Der Börsen-Tag
13. Juli 2026
imageHeute mit Jan Gänger und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Iran-Konflikt ist Klotz am Dax-Bein

Die erneute Eskalation im amerikanisch-iranischen Konflikt hat zum Wochenstart für maue Stimmung an der Frankfurter Börse gesorgt. Der Dax wurde an diesem wirtschaftlich und fiskalisch nachrichtenarmen Tag dadurch ausgebremst. Der Leitindex schloss 0,2 Prozent höher bei 25.114 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent tiefer bei 6266 Stellen.

Kurz nach neuen US-Angriffen auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Zugleich kündigte der 80-Jährige an, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge aus "Fairnessgründen" Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Dies solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren.

Bei den Einzelwerten setzte sich die Sektorrotation aus den Technologieaktien heraus fort. In Frankfurt büßten Infineon 2,9 Prozent ein. Die Anleger griffen hingegen bei Unternehmen wie Deutsche Telekom und K+S zu, was die Aktien um 2,4 beziehungsweise 4,9 Prozent ins Plus hievte. 

Iran-Konflikt ist Klotz am Dax-Bein
17:24 Uhr

Nächste Rüstungsfirma an der Börse - das macht Smag

Volle Auftragsbücher, steigende Verteidigungsausgaben und jetzt der Sprung: Smag Mobile Antenna Masts ist das dritte deutsche Rüstungsunternehmen, das in diesem Jahr an die Börse geht. Warum der Hersteller frisches Kapital einsammeln will - und welche Rolle seine Technik in modernen Militäreinsätzen spielt.

Nächste Rüstungsfirma an der Börse - das macht Smag
17:03 Uhr

Wie Rüstungsaktien zu Anlegerlieblingen wurden

Lange Zeit waren Rüstungsaktien nicht gerade ein Anlegerliebling. Das hat sich inzwischen aber geändert. Welche Aktien besonders gefragt sind und wie Anleger auch in mehrere Werte gleichzeitig investieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Volker Meinel von der BNP Paribas.

Wie Rüstungsaktien zu Anlegerlieblingen wurden
16:44 Uhr

Rohöl-Futures steigen deutlich

Die Öl-Futures starten höher in die Woche, nachdem die USA und der Iran am Wochenende ihre Angriffe verstärkt haben, was die Schiffspassage durch die Straße von Hormus einschränkt. WTI steigt um vier Prozent auf 74,27 US-Dollar je Barrel und Brent legt um 4,1 Prozent auf 79,10 Dollar zu. "Was der Markt einpreist, sind nicht die Angriffe selbst, sondern der Schaden für die Diplomatie", schreibt Anindya Banerjee von Kotak Neo in einer Research Note. Jeder neue Schlagabtausch verzögere zwar die Normalisierung des Tankerverkehrs durch die Meerenge, doch hätten sowohl die USA als auch der Iran Anreize, die Situation einzudämmen, meint er. "Washington wolle im Vorfeld seiner Zwischenwahlen billiges Öl und Teheran wolle eine Lockerung der Sanktionen, und die Vermittlung Katars bleibe aktiv - daher sei das Basisszenario ein eingedämmter Konflikt und keine vollständige erneute Schließung."

Rohöl-Futures steigen deutlich
16:30 Uhr

Warum höhere Ölpreise aktuell kein Grund zur Panik sind

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgt für Unruhe an den Energiemärkten. Teheran hat die Straße von Hormuz, einen entscheidenden Transportweg für Öl, für geschlossen erklärt. Die Maßnahme schürt Sorgen vor Engpässen und treibt die Spritpreise in die Höhe.

Warum höhere Ölpreise aktuell kein Grund zur Panik sind
16:13 Uhr

Eskalation in Nahost belastet Wall Street

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(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Die erneute Eskalation im US-Iran-Konflikt trübt die Stimmung an den US-Börsen ein. Vor allem die anziehenden Ölpreise verunsicherten die Anleger. Zugleich flogen erneut Chip-Aktien aus den Depots. Der technologielastige Nasdaq gab zur Eröffnung um 0,7 Prozent auf 26.088 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 7547 Zähler. Einzig der Dow-Jones-Index der Standardwerte zeigte sich leicht fester bei 52.677 Punkten.

