Dax schleppt sich durch den Tag
Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich zum Wochenstart kaum aus der Deckung gewagt. Der Dax fiel um 0,4 Prozent auf 26.339 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 6538 Stellen. "Positive Nachrichten wiegen an der Börse derzeit doppelt und negative halb so schwer", kommentierte Timo Emden, Chefanalyst des Brokers CapTrader. Starke Konzernbilanzen und Wetten auf das Ausbleiben einer Zinserhöhung der US-Notenbank hatten den Dax vergangene Woche auf eine Rekordjagd geschickt.
Heute blickten Anleger erneut auf die Lage im Nahen Osten. Der Schiffsverkehr durch die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus hat sich am Wochenende erneut verlangsamt. Zudem erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtchi, der Iran habe noch nicht über eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA entschieden.
Der Zinsoptimismus der Anleger stützte Aktien aus dem Technologiesektor. Die Titel von Infineon, Aixtron, Jenoptik, Suss Microtec und Siltronic legten um 0,4 bis 2,4 Prozent zu. Im MDax gewannen Salzgitter 3,4 Prozent nach einer Kaufempfehlung der Bank of America.
Warum der Aufschwung trotz Jobflaute weitergeht
Der US-Arbeitsmarkt stagniert – und das, obwohl die Wirtschaft boomt. Wie passt das zusammen? Wie geht es weiter und auf welche Indizes sollten Anleger jetzt setzen? Darüber spricht Raimund Brichta mit Edgar Walk von Metzler Asset Management.
Geely-Gründer gibt Spitzenposten auf
Geely-Gründer Eric Li gibt den Spitzenposten bei dem chinesischen Autobauer auf. Seine Aufgabe an der Spitze des Verwaltungsrats übernehme Andy An, wie das Unternehmen mitteilte. Der 1963 geborene Li, der Geely vor vier Jahrzehnten gegründet hatte und auch Anteile am Stuttgarter Autobauer Mercedes hält, bleibe an der Spitze der Geely-Holding, hieß es in der Pflichtmitteilung an die Börse weiter. Sein Abschied vom operativen Geschäft erlaube es ihm, sich verstärkt um andere geschäftliche Verpflichtungen zu kümmern.
Geely ist einer der härtesten Wettbewerber für den chinesischen Marktführer BYD. Zu dem Konzern gehören unter anderem Marken wie Volvo, Polestar, Geely Auto, Zeekr und Lynk & Co. Langfristig strebe Geely an, zwei Drittel seines Absatzes außerhalb Chinas zu erwirtschaften, sagte An am Montag. Dabei sollten Luxusmodelle verschiedener Geely-Marken in den Volvo-Fabriken in Europa gefertigt werden.
Nahost-Sorgen belasten Wall Street
Anhaltende Nahost-Spannungen sorgen für Nervosität an der Wall Street. Steigende Kurse im Technologiesektor begrenzten jedoch die Verluste. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,3 Prozent tiefer bei 53.599 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab leicht nach und lag bei 7777 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte hingegen leicht vor und lag bei 26.745 Stellen.
Nvidia stiegen zum Handelsstart um knapp ein Prozent. Der Chipriese investiert 1,5 Milliarden Dollar in die von Softbank gestützte SB Energy und sichert sich damit Rechenkapazität für OpenAI. Mit dieser Investition finanziert Nvidia erneut das Ökosystem, das seine Chips nutzt. Diese Strategie hat zwar die Nachfrage angekurbelt, zog jedoch auch Kritik wegen möglicher Kreislauffinanzierung auf sich. Unter den Einzelwerten stachen die in den USA notierten Aktien des argentinischen Ölriesen Vista mit einem Plus von mehr als fünf Prozent heraus. Der Hedgefonds Thiel Macro LLC des Tech-Investors Peter Thiel hat für rund 76 Millionen Dollar einen Anteil von einem Prozent an Vista erworben.
