Der Börsen-Tag
22. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
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18:03 Uhr

Dax lässt der Ölpreisanstieg kalt

Steigende Spannungen im Nahen Osten und höhere Ölpreise sind am Mittwoch an der Börse abgeperlt. Der Dax schloss 0,6 Prozent höher bei 25.155 Punkten.

Die Börse habe sich inzwischen an das "permanente Krisenrauschen" gewöhnt, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research mit Blick auf die anhaltenden Angriffe zwischen Iran und USA im Nahen Osten sowie den steigenden Ölpreisen . "Geopolitische Schlagzeilen lösen zwar noch Reflexe aus, doch die Widerstandskraft der Anleger ist deutlich gestiegen." Für Unterstützung sorgten zudem ermutigende Quartalsberichte.

Airbus hat sich neue Mittelfristziele gesetzt und strebt in den kommenden drei Jahren eine deutliche Steigerung des operativen Gewinns an. Zudem will der Flugzeugbauer die Ausschüttungen an die Aktionäre erhöhen, unter anderem über ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden Euro, was laut Analysten besonders gut ankommt. Der Kurs stieg um 6,6 Prozent deutlich über die 200er Marke.

Für Gea ging es um 5,5 Prozent nach oben. Der Anlagenbauer hat seine Jahresprognose nach starker operativer Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal angehoben. Sowohl die Vorjahreszahlen als auch die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Unter anderem stieg der Auftragseingang um 14,2 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro.

Für die Aktie von Siemens Energy ging es dagegen um 3,9 Prozent nach unten. Hier belasteten die am Mittag vorgelegten Geschäftszahlen des US-Wettbewerbers GE Vernova, die im zweiten Quartal enttäuschten.

Das war der Börsen-Tag vom Mittwoch. Morgen früh geht es an dieser Stelle munter weiter. Wir würden uns freuen, wenn Sie wieder dabei wären. Einen schönen Feierabend!

Dax lässt der Ölpreisanstieg kalt
17:29 Uhr

Rheinmetall will bald über Werft-Kauf entscheiden

Rheinmetall hält sich nach dem Ausstieg des Konkurrenten TKMS aus dem Rennen um GNYK die endgültige Entscheidung über eine Übernahme der Kieler Werft offen. "Wir haben nur ein unverbindliches Angebot abgegeben", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch bei der Grundsteinlegung für ein neues Pulverwerk in Aschau am Inn.

Nun analysiere der Düsseldorfer Rüstungskonzern die Lage, die sich mit dem Aus für die Fregatte F-126 geändert habe. "Mit der F-126 hätten wir eine weitere Werft gebraucht." Dieses Programm hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius im Juni gestoppt. Derzeit könne er keine endgültige Entscheidung über die Werft treffen, sagte Papperger. Diese solle aber "in den nächsten vier bis fünf Wochen" fallen.

Rheinmetall will bald über Werft-Kauf entscheiden
17:09 Uhr

Roboterpark soll "mehr Munitionspulver produzieren als USA"

In Aschau am Inn wird heute in Anwesenheit hoher Polit-Prominenz der Grundstein für einen "Hoffnungsschimmer der deutschen Industrie" gelegt, berichtet ntv-Wirtschafts-Chefkorrespondent Ulrich Reitz. Die Rheinmetall-Tochter Nitrochemie will hier einen Roboterpark für Artilleriemunitionspulver errichten.

Roboterpark soll "mehr Munitionspulver produzieren als USA"
16:35 Uhr

Wann ist der richtige Moment für den Einstieg?

Die Aktienmärkte haben sich zuletzt im Seitwärtsmodus bewegt. Und so mancher Anleger fragt sich, ob jetzt schon der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg gekommen ist. Aber wann ist überhaupt der richtige Moment, auf steigende oder auch auf fallende Kurse zu setzen? Wie sich beide Strategien umsetzen lassen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Danny Stadermann von GBE Brokers.

