Der Börsen-Tag
15. Juli 2026
imageHeute mit Diana Dittmer und Juliane Kipper
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17:58 Uhr

BASF bremst Dax aus

Der Dax hat wieder etwas nachgegeben. Mit 24.999 Punkten dämmte der deutsche Leitindex seine Verluste letztlich auf 0,59 Prozent ein. Zuvor hatte sich der Dax vier Handelstage in Folge über der Marke von 25.000 Zählern gehalten. 

Der Dax wurde von einer negativen Reaktion auf eigentlich gute BASF-Zahlen belastet. Beim Schwergewicht BASF ging es 3 Prozent tiefer. Das bereinigte EBITDA legte auf 2,4 Milliarden Euro zu und übertraf damit laut Bernstein die Markterwartung. Bremsend wirkten jedoch der Rückgang im freien Cashflow und der Gewinnausblick. Mit ihm erreicht BASF nur die schon bestehenden Erwartungen.

Keine Erleichterung gab es auch bei der Lage im Nahen Osten, die militärischen Scharmützel zwischen dem Iran und den USA setzten sich fort. Ein Ende des Iran-Konflikts zeichnete sich nicht ab. Wegen des ständigen Hin und Hers bei den Aussagen von US-Präsident Donald Trump sind die Märkte vorsichtiger geworden und reagieren selbst auf gute Nachrichten nicht. Das Minus im Brent-Ölpreis sorgte daher am Abend für keine Kursgewinne.

Selbst die US-Inflationsdaten konnten nicht beflügeln: Nach den besser als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisen (CPI) vom Dienstag legten auch die Erzeugerpreise (PPI) etwas weniger zu.

Im Technologiesektor gab es erneut massive Gewinnmitnahmen, von denen auch Infineon im Dax um 6,3 Prozent nach Süden gezogen wurden. Händler hatten sich bereits am Morgen über die schwächliche Reaktion von ASML gewundert, die trotz deutlich erhöhter Prognose kaum zulegten. In den USA brachen dann Dell und Sandisk zweistellig ein, nachdem IBM am Vortag von knapperen Budgets auf Kundenseite berichtet hatte. Sie werden in KI-Anwendungen investiert. SAP blieben davon unbelastet und kletterten 0,2 Prozent.

Profiteure waren klassische Industrien wie Europas Autowerte, in die wieder umgeschichtet wurde. Gut für das Sentiment waren zudem Nachrichten wie vom Absatzplus der deutschen Stellantis-Tochter Opel. Deren Pkw-Geschäft legte um 7 Prozent zum Vorjahr zu, weltweit wurden 313.000 Fahrzeuge verkauft. Das zog auch andere Autowerte in ähnlichen Preissegmenten nach oben: VW stiegen um 3,5 Prozent. Gesucht waren die Aktien der Lkw-Hersteller nach den Zahlen von Traton am Vortag. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel bei Traton (+2,7%). Auch Daimler Truck schlossen leicht im Plus.

Beim Nebenwert Befesa ging es um 1,3 Prozent nach oben dank einer Wiederaufnahme im Research mit einer "Buy"-Empfehlung durch Stifel. Redcare stiegen im Sog von Docmorris (+2,7%) um 2,6 Prozent. Das Wachstum der Schweizer Online-Apotheke hat sich im zweiten Quartal beschleunigt. Vor allem der Umsatz bei verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland zog an.

Beim IT-Dienstleister Nagarro ging es 1,8 Prozent tiefer. Hier wurden Konzernabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 von der Finanzaufsicht Bafin bemängelt.

BASF bremst Dax aus
17:15 Uhr

Börsen bleiben robust

Allen Risikofaktoren zum Trotz zeigen sich die Aktienmärkte weiter sehr robust. Das ist nicht zuletzt dem KI-Trend zu verdanken, der viele Aktien stützt. Weil aber auch die Impulse nach oben fehlen, befindet sich der Markt derzeit in einer Seitwärtsphase. Wie Anleger mit Discountzertifikaten von einem solchen Marktumfeld profitieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anja Schneider von der Société Générale.

