Der Börsen-Tag
29. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
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17:44 Uhr

Dax profitiert von Suche nach "Old Economy"

Der Dax hat einen wackeligen Handelstag mit einem blauen Auge überstanden und am Ende unverändert bei 25.460 Punkten geschlossen. Zeitweise war der Leitindex um ein halbes Prozent abgerutscht. Dass es nicht mehr wurde, lag ausgerechnet an seiner größten Schwäche. Während der weltweite Ausverkauf bei Halbleitern andere Indizes heftig unter Druck setzte, profitierte der deutsche Leitindex von seiner fehlenden KI-Fantasie.

"Die derzeitige Lage im Dax kann durchaus als wackelig bezeichnet werden. Lediglich die fehlende Technologie-DNA hilft dem deutschen Leitindex in diesen Tagen", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Während viele andere Indizes deshalb unter heftigen Verkaufsdruck geraten, suchen Investoren verstärkt Aktien aus der Old Economy."

Hilfreich waren dafür die Bilanzen der Finanzriesen. Deutsche Bank, UBS und Standard Chartered konnten den positiven Trend aus den USA im Investmentbanking aufnehmen. Die Deutsche Bank sprang mit einem überraschenden Gewinnplus zeitweise an die Dax-Spitze. Am Ende nahm die Deutsche Bank davon 0,9 Prozent mit in den Feierabend.

Dazu kam Rheinmetall. Die Zahlen des Schwergewichts übertrafen die Erwartungen "deutlich", wie Jefferies kommentierte, und verhalfen der Aktie zu einem ansehnlichen Plus. Vor diesem Hintergrund, so Lipkow, "schwimmt sich der Dax von den Vorgängen im Halbleiterbereich frei". Die Papiere schlossen 6,2 Prozent höher, was ihnen den Thron im Dax einbrachte.

Lediglich Infineon litt unter der Sogwirkung des Sektors, nachdem SK Hynix trotz Gewinnvervielfachung mit seinem Ausblick enttäuscht hatte. Mit minus 5,9 Prozent hielten die Titel die rote Laterne.

Die Erholung wurde von zwei Faktoren gebremst. Erneute Spannungen am Persischen Golf mit Angriffen zwischen Iran, Saudi-Arabien und US-Truppen trieben die Ölpreise von Brent und WTI um mehr als fünf Prozent nach oben. Zudem bleiben Anleger vor der US-Notenbankentscheidung am Abend und den Zahlen von Meta und Microsoft zurückhaltend. "Es besteht das Restrisiko, dass sich die Notenbanker doch für einen Zinsschritt entscheiden", warnt Lipkow. Bei Meta und Microsoft stehen vor allem die geplanten KI-Investitionen im Fokus.

Das war der Börsen-Tag am Mittwoch. Wir verabschieden uns in den Feierabend und würden uns freuen, Sie morgen an dieser Stelle wieder begrüßen zu dürfen. Falls Sie noch Kapazitäten haben, hier noch eine lesenswerte Lektüre für den Tagesausklang von unserem Kollegen Max Borowski. Es lohnt sich!: Aktienkurs rutscht 40 Prozent ab - Der SpaceX-Kurssturz kommt für Anleger gerade noch rechtzeitig.

Dax profitiert von Suche nach "Old Economy"
17:22 Uhr

US-Rohöllagerbestände fallen viel stärker als erwartet

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 24. Juli viel stärker verringert als erwartet. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 7,167 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Analysten hatten nur einen Rückgang um 0,6 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 2,01 Millionen Barrel erhöht.

Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 0,007 Millionen Barrel zu. Analysten hatten ein Minus von 0,8 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 0,765 Millionen gestiegen waren.

Die Ölproduktion in den USA betrug in der Woche 13,8 Millionen Barrel. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich ein Zuwachs von 0,5 Millionen Barrel.

US-Rohöllagerbestände fallen viel stärker als erwartet
16:50 Uhr

Ferrari hat Absatzziel für sein erstes E-Auto "Luce" angeblich schon erreicht

Der italienische Sportwagenbauer Ferrari hat einem Zeitungsbericht zufolge sein Jahresabsatzziel für sein erstes Elektroauto "Luce" bereits erreicht. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf Insider berichtete, war das Jahreskontingent von knapp 500 Fahrzeugen in weniger als zwei Monaten nach der Markteinführung im Mai ausgeschöpft.

Vor allem in China sei die Nachfrage groß gewesen. Ferrari lehnte eine Stellungnahme ab. Das Unternehmen will am morgigen Donnerstag im Rahmen der Vorlage seiner Halbjahreszahlen über die Marktresonanz des neuen Modells informieren. Der 550.000 Euro teure Viersitzer hatte wegen seines ungewöhnlichen Designs, das maßgeblich von den ehemaligen Apple-Designern Jony Ive und Marc Newson stammt, zahlreiche negative Kritiken erhalten.

Ferrari hat Absatzziel für sein erstes E-Auto "Luce" angeblich schon erreicht
16:30 Uhr

Drohnenangriffe auf Online-Riesen: Größte Bank Russlands prüft höhere Risikovorsorge

Russlands größtes Kreditinstitut Sberbank erwägt wegen der ukrainischen Drohnenangriffe auf Lagerhäuser des Online-Handelsriesen Wildberries eine höhere Risikovorsorge. Die Bonität von Online-Händlern und deren Lieferanten habe sich nach den Attacken verschlechtert, teilte die Bank am Mittwoch mit. Rund 300 Unternehmen hätten bereits eine Umschuldung ihrer Kredite beantragt. "Deren finanzielle Lage und der künftige Cashflow haben sich natürlich verschlechtert", sagte Finanzvorstand Taras Skworzow in einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Ziehen wir eine Erhöhung der Rückstellungen in Betracht? Ja, das tun wir." Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.