Wann ist der richtige Moment für den Einstieg?
16:20 Uhr

AMD steigt bei Anthropic ein

Der US-Chipkonzern AMD und Anthropic haben ein milliardenschweres Überkreuz-Geschäft vereinbart. AMD kündigte an, sich mit bis zu fünf Milliarden Dollar an dem Entwickler von Künstlicher Intelligenz (KI) beteiligen zu wollen. Im Gegenzug werde der OpenAI-Rivale AMD-Hochleistungsprozessoren mit einem Gesamt-Energiebedarf von zwei Gigawatt kaufen.

Mit dieser Transaktion kann AMD den Rückstand auf den Weltmarktführer Nvidia verkürzen. Anthropic sichert sich Rechenkapazitäten, um die rasant wachsende Nachfrage nach seinen KI-Anwendungen zu bedienen.

Das "Wall Street Journal" hatte über die Pläne berichtet. Der Zeitung zufolge will Anthropic einen Teil der AMD-Chips in eigenen Rechenzentren einsetzen und weitere Kapazitäten bei Cloud-Anbietern anmieten. Die Geldspritze von AMD diene der Finanzierung des Wachstums von Anthropic. 

AMD steigt bei Anthropic ein
16:17 Uhr

US-Anleger vor Bilanzen der "Magnificent Seven" nervös

Wenige Stunden vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen großer Technologiekonzerne halten sich die US-Anleger zurück. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert zur Eröffnung knapp im Plus bei 52.330 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gibt leicht nach und lag bei 7497 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert rund ein halbes Prozent auf 25.732 Stellen.

Die nach US-Börsenschluss anstehenden Bilanzen gelten als Test, ob die vom Hype um Künstliche Intelligenz (KI) getriebene Rally an der Wall Street weitergehen kann. Einen Blick in ihre Bücher gewähren zur Wochenmitte Alphabet, IBM, Tesla und Texas Instruments. "Wenn die großen Tech-Konzerne - die ihren freien Cashflow in die Kassen der Chiphersteller pumpen und erst noch beweisen müssen, dass diese Investitionen ausreichende Renditen abwerfen - Anzeichen für eine Verlangsamung ihrer Ausgaben zeigen, könnte eine weitere Verkaufswelle den Halbleitersektor treffen", sagte Ipek Ozkardeskaya, Chefanalystin bei der Swissquote Bank.

US-Anleger vor Bilanzen der "Magnificent Seven" nervös
15:41 Uhr

VW-Allianz mit China zeigt neue Auto-Machtverhältnisse

Volkswagen will die Entwicklung selbstfahrender Autos in China durch eine engere Kooperation mit dem dortigen Spezialisten Horizon Robotics beschleunigen. Das ist ein Strategiewechsel über das autonome Fahren hinaus, erklärt ntv-Börsenreporter Patrick Dewayne.

VW-Allianz mit China zeigt neue Auto-Machtverhältnisse
15:15 Uhr

Nike zieht die Reißleine in China - Tausende Händler fliegen raus

Nike richtet sein kriselndes China-Geschäft neu aus und setzt darauf, dass weniger Verkaufsstellen für seine Sneaker in seinem drittgrößten Markt dazu beitragen werden, den Absatz zu steigern. 

Der Sportartikelkonzern teilte mit, dass er ab dem 1. Januar die meisten Drittanbieter, die seine Produkte online in China verkaufen, kappen werde. Stattdessen sollen die meisten E-Commerce-Umsätze über rund ein Dutzend offizielle Flagship-Stores auf den führenden E-Commerce-Plattformen des Landes sowie über die eigene chinesischsprachige Website und App von Nike laufen. 

Die Ankündigung ist ein Schritt in den Bemühungen von Nike, den zweijährigen Umsatzrückgang in China, seinem drittgrößten Markt, umzukehren. 

Nike zieht die Reißleine in China - Tausende Händler fliegen raus
14:47 Uhr

Siemens Energy fliegt aus den Depots

Für die Aktie von Siemens Energy geht es zuletzt um acht Prozent nach unten. Die Aktie wird von Geschäftszahlen von US-Wettbewerber GE Vernova belastet, wie ein Marktteilnehmer erläutert. Dort sei der Gewinn je Aktie im zweiten Quartal rund ein Fünftel unterhalb der Erwartung ausgefallen. Das Energieunternehmen hat im zweiten Quartal bei Umsatz und Ebitda unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Auch bei Siemens Energy gebe es hohe Erwartungen am Markt, heißt es. 