Börsen bleiben robust
16:43 Uhr

Deutschlandfonds startet mit Milliarden für Zukunftstechnologien und Wohnungsbau

Der Deutschlandfonds ist seit seiner Vorstellung Ende 2025 mit ersten Beteiligungen an Rohstoffprojekten und Startups gestartet und will in den nächsten Jahren Tempo aufnehmen. Der Bund will dafür öffentliche Mittel im Volumen von rund 30 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um private Investitionen anzuschieben. Ziel sind zusätzliche Investitionen von insgesamt rund 130 Milliarden Euro. Die staatliche Förderbank KfW soll die Pläne mit Krediten, Beteiligungen und staatlichen Risikoabsicherungen umsetzen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sagte, das Geld solle unter anderem in Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und die Sicherung von Rohstoffen fließen. "Damit mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden, bauen wir zusammen mit der KfW einen Wohnungsbaufonds auf." Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte, mit Garantien, Krediten und Beteiligungen übernehme der Staat gezielt einen Teil des Risikos von Investoren.

Deutschlandfonds startet mit Milliarden für Zukunftstechnologien und Wohnungsbau
16:03 Uhr

Ölpreise steigen dritten Tag in Folge

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten haben die Ölpreise den dritten Tag in Folge steigen lassen. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich um rund ein Prozent auf 85,34 und 79,86 Dollar je Fass (159 Liter). Damit verharrten die Preise auf dem höchsten Stand seit etwa einem Monat. Ende Juni waren sie zeitweise auf rund 70 Dollar gefallen und hatten damit das Niveau vor dem Iran-Krieg erreicht.

"Die US-Seeblockade verknappt den Markt, wenn man bedenkt, dass die iranischen Rohölexporte in den letzten zwei Wochen bei etwa 1,5 bis 2 Millionen Barrel pro Tag lagen", sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo.

Ölpreise steigen dritten Tag in Folge
16:00 Uhr

Nachlassende Zinssorgen tragen Wall Street weiter

Günstige Inflationsdaten verhelfen der Wall Street zu Kursgewinnen. Denn auch die Erzeugerpreise zeugten von nachlassendem Inflationsdruck im Juni, nachdem am Dienstag schon die Verbraucherpreise positiv überrascht hatten. Die Daten lindern Inflations- und Zinserhöhungsängste. Der Dow-Jones-Index steigt kurz nach der Startglocke um 0,5 Prozent auf 52.788 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 0,5 und der Nasdaq-Composite 0,7 Prozent.

Nachlassende Zinssorgen tragen Wall Street weiter
15:14 Uhr

Unmut über neuen Fed-Chef: "Arbeiten Sie für Donald Trump?"

US-Notenbankchef Kevin Warsh spricht sich in der Vergangenheit hat er sich immer mal wieder für niedrige Zinsen aus - was US-Präsident Trump sehr gefiel. Doch bei seiner ersten Notenbankentscheidung hat er sich nicht reinreden lassen. Und auch das, was er jetzt bei einer Anhörung sagt, dürfte Trump nicht gefallen.

Unmut über neuen Fed-Chef: "Arbeiten Sie für Donald Trump?"
14:29 Uhr

Blackrock erreicht Rekordvolumen an verwaltetem Vermögen

Der Anstieg der Kurse am Aktienmarkt und ein weiterer hoher Zufluss an Kundengeldern haben Blackrock einen Rekord beim verwalteten Vermögen beschert. Die Assets under Management des weltgrößten Vermögensverwalters kletterten im zweiten Quartal auf 15,3 Billionen US-Dollar. Blackrock flossen Nettomittel in Höhe von 192 Milliarden Dollar zu.

Der Konzern erzielte einen Nettogewinn von 1,9 Milliarden US-Dollar, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte betrug der Gewinn je Aktie 13,91 Dollar. Analysten hatten 12,68 Dollar prognostiziert.

