 362 Milliarden für Novo Nordisk.

Mittelfristziele von Novo Nordisk überzeugen nicht - Aktie schmiert ab
13:06 Uhr

Steigende Zinsen sind Thema am Geldmarkt

Der europäische Geldmarkt startet unspektakulär in die neue Woche. Zunehmend setzt sich die Meinung durch, dass sowohl die EZB wie auch die US-Notenbank angesichts der Inflationsgefahren die Leitzinsen bis zum Jahresende noch einmal um 25 Basispunkte anheben werden. An den Märkten wird aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von 53 Prozent eingepreist, dass die Fed die Leitzinsen sogar bereits auf ihrer nächsten Sitzung im Oktober erhöhen könnte.

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,43 - 2,48 (2,35 - 2,55), Wochengeld: 2,38 - 2,60 (2,39 - 2,60), 1-Monats-Geld: 2,46 - 2,71 (2,46 - 2,71), 3-Monats-Geld: 2,46 - 2,81 (2,62 - 2,82), 6-Monats-Geld: 2,94 - 3,08 (2,95 - 3,08), 12-Monats-Geld: 3,26 - 3,43 (3,11 - 3,26), Euribors: 18.09. 17.09. 3 Monate: 2,620 (2,633), 6 Monate: 2,978 (2,962), 12 Monate: 3,343 (3,345)

Steigende Zinsen sind Thema am Geldmarkt
12:44 Uhr

Porsche-Chef dementiert Spekulation über weiteren Stellenabbau

Porsche hat einen Medienbericht über den Abbau zusätzlicher Tausender Stellen über die beschlossene Streichung von 5000 Jobs hinaus zurückgewiesen. "Der Abbau von weiteren 4000 Stellen bei Porsche ist nicht geplant", sagte Vorstandschef Michael Leiters in einer internen Veröffentlichung des Unternehmens, die Reuters vorlag. "Unser Zukunftspaket basiert auf sorgfältig getroffenen und mit unseren Arbeitnehmervertretern verhandelten Entscheidungen. Es beläuft sich auf 5000 Stellen, weder mehr noch weniger." Das "Handelsblatt" hatte am Wochenende mit Verweis auf Unterlagen des Aufsichtsrats des Mutterkonzerns Volkswagen berichtet, womöglich sollten weitere 4000 Stellen wegfallen.

Porsche-Chef dementiert Spekulation über weiteren Stellenabbau
12:22 Uhr

Dax rappelt sich auf

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat seine Gewinne weiter ausbauen können. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 1,1 Prozent höher bei 25.586 Punkten. Am Freitag hatte der Dax 1,6 Prozent verloren. Der EuroStoxx50 stieg um 1,3 Prozent auf 6318 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1481 US-Dollar.

Dax rappelt sich auf
12:08 Uhr

"Überall brennt gerade die Hütte"

IG-Metall-Chefin Christiane Benner hat die Vorstände der deutschen Autoindustrie kritisiert und mehr Verantwortung für Beschäftigte und Standorte gefordert. "Wie hier bei VW versammeln sich heute überall im Land Beschäftigte der Automobil- und Zuliefererindustrie, um Arbeitgebern und Politik zu zeigen, dass es ihnen reicht", sagte Benner laut Mitteilung bei einer Aktion im VW-Stammwerk in Wolfsburg. "Überall brennt gerade die Hütte." 

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Lichtaktion am Chemnitzer Karl-Marx-Monument für Autobranche. (Foto: Sebastian Willnow/ dpa/dpa)

Unternehmen wie Volkswagen, BMW, Audi, Bosch, Mercedes und Porsche hätten für tolle Autos und gute Qualität gestanden, die in die ganze Welt exportiert worden sei. Die Beschäftigten seien stolz gewesen, für diese Unternehmen zu arbeiten. "Jetzt fahren Vorstände die Branche mit Vollgas gegen die Wand und begehen danach Fahrerflucht", kritisierte Benner. 