Nahostkonflikt treibt Rendite der Bundesanleihe auf 15-Jahres-Hoch
Die Sorge vor einem längeren Konflikt im Nahen Osten und einer hartnäckig hohen Inflation hat die Rendite der deutschen Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit auf ein 15-Jahres-Hoch getrieben. Die Rendite der als Referenz für den Euroraum geltenden Staatsanleihe stieg am Montag bis auf 3,2158 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Mai 2011. Investoren befürchten, dass der Konflikt die Inflation länger hochhalten könnte, was die EZB zu weiteren Zinsschritten zwingen könnte.
Die geopolitischen Spannungen verschärften sich am Wochenende. Der Iran forderte die USA auf, eine Niederlage einzugestehen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Führung in Teheran als "sehr böse" und stimmte die Amerikaner auf anhaltend hohe Kraftstoffpreise als Folge des Krieges ein. An den Anleihemärkten spiegelte sich die Nervosität wider. Die Rendite der zweijährigen deutschen Bundesanleihe, die besonders stark auf die Zinserwartungen reagiert, lag aber kaum verändert bei 2,79 Prozent.
Rheinmetall soll Bundeswehr mobile Rettungsstationen liefern
Rheinmetall hat von der Bundeswehr einen Auftrag mit einem Auftragswert von mehr als 500 Millionen Euro für die Lieferung von mobilen Rettungsstationen erhalten. Wie der Düsseldorfer Rüstungskonzern mitteilte, soll die Bundeswehr in Erweiterung einer früheren Bestellung zusätzlich insgesamt 149 geschützte und ungeschützte Systeme im Wert von mehr als 500 Millionen Euro brutto erhalten. Der Auftrag sei im Juli gebucht worden und erhöhe die Stückzahl der Rettungsstationen auf insgesamt 165 Systeme im Gesamtwert von mehr als 600 Millionen Euro brutto. Der Abruf erfolge aus einem Ende 2024 erteilten Rahmenvertrag. Die Produktion der Rettungsstationen soll im ersten Quartal 2027 beginnen, so der DAX-Konzern.
Die Rettungsstationen sind Teil des Gesamtsystems Modulare Sanitätseinrichtungen (MSE). Innerhalb des Sanitätsdienstes der Bundeswehr dienen die hochmobilen Rettungsstationen dazu, die erste notfallmedizinische Versorgung der Truppe sicherzustellen.
BASF: Lieferengpässe bei einigen Produkten wegen Rhein-Niedrigwassers
BASF spürt die Folgen des extremen Niedrigwassers am Rhein. Zwar gebe es bislang keine signifikanten Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis im laufenden Jahr, sagte Vorstandschef Markus Kamieth in Ludwigshafen. Mit jeder weiteren Woche der Dürre steige jedoch das Risiko von Produktionsunterbrechungen.
"Und wir haben auch schon unsere Kunden informiert, dass wir bei einigen Produkten nicht mehr voll lieferfähig sind." Kamieth bekräftigte zugleich, dass der Konzern deutlich besser auf Wetterextreme vorbereitet sei als im Dürrejahr 2018. "Es hält sich alles noch im Rahmen und ist im Vergleich zu 2018 eine deutlich kleinere Herausforderung für die BASF", sagte Kamieth.
Anleiherenditen der Eurozone notieren stabil
Die Renditen von Staatsanleihen der Eurozone notieren trotz fallender Renditen von US-Staatsanleihen kaum verändert. Hohe Energiepreise bleiben ein Schlüsselfaktor in Europa, da es im Nahen Osten keine Fortschritte gibt. "Die Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran schwinden, da die USA in dieser Woche voraussichtlich Maßnahmen zur wirtschaftlichen Isolierung des Irans ankündigen werden", schreibt Mohit Kumar von Jefferies in einer Research Note. Von der Seite der Wirtschaftsdaten gibt es keine Impulse, ebenso wenig wie von der Angebotsseite. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe ist laut Daten von LSEG stabil bei 3,20 Prozent.