Siemens Energy fliegt aus den Depots
14:10 Uhr

Diese Aktie geht vor US-Börsenstart durch die Decke

Anleger fliegen im vorbörslichen Handel auf die Papiere von Super Micro Computer. Der Hersteller von KI-Servern prognostiziert für das vierte Quartal Bruttomargen, die etwa doppelt so hoch ausfallen, wie ursprünglich erwartet. Das Unternehmen meldet einen Rekord-Auftragsbestand. An der Börse wird das euphorisch gefeiert. Der Kurs legt an der Nasdaq aktuell um mehr als 23 Prozent zu. Die Aktien der Konkurrenten Dell Technologies und Hewlett Packard Enterprises legen ebenfalls zu. 

Diese Aktie geht vor US-Börsenstart durch die Decke
13:33 Uhr

"'Chipflation' ist an den Küsten Großbritanniens angekommen"

Die britische Inflation spürt allmählich die Auswirkungen einer weltweiten Knappheit an Speicherchips, die von der boomenden KI-Nachfrage angetrieben wird, schreibt James Smith von ING in einer Research Note. 

Während die Gesamtinflation im Juni auf ein 15-Monats-Tief gefallen ist, fiel die Kerninflation etwas höher als erwartet aus. "Es sieht so aus, als ob die 'Chipflation' an den Küsten Großbritanniens angekommen ist; die Preise für tragbare Geräte sind im Monatsvergleich um 22 Prozent in die Höhe geschossen, die größte monatliche Veränderung seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2015", so der Ökonom.

Angesichts der sich abkühlenden Inflation bei Lebensmitteln und Dienstleistungen sei es jedoch unwahrscheinlich, dass die Bank of England die Zinsen in nächster Zeit anheben werde, meint er. "Wir erwarten, dass die Bank of England die Zinsen das ganze Jahr 2026 über beibehalten wird, bevor sie ab dem nächsten Frühjahr eine schrittweise Zinssenkung in Erwägung zieht." 

"'Chipflation' ist an den Küsten Großbritanniens angekommen"
12:56 Uhr

VW greift in China an: Robotaxis ab 2027 geplant

Volkswagen will die Entwicklung selbstfahrender Autos in China durch eine engere Kooperation mit dem dortigen Spezialisten Horizon Robotics beschleunigen. Das Joint Venture von VW und Horizon, Carizon, erhalte Zugriff auf das KI-Basismodell des chinesischen Partners, teilte der Autobauer mit. Dies solle die Entwicklung eigener Fahrsoftware beschleunigen.

Erste Auslieferungen von Fahrzeugen mit hochautomatisierten Fahrfunktionen der Stufe L3, bei denen ein Fahrer etwa auf der Autobahn die Kontrolle abgeben kann, sind demnach für die zweite Hälfte des kommenden Jahres in China geplant. Zudem soll die Kooperation die Entwicklung von Systemen der Stufe L4 für fahrerlose Robotaxis vorantreiben.   

VW greift in China an: Robotaxis ab 2027 geplant
12:21 Uhr

Ölpreis nähert sich 95 Dollar je Barrel

Die Ölpreise schnellen heute in die Höhe. Grund: Die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine belasten die Energiemärkte an mehreren Fronten, die Angebotsreserven gehen zur Neige.

Die Futures auf die internationale Referenzsorte Brent notieren mehr als 20 US-Dollar über ihren Tiefstständen von Anfang Juli. Die schnelle Rückkehr des Ölpreises auf ein Niveau von annähernd 100 Dollar pro Barrel hat die durchschnittlichen Benzinpreise an der Zapfsäule bereits auf über 4 Dollar pro Gallone getrieben und schürt Inflationssorgen.

