Dax im Gipfelfieber
Erst war Durchatmen angesagt, dann folgte doch der nächste Sprung. Der Dax beendete eine kurze Konsolidierungsphase und markierte am letzten Handelstag der Woche ein neues Allzeithoch bei 26.420 Punkten. Zum Handelsschluss notierte er mit 26.319 Punkten etwas niedriger. Das entspricht einem Plus von 0,7 Prozent.
Auslöser für den erneuten Schub war der schwache US-Arbeitsmarktbericht. Im Juni wurden in den USA lediglich 23.000 neue Stellen geschaffen. Erwartet worden waren 83.000. Die schwache Zahl nährt die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen in den USA und hat Anleger weltweit beflügelt.
Auch die Konjunkturdaten aus Deutschland stützten den Markt. So legte die Industrieproduktion im Juni um 0,2 Prozent zu, während die Exporte um 0,9 Prozent stiegen. "Das zweite Quartal war für die deutsche Industrie ein gutes", sagte Thomas Gitzel von der VP Bank. Besonders gefragt waren Technologie- und konjunktursensitive Werte.
Bei den Einzelwerten gab es klare Gewinner und Verlierer: Zu den Tops gehörten SAP mit plus 4,2 Prozent, Scout24 mit plus 3,7 Prozent und Infineon mit plus 3,0 Prozent.
Auf der Verliererseite standen Münchener Rück mit minus 1,6 Prozent, Zalando mit minus 2,3 Prozent und Daimler Truck mit minus 3,1 Prozent.
Das war der Börsen-Tag am Freitag. Wir wünschen ein erholsames Wochenende. Ab jetzt halten Sie unsere Kolleginnen und Kollegen von der Spät- und Nachtschicht auf dem Laufenden. Schauen Sie also gerne immer wieder bei ntv.de vorbei. Am Montag geht es an dieser Stelle munter weiter. Wir würden uns freuen, Sie wieder begrüßen zu dürfen!
Dax erklimmt neues Allzeithoch
Nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten hat der Dax bei 26.420 Punkten ein neues Allzeithoch markiert. Die US-Wirtschaft hat im Juni 23.000 Stellen abgebaut, erwartet worden war ein Plus von 83.000. Die schwache Lesung spricht gegen Zinserhöhungen in den USA. Bislang wird an den Märkten ein Zinsschritt bis Jahresende eingepreist. An den Anleihemärkten geben die Renditen in Reaktion auf die Lesung deutlich nach, der Euro springt auf 1,1562 Dollar, während Gold die Gewinne auf 2,7 Prozent ausbaut. Der Dax notiert zuletzt etwas tiefer bei 26.4395 Punkten.
Windkraft-Stopp durch Trump - Navidi: "RWE hatte keine Chance"
Im Kampf gegen die Windkraft nimmt US-Präsident Trump viel Geld in die Hand und zahlt RWE 1,2 Milliarden US-Dollar. Im Gegenzug zieht sich der deutsche Energiekonzern aus allen Windkraftprojekten vor den Küsten der USA zurück. "Letztlich hatte RWE ohnehin keine Wahl", sagt Sandra Navidi von BeyondGlobal.
"Die nächste Gold-Rallye hat gerade erst begonnen"
Der Goldpreis steuert auf ein hohes Wochenplus zu und ist seit Längerem erstmals wieder über die 4000-Dollar-Marke gestiegen. Börsenexperte Patrick Dewayne erklärt, was hinter dem Goldrausch steckt und warum die 5000-Dollar-Marke nur eine Frage der Zeit ist.
Techwerte bauen nach US-Jobdaten Gewinne aus
Der Technologiesektor baut europaweit die Gewinne aus und liegt nun 1,7 Prozent vorne. Der Sektor gilt als zinssensitiv, sollte die US-Notenbank die Zinsen im laufenden Jahr also nicht erhöhen, wären das gute Nachrichten für die Branche. Am deutschen Aktienmarkt gewinnen Infineon 5,1 Prozent, SAP 2,5 Prozent, Aixtron 5,0 Prozent oder Suss 6,3 Prozent.