"Überall brennt gerade die Hütte"
11:48 Uhr

Immobilienwerte rot - Linken-Sieg in Berlin spielt mit rein

Der Sieg der Linken bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat Auswirkungen auf den Immobiliensektor. Vonovia verlieren 1,7 Prozent, LEG Immobilien 0,8 Prozent. Deutsche Wohnen verbilligen sich um 0,7 Prozent.

Immobilienwerte rot - Linken-Sieg in Berlin spielt mit rein
11:23 Uhr

Goldpreis fällt

Gold gibt leicht nach. Eine Feinunze kostet 4353,42 US-Dollar und damit etwa 0,6 Prozent weniger. Die Preise könnten angesichts der Erwartungen einer strafferen US-Geldpolitik unter Druck bleiben, da die Märkte eine weitere Zinserhöhung für das Jahr 2026 und eine weitere für 2027 einpreisen, wie Konstantinos Chrysikos von Kudo.com kommentiert. Händler würden in diesem Jahr die großen Zentralbanken und die Fed weiterhin auf weitere Signale für eine geldpolitische Straffung beobachten. "Jede entschlossene Botschaft könnte die Renditen in die Höhe treiben und Gold unter Druck setzen, während eine sanftere Prognose eine Erholung begünstigen könnte", sagt er. Höhere Zinsen verringern typischerweise die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls. 

Goldpreis fällt
10:47 Uhr

Was den Dax so widerstandsfähig macht

Eine anziehende Inflation und steigende Zinsen, von geopolitischen Spannungen nach oben getriebene Ölpreise: All das wirkt sich ganz direkt an den Börsen aus. Erstaunlicherweise hält sich der Dax aber immer noch recht stabil. Und sogar Rücksetzer werden nicht selten schnell wieder aufgeholt. Ob die Korrektur schon vorbei ist oder gerade erst begonnen hat, darüber diskutiert Friedhelm Tilgen mit Volker Meinel von der BNP Paribas, Andreas Woelfl von iMaps, und Tim Oechsner von Steubing.

Was den Dax so widerstandsfähig macht
10:33 Uhr

Eurozone-Anleiherenditen auf dem Rückzug

Die Renditen von Staatsanleihen der Eurozone geben im frühen Handel nach und folgen damit den niedrigeren Renditen von US-Staatsanleihen, unterstützt durch sinkende Ölpreise. "Die Anleihemärkte haben einen kritischen Punkt erreicht. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich der Markt nach ersten Anzeichen einer veränderten Dynamik wieder stabilisieren kann", schreibt Rainer Guntermann von der Commerzbank in einer Research Note. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fällt laut Tradeweb um 5,9 Basispunkte auf 3,472 Prozent, während die Rendite der zehnjährigen französischen OAT um 9,3 Basispunkte auf 4,487 Prozent sinkt.

Eurozone-Anleiherenditen auf dem Rückzug
10:00 Uhr

Meyer: Berliner Enteignungs-Pläne schaden Vonovia-Aktie

Mit dem Sieg der Linken in Berlin rückt die Debatte um Enteignung und Vergesellschaftung wieder näher. Für Vonovia bleibt das ein politisches Damoklesschwert. Dem Mietmarkt hilft das womöglich nicht, sagt ntv-Börsenexperte Frank Meyer.

Meyer: Berliner Enteignungs-Pläne schaden Vonovia-Aktie
09:35 Uhr

Kann Nagel Lagarde beerben?

Die Bundesregierung wird offenbar Bundesbank-Präsident Joachim Nagel mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für das Präsidentenamt der Europäischen Zentralbank (EZB) vorschlagen. Nagel würden im Kanzleramt kaum Chancen eingeräumt, zudem gebe es in der CDU offenbar Vorbehalte gegen ihn, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertrauten Personen. Der Vertrag der amtierenden EZB-Chefin Christine Lagarde endet im Oktober 2027.