Ölpreis nähert sich 95 Dollar je Barrel
12:07 Uhr

Plus 7,0 Prozent: Milliarden-Rückkauf beflügelt Airbus

Der Flugzeugbauer Airbus überrascht mit Gewinnziel und fettem Rückkaufprogramm. Die Aktie springt daraufhin in der Spitze um 7,2 Prozent auf den höchsten Stand seit 3,5 Monaten.

Grund: Airbus will den Gewinn bis 2029 auf 12 bis 13 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Für 2026 sind 7,5 Milliarden geplant. Dazu kommt ein Aktienrückkauf über fünf Miliarden Euro in drei Jahren. 

"Airbus hat alles erfüllt, was für eine Erholung der Aktie nötig war", urteilen die Analysten von JP Morgan. Auch die Deutsche Bank spricht von einer "positiven Überraschung".

Plus 7,0 Prozent: Milliarden-Rückkauf beflügelt Airbus
11:24 Uhr

Droht Mercedes, BMW und VW in den USA ein Verkaufsverbot für E-Autos?

Angespanntes Warten in den Auto-Zentralen: Der US-Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr berät diese Woche über ein neues Gesetz, das den Verkauf von vernetzten Autos mit chinesischer Beteiligung auf dem US-Markt verbieten soll. Eine Sitzung ist für den heutigen Mittwoch anberaumt. Das Gesetz zielt explizit auf Autobauer ab, die zu mehr als 15 Prozent im Besitz chinesischer Unternehmen sind - oder bei denen die Software aus China stammt. Betroffen wären damit auch deutsche Hersteller, die mit chinesischen Partnern kooperieren oder Kapital von dort erhalten.

Mercedes, BMW und VW haben chinesische Investoren und Zulieferer tief in ihren Lieferketten. Laut Bloomberg haben sie deshalb in den letzten Wochen auch massiv in Washington lobbyiert. Es geht um Milliardensummen und die Zukunft für ihre E-Autos auf dem US-Markt. Der Ausschuss wird entscheiden, ob der Entwurf in den US-Senat geht. In einem nächsten Schritt müsste dann über das Gesetz im Repräsentantenhaus abgestimmt werden.

Die USA sind der zweitwichtigste Markt nach China und ein wichtiger Schlüssel für die E-Auto-Hochläufe. China ist zwar der größte Einzelmarkt, gleichzeitig bauen die deutschen Autobauer aber auch in großem Stil E-Auto-Werke in den USA. Die Frage, die im Raum steht, lautet daher: Wie können sie in den nächsten Jahren in den USA und China gleichzeitig erfolgreich sein?

Hier finden Sie weitere Informationen zum größten Automarkt der Welt: China.  

Droht Mercedes, BMW und VW in den USA ein Verkaufsverbot für E-Autos?
11:03 Uhr

Warum KI-Firmen bewusst Angst vor KI schüren

Ein neues KI-Modell des ChatGPT-Entwicklers OpenAI gerät außer Kontrolle und hackt eigenständig die Systeme der KI-Firma Hugging Face. Ein bessere Werbung könne es gar nicht geben, meint ntv-Börsenreporter Frank Meyer. Die KI-Branche habe die Warnung vor sich selbst perfektioniert.

Warum KI-Firmen bewusst Angst vor KI schüren
10:37 Uhr

Samsung vor Einstieg bei KI-Firma Mistral

Samsung denkt offenbar über einen Einstieg beim französischen KI-Entwickler Mistral nach. Der südkoreanische Speicherchiphersteller könnte bei der kommenden Finanzierungsrunde bis zu eine Milliarde Euro investieren, schrieb die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Mistral würde dabei mit insgesamt etwa 20 Milliarden Euro bewertet werden. Beim Einstieg des Chipindustrie-Zulieferers ASML vor einem knappen Jahr war das Startup mit rund zwölf Milliarden Euro bewertet worden.

Mistral gilt als europäische Antwort auf OpenAI und Anthropic. Das Startup profitiert von der Suche zahlreicher Unternehmen und staatlicher Institutionen nach Alternativen zu den großen KI-Anbietern aus den USA und China. Am Dienstag vereinbarte Mistral eine milliardenschwere Kooperation mit dem US-Cloudanbieter Microsoft. Die Unternehmen wollen die KI-Infrastruktur von Mistral gemeinsam ausbauen. Zudem könnten Microsoft-Kunden künftig ihre eigenen KI-Anwendungen auf den Servern von Mistral entwickeln.