Die Gebühren, die Blackrock von den Kunden kassiert, stiegen bereinigt um die Auswirkungen von Marktveränderungen um 8 Prozent. Dieser organische Anstieg lag über dem konzerneigenen Ziel von 5 Prozent.

Blackrock erreicht Rekordvolumen an verwaltetem Vermögen
13:45 Uhr

BASF rutscht trotz starken Zahlen ans Dax-Ende

Anleger zeigen BASF trotz eines überraschend starken Quartals und hochgeschraubten Zielen die kalte Schulter. Die Titel des Chemiekonzerns fallen nach den Zahlen um bis zu 4,3 Prozent ans Dax-Ende. Damit ist die Aktie auf Kurs zum größten Tagesverlust seit fast vier Monaten.

"Ich denke, dass sich die Anleger möglicherweise auf das verfehlte Ebitda-Ziel im Chemiesegment, die jüngsten Preisrückgänge bei mehreren Grundchemikalien und die aus der neuen Prognose abgeleitete Ebitda-Run-Rate für das zweite Halbjahr konzentrieren", sagte Sebastian Bray, Analyst bei Berenberg. Möglicherweise betrachteten die Anleger die vorläufigen Zahlen auch als rückwärtsgerichtet, da sie von Spitzenpreisen profitierten, die inzwischen häufig nicht mehr erzielt würden.

BASF rutscht trotz starken Zahlen ans Dax-Ende
13:03 Uhr

IW-Ökonom: Chinas Aufstieg kostet Hunderttausende Jobs

China investiert massiv, subventioniert großzügig und exportiert immer mehr. IW-Ökonom Jürgen Matthes warnt im ntv-Interview: Der Wettbewerb sei oft unfair und habe Deutschland bereits bis zu 400.000 Arbeitsplätze gekostet.

IW-Ökonom: Chinas Aufstieg kostet Hunderttausende Jobs
12:31 Uhr

Industrieproduktion im Euroraum schrumpft überraschend

Die Industrie im Euroraum hat ihre Produktion im Mai überraschend gedrosselt. Die Fertigung sank um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das EU-Statistikamt mitteilte. Befragte Experten hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im April war die Produktion um 0,3 Prozent gewachsen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat verringerte sich die Industrieproduktion im Mai um 1,2 Prozent. Hier hatten Fachleute nur ein Minus von 0,5 Prozent auf dem Zettel.

Die Erzeugung von Investitionsgütern, dazu zählen etwa Maschinen und Fahrzeuge, wurde im Mai zum Vormonat um 0,3 Prozent hochgefahren. Bei Vorleistungsgütern gab es ein Minus von 0,3 Prozent, während die Energieversorger 2,2 Prozent mehr erzeugten. In Deutschland hat sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe im Juni aufgehellt, wie das Münchner Ifo-Institut bei seiner Unternehmensumfrage herausfand.

Industrieproduktion im Euroraum schrumpft überraschend
11:46 Uhr

Um fast 12 Cent: Dieselpreis steigt im Wochenvergleich kräftig an

Tanken wird immer teurer. Vor allem Diesel hat sich auf Wochensicht massiv verteuert, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter des Kraftstoffs 2,07 Euro. Das waren 11,7 Cent mehr als noch am Dienstag vor einer Woche. 

Auch Superbenzin legte deutlich zu: Ein Liter der Sorte E10 kostete 2,083 Euro und damit 5,9 Cent mehr als eine Woche zuvor. Damit schmilzt auch der Preisabstand zwischen Diesel und E10 immer weiter ab. Normalerweise liegt der deutlich über 10 Cent, weil Diesel niedriger besteuert wird. Diesel gilt allerdings beim Preis als deutlich krisenanfälliger. 