Frankreich würde den Niederländer Klaas Knot als Nachfolger von EZB-Chefin Christine Lagarde an der Spitze der EZB unterstützen, sofern der einflussreiche Posten des EZB-Chefvolkswirts an Frankreich gehe, wie Insider jüngst der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Dieser informelle Vorschlag werde vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron mitgetragen, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen.

Kann Nagel Lagarde beerben?
09:17 Uhr

Dax versucht die Gegenreaktion

Der Dax startet freundlich in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.480 Punkten. Ins Wochenende hatte er sich mit einem Stand von 25.304 Zählern verabschiedet. Stützend wirkt ein fallender Ölpreis. Zudem stimmten anziehende Kurse bei südkoreanischen Chip-Aktien die Anleger positiv.

Dax versucht die Gegenreaktion
08:59 Uhr

Amazon schließt Logistik-Deal

Amazon sichert sich im Rahmen einer langfristigen Logistikpartnerschaft eine Kaufoption auf Aktien von Kühne+Nagel. Die Ausübung dieser Option sei an kommerzielle Meilensteine und die Erbringung von Dienstleistungen über einen Zeitraum von sieben Jahren geknüpft, teilte der Schweizer Logistikkonzern mit. Die Option könne in bar oder nach Wahl von Amazon in Aktien ausgeübt werden. Zur Absicherung der Transaktionsstruktur habe Kühne+Nagel einen externen Finanzdienstleister für Hedging-Geschäfte mandatiert.

Die strategische Zusammenarbeit solle die bestehende Geschäftsbeziehung vertiefen und das Dienstleistungsportfolio für Amazon ausbauen. Sie umfasst unter anderem Logistikdienstleistungen für die Infrastruktur der Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) – vom Bau und der Inbetriebnahme von Anlagen bis hin zur laufenden Wartung.

Amazon schließt Logistik-Deal
08:40 Uhr

Tokio feiert – Asien-Anleger erwarten Großes

Vor dem Hintergrund weiter fallender Ölpreise überwiegen an den Börsen in Ostasien moderate Aufschläge. Die anfänglichen Bedenken hinsichtlich längerer Unterbrechungen der Rohöl-Pipeline-Flüsse aus Saudi-Arabien schienen sich weiter zu verringern, erklären die Analysten von ANZ Research mit Verweis auf Berichte, wonach Riad erwartet, dass die Ost-West-Pipeline innerhalb weniger Tage etwa die Hälfte ihrer Kapazität wieder aufnehmen werde. Brent-Öl verbilligt sich um rund 2 Prozent auf unter 102 Dollar.

Während in Japan das Börsengeschäft wegen Feiertagen bis einschließlich Mittwoch ruht, legt der technologielastige Kospi in Seoul um 1,8 Prozent zu. Nach oben geht es auch in Shanghai und in Hongkong und zwar um je 0,6 Prozent.

Für zuversichtliche Stimmung insbesondere an den chinesischen Börsen sorgt das Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping am Donnerstag in Washington. Gespräche am Wochenende in New York zwischen dem US-Finanzminister Scott Bessent und dem chinesischen Vizepremier He Lifeng seien von beiden Seiten als positiv beschrieben worden, heißt es im Handel. Bei dem Gipfel am Donnerstag wird erwartet, dass die Verlängerung eines Handelsfriedens zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt im Mittelpunkt stehen wird mit Themen wie Zölle, Exporte seltener Erden und Technologiekontrollen.

Tokio feiert – Asien-Anleger erwarten Großes
08:21 Uhr

Was folgt nach dem Abverkauf?

Nach dem Abverkauf am Freitag dürften Europas Börsen mit Aufschlägen in den heutigen Handel starten. Stützend wirken nachgebende Ölpreise; Brent notiert am Morgen bei 101,75 Dollar das Fass - ein Minus von 2 Prozent, WTI geht sogar bei unter 99 Dollar um. Von einer echten Entspannung für die Börsen kann aber keine Rede sein. Die Rendite der 10-jährigen Treaesurys liegt weiter auf dem kritischen Niveau von 5 Prozent.