Samsung vor Einstieg bei KI-Firma Mistral
10:07 Uhr

"Alarmsignal": US-Zölle bremsen deutsche Investitionen

Die US-Zollpolitik belastet die deutsche Industrie und schlägt zunehmend auf deren Investitionen durch. Mehr als 60 Prozent aller Unternehmen berichten von negativen Auswirkungen durch die US-Zölle, wie das IFO-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. In der Automobilindustrie ist der Anteil mit 74 Prozent besonders hoch – ein Anstieg um 14 Prozentpunkte verglichen mit dem Vorjahr. "Die Zollbelastung hat sich verfestigt, statt sich abzuschwächen", sagte IFO-Außenhandelsexperte Andreas Baur. "Die Autoindustrie ist doppelt betroffen: durch hohe Zölle und rückläufige Exporte in die USA."

Die Handelspolitik unter Präsident Donald Trump hemmt auch immer stärker die Investitionen in Deutschland. Der Anteil der Unternehmen, die geplante Investitionsprojekte gestrichen haben, hat sich von neun auf 16 Prozent erhöht. Etwa jedes dritte Unternehmen berichtet, dass es Projekte zeitlich verschiebt. Das entspricht einem Anstieg um elf Prozentpunkte. "Die US-Zollpolitik trifft nicht nur das Geschäft in den USA selbst, sondern bremst zunehmend auch Investitionen am Standort Deutschland", sagte IFO-Forscher Sebastian Link. "Das ist ein Alarmsignal, gerade weil Investitionsentscheidungen normalerweise sehr träge sind."

"Alarmsignal": US-Zölle bremsen deutsche Investitionen
09:48 Uhr

Dax-Konzern schlägt Erwartungen

GEA hat nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Beim Umsatz rechnet der Anlagenbauer nun mit einem organischen Wachstum von sechs bis acht Prozent statt der bisher in Aussicht gestellten fünf bis sieben Prozent. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge vor Restrukturierungsaufwand) werde bei 17,0 bis 17,4 Prozent erwartet nach bislang 16,6 bis 17,2 Prozent, teilte GEA am Dienstagabend mit. Zudem hob der Vorstand die Prognose für die Kapitalrendite (ROCE) auf 36,0 bis 40,0 Prozent an.

 Im abgelaufenen Quartal übertraf der Dax-Konzern eigenen Angaben zufolge die Markterwartungen: Der Umsatz lag mit einem Plus von elf Prozent bei 1,44 Milliarden Euro, die Ebitda-Marge bei 17,4 Prozent. Der Analystenkonsens habe bei 1,38 Milliarden Euro beziehungsweise 16,9 Prozent gelegen.

Dax-Konzern schlägt Erwartungen
09:32 Uhr

Dulux-Konzern setzt höhere Preise durch

Akzo Nobel konnte im zweiten Quartal höhere Preise durchsetzen und hat so mehr verdient als erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg auf 398 Millionen Euro von 393 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der niederländische Farbenhersteller mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 392 Millionen Euro gerechnet. Damit glich der Konzern die Schwäche in den Endmärkten sowie höhere Kosten im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt aus. Akzo Nobel verkauft Markenprodukte wie Wandfarben und Spezialbeschichtungen für Frachtschiffe und Formel-1-Rennwagen. Hierzulande ist das Unternehmen vor allem für die Marke Dulux bekannt.

Dulux-Konzern setzt höhere Preise durch
09:17 Uhr

Dax muss um die 25.000 kämpfen

Der Dax startet etwas schwächer in das Wochenmittegeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der gestern 0,7 Prozent geklettert war und mit 25.011 Punkten über der 25.000er-Marke geschlossen hatte, notiert aktuell mit 24.985 Zählern wieder darunter. Marktteilnehmern zufolge spielt der gestiegene Ölpreis noch keine große Rolle, die Anleger schauen vielmehr auf die Berichtssaison. Nach US-Börsenschluss öffnen Tesla und Alphabet die Bücher.