Spritpreise stabilisieren sich auf hohem Niveau
Die Spritpreise haben sich über das Wochenende auf hohem Niveau stabilisiert. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete ein Liter Super E10 2,161 Euro - das waren 6,6 Cent mehr als eine Woche zuvor, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Diesel verteuerte sich auf Wochensicht sogar um 8,1 Cent auf 2,243 Euro pro Liter. Seit Freitag gab es allerdings kaum noch Bewegung bei den Tagesdurchschnittspreisen. Heute deuteten die ersten Werte auf einen weiteren leichten Anstieg oder eine Stagnation hin: E10 war am frühen Morgen um 8.00 Uhr 0,4 Cent teurer als 24 Stunden zuvor, um 11.00 Uhr kostete es genauso viel wie am Vortag. Diesel lag dagegen um 8.00 Uhr um 0,9 Cent über dem Vortageswert, um 11.00 Uhr noch um 0,5 Cent.
Der ADAC führt den deutlichen Anstieg der Spritpreise auf Wochensicht vor allem auf den höheren Ölpreis zurück. Immerhin habe aber der stärkere Euro den Effekt etwas gedämpft.
Sätze am Geldmarkt ziehen kräftig an
Mit den Sätzen am europäischen Geldmarkt geht es zu Wochenbeginn kräftig nach oben. Dies hat weniger mit den Zinserwartungen der Zentralbanken zu tun als mit den weltweit kräftig gestiegenen Renditen an den Anleihemärkten. Die Deutsche Bank verweist auf die höheren Ölpreise, die hohe Staatsverschuldung sowie die starke Kapitalnachfrage wegen des KI-Investitionsbooms als Gründe. Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass die EZB ihren Leitzins im aktuellen Zyklus noch einmal - im September - um 25 Basispunkte auf dann 2,50 Prozent anheben wird.
Tagesgeld: 2,18 - 2,38 (2,15 - 2,35), Wochengeld: 2,19 - 2,49 (2,15 - 2,35), 1-Monats-Geld: 2,27 - 2,57 (2,20 - 2,40), 3-Monats-Geld: 2,26 - 2,57 (2,32 - 2,55), 6-Monats-Geld: 2,65 - 2,85 (2,42 - 2,66), 12-Monats-Geld: 2,80 - 3,12 (2,69 - 2,92), Euribors: 14.08. 13.08. 3 Monate: 2,5080 2,5110, 6 Monate: 2,6710 2,6530, 12 Monate: 2,9390 2,9430
Milliardendeal: Ventilatoren-Hersteller EBM-Papst geht an US-Konzern
Der württembergische Ventilatoren- und Lüfterhersteller EBM-Papst wird für mehr als fünf Milliarden Euro in die USA verkauft. Die drei Eigentümerfamilien Sturm, Ziehl und Philippiak verkaufen ihre Anteile an den US-Konzern Madison Air, der bereits zu den Kunden des Unternehmens aus Mulfingen zwischen Heilbronn und Würzburg gehört. EBM-Papst werde dabei mit 5,1 Milliarden Euro bewertet. Den Kaufpreis bezifferte Firmenchef Klaus Geißdörfer auf 4,775 Milliarden Euro.
Die beiden Unternehmen ergänzten sich gut, hieß es in einer Mitteilung. EBM-Papst bekommt mit Madison einen langfristig orientierten Eigentümer, der helfen könne, das Wachstum zu beschleunigen. Die bisher vor allem in Nordamerika aktive Madison Air bekomme mit EBM-Papst Zugang zum europäischen Markt. Im Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) hatte EBM-Papst einen Umsatz von 2,24 Milliarden Euro erwirtschaftet, bis 2030 will Geißdörfer den Umsatz im Kerngeschäft auf 3,4 Milliarden Euro steigern. Das 1963 gegründete Familienunternehmen beschäftigt mehr als 13.000 Mitarbeiter, davon 5800 in Deutschland.