Abzuwarten bleibt auch die Reaktion am französischen Aktienmarkt auf die Herunterstufung der Länder-Bonität durch Scope auf "A+" von "AA-" bei einem stabilen Ausblick. Begründet wurde die Herabstufung mit der anhaltenden Verschlechterung der Haushaltsaussichten, gekennzeichnet durch eine steigende Staatsverschuldung, anhaltend hohe Haushaltsdefizite und geringe Fortschritte bei Strukturreformen. Die Abstufung könnte die Risikoprämien auf französische Staatsschulden weiter treiben.

Was folgt nach dem Abverkauf?
08:04 Uhr

Endlich Entspannung am Ölmarkt?

Am Rohstoffmarkt geben die Ölpreise etwas nach. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,1 Prozent auf 101,72 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,2 Prozent schwächer bei 98,10 Dollar.

Händler verweisen auf Berichte, wonach trotz des Konflikts am Golf mehr Öl aus dem Nahen Osten auf den Markt gelangt als bisher angenommen. Admiral Brad Cooper, Leiter des US-Zentralkommandos, sagte am Wochenende, das Volumen von Rohöl, Fracht und Flüssigerdgas habe in den vergangenen zwei Wochen den höchsten Stand der letzten sechs Monate erreicht. "Die Schließung der Ost-West-Pipeline hat den Zustand des Ölmarktes wesentlich verändert", sagte Vivek Dhar, Rohstoffexperte bei der CBA. "Wir schätzen jetzt, dass die Öl- und Raffinerieproduktbestände weltweit in fünf bis zehn Wochen zur Neige gehen. Noch vor zwei Wochen waren wir von 15 bis 20 Wochen ausgegangen."

Endlich Entspannung am Ölmarkt?
07:45 Uhr

Ein Hoffnungsschimmer von der Bundesbank?

Die Bundesbank legt heute ihren Monatsbericht vor. Darin wird unter anderem die konjunkturelle Lage in Deutschland beleuchtet. Die Wirtschaft hatte sich im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg recht gut geschlagen: Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni dank höherer Exporte um 0,3 Prozent zum Vorquartal. Angesichts zuletzt aufgehellter Konjunkturperspektiven haben viele Forschungsinstitute ihre Prognosen für das laufende Jahr nach oben korrigiert.

Ein Hoffnungsschimmer von der Bundesbank?
07:31 Uhr

Im deutschen Autosektor brodelt's

Überkapazitäten, Jobabbau, wachsende Konkurrenz aus China: Die deutsche Auto-Industrie steckt in der Krise. Ganze Autofabriken mit Tausenden Jobs stehen vor einer ungewissen Zukunft und Errungenschaften wie die 35-Stunden-Woche werden zunehmend infrage gestellt. Dagegen trommelt die Gewerkschaft IG Metall heute bundesweit zu Protesten.

Ob Wolfsburg, Zwickau, Stuttgart, Saarbrücken oder das Ruhrgebiet: In allen Bundesländern hat die IG Metall Beschäftigte von Autoherstellern und Zulieferern aufgerufen, ein deutliches Zeichen zu setzen. Das Motto lautet: "Zukunft statt Kahlschlag - Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke". Den Angaben nach soll es verschiedene Aktionen an mehr als 200 Orten geben. Dazu zählen interne Betriebsversammlungen in Unternehmen, aktive Mittagspausen, Sternmärsche und öffentliche Kundgebungen. Die Gewerkschaft erwartet, dass sich mehr als 100.000 Menschen beteiligen.