Die Hersteller von Speicherchips, die in diesem Jahr eine kräftige Rally hingelegt hatten, setzten ihren jüngsten Rückgang fort: Micron verloren rund fünf Prozent. Die Titel von Western Digital und Sandisk büßten rund sechs Prozent ein. Nach dem erfolgreichen US-Börsendebüt vom Freitag brachen auch die Aktien des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix in der Spitze um 9,3 Prozent ein.

Eskalation in Nahost belastet Wall Street
16:05 Uhr

Analyse: Trump investiert Kryptogewinne in Aktien und Anleihen

US-Präsident Donald Trump hat Einnahmen aus den Kryptoprojekten seiner Familie offenbar in großem Umfang in klassische Aktien und Anleihen investiert. Dies geht aus einer Analyse seiner Finanzberichte der letzten zwei Jahre durch Reuters hervor. Während Kleinanleger bei den von Trump und seinen beiden ältesten Söhnen beworbenen Krypto-Projekten teils hohe Verluste erlitten, nutzte der 80-Jährige demnach Kryptoeinnahmen, um sie in traditionellere Anlagen zu investieren.

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Der Reuters-Analyse zufolge hat sich Trumps Portfolio aus Aktien und Anleihen im Jahr 2025 in etwa vervierfacht. Den am Montag veröffentlichten Offenlegungen zufolge stieg der Wert dieser Anlagen auf 703 Millionen bis 2,6 Milliarden Dollar Ende 2025 von 225 Millionen bis 608 Millionen Dollar Ende 2024. Wieviel der Neuanlagen konkret mit Krypto-Gewinnen getätigt wurden, geht aus den Daten nicht exakt hervor. Anfang Juli hatte Trump in einer Finanzerklärung für das US-Büro für Regierungsethik für 2025 Einnahmen von mehr als 1,4 Milliarden Dollar aus den Krypto-Geschäften seiner Familie gemeldet.

Analyse: Trump investiert Kryptogewinne in Aktien und Anleihen
15:52 Uhr

Berichtssaison bei Risikoprämien wichtiger als Geopolitik

Nur leicht ausgeweitet zeigen sich die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Unternehmens- und Staatsanleihen. Die Gefahr einer Eskalation im US-iranischen Konflikt wird noch nicht vollständig eingepreist, heißt es. Noch überwiege die Hoffnung, der Schlagabtausch vom Wochenende sei nur ein Zwischenspiel. Stärker als geopolitische Risiken rückt daher die beginnende Berichtssaison in den Fokus. Sie läuft am Dienstag richtig an mit den Zahlen von allen US-Großbanken.

Berichtssaison bei Risikoprämien wichtiger als Geopolitik
15:25 Uhr

Smag-CEO zu Kursverlust: "Haben wir nicht mit gerechnet"

Mit Smag betritt ein weiteres Rüstungsunternehmen das Börsenparkett in Frankfurt - auch wenn der Kurs gleich mal zu Beginn abschmiert. Für CEO Ulrich Feindt ist das jedoch kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Er sieht weiter großes Wachstumspotenzial. 

Smag-CEO zu Kursverlust: "Haben wir nicht mit gerechnet"
15:01 Uhr

Legt Castlelake bei Easyjet-Bieterschlacht gegen Apollo nach?

Die US-Investmentgesellschaft Castlelake könnte nach der Ankündigung des konkurrierenden Gebots von Apollo für die Billigfluglinie Easyjet noch mit einem höheren Angebot oder zusätzlichen Zusagen zurückkehren, schreiben die Analysten von Citi. Apollos indikativer Vorschlag von 715 Pence pro Aktie für Easyjet übertreffe das frühere Angebot von Castlelake von 690 Pence nicht nur durch einen höheren Preis, sondern auch, weil er den Aktionären die Möglichkeit gebe, ihre Aktien gegen eine Beteiligung an dem Anlagevehikel einzutauschen, das Apollo für die Haltung der Fluggesellschaft nutzen würde, so Citi. Das Angebot sei angesichts der von Apollo erklärten Unterstützung für die Strategie des derzeitigen Managementteams sogar noch attraktiver, so die Analysten. 