Dax muss um die 25.000 kämpfen
08:59 Uhr

US-Technologieaktie räumt nachbörslich ab

Super Micro Computer profitiert von der steigenden Nachfrage nach seinen Hochleistungsrechnern für Künstliche Intelligenz (KI). Im vierten Quartal seien Aufträge im Wert von über 60 Milliarden US-Dollar eingegangen, teilte der Server-Anbieter mit. Daraufhin stieg der Aktienkurs im nachbörslichen Handel um 16 Prozent. KI-Infrastrukturunternehmen verzeichnen derzeit eine stark anziehende Nachfrage, da Technologieunternehmen und Cloud-Anbieter ihre Investitionen in Rechenzentren ausweiten, um große Sprachmodelle und andere KI-Anwendungen zu betreiben.

Der Serverhersteller erwartet für das Ende Juni abgelaufene Quartal eine bereinigte Bruttomarge zwischen 15 und 17 Prozent, was deutlich über der bisherigen Prognose von 8,2 bis 8,4 Prozent liegt und in erster Linie auf einen günstigen Kunden- und Produktmix zurückzuführen ist.

US-Technologieaktie räumt nachbörslich ab
08:39 Uhr

Deutsche Startups erhalten mehr Wagniskapital

Deutsche Startups werden für Investoren attraktiver. Im ersten Halbjahr 2026 erhielten Jungunternehmen von Wagniskapitalgebern insgesamt 5,3 Milliarden Euro frisches Kapital, wie eine Erhebung der Beratungsfirma EY-Parthenon ergab. Dies sei ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings verteilte sich die Summe auf weniger Finanzierungsrunden. Die Zahl der Transaktionen schrumpfte um elf Prozent auf 354.

Zu den Unternehmen, die sich in den vergangenen Monaten besonders hohe Summen sichern konnten, gehören der Roboterbauer Neura Robotics, der KI-Spezialist Parloa, der Raketenbauer Isar Aerospace und Focused Energy, ein Entwickler von Fusionsreaktoren für die Energiegewinnung.

Deutsche Startups erhalten mehr Wagniskapital
08:20 Uhr

Ein 25-Prozent-Kurssturz in Hongkong

Dank der guten US-Vorgaben geht es an den Börsen in Ostasien und Australien meist nach oben. Vor allem Technologiewerte erholen sich im Gefolge ihrer US-Pendants. Anleger blicken Quartalsausweisen einiger großer US-Technologieunternehmen optimistisch entgegen, wie Händler sagen. Nach Börsenschluss in den USA werden am Mittwoch Tesla, IBM, Texas Instruments und die Google-Mutter Alphabet Zahlen zum zweiten Quartal vorlegen.

In Seoul legt der Kospi um 4,3 Prozent zu. Nach oben getragen wird der Index erneut von den Chip-Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix, die zwischen fünf und sechs Prozent anziehen. Am japanischen Aktienmarkt gewinnt der Nikkei-Index 0,9 Prozent; der breiter gefasste Topix rückt um 1,1 Prozent vor. Die Börse in Shanghai liegt 0,5 Prozent im Plus.

Gegen die positive Tendenz in der Region gibt der Hang-Seng in Hongkong um 0,8 Prozent nach. Anleger nehmen Gewinne bei Technologiewerten mit, die zuletzt gut gelaufen waren. So verbilligen sich Tencent um 5,7 und Netease um 6,2 Prozent. Daneben brechen Topsports um rund 25 Prozent ein, nachdem Nike die Vertriebspartnerschaft mit dem Unternehmen für das chinesische Festland beendet hat.

Ein 25-Prozent-Kurssturz in Hongkong
08:04 Uhr

Dax ignoriert steigende Ölpreise

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsstart nach einer guten Vorgabe der Wall Street leicht im Plus erwartet. Der Dax wird bei 25.054 Punkten gesehen, nachdem er gestern den Sprung über die 25.000er-Marke auf 25.011 geschafft hatte. Rückenwind für den deutschen Leitindex dürfte von guten Geschäftszahlen der Dax-Unternehmen Airbus und Gea kommen.