Überraschender Stellenabbau am US-Arbeitsmarkt
Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Juli erneut deutlich abgekühlt. Unter dem Strich fielen sogar 23.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft weg, wie aus dem am Freitag vorgelegten Bericht der Regierung hervorgeht. Ökonomen hingegen hatten mit einem Aufbau von 80.000 Jobs gerechnet. Zudem waren im Juni nach revidierten Daten nur 20.000 Arbeitsplätze hinzugekommen. Ursprünglich war eine Zahl von 57.000 gemeldet worden. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank im Juli - und zwar auf 4,1 Prozent, nach 4,2 Prozent im Juni.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Arbeitsmarkt genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und für stabile Preise sorgen soll. Sie hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Zugleich teilte sie jüngst mit, der Beschäftigungszuwachs sei weiter gering, und die Arbeitslosenquote zeige Anzeichen einer Stabilisierung. Die Inflation bleibe zugleich - wie bisher - etwas erhöht.
VW will in USA mit SUVs und Pickups angreifen
Volkswagen krempelt das US-Geschäft um und will mit neuer Führung und neuen Modellen in Amerika angreifen. Der bisherige Audi-Vertriebschef Marco Schubert wechselt in die USA und übernimmt dort von Kjell Gruner, der das Unternehmen verlässt.
VW-Markenchef Thomas Schäfer sieht die größten Chancen bei Pickups und großen SUVs. Genau diese Fahrzeugklassen sind in den USA besonders gefragt und bringen viel Gewinn. Bisher hat VW aus Wolfsburg dort aber nichts Vergleichbares im Angebot.
Der erste Pickup soll noch in diesem Jahrzehnt kommen und direkt in den USA gebaut werden. Dafür bietet sich das VW-Werk in Chattanooga in Tennessee an. Dort wurde zuletzt die Fertigung des Elektroautos ID.4 vorzeitig eingestellt. Noch offen ist, ob VW den Pickup alleine mit Zulieferern entwickelt oder mit einem Partner. Eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen und Monaten fallen.
Als möglicher Partner gilt Ford. Beide arbeiten schon seit 2020 zusammen. Ford nutzt die VW-Elektroplattform MEB für Modelle in Köln und die Technik des VW Caddy. Umgekehrt basiert der VW-Transporter auf dem Ford Transit. Auch der VW Amarok teilt sich die Basis mit dem Ford Ranger.
Bisher ist VW in den USA klein. Der Marktanteil liegt bei vier Prozent und damit weit hinter der Konkurrenz. Das soll sich jetzt ändern.
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Deutschland überrascht: Lage ist besser als die Stimmung
Die Stimmung rund um die deutsche Wirtschaft ist zu pessimistisch. Das sagen Händler mit Blick auf die aktuellen Zahlen zur Industrie und zu den Exporten. Vor allem ausländische Investoren, die nicht so stark auf die Innenpolitik schauen, könnten den Dax deshalb als günstige Chance entdecken. Das würde weitere Rekordstände beim Leitindex stützen.
Konkret: Die Industrieproduktion ist im Juni um null Komma zwei Prozent zum Vormonat gestiegen. Auch die Exporte legten um null Komma neun Prozent zu. Laut Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank, war das zweite Quartal damit insgesamt ein gutes für die deutsche Industrie. Auch die Auftragseingänge zogen an. Dass die Produktion nun schon den dritten Monat in Folge gestiegen ist, sei angesichts der schlechten Stimmung im Land beachtlich.
Auch beim Export gibt es positive Signale: Mit Ausnahme von Januar sind die Ausfuhren in diesem Jahr jeden Monat gestiegen. Eine solche Serie habe es lange nicht gegeben. Erstaunlich dabei: Die Exporte in die USA, das wichtigste Exportland für Deutschland, brachen im Juni um vierzehn Komma zwei Prozent ein. Trotzdem legten die Gesamtausfuhren zu. Gestützt wurde das vor allem von der EU und von Großbritannien. Der Rückgang in die USA bleibe aber alarmierend.
Sorgen um Straße von Hormus schicken Ölpreise auf Zickzackkurs
Sorgen der Anleger über die Pläne des Irans für die Straße von Hormus haben am Ölmarkt starke Schwankungen ausgelöst. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI bewegen sich zwischen minus 0,8 und plus 2,4 Prozent. Zuletzt lagen sie kaum verändert bei 82,21 und 77,16 Dollar je Fass (159 Liter). Am Donnerstag hatten die Preise um rund vier Prozent zugelegt, nachdem der Iran einen Gesetzentwurf zur Sperrung der für Energietransporte wichtigen Meerenge für Schiffe aus den USA und Israel geprüft hatte.