Um fast 12 Cent: Dieselpreis steigt im Wochenvergleich kräftig an
11:18 Uhr

"Chinesen sind einfach besser geworden - und wir nicht"

Die Globalisierung galt lange als Erfolgsmodell - vor allem, solange deutsche Unternehmen davon profitierten. Doch jetzt drängen chinesische Produkte nach Europa, und die Rufe nach Abschottung werden lauter. Börsenreporter Frank Meyer mit den Einzelheiten.

"Chinesen sind einfach besser geworden - und wir nicht"
10:53 Uhr

Übernahmeofferte für PayPal: Stripe und Advent greifen an

Der unter Druck stehende US-Zahlungsriese PayPal ist Insidern zufolge ins Visier des Konkurrenten Stripe und des Finanzinvestors Advent International geraten. Die beiden Unternehmen hätten Anfang des Monats ein gemeinsames Angebot von 60,50 Dollar je Aktie unterbreitet, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dies bewertet PayPal mit mehr als 53 Milliarden Dollar und entspricht einem Aufschlag von rund 28 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag.

Eine erste Kontaktaufnahme hat es den Insidern zufolge bereits Anfang April gegeben. Bislang hätten die Bieter jedoch keine Antwort von PayPal erhalten. Stripe, Advent und PayPal lehnten eine Stellungnahme ab. Die Offerte trifft PayPal in einer Phase der Schwäche. Der Konzern, einer der Pioniere bei digitalen Zahlungen, hat in den vergangenen Jahren wegen der zunehmenden Konkurrenz massiv an Boden verloren, vor allem durch Anbieter wie Apple Pay und Google Pay. Der Börsenwert des Unternehmens, der auf dem Höhepunkt der Pandemie 2021 noch bei rund 360 Milliarden Dollar lag, fiel in diesem Jahr zeitweise auf ein Tief von 36 Milliarden Dollar.

Übernahmeofferte für PayPal: Stripe und Advent greifen an
10:23 Uhr

Klage gegen Meta wegen angeblich KI-gestützter Kündigungen

Die jüngste Entlassungswelle bei Meta hat ein juristisches Nachspiel. Eine Gruppe von Meta-Mitarbeitern verklagt das Social-Media-Unternehmen wegen der Art und Weise, wie es in diesem Frühjahr Entlassungen durchgeführt hat. Sie beschuldigen den Konzern, KI eingesetzt zu haben, was dazu geführt habe, dass überproportional Mitarbeiter mit Behinderungen oder in einer gesetzlich geschützten Abwesenheit entlassen worden seien.

In der Klage wird behauptet, die KI habe Kennzahlen wie Produktivität und KI-Token-Nutzung verwendet, um über Entlassungen zu entscheiden, und habe so Mitarbeiter ins Visier genommen, die aufgrund von Erkrankungen oder einer anderen Form der Abwesenheit bei der Arbeit gefehlt hätten - und dabei Antidiskriminierungsgesetze verletzt.

Klage gegen Meta wegen angeblich KI-gestützter Kündigungen
09:51 Uhr

Bitcoin auf Drei-Wochen-Hoch

Der Bitcoin steigt auf ein Drei-Wochen-Hoch und setzt damit seine Gewinne fort, die durch die am Dienstag veröffentlichten, niedriger als erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten ausgelöst wurden. Die Daten haben die Märkte dazu veranlasst, die Erwartungen für Zinserhöhungen durch die Federal Reserve zurückzuschrauben, was risikoreiche Anlagen, einschließlich Kryptowährungen, stützt.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die um 12:30 Uhr GMT anstehenden Daten zu den Erzeugerpreisen und den zweiten Tag der Anhörung des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh vor dem Kongress, nachdem dieser am Dienstag sein Bekenntnis zur Preisstabilität bekräftigt hatte. Der Bitcoin steigt um 0,7 Prozent auf ein Hoch von 65.209 US-Dollar, wie Daten von LSEG zeigen.