Derweil gehen die Anleger mit der aktuellen Eskalation im Nahen Osten erstaunlich entspannt um. Die Ölpreise steigen weiter, Brent liegt aktuell bei 92,27 Dollar, auf einem Sechswochenhoch. Für QC-Marktstratege Thomas Altmann ist eine Blockade saudi-arabischer Ölexporte über das Rote Meer, wie von den Huthi-Rebellen angekündigt, noch nicht eingepreist. Der erneute Preisanstieg bei Öl und Gas schüre derweil Inflationsängste und lasse die Zinsen entsprechend steigen.

Die Angst, den fahrenden Zug zu verpassen, treibe die Anleger um. Weiter überwiege die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Eskalation und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Je länger die Eskalation anhalte, desto weniger dürften die Aktienmärkte allerdings darum herumkommen, diesen gefährlichen Mix aus steigenden Energie- und steigenden Finanzierungskosten einzupreisen.

Dax ignoriert steigende Ölpreise
07:45 Uhr

Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika

US-Präsident Donald Trump will mit der Androhung von neuen Zöllen Arzneimittelfirmen dazu drängen, Medikamente in den USA zu produzieren. Ab Sommer 2028 sollen zunächst für ein Jahr Sonderabgaben in Höhe von 100 Prozent auf sogenannte Generika fällig werden, danach soll der Wert auf 200 Prozent steigen, wie Trump ankündigte. Generika sind Medikamente, die Marken-Präparaten gleichen, aber meist deutlich günstiger sind.

Trump betonte, dass bis Sommer 2028 weiterhin keine Zölle für Generika erhoben würden. Diese Zeitspanne sollen Firmen nach seinem Willen dazu nutzen, um ihre Produktion von Generika in die USA zurückzuverlagern. Wer sich dagegen entscheide, Produktionsstätten in den USA zu errichten, werde bestraft, drohte Trump, ohne Einzelheiten zu nennen. Auf welche gesetzliche Grundlage er sich bei den angedrohten Zöllen berufen will, ließ der Republikaner ebenfalls offen.

Trump droht mit Zöllen auf Arznei-Generika
07:29 Uhr

Gold und Öl legen zu

Am Rohstoffmarkt klettern die Ölpreise zunächst. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,0 Prozent auf 91,89 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,8 Prozent fester bei 85,01 Dollar. Der Goldpreis steigt 0,5 Prozent auf 4097,67 Dollar je Feinunze. 

Gold und Öl legen zu
07:14 Uhr

OpenAI-KI spielt eigenständig Computer-Hacker

OpenAI hat die Verantwortung für einen Hackerangriff auf die KI-Plattform Hugging Face in der vergangenen Woche übernommen. Einige der fortschrittlichsten KI-Modelle des Unternehmens seien bei einem Sicherheitstest aus einer eigentlich abgeschotteten Umgebung ausgebrochen, teilte OpenAI mit. Sie hätten sich demnach Zugang zum Internet verschafft und die Infrastruktur von Hugging Face kompromittiert, um ein Testziel zu erreichen.

Hugging Face, eine Plattform zum Austausch von KI-Modellen und Datensätzen, hatte vergangene Woche von einem Angriff berichtet, der vollständig von einem autonomen KI-System gesteuert worden sei. OpenAI sprach von einem "beispiellosen Cyber-Vorfall" und kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. Der Vorfall dürfte die Debatte über die Risiken besonders leistungsfähiger KI-Modelle weiter anheizen.