Für von den Angriffen betroffene Händler auf der Wildberries-Plattform hat die Sberbank ein Umschuldungsprogramm aufgelegt. Laut Skworzow geht die Bank davon aus, dass Wildberries und seine Kunden über eine ausreichende Finanzkraft verfügen, um die Störungen zu überwinden. Die Sberbank vergibt Kredite sowohl an Wildberries als auch an den Konkurrenten Ozon, dessen Standorte nicht von der Ukraine angegriffen wurden. Durch die ukrainischen Drohnenangriffe wurden mindestens sieben Lagerhäuser von Wildberries beschädigt, das als russisches Pendant zu Amazon gilt. Dabei wurden rund zehn Prozent der Lagerkapazität des Unternehmens zerstört. Dadurch kam es zu Betriebsstörungen und Verlusten für Zehntausende kleiner Unternehmen, die ihre Waren über die Online-Plattform verkaufen.

Drohnenangriffe auf Online-Riesen: Größte Bank Russlands prüft höhere Risikovorsorge
16:17 Uhr

Steigende Kosten belasten Procter & Gamble

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble zeigt sich für das Geschäftsjahr 2026/27 vorsichtig. Steigende Kosten und ein anhaltend schwieriges Konsumumfeld belasten den Konzern. Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von einem bis drei Prozent. Analysten hatten hier einen Wert mehr am oberen Ende der Spanne erwartet.

Der bereinigte Gewinn je Aktie dürfte stagnieren oder bis drei Prozent höher bei 6,89 bis 7,11 Dollar liegen. In der Mitte der Spanne würde dies 7,0 Dollar entsprechen, was auch den Erwartungen von Analysten entspricht. Im vorbörslichen US-Handel gab die Aktie zuletzt kräftig nach.

Zudem bestätigte der Konzern seine Prognose, wonach höhere Kosten für Rohstoffe, Energie und Transport das Ergebnis nach Steuern im laufenden Jahr mit einer Milliarde US-Dollar belasten dürften. Zwar hat der Konzern im vergangenen Jahr Sparmaßnahmen ergriffen, jedoch verschärfte der Nahostkonflikt mit steigenden Ölpreisen den Kostendruck.

Steigende Kosten belasten Procter & Gamble
16:08 Uhr

Procter & Gamble ziehen Dow in den Keller

Die Wall Street ist zur Wochenmitte tiefer in den Handel gestartet. Für den Dow-Jones-Index geht es kurz nach der Eröffnung um 0,8 Prozent auf 52.327 Punkte nach unten, belastet auch von den Abgaben bei Procter & Gamble, die vier,3 Prozent im Minus notieren. Der breiter gefasste S&P-500 verliert 0,4 Prozent und der Nasdaq-Composite Index 0,3 Prozent

Negative Schlagzeilen wie die erneuten Gefechte zwischen den USA und dem Iran, der in der Folge wieder steigende Ölpreis und der Ausverkauf bei den Technologiewerten in Asien werden vom Markt weitgehend ausgeblendet. Der Fokus liegt vor allem auf dem Ergebnis der US-Notenbanksitzung und den Quartalszahlen wichtiger US-Technologiekonzerne nach der Schlussglocke. Dann werden unter anderem Meta Platforms, Microsoft und Qualcomm ihre Bücher öffnen.

Procter & Gamble ziehen Dow in den Keller
16:02 Uhr

BMW wählt Qualcomm als Chip-Lieferanten für künftige Fahrzeuge

BMW macht Qualcomm für das nächste Jahrzehnt zu seinem primären Anbieter von Rechenchips. Diese Chips sind für das digitale Cockpit der nächsten Generation und für automatisierte Fahrsysteme vorgesehen. Die Vereinbarung sei nach jahrelanger technischer Zusammenarbeit zustande gekommen, teilten die Unternehmen mit. In dieser Zeit habe Qualcomm seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, die von den anspruchsvollsten Fahrzeugprogrammen von BMW geforderten KI-Fähigkeiten zu liefern.

BMW wählt Qualcomm als Chip-Lieferanten für künftige Fahrzeuge
15:13 Uhr

Uniper sichert LNG aus Kanada bis 2032

Deutschlands größter Gashändler Uniper hat einen langfristigen Liefervertrag für Flüssigerdgas (LNG) aus Kanada vereinbart. Uniper werde über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren jährlich zwei Millionen Tonnen LNG beziehen, teilte das Unternehmen mit. Die ersten Lieferungen werden ab 2032 erwartet. Das LNG kommt aus dem kanadischen Ksi-Lisims-Projekt.

Mit der Vereinbarung erreiche Uniper einen weiteren wichtigen Meilenstein, um konsequent ein "resilientes, diversifiziertes und langfristiges" LNG-Portfolio aufzubauen, hieß es. Mit der Unterzeichnung des langfristigen Abnahmevertrags stärke Uniper das Portfolio um eine verlässliche LNG-Bezugsquelle aus Kanada. "Als vertrauensvoller Partner trägt Kanada dazu bei, die Energieversorgung Europas breiter aufzustellen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Herausforderungen zu erhöhen," so Uniper-Chef Michael Lewis. 

Ein besonderes Merkmal des Projekts Ksi Lisims ist laut Uniper der geplante Einsatz von Wasserkraft für den Verflüssigungsprozess. Durch die Kombination des Zugangs zu kanadischen Erdgasvorkommen mit erneuerbarem Strom solle das Projekt LNG mit einer um 90 Prozent geringeren CO2-Intensität als herkömmliche LNG-Anlagen produzieren.