"Dax liefert Rekordhochs in homöopathischen Dosen"
Die deutsche Wirtschaft schwächelt. Gleichzeitig startet der Dax stark in die neue Woche. Wie das zusammenpasst, und auf welche Zahlen es diese Woche auf dem Börsenparkett besonders ankommt, verrät Finanzjournalist Daniel Saurenz.
Drohnen-Startup Helsing will mit Rakuten-Hilfe auf japanischen Markt
Das deutsche Drohnen-Startup Helsing will sein System HX-2 an die japanische Armee verkaufen und hat sich dafür Insidern zufolge Unterstützung vom japanischen Internetkonzern Rakuten geholt. Ein Helsing-Sprecher sagte, die Regierung in Tokio habe eine vorläufige Vereinbarung für das System unterzeichnet. Das Geschäft sei durch einen lokalen Vermittler möglich gemacht worden. Um wen es sich dabei handelt, ließ der Sprecher offen. Zwei Insider sagten, Helsing arbeite mit dem Internet-Finanzierer Rakuten zusammen.
Rakuten-Chef Hideaki Mukai sagte, eine stärkere Einbindung von Startups in die japanische Rüstungsbranche sei eine wichtige Chance, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu verbessern. Helsing nannte er dabei nicht konkret. Rakuten setze seine Erfahrung und seine Möglichkeiten ein, um Startups und staatliche Stellen miteinander in Kontakt zu bringen. Zuerst hatte die Wirtschaftszeitung Nikkei am Freitag über das Geschäft berichtet.
Nachfolger "gibt viel mehr Gas" als Starinvestor Buffett
Seit diesem Jahr ist Greg Abel Nachfolger von Warren Buffett an der Spitze von Berkshire Hathaway. Was der Neue anders macht als die Legende und warum das einige besorgt, erklärt ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer.
Sandoz sichert sich von Chinesen Rechte an Nachahmermedikamenten
Der Schweizer Generikahersteller Sandoz sichert sich von der chinesischen Shanghai Henlius Biotech die weltweiten Vermarktungsrechte für mehrere Biosimilars. Die Vereinbarung umfasse zunächst drei Nachahmermedikamente zur Behandlung von Krebs, erhöhten Cholesterinwerten und der Autoimmunkrankheit Lupus, teilte Sandoz mit.
Für die Rechte außerhalb Chinas zahlt Sandoz erfolgsabhängig bis zu 322 Millionen Dollar an Henlius. Kurzfristig könnten davon bis zu 100,5 Millionen fällig werden. Henlius übernimmt die Entwicklung und Herstellung der Mittel, Sandoz den Vertrieb. Die Medikamente sind Biosimilars zu Erbitux, Repatha und Benlysta und befinden sich derzeit in der klinischen oder vorklinischen Entwicklung.
Verpackungsmaschinenhersteller-Aktie stürzt ab
An der Züricher Börse ist die Aktie der SIG Group um rund 17 Prozent runtergerauscht. Zeitweise wurde das Papier vom Handel ausgesetzt. Beim Schweizer Verpackungsspezialisten verlässt Mikko Keto überraschend das Unternehmen verlässt, es ist bereits der zweite Chefwechsel innerhalb kurzer Zeit. Keto war erst im Frühjahr 2026 zum Unternehmen gestoßen und hat für die Analysten von Vontobel frühzeitig einen konstruktiven Eindruck auf Investoren gemacht. Die Entscheidung, mit Ann-Kristin Erkens eine CEO zu ernennen, die gleichzeitig weiterhin als CFO fungiere, habe einen klaren Übergangscharakter und lasse eine wichtige Governance-Frage ungelöst, bis ein permanenter CFO-Nachfolger benannt ist.