OpenAI-KI spielt eigenständig Computer-Hacker
06:53 Uhr

Asien-Börsen hängen sich an die Wall Street

Positive Vorgaben der Wall Street geben den asiatischen Börsen Auftrieb. Anleger schütteln Sorgen über steigende Ölpreise wegen der Spannungen im Nahen Osten ab und konzentrieren sich auf die Erholung im Technologiesektor. "Die Aktienmärkte ignorierten die geopolitischen Risiken und konzentrierten sich stattdessen auf die Renditen im Technologiesektor", so die Analysten von Westpac. Nach den hohen Verlusten der vergangenen Tage hätten sich die Halbleiteraktien erholt.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legt um 1,2 Prozent zu. In Südkorea springt der Kospi um mehr als sechs Prozent nach oben, während der japanische Nikkei-Index 1,9 Prozent gewinnt. Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die Quartalszahlen von Alphabet und Tesla.

Asien-Börsen hängen sich an die Wall Street
06:37 Uhr

Tesla baut Robotaxi-Dienst aus

Tesla will sein Robotaxi-Angebot in den USA ausweiten. Der Elektroautobauer teilte mit, den Robotaxi-Dienst nun auch in den Städten Orlando und Tampa im US-Bundesstaat Florida anzubieten. Das Geschäft mit den Robotaxis macht einen großen Teil der Unternehmensbewertung aus, seitdem Firmenchef Elon Musk seinen Schwerpunkt zunehmend auf künstliche Intelligenz (KI), autonomes Fahren und humanoide Roboter legt. Tesla hatte den Dienst im vergangenen Jahr in Austin gestartet und ihn in diesem Jahr auf Dallas, Houston und Miami ausgeweitet. Investoren hatten zuletzt das Tempo des Ausbaus in Frage gestellt, nachdem Tesla mehrere Expansionsziele verfehlt hatte. Musk begründete dies mit einem bewusst vorsichtigen Vorgehen und strengen Sicherheitstests. Die Tesla-Aktie ist dennoch seit Jahresbeginn um rund 16 Prozent abgerutscht.

Tesla baut Robotaxi-Dienst aus
06:19 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 163,08 Yen und legt leicht auf 6,7696 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8126 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1407 Dollar und zieht leicht auf 0,9268 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Börsen-Schwergewichte als Taktgeber 

Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten und eine erneut freundliche Wall Street haben den Dax über die 25.000er-Marke gehievt. Aus dem gestrigen Handel verabschiedete sich der deutsche Börsenleitindex mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent und einem Stand von 25.011 Punkten. Gesucht waren erneut Technologiewerte – und das dies- und jenseits des Atlantiks. Dieser Trend dürfte sich heute fortsetzen.

Zur Wochenmitte liegt das Augenmerk der Anleger klar auf der Unternehmensseite. So tagt etwa der Aufsichtsrat des Autobauers Porsche und könnte sich mit den anstehenden Themen Einsparungen und Stellenabbau beschäftigen. Anders als bei Volkswagen ist aber kein formeller Beschluss des Gremiums notwendig. Ob und worauf sich die Sozialpartner bei Porsche geeinigt haben, soll in der kommenden Woche bekannt gegeben werden. Am Montag findet nach Medienberichten eine Betriebsversammlung am Konzernsitz in Stuttgart statt, am 29. Juli informiert Porsche-Chef Michael Leiters über die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr.

Und nach US-Börsenschluss warten dann noch Zahlen der beiden Schwergewichte Alphabet und Tesla: Der US-Autobauer hat die Erholung vom Einbruch des vergangenen Jahres zwar fortgesetzt, im zweiten Quartal nach Prognose von Analysten aber 3,3 Milliarden Dollar Barmittel verbrannt. Aufschluss darüber wird die Quartalsbilanz geben, die der Konzern von Elon Musk vorlegt. Investoren werden mit Blick auf die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz ungeduldig, weil das erhoffte Geschäft mit den damit verbundenen Produkten Robotaxis oder dem humanoiden Roboter Optimus nicht vom Fleck kommt. Die Fragen dazu werden immer schärfer.

Bei Alphabet setzen Börsianer auf ein anhaltend rasant wachsendes KI-Geschäft. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wuchs die Sparte Google Cloud um überraschend deutliche 63 Prozent. Analystenprognosen zufolge hat dieser Geschäftsbereich von Alphabet im zweiten Quartal 22,21 Milliarden Dollar umgesetzt, etwa 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Börsen-Schwergewichte als Taktgeber