Uniper sichert LNG aus Kanada bis 2032
15:05 Uhr

Renditen von US-Staatsanleihen steigen

Erneute Feindseligkeiten im Nahen Osten treiben die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe, da die Ölpreise anziehen. Die überraschenden Angriffe des Iran sorgen für Unsicherheit bei der US-Geldpolitik. Laut Daten der CME preisen die Terminmärkte eine Wahrscheinlichkeit von 64 Prozent für eine Zinspause der Fed heute ein, während die Wetten auf eine Zinserhöhung auf 36 Prozent von 31 Prozent am Vortag steigen. Ein Festhalten am aktuellen Zinsniveau würde wahrscheinlich mit hawkishen Gegenstimmen einhergehen, prognostizieren einige Analysten. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe liegt bei 4,635 Prozent, nach 4,604 Prozent am Vortag. Die Rendite der zweijährigen Anleihe steigt auf 4,318 Prozent von 4,275 Prozent.

Renditen von US-Staatsanleihen steigen
14:51 Uhr

Wall-Street-Anleger gehen in die Spur: Fed und Techs vorm Bug

Die Wall Street dürfte zur Wochenmitte mit einer leicht positiven Tendenz in den Handel starten. Die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 legen jeweils um 0,2 Prozent zu. Negative Schlagzeilen, wie die erneuten Gefechte zwischen den USA und dem Iran, der daraufhin wieder ansteigende Ölpreis und der Ausverkauf bei den Technologiewerten in Asien, werden vom Markt weitgehend ignoriert.

Der Fokus liegt auf dem Ergebnis der US-Notenbanksitzung und vor allem auf den Quartalszahlen wichtiger US-Technologiekonzerne nach Börsenschluss. Dann werden unter anderem Meta Platforms, Microsoft und Qualcomm ihre Bücher öffnen.

Es besteht weiterhin eine erhöhte Skepsis, ob die enormen KI-Investitionen tatsächlich ausreichende Renditen erwirtschaften werden. Bei den US-Chipaktien kommt es nach den jüngsten starken Abgaben zu einer Stabilisierung. So notieren die Aktien von Advanced Micro Devices vor der Startglocke nahezu unverändert, während die Aktien von Intel um 1,2 Prozent steigen. Die US-Notenbank dürfte am Abend die Zinsen unverändert lassen, so die mehrheitliche Meinung am Markt.  

Wall-Street-Anleger gehen in die Spur: Fed und Techs vorm Bug
14:40 Uhr

"Rekordwachstum": Rheinmetall klettert nach überraschenden Zahlen an die Dax-Spitze

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat mit seinen überraschend vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal die Markterwartungen klar übertroffen. Nach vorläufigen Zahlen kletterte der Umsatz um vier Prozent über den Konsens auf rund 3,29 Milliarden Euro. Noch stärker zog das operative Ergebnis an. Mit 562 Millionen Euro lag es 20 Prozent über den Analystenschätzungen. Damit erreichte die Marge 17,1 Prozent, nach 14,9 Prozent im Konsens. Laut Jefferies sei es ein "Rekordwachstum bei Umsatz und Ergebnis".

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings beim Cashflow. Der operative freie Cashflow dürfte im Quartal "deutlich negativ" ausgefallen sein. Grund sind laut Marktbeobachtern zeitliche Verschiebungen bei Anzahlungen sowie ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

"Rekordwachstum": Rheinmetall klettert nach überraschenden Zahlen an die Dax-Spitze
14:09 Uhr

Krones peilt "sehr anspruchsvolles Ziel" an: Anlegern gefällt's

Trotz eines verhaltenen ersten Halbjahres blickt der weltgrößte Getränkeabfüllanlagenbauer Krones optimistisch nach vorn. Der Auftragseingang stieg in den ersten sechs Monaten um 4,5 Prozent, wie der neue Vorstandschef Thomas Ricker mitteilte. Der Auftragsbestand von gut 4,3 Milliarden Euro lastet die Produktion demnach bis Jahresende weitgehend aus.

Für Verunsicherung bei den Kunden sorgen indes weiterhin die hohen Energiepreise. "Der Druck ist für unsere Kunden fast noch höher, denn die Energiepreise wirken sich auch auf die Kosten für PET, Aluminium und Glas aus", so Ricker. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt lediglich um 1,8 Prozent auf 2,71 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr peilt Krones dennoch weiterhin drei bis fünf Prozent Zuwachs an. CFO Uta Anders nannte fünf Prozent jedoch "sehr anspruchsvoll", drei Prozent seien gut erreichbar.

An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die Krones-Aktie stieg im MDax um 4,5 Prozent auf 119 Euro und liegt damit wieder zwölf Prozent über dem Jahrestief von vor zwei Wochen. Auch operativ lief es etwas besser. So kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 292,9 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite verbesserte sich auf 10,8 Prozent. Für 2026 stellt Krones 10,7 bis 11,1 Prozent in Aussicht. Höhere Umsätze im zweiten Halbjahr könnten die Marge zusätzlich stützen.

Krones peilt "sehr anspruchsvolles Ziel" an: Anlegern gefällt's
13:37 Uhr

Jungheinrich baut China-Connection aus

Der Hamburger Gabelstaplerhersteller Jungheinrich ist mit 4,9 Prozent bei dem chinesischen Unternehmen EP Equipment eingestiegen. Es handele sich um eine langfristige strategische Investition, so Jungheinrich. Bereits im Mai 2025 war eine strategische Partnerschaft vereinbart worden. Im Rahmen der Partnerschaft wird die Produktlinie "AntOn by Jungheinrich" entworfen.

Jungheinrich zielt damit auf das preissensible Einstiegssegment. Gefertigt wird "AntOn" im chinesischen Anji. "EP Equipment ist eines der erfolgreichsten und am schnellsten wachsenden Unternehmen im Bereich der Intralogistik", so Jungheinrich-Chef Lars Brzoska. EP Equipment wurde 2007 gegründet. Das Unternehmen hat sich auf Lagergeräte spezialisiert, die elektrisch mit Lithiumbatterien betrieben werden. EP Equipment verkauft Elektrohubwagen, Elektrogabelstapler und Schlepper.