Bitcoin auf Drei-Wochen-Hoch
09:15 Uhr

Cartier-Mutter brilliert - Aktie schießt nach oben

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat mit einem Umsatzplus von 20 Prozent die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Besonders das Schmuckgeschäft und der Markt Japan sorgten im Frühlingsquartal für starke Impulse. Die Aktie steigt zum Handelsstart um sieben Prozent.

Der Schweizer Konzern spiele in einer eigenen Liga, erklärte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. Er erwarte, dass die Rivalen schwächere Zahlen veröffentlichten. Die Umsatzzahlen von Richemont seien das Ergebnis einer jahrelangen konsequenten Umsetzung, disziplinierter Preiserhöhungen, einer effizienten Kapitalallokation und eines Portfolios begehrter Marken mit starker Preismacht und geografischer Diversifizierung, lobte der Analyst.

Cartier-Mutter brilliert - Aktie schießt nach oben
09:07 Uhr

Dax fährt in den Keller

Der deutsche Leitindex startet erwartungsgemäß mau in den Tag. Der Dax verliert 0,7 Prozent auf .24.956 Punkte.

Die grßten Gewinner sind am Morgen Hochtief (+07%) und Siemens (+0,5%). Die größten Verlierer sind Fresenius Medical Care (-2,1%) und SAP (-1,8%)

Dax fährt in den Keller
08:59 Uhr

Ärger mit der Finanzaufsicht: Anleger strafen Münchner Softwareentwickler ab

Die Anleger von Nagarro reagieren verschnupft auf eine Beanstandung der Finanzaufsicht Bafin. Die Titel des Münchner Softwareentwicklers fallen im Frankfurter Frühhandel um 3,4 Prozent.

Der Konzern hatte am Vorabend mitgeteilt, dass die Bafin den Konzernabschluss und den Lagebericht für 2022 für fehlerhaft hält. Der Vorstand sieht dagegen keine wesentlichen Fehler und hat gegen den Bafin-Bescheid Widerspruch eingelegt. Ein Antrag des Unternehmens, die Veröffentlichung der Bafin-Kritik vorläufig zu stoppen, wurde vom Oberlandesgericht Frankfurt abgelehnt. "Die Ablehnung durch das Gericht hatten wir erwartet", konstatierte ein Händler. Nun sei damit zu rechnen, dass die Bafin ihre Fehlerfeststellungen auch während des laufenden Widerspruchsverfahrens unverzüglich veröffentlichen werde.

Ärger mit der Finanzaufsicht: Anleger strafen Münchner Softwareentwickler ab
08:52 Uhr

Razzia in Filiale der Deutschen Bank

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat eine Razzia bei der Deutschen Bank bestätigt. Ermittler hätten gester in einer Filiale an der Frankfurter Taunusanlage einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts aus dem Juni 2026 vollstreckt, teilte die Behörde mit. Zu den genauen Hintergründen äußerte sie sich zunächst nicht: "Weitere Details können zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden", hieß es. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab

Razzia in Filiale der Deutschen Bank
08:34 Uhr

Chinas KI-Startup Deepseek nimmt Anlauf auf die Börse

Chinas KI-Schwergewicht Deepseek bereitet sich laut Insidern auf einen Börsengang in Schanghai vor. Wie es heißt, könnte das IPO im zweiten Quartal nächsten Jahres stattfinden. Das Unternehmen wolle damit seine kostspielige Forschung finanzieren und das Wachstum ankurbeln.

Deepseek bespricht den Angaben zufolge derzeit mit Investoren und Banken eine Notierung in Schanghai. Die Unterlagen sollen bis Jahresende eingereicht werden. Im Juni hatte das Unternehmen in einer ersten externen Finanzierungsrunde 7,4 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Es wurde dabei mit über 50 Milliarden Dollar bewertet.

Chinas KI-Startup Deepseek nimmt Anlauf auf die Börse
08:28 Uhr

Bundeswehr prüft Kauf neuer A400M von Airbus

Der Flugzeugbauer Airbus kann auf einen weiteren Auftrag der Bundeswehr hoffen. Nach "Handelsblatt"-Informationen aus Industriekreisen laufen Gespräche über den Kauf von 15 bis 20 neuen A400M-Militärtransportern.