Am Freitag reagierten die Preise auf den vom Iran veröffentlichten Entwurf für die Transitbedingungen in der Straße von Hormus, sagte Analyst Lin Ye von Rystad Energy. Dabei dürfte es sich jedoch um eine kontrollierte und an Bedingungen geknüpfte Durchfahrt und nicht um eine Wiederherstellung des normalen Verkehrsflusses handeln. Trotz des Anstiegs am Donnerstag steuern beide Ölsorten auf einen Wochenverlust von rund acht Prozent zu.
UN: Lebensmittel so teuer wie seit 2023 nicht mehr
Die Lebensmittelpreise ziehen weltweit wieder an. Laut UN-Ernährungsorganisation FAO lag der Index im Juli bei 131,1 Punkten. Das ist der höchste Stand seit Januar 2023.
Die FAO macht vor allem drei Dinge dafür verantwortlich: schlechtes Wetter, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie das Wetterphänomen El Niño. Zusammen drückt das die Ernten und treibt die Kosten nach oben.
Besonders deutlich war der Anstieg bei Getreide mit plus 3,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Getrieben wurde das vor allem vom Weizen, der fast sechs Prozent teurer wurde. Auch Pflanzenöl legte um zwei Prozent zu und kletterte damit auf den höchsten Stand seit Juni 2022. Grund sind höhere Rohölpreise wegen des Nahost-Konflikts und eine starke Nachfrage nach Biodiesel. Deshalb sind vor allem Palm- und Sojaöl teurer geworden. Raps- und Sonnenblumenöl wurden dagegen etwas billiger. Auch Zucker kostete mit 5,6 Prozent deutlich mehr.
Entspannt hat sich dagegen der Fleischmarkt. Hier gingen die Preise um 2,8 Prozent zurück. Geflügel, Schweine- und Rindfleisch wurden billiger, nachdem sie im Juni noch auf Rekordniveau waren. Auch Milchprodukte gaben um 0,7 Prozent nach.
Hier greifen die Anleger vor US-Börsenstart zu
Airbnb, das Unternehmen für Kurzzeitvermietungen, hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben und begründete dies mit einer wachsenden Nachfrage, da es KI zur Verbesserung seiner Plattform einsetzt. Die Aktie legt vorbörslich um 7,0 Prozent zu.
Porsche SE verbucht Milliardenverlust
Die Porsche SE wird zunehmend von der schwachen Entwicklung ihrer Kernbeteiligungen VW und Porsche AG getroffen. Das angepasste Konzernergebnis nach Steuern sank im ersten Halbjahr um 200 Millionen Euro auf 0,9 Milliarden Euro. Nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf VW und Porsche von zusammen 3,2 Milliarden Euro führten zu einem Nettoverlust von 2,2 Milliarden Euro nach einem Plus von noch 300 Millionen Euro vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahr geht die Holding weiter von einem angepassten Nettoergebnis zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden Euro aus. Im Rekordjahr 2023 erzielte das Unternehmen noch 5,1 Milliarden Euro.
Bei Volkswagen brach der Nettogewinn im ersten Halbjahr fast um ein Drittel ein, der Umsatz stagnierte. Die Sportwagentochter Porsche erzielte unterdessen einen Gewinnzuwachs von einem Drittel gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum.
"Das ist kein Spaziergang": Lanxess wappnet sich für Produktionsausfälle
Der Spezialchemiekonzern Lanxess stellt sich wegen des extremen Niedrigwassers auf dem Rhein auf anhaltende Transportprobleme und die Gefahr von Produktionsausfällen ein. "Die gegenwärtige Situation hat sich nochmals gegenüber dem letzten Tiefwasserstand verschlechtert", sagte Vorstandschef Matthias Zachert am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten mit Blick auf das Dürrejahr 2018. Schiffe könnten teilweise nur noch mit 20 bis 30 Prozent ihrer normalen Kapazität beladen werden, einige Lade- und Entladestellen seien gar nicht mehr erreichbar. Lanxess habe bereits vor fünf Wochen ein Krisenteam eingesetzt und Transporte im großen Stil auf Straße und Schiene verlagert.
Die Mehrkosten seien mit einem einstelligen Millionenbetrag bislang verkraftbar. "Das Kritische ist allerdings eher Produktionsausfall", betonte Zachert. Bis auf einen kleineren Betrieb habe Lanxess die Produktion in Nordrhein-Westfalen bislang aufrechterhalten können. Für die kommenden ein bis zwei Wochen sei die Rohstoffversorgung gesichert. Allerdings müsse man sich täglich neu ausrichten. Das Krisenteam arbeite bereits an den Belieferungen für die nächsten vier bis sechs Wochen. "Das ist kein Walk in the Park."