Dax fährt auf Sparflamme
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich an diesem nachrichtenarmen Tag bislang nur wenig bewegt. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag 0,1 Prozent tiefer bei 26.407 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,2 Prozent auf 6553 Stellen. Der Euro lag 0,3 Prozent fester bei 1,1598 US-Dollar.
Shein-IPO rückt näher - hohes Ziel bei Marktkapitalisierung
Der chinesische Onlinehändler Shein strebt Insidern zufolge beim geplanten Börsengang in Hongkong eine Marktkapitalisierung von rund 25 Milliarden US-Dollar an. Abhängig von der Angebotsspanne könnte der Börsenwert auch 28 Milliarden Dollar erreichen, fügte eine der Insider hinzu. Das für Billigmode und schnell wechselnde Kollektionen bekannte Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Zeichnungsfrist für den geplanten Börsengang in Hongkong soll am 19. August beginnen. Die Erstnotiz ist für den 28. August vorgesehen.
Mit etwa 25 Milliarden Dollar läge der Börsenwert deutlich unter den von Shein bislang angepeilten 30 bis 40 Milliarden Dollar. In den vergangenen Wochen hatten Investoren wegen eines schwächelnden Wachstums Zweifel an diesem Ziel geäußert. Bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2022 war Shein noch mit 100 Milliarden Dollar bewertet worden.
Sommerrally statt Sommerloch!
An der Börse gilt der Sommer als holprige Jahreszeit. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Der DAX ist genauso in Rekordlaune wie die US-Börsen. Aber wie lange noch? Geht die Rally weiter oder ist die Ruhe trügerisch? Und wie sollten sich Anleger für die kommenden Wochen aufstellen? Darüber diskutiert Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley und Dirk Heß von nxtAssets.
Pharmakonzern erleidet Schiffbruch mit weiterem Krebsmittel
Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat bei der Entwicklung neuer Medikamente einen weiteren Rückschlag erlitten. Das Unternehmen stellte eine entscheidende klinische Studie der Phase-3 mit dem Wirkstoff Volrustomig zur Behandlung von Lungenkrebs ein. Ein unabhängiges Kontrollkomitee sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kombinationstherapie mit einer Chemotherapie ihre Hauptziele voraussichtlich nicht erreichen werde, teilte AstraZeneca mit. Dabei ging es um die Überlebenszeit ohne ein Fortschreiten der Krankheit sowie das Gesamtüberleben bei einer bestimmten Form von metastasierendem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.
Der Abbruch reiht sich in eine Serie von Rückschlägen ein, die das Vertrauen der Anleger zuletzt gedämpft und die Medikamenten-Pipeline von AstraZeneca verstärkt in den Fokus gerückt haben. Zuvor war bereits das Herzmedikament Wainua in einer späten Studienphase gescheitert. Zudem verweigerten die US-Behörden dem Brustkrebsmittel Camizestrant wegen des Studiendesigns die Zulassung, und auch das Medikament Ultomiris verfehlte bei einer seltenen Krankheit die Ziele.
OHB-Aktie läuft sehr gut
Kräftig nach oben ist es mit der OHB-Aktie gegangen, sie legte um 4,8 Prozent zu. Hier werde positiv gewertet, dass das Unternehmen am Aufbau einer sicheren Satellitenkonstellation der Europäischen Union beteiligt werde, hieß es auf dem Frankfurter Parkett. Mit einer europäischen Kommunikationsinfrastruktur für Regierung, Militär und strategische Wirtschaftszweige wolle man sich unabhängig machen von internationalen Anbietern, heißt es.
Geely setzt für weiteres Wachstum verstärkt auf Europa
Der chinesische Autobauer Geely hat im ersten Halbjahr trotz kräftig gestiegener Auslandsverkäufe etwas weniger verdient. Der Nettogewinn sank um 1,8 Prozent auf umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro, während der Umsatz um 15 Prozent auf rund 22 Milliarden Euro zulegte. Insgesamt verkaufte Geely 1,42 Millionen Fahrzeuge. Die Auslieferungen im Ausland haben sich mit 474.288 Fahrzeugen mehr als verdoppelt und damit die schwächere Nachfrage in China abgefedert. Für weiteres Wachstum setzt Geely verstärkt auf Europa und eine Fertigungspartnerschaft mit Ford in Spanien.