Legt Castlelake bei Easyjet-Bieterschlacht gegen Apollo nach?
14:43 Uhr

Analystenlob treibt Fraport-Aktie hoch

Ein positiver Analystenkommentar treibt die Aktie von Fraport trotz schwächerer Passagierzahlen nach oben. Das Papier des Flughafenbetreibers verteuert sich um 2,3 Prozent. Fraport senkte zwar seinen Jahresausblick für das Passagieraufkommen, nachdem das Unternehmen im Juni am Frankfurter Flughafen 5,7 Millionen Passagiere und damit 1,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor gezählt hatte. Die Prognosesenkung könnte sich jedoch als "Befreiungsschlag" für die Aktie erweisen, da sie angesichts des Iran-Kriegs und der jüngsten Streiks bereits erwartet worden sei, schreiben die Analysten von JP Morgan.

Zugleich hielt Fraport an seiner Finanzprognose für 2026 fest. Ein Händler verweist zudem auf eine Hochstufung durch die Bank BNP Paribas. Die Experten der französischen Großbank haben die Fraport-Titel auf "Outperform" nach zuvor "Neutral" gesetzt.

Analystenlob treibt Fraport-Aktie hoch
14:24 Uhr

Barclays-Analysten äußern sich zur EZB-Zinspolitik

Die EZB wird ihren Leitzins nach Aussage der Barclays-Analysten im September erneut anheben. "Die hereinkommenden harten Daten legen nahe, dass die Euroraum-Wirtschaft den Nahost-Konflikt besser abgewettert hat als anfangs befürchtet. Unser BIP-Tracker misst ein Wachstum von 0,5 Prozent auf Quartalssicht, was bedeutet, dass es für unsere offizielle Prognose von 0,2 Prozent für das zweite Quartal ein Aufwärtsrisiko gibt", schreiben sie in einem Kommentar. Darüber hinaus deuteten Preisindikatoren auf einen zunehmenden indirekten Kostendruck hin. "Wir erwarten, dass dies die EZB dazu veranlassen wird, im September den Leitzins erneut zu erhöhen, nicht zuletzt aus Gründen des Risikomanagements", prognostizieren sie.

Barclays-Analysten äußern sich zur EZB-Zinspolitik
13:58 Uhr

Bitcoin fällt - Wiederholung des Ausverkaufs vom Mai?

Mit dem Bitcoin geht es nach unten, weil die US-Aktienfutures angesichts einer erneuten Schwäche bei Aktien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und einer neuen Runde von Angriffen zwischen den USA und dem Iran nachgeben. "Eine späte Rally bei Kryptowährungen in der vergangenen Woche hat sich nicht in die neue Woche fortgesetzt, was die breitere Risikoaversion an den globalen Märkten widerspiegelt", schreibt IG-Analyst Chris Turner in einer Research Note. Den Kryptomärkten drohe eine Wiederholung des Ausverkaufs vom Mai, wenn die positive Dynamik der vergangenen zwei Wochen nachlasse, meint er. Eine vollständige Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Nahen Osten wäre nicht hilfreich, meint er. Der Bitcoin fällt um 1,8 Prozent auf 62.895 US-Dollar, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.

Bitcoin fällt - Wiederholung des Ausverkaufs vom Mai?
13:29 Uhr

Minus an der Wall Street erwartet

Zum Start in die neue Woche dürfte es mit den Kursen an den US-Börsen abwärts gehen. Auf dem breiten Markt lastet die neuerliche Eskalation des Iran-Kriegs. Technologiewerte werden zusätzlich belastet von der Sorge, dass die KI-getriebene Rally des Sektors an Schwung verliert. Der S&P-Future fällt vorbörslich um 0,2 Prozent. Der Nasdaq-Future verliert 0,9 Prozent, nachdem Chipwerte in Asien heftige Verluste verzeichnet haben.

In den Blick rückt allmählich auch die Bilanzsaison zum zweiten Quartal. Heute stehen noch keine bedeutenden Unternehmenszahlen auf der Agenda. Schon am Dienstag werden jedoch die US-Großbanken Bank of America, JP Morgan, Wells Fargo, Citigroup und Goldman Sachs Quartalsausweise veröffentlichen. Die Agenda der Konjunkturdaten ist am heute ebenfalls noch leer.

Minus an der Wall Street erwartet
13:00 Uhr

"Klarer Game Changer": Motorenbauer kauft Militärfahrzeughersteller

Die Deutz AG, der älteste Motorenhersteller der Welt, übernimmt den Militärfahrzeughersteller FFG. Für Deutz-CEO Sebastian Schulte ist das ein "Game Changer". Gemeinsam werde man Angebote für die Bundeswehr und Nato-Kunden Fahrzeuge und Module anbieten, deren Lieferkette nahezu komplett deutsch sei.