Fed darf Märkte auch mal überraschen
Die US-Notenbank Fed darf sich nach den Worten von Alberto Musalem, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of St. Louis, bei ihren geldpolitischen Entscheidungen nicht von den Finanzmärkten leiten lassen. "Manchmal ist es vertretbar, die Märkte zu überraschen", sagte er. Die Zentralbank müsse sich ein eigenes Urteil bilden. "Wenn man der Meinung ist, dass es Zeit für eine geldpolitische Kursänderung ist, sollte man diesen Schritt vollziehen - unabhängig davon, was an den Märkten eingepreist ist", erklärte Musalem weiter.
Damit grenzte er sich von Fed-Chef Kevin Warsh ab. Dieser hatte bislang kaum Hinweise auf das weitere Vorgehen gegeben und erklärt, die Finanzmärkte müssten die geldpolitischen Aussichten selbst einschätzen. Musalem sprach sich zudem nach eigenen Angaben bei der Sitzung in der vergangenen Woche für eine Zinserhöhung der US-Notenbank aus. "Der Leitzins ist unser wichtigstes geldpolitisches Instrument, und ich habe mich bei der Sitzung für eine Anhebung um 25 Basispunkte ausgesprochen", sagte er. Frühzeitige, schrittweise Zinserhöhungen seien vorzuziehen und weniger einschneidend als spätere, abruptere Schritte. Wenn die Geldpolitik auf dem aktuellen Niveau bleibe, bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass die Inflation im kommenden Jahr deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent verharre.
AMD kauft weitere KI-Firma - Angriff auf Nvidia
AMD legt im KI-Wettlauf nach. Der Chipkonzern hat das kanadische Startup Taalas gekauft. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.
Taalas entwickelt Spezial-Chips, die KI-Modelle direkt in den Chip "einbrennen". Dadurch laufen die Rechenaufgaben deutlich schneller und benötigen viel weniger Strom. Laut Test erreicht Taalas 17.000 Tokens pro Sekunde bei hoher Effizienz - erkauft dies allerdings auach mit einer reduzierten Ausgabequalität durch starke Datenkomprimierung.
Der Zukauf kommt zur rechten Zeit, da sich der KI-Boom vom Modell-Training hin zum täglichen Praxiseinsatz (Inferenz) verschiebt. Geschwindigkeit und Betriebskosten sind hierbei entscheidend. AMD will die Taalas-Technik in seine Instinct-GPUs und Helios-Systeme integrieren. Die Übernahme reiht sich in eine Kette jüngster Zukäufe von AMD ein - darunter MEXT und FastFlowLM. AMD versucht damit Nvidias Dominanz im boomenden Inferenz-Markt zu brechen.
Trump schlägt wieder zu: 15 Prozent Zoll auf wichtigen Chip-Rohstoff aus China
Die Trump-Regierung zieht bei Solar die Schrauben an. Ab dem 4. Dezember 2026 werden 15 Prozent Zoll auf Importe von Polysilizium, Solarmodulen und Komponenten erhoben. Zusätzlich werden Mindestpreise festgelegt.
Laut Handelsminister Howard Lutnick ist das Ziel, die Lieferketten für saubere Energien in die USA zurückzuholen und die Marktmacht Chinas zu brechen. US-Solar- und Chiphersteller hatten Druck gemacht, um sich vor billigen Importen über Drittländer zu schützen. Die neuen Regeln sollen Dumping-Preise stoppen. Unternehmen, die sich zum Bau von Produktionsstätten in den USA verpflichten, können Ausnahmen beantragen. Teurere Importe bedeuten jedoch Rückenwind für US-Produzenten.
Munich Re senkt Umsatzprognose
Die Munich Re muss beim Versicherungsumsatz im laufenden Jahr Abstriche machen. Sie hat den Umsatzausblick gesenkt. Gleichzeitig bestätigte der Rückversicherer seine Gewinnprognose, wie er bei der Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse für das zweite Quartal mitteilte.
Den Versicherungsumsatz sieht der Dax-Konzern 2026 nun bei 62 Milliarden Euro nach 60 Milliarden im Vorjahr. Bislang war das Unternehmen von 64 Milliarden ausgegangen. Die Munich Re plant weiterhin mit einem Anstieg des Nachsteuergewinns auf 6,3 Milliarden Euro von 6,1 Milliarden. Nach dem ersten Halbjahr steht bereits ein Gewinn von 3,9 Milliarden zu Buche.