Beklagt wird, dass vor allem die Mitarbeiter die Folgen der Branchenkrise tragen müssten. "Wir erleben momentan einen beispiellosen Angriff auf die Beschäftigten in der Automobilindustrie", hatte IG Metall-Chefin Christiane Benner mit Blick auf den Aktionstag erklärt. Das müsse aufhören. Nicht nur, dass Autohersteller und Zulieferer hierzulande bereits Tausende Jobs abgebaut hätten. Die Gewerkschaft befürchtet auch weitere Einschnitte für die Beschäftigten und fordert: "Finger weg von der 35-Stunden-Woche!"

Im deutschen Autosektor brodelt's
07:09 Uhr

Asien-Börsen im Aufwind

Die Hoffnung auf eine ungebrochene Nachfrage nach Chips für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) gibt den asiatischen Aktienmärkten Auftrieb und lässt insbesondere die Kurse von Chipherstellern steigen. Der Handel verläuft wegen eines Feiertags in Japan jedoch in ruhigen Bahnen.

An den Anleihemärkten herrscht unterdessen Anspannung, nachdem falkenhafte Äußerungen der US-Notenbank Fed in der Vorwoche die Zinserwartungen nach oben getrieben hatten. Die Futures preisen eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung im Oktober ein, ein Schritt bis zum Jahresende gilt als ausgemacht. "Straffungszyklen sind in der Regel zu Beginn konzentriert, und die Fed hört fast nie nach einer einzigen Anhebung auf", so die Analysten der Bank of America (BofA) in einer Analyse. "Daher halten wir an unserer Prognose von nur zwei weiteren Zinserhöhungen im Oktober und Dezember fest."

Die Shanghaier Börse tendiert fester. Der dortige Leitindex gewinnt 0,5 Prozent auf 3.932,42 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt um 0,4 Prozent auf 4523,87 Punkte.

Asien-Börsen im Aufwind
06:53 Uhr

Ökonomen kritisieren Tankrabatt

Die Wirtschaftsexperten Marcel Fratzscher und Clemens Fuest kritisieren die von der Bundesregierung geplanten Schritte zur Spritpreissenkung scharf. "Der erneute Tankrabatt ist teuer, sozial ungerecht und ökonomisch kontraproduktiv", sagte Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dem "Handelsblatt". "Er kostet Geld, das die Bundesregierung nicht hat, und bedeutet letztlich eine Umverteilung von Arm zu Reich." Auch die Erwartungen an den Spritpreisdeckel seien unrealistisch. Dieser dürfte nicht zu dauerhaft geringeren Spritpreisen führen.

Ähnlich äußerte sich IFO-Präsident Fuest. "Die Senkung der Mineralölsteuer halte ich für einen Fehler", sagte der Präsident des IFO-Instituts der Zeitung. Wenn höhere Preise Knappheiten signalisierten, sei es "kontraproduktiv, diese Signale auszuschalten". Auch könne der Staat die höheren Kosten für importierte Energie "nicht aus der Welt schaffen, er kann sie nur umverteilen". Wenn die Politik Lasten umverteilen wolle, müssten die Instrumente zielgenau sein.

Fratzscher fordert stattdessen direkte Zahlungen an die Bürger. "Eine Transferzahlung wie die Energiepreispauschale von 300 Euro pro Erwachsenen von 2022 ist der einzig kluge und effektive Weg", sagte er. "Dafür scheint der Bundesregierung jedoch das Geld zu fehlen, da man sich nicht auf Steuererhöhungen oder den Abbau von Subventionen zur Gegenfinanzierung einigen kann." Fuest erklärte, eine einkommensabhängige Direktzahlung sei das bessere Instrument. Für Fernpendler könne die steuerliche Kilometerpauschale ab einer bestimmten Entfernung erhöht werden.