Die Turboprop-Flugzeuge könnten in der Bundeswehr neue Aufgaben übernehmen. Im Gespräch ist unter anderem, die Maschine zu einem Träger von Drohnen oder Marschflugkörpern zu entwickeln. Damit könnte die A400M künftig eine wichtige Rolle in der Abschreckung spielen, heißt es in Industriekreisen.

Bundeswehr prüft Kauf neuer A400M von Airbus
08:08 Uhr

ASML-Zahlen dürften bei Anlegern gut ankommen

Die Zweitquartalszahlen von ASML sind klar über den Erwartungen ausgefallen, was zur Beruhigung der Anleger beitragen sollte. Der KI-Investitionsboom scheint intakt zu sein. Der Anlagenbauer für Photolithographie-Systeme hat zudem den Ausblick für das Gesamtjahr erneut angehoben. ASML stellt nun Umsätze zwischen 43 und 45 Milliarden Euro in Aussicht, nach bislang 36 bis 40 Milliarden. Die Bruttomarge soll jetzt bei 54 und 56 Prozent liegen, nach bislang 51 und 53 Prozent. Die Zahlen dürften gut ankommen, heißt es im Handel.

ASML-Zahlen dürften bei Anlegern gut ankommen
08:05 Uhr

Dax-Anleger im Zahlenregen

Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex leicht im Plus bei 25.147,03 Punkten geschlossen.

Zur Wochenmitte blicken Börsianer auf den US-Index für die Erzeugerpreise (PPI) im Juni. Die von den Produzenten erhobenen Preise gelten als Vorläufer für die weitere Entwicklung der Verbraucherpreise. Im Fokus stehen zudem die Zahlen zur Industrieproduktion in der Euro-Zone im Mai. Auf der Unternehmensseite nimmt die US-Bilanzsaison weiter Fahrt auf. Nach den Zahlen führender Großbanken wie Goldman Sachs, Citigroup, JP Morgan und Bank of America legen heute Rivale Morgan Stanley und der Vermögensverwalter Blackrock Zahlen vor.

Zudem stehen die Ergebnisse des Konsumgüterkonzerns Johnson & Johnson und von ASML an. Auf die Quartalszahlen des niederländischen Chipanlagenbauers schaut eine ganze Branche mit Spannung: Da das wertvollste börsennotierte Unternehmen Europas Marktführer für Maschinen zur Produktion von KI-Chips ist, gelten die Ergebnisse als wichtiger Frühindikator für den gesamten Halbleitersektor.

Dax-Anleger im Zahlenregen
07:44 Uhr

Kursfeuerwerk in Seoul

Im Sog positiver Vorgaben geht es an den Aktienmärkten in Fernost nach oben. Niedriger als erwartet ausgefallene Inflationsdaten hatten an der Wall Street Zinserhöhungsspekulationen gedämpft und für Kauflaune gesorgt. Zugleich kam der Anstieg der Ölpreise zunächst wieder zum Stehen, nachdem US-Präsident Trump von seinem Plan wieder abrückte, künftig eine Art Schutzgeld für die Passage der Straße von Hormus zu verlangen.

Favorisiert werden Aktien aus dem Technologiesegment. An der stark technologielastigen Börse in Seoul sorgt das für ein regelrechtes Kursfeuerwerk. Der seit Wochen massive Tagesbewegungen in beide Richtungen zeigende Kospi schießt um knapp 8 Prozent nach oben. Am Montag war er allerdings auch um 9 Prozent eingebrochen. Die beiden Indexschwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix gewinnen 7,9 bzw. 13,2 Prozent. In den USA waren die dort seit Kurzem gelisteten ADR von Hynix deutlich gestiegen. Hanmi Semiconductor machen sogar einen Satz um rund 28 Prozent.