Der Konzern hatte bereits vor zwei Wochen vorab ein unerwartet starkes Ergebnis für das zweite Quartal gemeldet. Demnach stieg der Nettogewinn auf rund 2,2 Milliarden Euro von 2,09 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Konzern profitierte dabei von einem relativ geringen Schadensaufkommen und einem starken Kapitalanlageergebnis.
Risse-Alarm bei 737 Max: FAA stoppt 400 Boeing-Jets
Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnet Checks für Hunderte 400 Boeing-Jets an: Die Maschinen vom Typ 737 Max, 737-8 und 737-9 müssen auf Risse an der Rumpfverstärkung "Bear Strap" geprüft werden. Betroffen sind 471 Maschinen allein in den USA. Die Richtlinie tritt am 10. September in Kraft.
Grund: Bei älteren 737-Modellen wurden Risse rund um die vordere Bordküchentür entdeckt, die "die strukturelle Integrität des Flugzeugs negativ beeinträchtigen" könnten. Die Max-Flotte selbst ist laut Boeing nicht direkt betroffen, fällt aber wegen ähnlicher Bauweise mit unter die Prüfung.
Boeing kündigt Änderungen im Produktionsprozess an. Für die Aktie bedeutet das: neuer Image-Schaden und zusätzliche Kosten für Airlines.
Allianz sieht sich auf Rekordkurs
Die Allianz hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen und sieht sich auf Kurs zu einem neuen Rekordergebnis. Das operative Ergebnis stieg von April bis Juni um fast elf Prozent auf den Höchstwert von 4,87 Milliarden Euro, wie die Allianz mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 4,60 Milliarden gerechnet. Der Nettogewinn blieb mit 2,60 Milliarden Euro allerdings hinter den Erwartungen zurück. Der Versicherer hält an seinem Ziel fest, in diesem Jahr ein operatives Ergebnis zwischen 16,4 und 18,4 Milliarden Euro zu erreichen.
Das ist für Anleger der "wichtigste Termin der Woche"
Am Freitag-Nachmittag werden in den USA die Arbeitsmarktdaten für Juli veröffentlicht. Warum diese Zahl so wichtig ist - und warum gute Jobdaten für die Börse schlecht wären, erklärt ntv-Börsenexpertin Nancy Lanzendörfer.
Neue Spannungen - Ölpreise ziehen weiter an
Die Spannungen im Nahen Osten treiben die Ölpreise an. Nordsee-Öl der Sorte Brent verteuert sich um 1,2 Prozent auf 83,46 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem der Preis bereits am Vorabend um 3,8 Prozent zugelegt hatte. Auf Wochensicht zeichnte sich für Brent jedoch weiter ein Minus von 7,5 Prozent ab; der Preis bleibt deutlich unter dem jüngsten Höchststand von 102 Dollar, den die Sorte vor zwei Wochen erreicht hatte. Zuvor hatten jemenitische Huthi-Rebellen das wichtige Ölförderland Saudi-Arabien angegriffen. Das US-Öl WTI notierte 1,0 Prozent fester bei rund 78 Dollar.
Daimler Truck kontert US-Zoll-Kapriolen
Daimler Truck kann den Kapriolen der US-Zollpolitik durch den Bau eines neuen Werkes auf seinem wichtigen Markt künftig besser entgehen. Eine weitere Fabrik zur Fertigung von Spezial- und Fernverkehrslastwagen werde ab Ende dieses Jahres gebaut und solle in drei Jahren den Betrieb aufnehmen, kündigte der LKW-Bauer an. "Das neue Produktionswerk stärkt unsere Wachstumspläne für Nordamerika", erklärte Daimler-Chefin Karin Radström. Die unter US-Präsident Donald Trump erhöhten Einfuhrzölle belasteten unterdessen noch das Ergebnis im zweiten Quartal.
Die dazu am 22. Juli bereits veröffentlichten Zahlen bekräftigte der Dax-Konzern. Trotz eines Umsatzanstiegs um sechs Prozent auf 11,4 Milliarden Euro sank der bereinigte Betriebsgewinn von April bis Juni um 18 Prozent auf 838 Millionen Euro. Grund war der Gewinneinbruch in den USA um ein Drittel.