"Klarer Game Changer": Motorenbauer kauft Militärfahrzeughersteller
12:55 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Der Geldmarkt ist kaum verändert in die neue Woche gestartet, mit den Euribor-Fixings geht es leicht nach oben. Die jüngste Eskalation im Nahen Osten mit erneuten Militärschlägen im Konflikt zwischen dem Iran und den USA spielt bislang nur eine untergeordnete Rolle, auch wenn die Zinserwartungen für den Euroraum in den vergangenen Tagen gestiegen sind. Laut der Deutschen Bank werden nun bis Jahresende Zinserhöhungen von 34 Basispunkten eingepreist, ein Plus von knapp 13 Basispunkten.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 2,13 - 2,33 (2,13 - 2,35), Wochengeld: 2,13 - 2,37 (2,13 - 2,37), 1-Monats-Geld: 2,17 - 2,47 (2,17 - 2,47), 3-Monats-Geld: 2,22 - 2,57 (2,22 - 2,56), 6-Monats-Geld: 2,57 - 2,74 (2,56 - 2,72), 12-Monats-Geld: 2,58 - 2,75 (2,55 - 2,72), Euribors: 10.07. 09.07. 3 Monate: 2,4120 2,3780, 6 Monate: 2,6260 2,6050, 12 Monate: 2,8310 2,8130

Neues vom Geldmarkt
12:31 Uhr

Sommerrally oder Sommerflaute?

Der USA-Iran-Konflikt ist wieder da und viele Anleger fragen sich, ob sie damit alle Hoffnungen auf eine Sommerrally fahren lassen können. Auch in der Frage der zukünftigen Entwicklung der Zinsen werden derzeit unterschiedliche Signale gesendet. Franz-Georg Wenner von Index Radar sieht einige etwas schwierigere Monate für Anleger voraus, bevor sich saisonal unterstützt ab Ende Oktober wieder eine positivere Entwicklung abzeichnen könnte. Wie Anleger bis dahin mit Teilschutzzertifikaten trotzdem Rendite machen können, darüber diskutiert Friedhelm Tilgen mit ihm und Peter Bösenberg von der Société Générale.

Sommerrally oder Sommerflaute?
12:11 Uhr

Immer mehr deutsche Premium-Autos kommen aus Ungarn

Mercedes hat massiv in sein Werk in Ungarn investiert. Es ist jetzt - nach Angaben des Autobauers - die größte Autofabrik des Landes. Zur Neueröffnung heute wird auch Ministerpräsident Peter Magyar erwartet. Und nicht nur Mercedes ist in Ungarn aktiv. Das Land wird für die deutschen Autobauer immer attraktiver.

Immer mehr deutsche Premium-Autos kommen aus Ungarn
11:57 Uhr

Dax leicht im Plus

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich an diesem nachrichtenarmen Tag bislang nur wenig bewegt. Der deutsche Leitindex stieg am Mittag um 0,3 Prozent auf 25.142 Punkte. Der EuroStoxx50 kletterte minimal um 0,1 Prozent auf 6278 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent fester bei 1,1430 US-Dollar.

Dax leicht im Plus
11:37 Uhr

VW-Chef nennt erstmals Zahl zu möglichem Stellenabbau

Volkswagen-Chef Oliver Blume hat gegenüber den Beschäftigten von einem Abbau von bis zu 50.000 Stellen weltweit gesprochen. Die Gemeinkosten des Dax-Konzerns seien 20 Prozent höher als bei vergleichbaren Unternehmen, erklärte Blume in einem intern veröffentlichten Interview, aus dem Reuters zitierte. Die Kosten müssten sinken.

"Da die Hälfte der Gemeinkosten aus den Personalkosten resultiert, würde eine theoretische Ableitung ohne Veränderung der Arbeitskosten rund 50.000 Stellen weltweit ergeben", ergänzte er. Derzeit werde in allen Märkten, Gesellschaften und Regionen ermittelt, welche Anpassungen tatsächlich nötig und möglich seien. "Sobald Entscheidungen getroffen werden, informieren wir transparent und umfassend." Bisher seien keine Details des Sparplans, an dem seit Januar gearbeitet werde, genannt worden, weil es noch keine Zustimmung der zuständigen Gremien gebe.