Dax hält sich wacker
Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit leichten Gewinnen in die Woche. Der Dax steigt 0,1 Prozent auf 26.474 Punkte.
Der Goldpreis steigt
Gold wird etwas teurer. Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten und nachlassende Inflationswerte haben die Sorge gedämpft, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen erhöhen müsse, schreiben die Analysten von ANZ Research. Die jüngsten Daten deuteten zudem darauf hin, dass die Erwartungen an eine besonders straffe Geldpolitik ihren Höhepunkt erreicht haben könnten. Auch die langfristigen Inflationserwartungen blieben mit rund 2 Prozent stabil. Der Preis für Gold steigt um 0,5 Prozent auf 4399 Dollar je Unze.
Damit baute der Goldpreis sein Plus seit dem Jahrestief von 3943 Dollar Ende Juni auf etwas mehr als elf Prozent aus. Trotz der Erholung kostet eine Feinunze aber immer noch rund 1200 Dollar oder etwas mehr als ein Fünftel weniger als Ende Januar.
Damals hatte der Goldpreis ein Rekordhoch von knapp 5600 Dollar erreicht. Innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren hatte sich der Kurs rund verdreifacht - eine für die Anlageklasse beispiellosen Rally. Grund für den starken Anstieg waren unter anderem Kriege, Handelskonflikte, sinkende Zinsen, hohe Staatsschulden und Zentralbankkäufe.
Einige Experten trauen dem Gold in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg zu; eine schnelle Rückkehr zu Kursen über der Marke von 5000 Dollar halten sie allerdings nicht für möglich. Experten gehen im Schnitt davon aus, dass der Preis für eine Feinunze Gold bis Jahresende auf knapp 4500 Dollar steigt.
Dax vor optimistischem Start
Der Dax wird heute der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. Der Leitindex wird 0,2 Prozent höher bei 26.493 Zählern gesehen - knapp unter seinem Rekordhoch bei 26.573 Zählern. Auch der Euro-Stoxx-50 wird leicht höher erwartet, die Umsätze dürften weiter recht dünn sein.
Marktteilnehmer werten weiterhin die jüngste Welle an Unternehmenszahlen der Berichtssaison aus und verfolgen aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konfliktes sind ins Stocken geraten.. "Ich habe den Eindruck, dass bei den Anlegern an diesem Punkt eine gewisse 'Schlagzeilen-Müdigkeit' einsetzt", kommentierte Daniel O'Regan von Mizuho. "Ähnlich wie der Russland-Ukraine-Krieg für die Märkte allmählich zum Hintergrundrauschen wurde, schlägt der Markt nicht mehr bei jeder Iran-Meldung um 1 bis 3 Prozent aus. Das ist wahrscheinlich ein gesundes Zeichen."
Am Freitag war der deutsche Leitindex 0,5 Prozent höher bei 26.440,31 Punkten ins Wochenende gegangen, ein neuer Rekord blieb jedoch aus. Andere europäische Aktienmärkte und die Wall Street hatten indes niedriger geschlossen. Für fallende Kurse sorgten Gewinnmitnahmen und überraschend schwache US-Konjunkturdaten.
Ferrari versteigert einen Luce für 40 Millionen Dollar
Das erste vollelektrische Fahrzeug von Ferrari hat allen kritischen Stimmen zum Trotz bei einer Auktion 40 Millionen Dollar eingebracht. Damit ist es das teuerste jemals versteigerte Neufahrzeug.