Ökonomen kritisieren Tankrabatt
06:35 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 156,79 Yen und legt leicht auf 6,6956 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,8227 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1480 Dollar und zieht leicht auf 0,9443 Franken an. Als wichtiger Termin für die Märkte gilt das für Donnerstag geplante Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:17 Uhr

Störung bei Facebook und Instagram

Die zum Meta-Konzern gehörenden sozialen Netzwerke Facebook und Instagram sind in den USA bei Tausenden Nutzern ausgefallen. Dies ging aus Daten der auf Störungsmeldungen spezialisierten Website Downdetector.com hervor. Bis gegen 21.00 Uhr US-Ostküstenzeit (ET) wurden demnach mehr als 17.000 Störungsmeldungen für Facebook und über 5000 für Instagram verzeichnet. Die Website sammelt Störungsmeldungen von Nutzern, weshalb die tatsächliche Zahl der Betroffenen deutlich höher liegen dürfte.

Störung bei Facebook und Instagram
05:59 Uhr

"Higher für longer" als Kontraindikator

Das Rätseln über die Geldpolitik und den Nahost-Konflikt dürfte in dieser Börsenwoche weitergehen. In der alten Woche sorgten die Entschlossenheit der US-Notenbank Fed und ein leichter Rückgang bei den Energiepreisen für etwas Stabilisierung am Markt. "Dem Zinsentscheid der US-Notenbank in der Wochenmitte kam spezielle Bedeutung zu, weil der neue Notenbankchef im Vorfeld in die Kritik geraten war, nicht ausreichend auf die Preisstabilität zu achten", sagte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Der geldpolitische Schlüsselsatz in den USA wurde um einen Viertelprozentpunkt angehoben. In ihrem Zinsausblick signalisierten die Währungshüter zudem, dass sie die Zügel noch ein weiteres Mal anzuziehen gedenken. "Eine glaubwürdige Zentralbank reduziert das Risiko noch stärkerer Zinserhöhungen zu einem späteren Zeitpunkt", erläutert Gerhard Winzer, Chefvolkswirt bei Erste Asset Management. "'Higher for longer' ist daher nicht nur eine Belastung für die Finanzmärkte. Es ist auch ein notwendiges Stabilitätssignal."

Allerdings wäre es verfrüht, in Euphorie zu verfallen, schreiben die Experten der Helaba. Nordsee-Rohöl Brent verbilligte sich auf Wochensicht zwar um rund ein Prozent, nachdem Saudi-Arabien in Aussicht gestellt hatte, seine beschädigte Ost-West-Pipeline innerhalb weniger Tage mit halber Kapazität wieder hochzufahren. "Dennoch stellen die hohen Energiepreise bereits jetzt für die Weltwirtschaft eine Herausforderung dar - ebenso wie die jüngst wieder aufgeflammten Zolldiskussionen zwischen den USA und der EU", hieß es im Helaba-Bericht. Der Dax schloss am Freitag mit 25.304 Punkten mehr als ein Prozent unter dem Vorwochenschluss.

Nachdem sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die Fed mit ihren jüngsten Leitzinserhöhungen auf die steigende Inflation reagiert haben, rückt nun der Konjunkturtrend wieder in den Fokus. "Zahlreiche Frühindikatoren werden in dieser Woche zeigen, wie stabil der Wachstumstrend diesseits wie jenseits des Atlantiks derzeit wirklich ist", sagt Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck. "Noch sieht es eher nach einer kleinen Konjunkturdelle aus - doch umso länger die Energiepreise aufgrund des anhaltenden Iran-Kriegs hoch bleiben, desto größer das Risiko für einen stärkeren Konjunkturdämpfer als heute weithin erwartet." Die Konjunkturdatenwoche eröffnen am Dienstag die Daten zum Verbrauchervertrauen in der Euro-Zone im September.

Auf der Unternehmensseite behalten die Anleger weiter vor allem den Technologiesektor im Blick. Sorgen der Anleger über eine mögliche Abschwächung des Entwicklungstempos bei Künstlicher Intelligenz (KI) belasteten zuletzt die Aktienkurse.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

"Higher für longer" als Kontraindikator