VW-Chef nennt erstmals Zahl zu möglichem Stellenabbau
11:29 Uhr

Deutsche Agrar-Erzeugerpreise sinken kräftig

Der Preisverfall für die deutsche Landwirtschaft hat sich im Mai weiter beschleunigt. Die Erzeugerpreise für Agrar-Produkte sanken um 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit über elf Jahren nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im April hatte das Minus bei 12,3 Prozent gelegen, im März bei 8,8 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat gaben die Preise im Mai um 1,5 Prozent nach.

Die Entwicklung auf Produzentenebene kommt meist verzögert über die allgemeine Inflation auch bei den Endverbrauchern an. Die Verbraucherpreise insgesamt lagen im Juni vor allem wegen des Tankrabatts nur 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Mai betrug die Inflationsrate noch 2,6 Prozent. Lebensmittel verteuerten sich mit 0,4 Prozent unterdurchschnittlich. Viele Experten rechnen für Juli aber wieder mit einer stärkeren Jahresteuerung, da der erneut aufgeflammte Iran-Konflikt die Ölpreise bereits nach oben getrieben hat.

Deutsche Agrar-Erzeugerpreise sinken kräftig
11:02 Uhr

Parmesan-Hersteller leidet unter Hitzewellen

Die Hitzewellen in Italien machen den Produzenten des weltberühmten Parmesan-Käses zu schaffen. Bei Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius geben die Kühe bis zu zehn Prozent weniger Milch, die zudem an Qualität verliert. "Extreme Hitze beeinträchtigt die Qualität und die Menge der Milch", sagte Nicola Bertinelli, Präsident des Parmigiano-Reggiano-Konsortiums. Trockenheit verschärft das Problem noch, denn für den Käse mit seiner geschützten Ursprungsbezeichnung dürfen die Kühe nur mit Gras und Heu aus der Region gefüttert werden. Viele Landwirte haben teure Ventilatoren und Sprühnebelsysteme installiert. Das wiederum treibt ihre Energiekosten in die Höhe.

Parmesan-Hersteller leidet unter Hitzewellen
10:41 Uhr

Ölpreis-Sorgen "sind insgesamt Mist für die Wirtschaft"

"Der Ölpreis wird auch weiter stark atmen", meint Finanzmarktexperte Ascan Iredi. Er vermutet, dass der Prozess für ein Befriedung des Iran-Konflikts "noch eine ganze Weile dauern wird". Worauf im Sommerloch zu schauen sei, wären die Unternehmensberichte: Das wäre "nicht nur spannend, sondern auch wichtig".

Ölpreis-Sorgen "sind insgesamt Mist für die Wirtschaft"
10:13 Uhr

Deutsche Kamikazedrohnen-Firma sammelt 1,8 Milliarden ein

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(Foto: picture alliance/dpa/Helsing)

Der 2021 gegründete Münchner Drohnen- und Softwarehersteller Helsing hat in einer der bislang größten Finanzierungsrunden für europäische Startups 1,8 Milliarden US-Dollar eingeworben. Die Bewertung des Unternehmens mit seinen gut 400 Mitarbeitern ist nach Helsing-Angaben nunmehr auf 18 Milliarden Dollar gestiegen. Zu den Investoren zählen unter anderem der kanadische Pensionsfonds CCP Investments und zwei Größen der US-Finanzwelt: JP Morgan Chase und die zur gleichnamigen Investmentbank gehörende Kapitalanlagegesellschaft Goldman Sachs Alternatives. Die Mehrheit des Unternehmens bleibt nach Helsing-Angaben jedoch in europäischem Besitz.

Helsing zählt sich nicht länger zu den Startups, sondern zu den sogenannten "Neo Primes" - das sind softwarezentrierte Jungunternehmen, die den großen etablierten Rüstungsfirmen Konkurrenz machen. Technologischer Schwerpunkt bei Helsing sind nicht die Drohnen, sondern die KI-gestützte Software, die die unbemannten Flugzeuge steuert. Das Unternehmen beliefert unter anderem die ukrainischen Streitkräfte mit Kamikazedrohnen.

Deutsche Kamikazedrohnen-Firma sammelt 1,8 Milliarden ein
09:42 Uhr

Rheinmetall sichert sich Großauftrag in Großbritannien

 Rheinmetall übernimmt mit Partnern die Digitalisierung der Gefechtsausbildung britischer Truppen. Die Düsseldorfer seien neben dem US-Konglomerat Raytheon an dem Projekt beteiligt, das eine Laufzeit von 15 Jahren habe, teilte der Rüstungskonzern mit. Auf Rheinmetall entfalle dabei ein Auftragswert von knapp einer Milliarde Euro. Das Projekt ermögliche es Rheinmetall, seine Standorte und die Belegschaft in Großbritannien auszubauen. Das Land ist einer der strategischen Kernmärkte von Rheinmetall in Europa. 