Zugleich markierte das Quartal die Wende auf dem wichtigen Markt, wo Daimler mit seiner Marke Freightliner führender Anbieter von Schwerlastern ist. Zum einen erhielt Daimler die Zusage, dass der Einfuhrzoll um Wertschöpfungsanteile in den USA reduziert wird. Zum anderen zieht die Nachfrage wieder an: Der Auftragseingang in den USA war im abgelaufenen Quartal mit 35,4 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.
Was zählt, ist der Rekord …
Der Dax startet fester in den heutigen Handel. Der deutsche Börsenleitindex, der bereits seit zwei Tagen kaum aus der Deckung kommt, notiert aktuell im Bereich von 26.245 Punkten. Gestern hatte er mit 26.140 Zählern geschlossen, im Wochenverlauf aber auch schon über der 26.400er-Marke ein neues Allzeithoch markiert. Die Ölpreise ziehen wieder etwas an, steuern aber nach wie vor auf ein deutliches Wochenminus zu.
Großaktionär pocht auf Einschnitte bei VW
Der VW-Großaktionär Porsche SE drängt aus Sorge um die Zukunft seiner Kernbeteiligung auf rasche Entscheidungen im Streit um Stellenabbau und Werksschließungen bei Volkswagen. Der Konzern stehe an einem historischen Wendepunkt, erklärte der Chef der Holding der Familien Porsche und Piech, Hans Dieter Pötsch. Alle Beteiligten müssten im Sinne des Unternehmens und seiner Wettbewerbsfähigkeit Verantwortung übernehmen. "Je länger sich die Entscheidungen hinziehen, desto größer werden die Probleme." Das unternehmerisch und wirtschaftlich Gebotene stehe im Vordergrund. "Alles andere muss zurückstehen."
VW-Chef Oliver Blume war Ende Juni im VW-Aufsichtsrat mit seinem strikten Kostensenkungsplan am Widerstand der Arbeitnehmervertreter und des Landes Niedersachsen gescheitert.
Chip und KI wieder unter Abgabedruck
Keine einheitliche Tendenz gibt es zum Wochenausklang an den asiatischen Aktienmärkten. Mit Abgaben zeigen sich die Börsen in Tokio und Seoul, wo erneute Verluste bei den Technologiewerten das Sentiment belasten. Dagegen geht es an den chinesischen Börsen nach guten Konjunkturdaten leicht nach oben. Die Blicke der Anleger sind zudem auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juli gerichtet, der am Nachmittag veröffentlicht wird. Die Daten würden mit Spannung erwartet, da sie darüber entscheiden könnten, ob die Märkte eine mehr oder weniger als 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank im September einpreisen, so Marktanalyst Matt Simpson von StoneX.
Für den Kospi geht es um 1,4 Prozent nach unten, belastet von einem erneuten Minus bei Index-Schwergewicht SK Hynix, das um 5,2 Prozent nachgibt. LG Innotek fallen um 0,7 Prozent. Für den Nikkei in Tokio geht es um 0,7 Prozent abwärts. Hier zeigen sich die Chip-Werte mit neuerlichen Abgaben. So knicken Lasertec um 14,5 Prozent ein. Die Softbank-Titel fallen um 3,5 Prozent. Der Nettogewinn reduzierte sich im ersten Quartal um 18 Prozent, die Zahlen übertrafen allerdings die Markterwartungen.
Dagegen geht es für den Shanghai Composite um 0,5 Prozent nach oben. Der Hang-Seng-Index in Hongkong erholt sich von leichten Verlusten im Verlauf und verbessert sich um 0,2 Prozent.
Dax-Anleger sind vorsichtig
Der Dax wird mit wenig Bewegung in den Handel starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex knapp im Plus bei 26.140,13 Punkten geschlossen. Für gute Stimmung an den europäischen Börsen sorgten vor allem positiv aufgenommene Konzernbilanzen. An der Wall Street ging es hingegen nach unten.
Im Mittelpunkt zum Wochenschluss steht der US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Experten erwarten ein Plus von 80.000 Stellen, nach 57.000 im Juni. Werte weit unter 100.000 gelten für die USA als sehr niedrig. Die US-Notenbank, die für Vollbeschäftigung und Preisstabilität sorgen soll, achtet genau auf diese Entwicklung.
Auf der Unternehmensseite warten Anleger unter anderem auf die Bilanzen von Daimler Truck, Munich Re, Porsche SE, Lanxess und der Allianz. Ebenfalls am Freitag entscheidet die Hauptversammlung von Thyssenkrupp über die Abspaltung der Werkstoff-Handelstochter tk accelis. Die Zustimmung gilt als Formsache.