Jungheinrich baut China-Connection aus
13:24 Uhr

Exportpreise legen deutlich zu

Gesunkene Ölpreise durch die zwischenzeitliche Waffenruhe im Iran-Krieg haben die deutschen Importpreise im Juni nicht mehr so stark steigen lassen. Sie legten um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Mai hatte es mit 6,8 Prozent den stärksten Anstieg seit dreieinhalb Jahren gegeben. Von Mai auf Juni fielen die Einfuhrpreise um 0,7 Prozent, weil etwa Benzin und Diesel günstiger zu haben waren.

Zugleich konnten die deutschen Exporteure die stärksten Preiserhöhungen seit fast dreieinhalb Jahren durchsetzen. Die Ausfuhrpreise stiegen im Juni um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies war der stärkste Anstieg seit Februar 2023.

Exportpreise legen deutlich zu
13:03 Uhr

UBS fast wieder so profitabel wie vor Credit-Suisse-Deal

Drei Jahre nach der Übernahme der Credit Suisse hat die UBS den Mega-Zusammenschluss praktisch verdaut und kassiert kräftig. Dank eines boomenden Aktienhandels schoss der Vorsteuergewinn im zweiten Quartal um 64 Prozent auf 3,59 Milliarden Dollar nach oben und übertraf damit die Analystenerwartungen. "Auch wenn das Jahr noch nicht zu Ende ist, stehen wir kurz davor, das Profitabilitätsniveau aus der Zeit vor der Übernahme wieder zu erreichen", sagte Konzernchef Sergio Ermotti.

Seit dem Vollzug der Transaktion im Juni 2022 hat die Großbank 12,6 Milliarden Dollar eingespart und mehr als 20.000 Stellen gestrichen. Im zweiten Quartal sank der Personalbestand auf 99.085 und damit erstmals seit dem Zusammenschluss unter die Marke von 100.000. Weitere Jobs dürften Experten zufolge noch wegfallen.

UBS fast wieder so profitabel wie vor Credit-Suisse-Deal
12:42 Uhr

Ifo: "Arbeitsmarkt bleibt in schwierigem Fahrwasser"

Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt sind nach Erkenntnissen des Münchner Ifo-Instituts nicht mehr ganz so düster. Das Beschäftigungsbarometer der Wirtschaftsforscher stieg im Juli um 0,8 Punkte auf 93. "Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich etwas, bleibt aber in schwierigem Fahrwasser", sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. "Für eine Trendwende braucht es noch mehr wirtschaftliche Dynamik."

Sorgenvoll bleibt auch der Ausblick der Arbeitsagenturen in der monatlichen Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Angesichts einer rückläufigen Beschäftigung fiel dessen Arbeitsmarktbarometer im Juli um 0,2 Punkte auf 99,4 Punkte. Die Marke von 100 Punkten würde eine neutrale Entwicklung bedeuten, 90 Punkte eine besonders schlechte, 110 Punkte eine besonders gute. 

Ifo: "Arbeitsmarkt bleibt in schwierigem Fahrwasser"
12:16 Uhr

700 Milliarden Dollar futsch: Elon Musks halbes Vermögen verpufft

Nach dem Rekord-Börsengang von SpaceX schrumpft Elon Musks Vermögen binnen Wochen massiv: Rund 700 Milliarden US-Dollar sind an den Märkten verflogen. Wie es dazu kommen konnte, ordnet ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer ein.

700 Milliarden Dollar futsch: Elon Musks halbes Vermögen verpufft
12:01 Uhr

Anleger strafen ASM ab - Aktie bricht ein

Der niederländische Chipausrüster ASM International hat Anleger mit einem vorsichtigeren Ausblick für 2027 verschreckt. Die Aktie brach an der Euronext in der Spitze um 8,0 Prozent ein. Zuletzt notierte sie noch 7,0 Prozent tiefer

Grund für die Verkäufe ist, dass die angehobene Umsatzprognose für das kommende Jahr hinter den immer höher geschraubten Analystenerwartungen zurückblieb. Die eigenen Schätzungen für das zweite Quartal übertraf ASM dagegen mit 1,0 Milliarden Euro.

Anfang des Jahres hatte eine Welle der Anlegerbegeisterung die weltweiten Halbleiteraktien auf neue Höchststände getrieben, da der Wettlauf um den Aufbau einer Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) die Nachfrage nach Chips und den zu ihrer Herstellung benötigten Werkzeugen anheizt.

Anleger strafen ASM ab - Aktie bricht ein
11:30 Uhr

Auto1-Kurs bricht nach unten aus

Etwas überrascht äußern sich Händler über das Kursminus von 10,0 Prozent bei Auto1. "Das sieht aus wie das klassische Problem mit Stop-Loss-Marken", sagt ein Händler. Diese hätten um rund 22,80 Euro gelegen und seien der Boden der Seitwärtsbewegung seit Juni gewesen. Mit dem aktuellen dünnen Volumen seien die Verkäufe nicht aufzufangen und der Kurs durchgebrochen.

Analysten loben indes die Quartalszahlen. Der Gewinn lag über den Erwartungen, der Ausblick wurde mit der Aussicht auf das Erreichen des oberen Endes der bisher genannten Spanne bestätigt. Als einziges Haar in der Suppe nennen die Analysten der Citi einen Rückgang beim Bruttogewinn je Fahrzeug (GPU). Dies sei zwar nur temporär beim geplanten Übergang zu höherwertigen Autos, und die Kennziffer solle laut Management auch im zweiten Halbjahr wieder steigen, dürfte die Marktstimmung aber dämpfen, so die Analysten.