In Tokio legt der Topix um 0,8 Prozent zu, die Halbleiteraktien Advantest, Renesas und Tokyo Electron gewinnen bis zu 5,4 Prozent. Softbank Group geben dagegen um 2,6 Prozent nach. Die Aktie folgt damit den starken Kursverlusten der Tochtergesellschaft Arm an der Wall Street, nachdem die Aktie von HSBC aufgrund von Zweifeln an weiteren KI-getriebenen Kursgewinnenherabgestuft worden war, wie Händler berichten.

Während der HSI in Hongkong um 1,5 Prozent anzieht, unter anderem mit Kursgewinnen von je über 3 Prozent bei Alibaba und Tencent, gibt der Shanghai-Composite minimal nach vor dem Hintergrund eher mauer Konjunkturdaten.

Kursfeuerwerk in Seoul
07:33 Uhr

Kurssturz bei Lucid: E-Autobauer weist Insolvenz-Berichte zurück

Der US-Elektroautobauer Lucid hat einen Bericht über eine mögliche Insolvenz oder einen Rückzug von der Börse zurückgewiesen. "Die Gerüchte sind völlig falsch", teilte Lucid mit. Das Nachrichtenportal electric-vehicles.com hatte in einem Bericht nahegelegt, dass das Unternehmen erwäge, Insolvenz anzumelden oder die Börse zu verlassen. Die Aktie fiel daraufhin deutlich.

"Das Unternehmen verfügt über ausreichende Liquidität, um seinen Betrieb bis weit ins nächste Jahr hinein aufrechtzuerhalten, wie kürzlich in seinen letzten Quartalsberichten veröffentlicht wurde, und es hat keinen speziellen Ausschuss des Board of Directors gebildet, um die heute berichteten Szenarien zu prüfen", fügte Lucid hinzu.

Die Lucid-Aktie schloss am Dienstag bei 4,62 US-Dollar und damit 16,2 Prozent schwächer. Zwischenzeitlich war der Kurs auf bis zu 2,37 Dollar gefallen .Lucid beendete das erste Quartal mit etwa 700 Millionen US-Dollar an Barmitteln und nahm im April eine weitere 1,0 Milliarde Dollar auf. Das Unternehmen verfügt über nicht in Anspruch genommene Kapazitäten für Laufzeitkredite in Höhe von etwa zwei Milliarden Dollar. Laut Schätzungen von Factset sollte das genug an liquiden Mitteln sein, um zwölf Monate zu überstehen.

Zwar ist der EV-Hersteller noch nicht profitabel und wird voraussichtlich bis Ende 2028 etwa 6,7 Milliarden Dollar verbrauchen. Die Wall Street prognostiziert jedoch laut Factset für das Jahr 2029 einen positiven Free Cashflow.

Kurssturz bei Lucid: E-Autobauer weist Insolvenz-Berichte zurück
07:22 Uhr

Zugang zu KI-Chips: USA heben Exportsperren für Emirate auf

Washington belohnt Abu Dhabi mit besseren Zugängen zu US-KI-Chips. Im Rahmen einer neuen Regelung der Trump-Regierung werden die Vereinigten Arabischen Emirate beim Kauf von Technologie mit militärischem Potenzial künftig wie EU-Staaten, Südkorea oder Indien behandelt. Bisher standen die VAE in einer Export-Kategorie mit China und Jemen.

Hintergrund: Die Emirate hatten die USA in den vergangenen Monaten massiv im Iran-Konflikt unterstützt und werben seit Jahren um US-Technologie zur Diversifizierung weg vom Öl. 

Die Entscheidung zeigt, wie zentral KI-Halbleiter mittlerweile in der Geopolitik sind. Nvidia, AMD und Intel dürften von zusätzlichen Exportmöglichkeiten profitieren. Kritiker sehen aber auch einen Interessenkonflikt: Der nationale Sicherheitsberater der VAE wurde im vergangenen Jahr zu einem wichtigen Geschäftspartner der Trump-Familie. Das Weiße Haus weist das zurück.