Grünen-Kritik: Reiches Politik verhindert günstigen Strom
Die Grünen kritisieren die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche geäußerte Erwartung sinkender Strompreise als unredlich. "Sie selbst sorgt durch den weiteren Ausbau fossiler Gaskraftwerke für gefährliche Abhängigkeit von teuren fossilen Energien", sagte Fraktionsvize Julia Verlinden der dpa. Nötig sei stattdessen ein massiver Ausbau erneuerbarer Energien und Speicher.
"Erneuerbare sind der Garant für günstige Strompreise", meinte die Grünen-Politikerin. Kalifornien und Spanien machten vor, wie man teures Gas ersetzen könne. "Die Energieministerin verhindert günstigen Strom, wenn sie Menschen Steine in den Weg legt, die Solaranlagen auf ihren Dächern installieren wollen und wenn sie zugleich die Netzbetreiber nicht angemessen in die Pflicht nimmt, die Netze endlich fit für mehr erneuerbaren Strom zu machen", sagte Verlinden.
Reiche hatte gesagt, sie rechne mittelfristig mit sinkenden Strompreisen in Deutschland - allerdings werde dies erst Mitte der 2030er Jahre spürbar werden. Die CDU-Politikerin wies außerdem Kritik zurück, mit ihren Reformplänen werde die Energiewende ausgebremst.
Hacker nehmen Wall Street ins Visier
Hacker haben in den vergangenen Wochen mit einer Welle von Anrufen versucht, in die Netzwerke von Dutzenden führenden US-Finanzunternehmen einzudringen. Zu den Zielen gehörten Finanzinvestoren wie Blackstone, KKR und Apollo Global Management, wie aus einem Bericht von Google und von der Nachrichtenagentur Reuters ausgewerteten Daten hervorgeht. Die Angreifer versuchen, an Passwörter von Mitarbeitern zu gelangen, um Lösegeld zu erpressen. Reuters konnte nicht feststellen, bei welchen Unternehmen die Angriffe erfolgreich waren.
Die Hacker nutzen dabei eine als "Social Engineering" bekannte Taktik. Sie geben sich in Anrufen bei Mitarbeitern als IT-Abteilung des eigenen Unternehmens aus und drängen die Angesprochenen dazu, ihre Passwörter oder Sicherheitsmerkmale auf einer gefälschten Webseite zu aktualisieren. Geben die Mitarbeiter ihre Daten ein, können die Angreifer diese samt der zur Absicherung nötigen Codes abgreifen und die Konten übernehmen. Experten zufolge zeigt die Vorgehensweise, dass trotz hoch entwickelter Sicherheitsprogramme oft einfache Täuschungen am effektivsten sind.
Japan stützt Yen mit Rekordsumme
Japan hat den Yen im Frühjahr mit einer Rekordsumme am Devisenmarkt gestützt. Wie aus Daten des Finanzministeriums in Tokio hervorgeht, griff die Regierung zwischen dem 30. April und dem 6. Mai an insgesamt drei Tagen in den Markt ein. Allein am 30. April verkaufte sie Dollar im Gegenwert von 6,28 Billionen Yen - knapp 40 Milliarden Dollar. Damit übertraf sie den Tagesrekord vom 29. April 2024. Insgesamt beliefen sich die Stützungsmaßnahmen zwischen Ende April und Ende Mai auf 11,7 Billionen Yen. Die Maßnahmen halfen zwar kurzfristig, konnten den Abwärtstrend des Yen aber nicht stoppen. Im Juli fiel die Währung auf ein 40-Jahrestief; daraufhin intervenierten die Behörden in der vergangenen Woche erneut, diesmal abgestimmt mit den USA.
Asien-Anleger im Wartemodus
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten uneinheitlich. Anleger erhoffen sich von dem später am Tag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht Hinweise auf die künftige Zinspolitik der US-Notenbank (Fed). Experten rechnen für Juli mit 80.000 neuen Stellen nach 57.000 im Juni und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. "Da Anleiherenditen und Inflation die größten Risiken für Aktien bleiben, gehen wir davon aus, dass gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt an den Börsen negativ aufgenommen werden", sagt Michael Feroli, Chefvolkswirt für die USA bei JPMorgan.