Auto1-Kurs bricht nach unten aus
11:09 Uhr

Aktienkurs von Gucci-Mutter Kering hebt ab

Anders als Hermès ergeht es der Kering-Aktie an der Börse. Anzeichen einer Erholung bei der Luxusmarke Gucci beflügeln die Papiere des Mutterkonzerns. Die Titel klettern in der Spitze um 11,8 Prozent und sind damit auf Kurs zum größten Tagesgewinn seit mehr als 17 Jahren.

"Die besser als befürchtet ausgefallenen Umsätze bei Gucci sowie der starke Fokus auf die Kostenkontrolle dürften heute vom Markt gut aufgenommen werden", kommentierten die Analysten von JP Morgan. Zu den überraschend starken Zahlen trug vor allem die Nachfrage nach den neuen Gucci-Handtaschen auf dem US-Markt bei. Der Umsatz von Gucci war im zweiten Quartal zwar um zwei Prozent geschrumpft, Analysten hatten jedoch mit einem Rückgang von vier Prozent gerechnet. Dies war der zwölfte Quartalsumsatzrückgang in Folge, allerdings deutlich abgeschwächt - im Vorquartal hatte der Rückgang noch bei acht Prozent gelegen.

Aktienkurs von Gucci-Mutter Kering hebt ab
10:59 Uhr

Tech-Sorgen: Europas Indizes gehen in die Knie

Die europäischen Indizes drehen ins Minus, während sich der Ausverkauf bei Technologiewerten verschärft. Der europaweite Stoxx 600 fällt um 0,3 Prozent, wobei energieintensive Sektoren angesichts steigender Ölpreise zu kämpfen haben. Der industrielastige deutsche Dax fällt um 0,1 Prozent. Der Rüstungskonzern Rheinmetall fällt um 2,1 Prozent, während der Halbleiterhersteller Infineon 1,9 Prozent verliert. 

Tech-Sorgen: Europas Indizes gehen in die Knie
10:40 Uhr

Frankreich-Touristen retten Hermès das Quartal - Kurs rauscht weiter in die Tiefe

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Die Hermès Birkin Bag ist die exklusivste und begehrteste Handtasche der Welt. Sie ist benannt nach der britischen Schauspielerin Jane Birkin. Aufgrund ihres kontinuierlichen Wertzuwachses ist sie zugleich ein Statussymbol und eine Finanzanlage. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der französische Luxusgüterkonzern Hermès verzeichnete im zweiten Quartal ein erneut stärkeres Wachstum, was unter anderem auf die Erholung des Tourismus in seinem Heimatmarkt zurückzuführen ist. Wie der Hersteller von Luxuslederwaren mitteilt, stieg der Umsatz währungsbereinigt um 6,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatte das Plus noch bei sechs Prozent gelegen.

Die wichtige Lederwarensparte, die fast die Hälfte der Erlöse ausmacht, wuchs um zehn Prozent und verfehlte damit die Analystenerwartungen von 10,8 Prozent nur knapp. Die Hermès-Aktien fielen am Vormittag um 7,8 Prozent. In diesem Jahr haben sie bereits 20 Prozent an Wert verloren.

Das Geschäft von Hermès gilt in der Branche als besonders robust, da der Konzern Produktion und Verkauf stark kontrolliert, um die Exklusivität der Marke zu wahren. Taschen wie die Birkin-Bag kosten teilweise mehr als 10.000 Euro. Zu Jahresbeginn hatte der Konzern dennoch die Kaufzurückhaltung der Kunden infolge des Nahost-Konflikts zu spüren bekommen.

Frankreich-Touristen retten Hermès das Quartal - Kurs rauscht weiter in die Tiefe
10:31 Uhr

Deutsche-Bank-Zahlen kommen bei Anlegern an

Die Deutsche Bank punktet bei Anlegern mit einer überraschenden Gewinnsteigerung. Die Aktien von Deutschlands größtem Bankhaus ziehen rund 3,8 Prozent an. "Die Ergebnisse der Deutschen Bank für das zweite Quartal wirken auf den ersten Blick hervorragend", konstatierte ein Händler. Zudem starte die Bank ein neues Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Euro. Dank guter Geschäfte ihrer Investmentbank hat die Deutsche Bank im zweiten Quartal unter dem Strich und nach Minderheiten 1,6 Milliarden Euro verdient. Analysten hatten mit einem Rückgang des Gewinns auf 1,377 Milliarden Euro gerechnet.

Deutsche-Bank-Zahlen kommen bei Anlegern an
10:10 Uhr

Anleger beobachten US-Kryptogesetz

Der Bitcoin gibt leicht nach. Laut Pratik Kala, Krypto-Portfoliomanager bei Apollo, handele die Kryptowährung weiterhin in der Spanne von 58.000 bis 66.000 US-Dollar, während die Märkte auf Fortschritte bei der möglichen Verabschiedung des US-Clarity Act warteten. Dieser würde einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Trotz der Unterstützung für die Verabschiedung des Gesetzes räumten Branchenteilnehmer ihm eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent ein, in letzter Minute verabschiedet zu werden, so Kala. Die Wertentwicklung des Bitcoin sei im Vergleich zu KI-bezogenen Aktien, die sich dem Korrekturbereich näherten, relativ stabil gewesen, fügt Kala hinzu. Der Bitcoin notiert zuletzt 0,1 Prozent tiefer bei 63.808,53 US-Dollar.

Anleger beobachten US-Kryptogesetz
09:34 Uhr

Raketenangriffe am Golf - Ölpreise steigen

Erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran treiben die Ölpreise wieder nach oben. Nach drei Tagen mit deutlichen Rückgängen steigen die Preise für Brent-Rohöl und US-Leichtöl WTI jeweils um rund fünf Prozent auf bis zu 88,13 Dollar und 83,30 Dollar je Barrel. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit saudiarabischen Streitkräften Ziele im Irak angegriffen. Zuvor habe seine Flugabwehr einen iranischen Überraschungsangriff auf US-Truppen in der Region abgewehrt. Die jüngsten Entwicklungen dämpften die Erwartungen an eine rasche Deeskalation in der Golfregion, erklärten Analysten der Bank ING.