Die Wohltätigkeitsauktion von Sotheby's für den "Tailor Made"-Luce übertraf damit den erst im vergangenen Jahr aufgestellten Rekord. Damals war Ferraris individuell gestalteter Daytona SP3 für 26 Millionen Dollar verkauft worden.
Ferrari hatte den Luce im Mai vorgestellt. Der Preis liegt bei 550.000 Euro. Die Präsentation löste eine Welle der Kritik aus und ließ den Aktienkurs des Unternehmens fallen. Das Fahrzeug markiert einen Bruch mit Ferraris Tradition von Sportwagen mit Verbrennungsmotor.
Bei "Tailor Made"-Fahrzeugen handelt es sich um Einzelstücke, die exakt nach den Vorgaben des Käufers individualisiert werden.
Das Modell wurde gemeinsam mit LoveFrom entworfen, dem Studio von Jony Ive, dem früheren Designchef von Apple und einer Schlüsselfigur hinter iPhone und iMac. Ferrari-Chef Benedetto Vigna sagte im Mai, das Modell stoße sowohl bei bestehenden als auch bei neuen Kunden auf Nachfrage.
"Der Ferrari Luce hat nichts mit den Elektroautos zu tun, die Sie von anderen Herstellern kennen", sagte er damals. "Man muss ihn sehen und fahren, um zu verstehen, dass hier nichts kopiert wurde - weder beim Interieur noch beim Exterieur oder bei der Leistung."
Öl wird teurer
Am Rohstoffmarkt verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,4 Prozent auf 88,89 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,2 Prozent fester bei 82,56 Dollar.
Die schwindenden Hoffnungen auf einen Frieden zwischen den USA und dem Iran sowie der verlangsamte Tankerverkehr in der Straße von Hormus treiben die Preise an. Durch die Wasserstraße wurde vor Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert.
"Die Ölpreise haben sich von ihren Tiefständen Anfang August fast vollständig erholt, da die geopolitischen Risikoprämien in den Markt zurückgekehrt sind", sagte Analystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova.
Barclays hält derweil an seiner Prognose für Rohöl der Sorte Brent von 96,00 US-Dollar pro Barrel für 2026 fest.
Asiens Börsen auf Richtungssuche
Die Spannungen im Nahen Osten haben die Anleger an den asiatischen Börsen heute in die Defensive gedrängt. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 68.721 Punkten, und der breiter gefasste Topix notiert 0,6 Prozent niedriger bei 4172 Zählern. Die Börse Shanghai gewann hingegen 0,5 Prozent auf 3948 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 4685 Punkte. Die Börsen in Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.
In Japan dämpften schwächer als erwartet ausgefallene Wachstumsdaten die Stimmung. "Das Wachstum war positiv, aber die Details fielen etwas schwächer aus als erwartet", sagte Kazutaka Maeda, Chefökonom beim Meiji Yasuda Research Institute.
Überschattet wurde der Handel in Asien von der festgefahrenen Lage im Nahen Osten, was Investoren vorsichtig agieren ließ. Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran kamen nicht voran, und der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus stockte nach Angriffen auf Öltanker. Gleichzeitig richteten sich die Blicke auf China, wo Investoren im Tagesverlauf neue Konjunkturdaten erwarteten, um die Stärke der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auszuloten.
Japans Wirtschaft droht Gegenwind
Die japanische Wirtschaft ist das dritte Quartal in Folge gewachsen, allerdings mit einem langsameren Tempo, da die Ausgaben der privaten Haushalte und Unternehmen nachließen.
Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs im Zeitraum von April bis Juni um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie aus vorläufigen Regierungsdaten hervorgeht. Im ersten Quartal war noch ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet worden.
Auf das Jahr hochgerechnet wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal um 1,1 Prozent.
Die Auslandsnachfrage, also die Exporte abzüglich der Importe, trug 0,5 Prozentpunkte zum Wachstum bei. Die Binnennachfrage war jedoch schwach, was Sorgen über die weitere Entwicklung aufkommen lässt.