Rheinmetall sichert sich Großauftrag in Großbritannien
09:21 Uhr

Südkoreas Aktienmarkt bricht ein

Südkoreas Aktienmarkt ist mit einem deutlichen Minus in die Handelswoche gestartet. Der Leitindex Kospi verliert knapp 8 Prozent.

Am drastischsten fällt der Kurs des Chip-Produzenten SK Hynix. Nachdem der Marktführer bei sogenannten HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory) noch am Freitag in einer Erstnotiz an der US-Börse Nasdaq 26,5 Milliarden Dollar einsammeln konnte, liegt der Kurs heute um über 13 Prozent im Minus.

Samsung Electronics, das nach Marktkapitalisierung größte börsennotierte Unternehmen des Landes, gibt um 10 Prozent nach.

Der Kospi ist mit einer fulminanten Rekordjagd bis Mitte Juni zum Sinnbild der KI-Rally geworden. Seither verlor er aber wieder etwas mehr als ein Viertel. Trotz des Einbruchs seit dem Rekordhoch liegt der Kospi im laufenden Jahr aber noch über 60 Prozent im Plus.

Insgesamt ist der Kospi äußerst volatil. Sowohl Kursanstiege als auch -einbrüche sind beim südkoreanischen Index extrem ausgeprägt. Das hat zum einen mit der Fokussierung auf wenige Großunternehmen zu tun, vor allem die Chip-Produzenten Samsung Electronics und SK Hynix. Zum anderen ist der südkoreanische Aktienmarkt stark von internationalen Investoren geprägt, die in Phasen erhöhter Unsicherheit vergleichsweise rasch Kapital aus dem von MSCI als Schwellenmarkt eingestuften Markt abziehen.

Südkoreas Aktienmarkt bricht ein
09:10 Uhr

Dax startet schwach

Der Dax geht mit leichten Verlusten in den Tag. Der Leitindex verliert 0,2 Prozent auf 25.067 Zähler.

Dax startet schwach
08:47 Uhr

Wohnungsbau-Firmen werden immer pessimistischer

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(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

Die deutschen Wohnungsbau-Unternehmen bewerten ihre Geschäftsaussichten so schlecht wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das Barometer für das Geschäftsklima sank deshalb im Juni auf minus 31,0 Punkte, von minus 29,5 Zählern im Mai, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter Unternehmen mitteilte.

Diese beurteilten sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Aussichten für die nächsten Monate schlechter. Ihre Erwartungen fielen dabei sogar auf den niedrigsten Stand seit März 2025. "Die Hoffnung auf eine schrittweise Erholung hat erneut einen Dämpfer erhalten", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Viele Unternehmen sehen derzeit keine Anzeichen für eine nachhaltige Belebung des Wohnungsbaus."

Im operativen Geschäft bleibt der Druck hoch: Der Anteil der Unternehmen, die einen Auftragsmangel beklagen, stieg von 42,2 auf 43,7 Prozent. Die Stornierungsquote von Projekten verharrt mit 11,4 Prozent auf erhöhtem Niveau. Die Sorgen um die Materialversorgung bleiben bestehen: Fast jedes zehnte Unternehmen berichtete erneut von Engpässen bei wichtigen Vorprodukten.

"Die Unternehmen kämpfen trotz steigender Baugenehmigungen weiterhin mit einer schwachen Nachfrage", sagte Wohlrabe. "Ein Rückgang der Stornierungen würde die fehlenden Neuaufträge nicht ausgleichen und deshalb keine Trendwende einleiten."

Eine solche Trendwende wäre aber notwendig, da in Deutschland deutlich weniger Wohnungen gebaut werden, als vor allem in Großstädten gebraucht werden. Die in den vergangenen Jahren stetig gestiegenen Baukosten sind dabei als eines der Haupthemmnisse. 

Wohnungsbau-Firmen werden immer pessimistischer
08:14 Uhr

Es sieht nicht gut aus für den Dax

Mit einem schwachen Start in die neue Handelswoche rechnen Händler für den Dax. Der Broker Lang & Schwarz sieht den Leitindex 1,2 Prozent im Minus bei 24.778 Punkten.