Raketenangriffe am Golf - Ölpreise steigen
09:14 Uhr

Dax nimmt die 25.500

Der Dax startet erneut mit Aufschlägen in das heutige Wochenmittegeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.540 Punkten, nachdem er an den vergangenen beiden Handelstagen gut 1,5 Prozent bis auf 25.464 Zähler zugelegt hatte. Marktteilnehmer verweisen etwa auf starke Zahlen der Deutschen Bank. Dagegen legen die Ölpreise wieder zu und auch der Ausverkauf des Technologiesektors an den asiatischen Märkten, vor allem in Südkorea, dauert an.

Dax nimmt die 25.500
08:59 Uhr

Tech-Schwergewicht taumelt

Kein Ende des Ausverkaufs ist bei den Technologiewerten aus dem KI-Bereich zu erkennen. So stürzen SK Hynix in Seoul trotz Rekordzahlen und -ausblicks um rund 18 Prozent ab. Am Markt sind die Sorgen vor negativen Überraschungen bei den Zahlen von Meta und Microsoft am Abend groß. Schon vergangene Woche hatte Alphabet negativ überrascht mit dem ersten negativen Cashflow wegen ihrer extremen KI-Ausgaben. Die Börsen dürften weiter eine extreme Zweiteilung im Tech-Bereich zeigen: Klassische Konsum- und Softwarewerte wie Apple und SAP dürfen weiterlaufen, KI-Titel abstürzen. In den USA war das am Vorabend klar erkennbar: Während Dell und Sandisk um 8 bis 14 Prozent einbrachen, legten IBM über 5 Prozent zu.

"Es gibt zu viele Fragen und zu wenige Antworten im Zusammenhang mit dem KI-Ausbau. Der ROI der Investitionen von Hyperscalern und das Ausmaß der Wertschöpfung durch KI sind weiterhin offene Fragen", sagte Dennis DeBusschere, Chefmarktstratege bei 22V Research mit Blick auf die Rentabilität der KI-Investitionen.

Tech-Schwergewicht taumelt
08:46 Uhr

BASF plant neuen Aktienrückkauf über eine Milliarde Euro

BASF legt ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu einer Milliarde Euro auf. Der Erwerb der Papiere solle im August beginnen und bis Ende April 2027 abgeschlossen werden, teilte der Chemiekonzern mit. Zudem will der Konzern seine Nettoverschuldung deutlich reduzieren und dafür im dritten Quartal Anleihen und Darlehen im Volumen von 1,6 Milliarden Euro vorzeitig zurückzahlen.

Das neue Rückkaufprogramm ist Teil eines im September 2024 angekündigten Plans, bis Ende 2028 eigene Aktien für insgesamt vier Milliarden Euro zu erwerben. BASF hatte zwischen November 2025 und Juni 2026 Papiere im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft. Insgesamt will der Konzern in den Jahren 2025 bis 2028 durch Dividenden und Aktienrückkäufe mindestens zwölf Milliarden Euro an seine Aktionäre ausschütten.

BASF plant neuen Aktienrückkauf über eine Milliarde Euro
08:30 Uhr

Fed und Berichtssaison im Fokus 

Mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung an Europas Börsen rechnen Händler. Die Nachrichtenlage sei fast identisch zu gestern. KI-orientierte Werte sind weiter auf dem Rückzug, in Europa steht fast ausschließlich die Berichtssaison im Fokus, belasten dürfte derweil ein neuerlicher Anstieg im Ölpreis. Im Dax hatte am Vorabend schon RWE gute Zahlen vorgelegt, sehr starke Daten kamen vom Luxushersteller Kering. Dazu stehen im Tagesverlauf Daten an von Danone, Airbus, Telefonica, Eni, Hermes, Reckitt Benckiser, Pirelli und sehr vielen anderen.

Wegweisend wird am Abend die Zinsentscheidung der US-Notenbank sein. Die Mehrheit des Marktes rechnet mit unveränderten Sätzen. Klar im Fokus steht aber die Kommunikation der Fed über ihre künftige Zinsrichtung, denn der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh will keine vorausschauenden Aussagen mehr treffen. Dies dürfte am Markt viel Raum für Diskussionen geben und könnte für erhöhte Volatilität bei Anleiherenditen sorgen. Währungsexperte Lloyd Chan von der MUFG Bank meint dazu: "Unser Basisszenario ist ein restriktiver Kurs, wobei die Fed die Zinsen wahrscheinlich unverändert lässt und betont, dass die Inflationsrisiken hoch bleiben."

Fed und Berichtssaison im Fokus 
08:12 Uhr

Panikartige Verkäufe im Halbleitersektor

Während sich an den asiatischen Aktienbörsen meist schwächere Trends durchsetzen, bleibt es beim Ausverkauf im Halbleitersektor wie schon am Vortag. Der südkoreanische Kospi bricht erneut ein, Händler sprechen von panikartigen Verkäufen im Halbleitersektor. Wie schon am Vortag wächst die Skepsis, ob die enormen KI-Investitionen tatsächlich ausreichende Renditen erwirtschaften werden. Belastet werden die Börsen zudem von steigenden Ölpreisen, nachdem im Nahen Osten erneut Kämpfe und wechselseitige Attacken ausgebrochen sind. Der Iran hatte einen überraschenden Angriff mit ballistischen Raketen auf US-Streitkräfte in der Region gestartet - die USA schlugen zurück.