Zugang zu KI-Chips: USA heben Exportsperren für Emirate auf
07:01 Uhr

Chinas Wirtschaft schwächelt - aber der Außenhandel läuft "prächtig"

Die chinesische Wirtschaft ist im zweiten Quartal langsamer gewachsen als von Experten erwartet. Laut offiziellen Daten belief sich das Wirtschaftswachstum zwischen April und Juni auf 4,3 Prozent. Dies gab das Statistikamt in Peking heute bekannt. Es ist das langsamste Wachstum seit drei Jahren.

Vor allem die starken Exporte verhinderten ein noch langsameres Wachstum. In der Mitteilung des Statistikamts hieß es, der Außenhandel habe sich "prächtig" entwickelt. Laut Daten der Zollbehörde stiegen die Exporte im Juni um 27 Prozent. Belastend wirkten dagegen die schwache Inlandsnachfrage und der Rohstoffpreisschock infolge des Irankriegs.

Chinas Wirtschaft schwächelt - aber der Außenhandel läuft "prächtig"
06:56 Uhr

Altersvorsorgedepot: Kommt 2027 der große Aktien-Boom?

Ab 1. Januar soll das neue Altersvorsorgedepot starten – und die Aktienkultur in Deutschland verändern. Weg vom Sparbuch, hin zu ETF-Sparplänen mit staatlicher Förderung. Finanzberaterin Annika Peters sieht darin einen "Wendepunkt", warnt aber: Ob die Umsetzung pünktlich klappt, ist noch unklar. Wenn es kommt, könnte es strukturellen Rückenwind für Milliarden an neuem Kapital bedeuten.  

Reicht das, damit Deutschland zu den USA aufschließt, wo jeder Zweite an der Börse ist?

Altersvorsorgedepot: Kommt 2027 der große Aktien-Boom?
06:30 Uhr

Immer wieder Iran: Dax fährt auf Sicht

An den europäischen Börsen sind Anleger am Dienstag angesichts der rasant steigenden Ölpreise im Zuge der Eskalation des US-Iran-Konflikts in Deckung gegangen. Auch an der Frankfurter Börse überwogen die Minuszeichen. Der Dax musste den Rückzug antreten.

Worauf müssen die Anleger heute besonders achten? Das wären Daten zum chinesischen Wirtschaftswachstum. Dieses dürfte sich im Frühjahr etwas abgeschwächt haben. Volkswirte gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal zum Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent zugelegt hat. Zu Jahresbeginn war beim BIP noch ein Plus von 5,0 Prozent herausgesprungen. Auch bei einer leichten konjunkturellen Abkühlung dürfte die Wirtschaft weiter den Vorgaben der Führung der Volksrepublik entsprechen. Diese hat für 2026 ein für chinesische Verhältnisse wenig ambitioniertes Wachstumsziel von 4,5 bis 5 Prozent ausgegeben. In den vergangenen Jahren hatte die Führung in Peking das Wachstum stets mit rund fünf Prozent angesetzt.

Auf die Quartalszahlen des niederländischen Chipanlagenbauers ASML schaut eine ganze Branche mit Spannung: Da das wertvollste börsennotierte Unternehmen Europas Marktführer für Maschinen zur Produktion von KI-Chips ist, gelten die Ergebnisse als wichtiger Frühindikator für den gesamten Halbleitersektor. Analysten erwarten laut LSEG-Daten für das abgelaufene zweite Quartal einen Anstieg des Nettogewinns um 8,8 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro sowie ein Umsatzplus von 14 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Experten halten eine Anhebung der Jahresprognose für wahrscheinlich, da die Produktionskapazitäten des Konzerns womöglich bereits bis Ende 2027 ausgebucht sind. Ein Unsicherheitsfaktor bleiben jedoch geplante schärfere US-Exportkontrollen für das China-Geschäft.

Immer wieder Iran: Dax fährt auf Sicht