Für maue Stimmung an den europäischen Börsen sorgen die Spannungen im Nahen Osten. Die Lage "bleibt unbeständig und ist das primäre Extremrisiko für die Energiemärkte und die allgemeine Stimmung", so UOB Global Economics and Markets Research. "Die jüngste Ölpreisrally, angetrieben durch Tankerangriffe und erneute Angriffe zwischen den USA und dem Iran, zeigt, wie kritisch die Ströme durch Hormus kurzfristig für die Preise bleiben", hieß es von Goldman Sachs Research.

Anleger bereiten sich außerdem auf die Berichtssaison vor, die morgen mit den Zahlen der großen US-Banken beginnt. Zudem hält Volkswagen am Abend einen sogenannten Pre-Close-Call mit Analysten. Dabei handelt es sich um eine Telefonkonferenz, bei der das Unternehmen kurz vor Ende des Berichtsquartals einen allgemeinen Überblick über die Geschäftsentwicklung gibt, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Es sieht nicht gut aus für den Dax
07:40 Uhr

BASF bereitet "Megadeal" vor

Der Chemiekonzern BASF treibt den für kommendes Jahr geplanten Teilbörsengang seines weltweit führenden Agrargeschäfts voran. Nach der Ausgliederung der Sparte aus dem BASF-Verbund werden jetzt aus Insiderkreisen Zahlen zum möglichen Wert des Segments und zur Zeitplanung des Initial Public Offering (IPO) bekannt. Für die gesamte BASF-Sparte werde eine Bewertung zwischen 20 und 30 Milliarden Euro angestrebt, erfuhr das "Handelsblatt" aus Finanz- und Unternehmenskreisen. "Wir erwarten einen Megadeal", wird ein Insider zitiert. Der Chemiekonzern will aber nicht das gesamte Geschäft an die Börse in Frankfurt bringen, sondern nur einen Minderheitsanteil. Dessen Höhe steht bisher nicht fest.

BASF bereitet "Megadeal" vor
07:01 Uhr

Öl wird deutlich teurer

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(Foto: via REUTERS)

Nach einer neuen Welle von US-Militärschlägen gegen den Iran bauen die Ölpreise ihre Gewinne aus. Zuvor hatte der Iran bereits behauptet, die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus geschlossen zu haben, was die globalen Inflationsrisiken erneut befeuert.

Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent steigt um 4 Prozent auf rund 79 Dollar, US-Leichtöl WTI verteuert sich ebenfalls um 4 Prozent auf 74,30 Dollar.

Öl wird deutlich teurer
06:36 Uhr

Asiens Börsen starten schwach in die Woche

Angesichts der Kämpfe um die Straße von Hormus geht es an den Aktienmärkten abwärts. Der japanische Nikkei fällt um 1,6 Prozent, der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans um 0,9 Prozent.

Für Gesprächsstoff sorgt auch die Sorge vor einer Überbewertung von Tech-Aktien. "Technologiewerte schneiden in unseren Modellen weiterhin sehr gut ab, unterstützt durch herausragendes Gewinnwachstum, eine hohe Dynamik und attraktive Bewertungen", erklärten die Analysten der Citi. Sie ergänzten: "Auch wenn die KI-Volatilität im kommenden Quartal hoch bleiben könnte, halten wir an unserer Übergewichtung von globalen IT-Werten und den USA fest." Zudem betonten sie: "Wir kombinieren diese Wachstumspositionen mit einer Übergewichtung in zyklischen Regionen/Sektoren, einschließlich Japan, Finanzwerten und Rohstoffen."

Die Analysten der Bank of America (BofA) warnen jedoch: "Der KI-Investitionsboom untergräbt den Cashflow, da die hyperskaligen Investitionen in KI in diesem Jahr bereits 234 Milliarden Dollar erreicht haben, und der erwartete Free Cash Flow wird im laufenden Jahr erstmals seit 2007 negativ."

Der südkoreanische Markt, der zuletzt stark war, fällt um 5,4 Prozent. Er gilt als bedeutendes Barometer für die Stimmung im Chip-Sektor. "Der Markt hat sich zuletzt enorm aufgeheizt, und weitere Verluste könnten weite Kreise ziehen", erklärten Marktbeobachter.

Asiens Börsen starten schwach in die Woche