Die Verunsicherung am Markt wird durch die am Abend anstehende Leitzinsentscheidung in den USA verschärft. Zwar dürfte die US-Notenbank das Zinsniveau bestätigen. Doch warnt CBA-Analystin Carol Kong: "Es gibt eine geringe Chance, dass die Mehrheit (des Offenmarktausschusses) für eine Anhebung der Zinsen stimmt." Falkenhafte Kommentare von der Fed nach der geldpolitischen Sitzung seien wahrscheinlich.

Höhere Zinsen wären auch für den Technologiesektor mit seinen hohen Kosten ein zusätzliches Problem. Mit den ohnehin bestehenden Zweifeln bricht der südkoreanische Kospi erneut ein - nach einem Vortagsabsturz von 11 Prozent nun um weitere 10,6 Prozent. Der Kurs des Chipriesen SK Hynix rauscht um weitere 18,5 Prozent südwärts, nachdem selbst ein Gewinnanstieg um das 13-fache im zweiten Quartal Anleger nicht zufrieden gestellt hat. Auch der technologielastige Taiex in Taiwan gibt über 4 Prozent nach. In Japan dreht der Markt im Verlauf ins Minus, der Nikkei büßt nun 3 Prozent auf 60.492 Punkte ein.

Panikartige Verkäufe im Halbleitersektor
07:58 Uhr

Visa schlägt Erwartungen - und streicht Jobs

Visa hat im dritten Quartal dank robuster Konsumausgaben und einer starken Reisenachfrage die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der weltgrößte Zahlungsabwickler steigerte den Nettoumsatz um 14 Prozent auf 11,63 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 11,39 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Nettogewinn kletterte auf 6,3 Milliarden Dollar oder 3,32 Dollar je Aktie und lag damit ebenfalls über den Prognosen. Trotz der starken Zahlen gab die Aktie im nachbörslichen Handel um rund ein Prozent nach. Das Unternehmen hatte einen Medienbericht bestätigt, wonach es zur Effizienzsteigerung rund sieben Prozent seiner Stellen streichen wird. Der Abbau betreffe vor allem die Technologie- und Produktabteilungen.

Die Verbraucher zeigten sich trotz Inflation und der Unsicherheit durch den Nahost-Konflikt ausgabefreudig. Das Zahlungsvolumen über das Visa-Netzwerk stieg im abgelaufenen Quartal um zehn Prozent. Besonders das lukrative grenzüberschreitende Geschäft legte währungsbereinigt um 13 Prozent zu. Hier profitierte der Konzern unter anderem von Ausgaben der Besucher der Fußball-Weltmeisterschaft für Hotels, Restaurants, Verkehrsmittel und Freizeitangebote.

Visa schlägt Erwartungen - und streicht Jobs
07:47 Uhr

Deutsche Bank auf Rekordkurs 

Die Deutsche Bank hat vor allem dank guter Geschäfte ihrer Investmentbank im zweiten Quartal den Gewinn gesteigert und damit die Erwartungen des Marktes übertroffen. Deutschlands größtes Bankhaus verdiente im zweiten Quartal vor Steuern 2,68 Milliarden Euro und damit elf Prozent mehr als im Vorjahr, wie es mitteilte. Die Erträge legten um neun Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro zu. Analysten hatten eigentlich mit einem Rückgang beim Gewinn vor Steuern auf 2,27 Milliarden Euro und Erträgen von nur 8,09 Milliarden Euro gerechnet.

Auch US-Großbanken hatten im Quartal dank Zuwächsen im Investmentbanking und im Handelsgeschäft Gewinnsprünge gemacht. Bei der Deutschen Bank legte der Gewinn vor Steuern im Quartal um 59 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu, die Erträge stiegen um 19 Prozent. Auch europäische Konkurrenten wie die französische BNP Paribas schraubten den Gewinn in die Höhe.

Deutsche Bank auf Rekordkurs 
07:29 Uhr

Logitech erhält US-Zollerstattung 

Logitech hat im ersten Quartal von US-Zollerstattungen profitiert. Der Hersteller von Computerzubehör teilte mit, er liege bei Umsatz und Gewinn über den Erwartungen und habe zudem 61 Millionen Dollar an Zöllen zurückerhalten. Diese waren auf Logitech-Produkte erhoben worden, die in China, Vietnam, Malaysia, Mexiko, Thailand und Taiwan gefertigt und in die USA – den größten Markt des Konzerns – eingeführt worden waren.

Logitech verzeichnete in den drei Monaten bis Ende Juni einen Anstieg des bereinigten operativen Gewinns um 44 Prozent auf 290 Millionen Dollar. Analysten waren von 209 Millionen Dollar ausgegangen. Auch ohne die Zollerstattung lag der Gewinn von Logitech um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Geschäft wird allerdings künftig durch die vorübergehende Schließung der Fabrik eines Halbleiterzulieferers beeinträchtigt. Dies dürfte den Umsatz im zweiten Quartal um 20 Millionen Dollar und im dritten Quartal um bis zu 200 Millionen Dollar schmälern, hieß es.

Logitech erhält US-Zollerstattung 
07:10 Uhr

Starkes Kerngeschäft: VW-Rivale hebt Prognose an

Ford hat dank einer robusten Preisgestaltung und Verbesserungen im Kerngeschäft zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnprognose angehoben. Die Aktien stiegen im nachbörslichen Handel um rund sieben Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konzern nun mit einem operativen Gewinn (Ebit) von zehn bis elf Milliarden Dollar, wie Ford mitteilte. Bislang lag das Ziel bei 8,5 bis 10,5 Milliarden Dollar.

Im abgelaufenen zweiten Quartal übertraf der bereinigte Gewinn mit 42 Cent pro Aktie die Erwartungen der Analysten, die bei 35 Cent gelegen hatten. Der Umsatz betrug 48,3 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verbuchte Ford jedoch einen Nettoverlust von 1,3 Milliarden Dollar, der auf die Auflösung eines Gemeinschaftsunternehmens mit SK On zurückzuführen ist. Der operative Kerngewinn stieg im zweiten Quartal um knapp 20 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Eine starke Nachfrage in den USA half dabei, Kosten für Zölle auszugleichen.

Starkes Kerngeschäft: VW-Rivale hebt Prognose an
06:52 Uhr

Zwei Themen ziehen Asien-Börsen nach unten

Eine Mischung aus Sorgen über hohe Bewertungen im Technologiesektor und steigenden Ölpreisen beschleunigt die Talfahrt an den asiatischen Börsen. Die Ölpreise ziehen nach neuen Angriffen im Nahen Osten im Konflikt zwischen den USA und dem Iran deutlich an. Dies schürt bei Anlegern die Furcht vor Lieferengpässen und neuerlichem Inflationsdruck. Im Zentrum der Verkäufe an den Aktienmärkten stehen erneut Technologiewerte.

Anleger zeigen sich vor den im Tagesverlauf erwarteten Quartalszahlen der US-Konzerne Microsoft und Meta sowie der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zurückhaltend. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verliert ein Prozent. In Tokio gibt der Nikkei-Index ebenfalls ein Prozent nach. Besonders stark unter Druck gerät die Börse in Südkorea, wo der Kospi-Index um fünf Prozent einbricht.

Am Rohstoffmarkt verteuert sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 3,8 Prozent auf 87,30 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 3,8 Prozent fester bei 82,30 Dollar.

Zwei Themen ziehen Asien-Börsen nach unten
06:35 Uhr

Arbeitgeberpräsident warnt vor "verlorenem Jahrzehnt"

Die deutschen Arbeitgeber sehen einen langen Weg aus der Krise und fordern die Bundesregierung zu weiteren, tiefgreifenden Reformen auf. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte der dpa: "Dieses Jahrzehnt ist von Rezession und Stagnation geprägt. Das letzte große Geschäftsjahr der deutschen Wirtschaft war 2019, seitdem verwalten wir den Rückstand. Unsere Wettbewerber müssen gar nichts besonders gut machen - es reicht, dass sie weiterfahren, während wir auf dem Standstreifen stehen. Wenn das so bleibt, sind die Zwanzigerjahre für dieses Land ein verlorenes Jahrzehnt."

Arbeitgeberpräsident warnt vor "verlorenem Jahrzehnt"
06:20 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt gewinnt der Dollar leicht und notiert bei 163,68 Yen sowie 6,7721 Yuan. Zur Schweizer Währung rückt er auf 0,8181 Franken vor. Der Euro liegt nahezu unverändert bei 1,1393 Dollar und zieht zum Franken leicht auf 0,9321 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Heute geht es heiß her

Der Dax hat sich nach dem positiven Wochenauftakt weiter im Bereich von gut 25.465 Punkten stabilisiert. Der deutsche Börsenleitindex koppelte sich im gestrigen Handel von den schwachen asiatischen Aktienmärkten ab, wo vor allem der technologielastige Kospi unter die Räder gekommen war. Die Anleger haben Marktteilnehmern zufolge die Berichtssaison in ihren Fokus gerückt.

Und die hat auch zur Wochenmitte einiges zu bieten: So dürfte etwa die Deutsche Bank, anders als ihre US-Wettbewerber, im zweiten Quartal Experten zufolge aufgrund von Sondereffekten einen Gewinnrückgang verbucht haben. Analysten rechnen unter dem Strich und nach Minderheiten mit einem Gewinn von 1,377 Milliarden Euro für die Zeit von April bis Juni. Vor Jahresfrist standen hier noch 1,485 Milliarden Euro in den Büchern. Vertreter der Deutschen Bank hatten angedeutet, dass der Verkauf von Geschäften und Kosten für den Umbau der Bank auf den Zahlen des zweiten Quartals lasten könnte. US-Großbanken hatten dagegen im Quartal dank Zuwächsen in Investmentbanking und Handelsgeschäft große Gewinnsprünge gemacht.

BASF legt nach überraschend starken vorläufigen Zahlen seinen Halbjahresbericht vor. Der Chemiekonzern hatte Mitte Juli seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben, nachdem Preiserhöhungen und eine anziehende Nachfrage das operative Ergebnis gestützt hatten. Der Vorstand warnte jedoch vor erheblichen geopolitischen Unsicherheiten wie einer möglichen Schließung der Straße von Hormus und steigenden Ölpreisen. Zudem steht der Dax-Konzern wegen der Strukturkrise in der europäischen Chemieindustrie unter Druck und reagiert darauf mit einem verschärften Sparkurs sowie weiterem Stellenabbau.

Bei den Geschäftszahlen der beiden US-Technologieschwergewichte Microsoft und Meta, die nach US-Börsenschluss erwartet werden, dreht sich erneut alles um das KI-Geschäft. Börsianer hoffen auf Hinweise, dass sich die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren wie bei Alphabet in beschleunigtem Wachstum niederschlagen. Ein besonderes Augenmerk richten sie zudem auf eine mögliche erneute Ausweitung der KI-Investitionen. Microsoft hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz zwischen 86,7 und 87,8 Milliarden Dollar prognostiziert. Meta rechnet mit 58 bis 61 Milliarden Dollar.

Und davor gibt es ja auch noch den Zinsentscheid der Fed. Hier erwarten Experten, dass die US-Notenbank in ihrer Warteposition bleibt. Viele Kenner der Lage gehen davon aus, dass die Federal Reserve den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat sich mit Signalen zum Zinskurs bewusst zurückgehalten, was die Einschätzung erschwert. Warsh will die hohe Teuerung nach eigenen Worten in den Griff bekommen. An den Finanzmärkten wird es für wahrscheinlich gehalten, dass die Fed erst auf der Sitzung Mitte September die geldpolitischen Zügel anziehen wird.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Heute geht es heiß her