Der japanische Nikkei-Index gibt um 0,9 Prozent nach. Verluste bei KI- und Chip-Aktien machen breitere Kursgewinne am Markt zunichte. Der breiter gefasste Topix legt dagegen leicht um 0,04 Prozent auf 4057,47 Zähler zu. Auf Wochensicht hat der Nikkei damit 1,2 Prozent gewonnen, der Topix 1,3 Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tritt auf der Stelle. Der südkoreanische Kospi verliert 0,5 Prozent und verzeichnet damit die siebte Verlustwoche in Folge, während der chinesische CSI-300-Index um 0,2 Prozent zulegt.
Kinder gefährdet: Meta zu hoher Strafe verurteilt
Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat den Facebook-Mutterkonzern Meta wegen Gefährdung der psychischen Gesundheit von Kindern zu einer Strafe von 567 Millionen Dollar verurteilt. Der Konzern kündigte Berufung an und erklärte: "Wir sind weiterhin überzeugt, beim Schutz von Jugendlichen im Internet eine gute Bilanz vorweisen zu können, und werden uns auch künftig gegen Behauptungen wehren, die den Sachverhalt falsch darstellen." Neben der Geldstrafe muss das Unternehmen dem Urteil (Ortszeit) zufolge seine Plattformen für Minderjährige in dem Bundesstaat anders ausgestalten. Richter Bryan Biedscheid gab damit dem Generalstaatsanwalt Raúl Torrez recht. Dieser hatte Meta vorgeworfen, seine Produkte seien darauf angelegt, junge Nutzer abhängig zu machen; zudem schütze der Konzern Kinder nicht ausreichend vor sexueller Ausbeutung. Die auf fünf Jahre angelegte Anordnung sieht unter anderem monatliche Begrenzungen der Nutzungsdauer für Jugendliche bei Facebook und Instagram, Einschränkungen bei Benachrichtigungen sowie strengere Kontrollen für Kontakte zwischen Erwachsenen und Minderjährigen vor.
Chinas Exporte wachsen dank KI-Boom
Chinas Exporte sind im Juli überraschend stark gestiegen. Die Ausfuhren legten auf Dollarbasis gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,9 Prozent zu, wie die Zollverwaltung mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 22,2 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von 27 Prozent im Juni. Die Importe wuchsen im Juli um 27,5 Prozent. Für die Importe hatten Experten einen Zuwachs von 27,9 Prozent erwartet, nachdem die Einfuhren im Vormonat noch um 36 Prozent gestiegen waren. Der Handelsbilanzüberschuss verringerte sich im Juli von 125,62 Milliarden Dollar im Juni auf 112,5 Milliarden Dollar.
Das ist los im frühen Devisenhandel
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 158,32 Yen und legt leicht auf 6,7468 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er auf 0,8125 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1520 Dollar und zieht leicht auf 0,9360 Franken an.
Toyota setzt Produktion in neun Werken aus
Wegen des herannahenden Taifuns "Dolphin" hat der japanische Autobauer Toyota die Produktion in neun Werken ausgesetzt. Der Wirbelsturm sorgt im Südwesten des Landes für heftige Regenfälle, hohen Wellengang und Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern pro Stunde. Die Behörden wiesen fast 260.000 Einwohner in den Präfekturen Kagoshima und Okinawa an, sich in Sicherheit zu bringen. Zudem wurden mehr als 500 Flüge gestrichen. Die japanische Wetterbehörde JMA warnte vor Überschwemmungen und möglichen Schäden an Gebäuden durch den langsam ziehenden Sturm.
Eine offene Straße - und Jobdaten
Nach dem Minus zur Wochenmitte hat der Dax im gestrigen Handel immerhin wieder einen Gewinn eingefahren, auch wenn er mit 0,1 Prozent auf 26.140 Punkte sehr überschaubar ausgefallen ist. Die Anleger hoffen weiter auf eine schnelle Öffnung der Straße von Hormus. Gleichzeitig haben sie die Berichtssaison im Blick. Dahingehend stützte etwa die Deutsche Telekom, ein Dax-Schwergewicht. Ein anderes, Siemens, belastete dagegen.
Zum heutigen Wochenschluss stehen Jobdaten konjunkturseitig im Fokus: Der Stellenaufbau am US-Arbeitsmarkt dürfte auch im Juli eher mau ausgefallen sein. Experten erwarten ein Plus von 80.000 Stellen, nach 57.000 im Juni. Solche Werte weit unter 100.000 gelten für die USA als recht niedrig. Die US-Notenbank, die für Vollbeschäftigung und Preisstabilität sorgen soll, achtet genau auf diese Entwicklung. Sie hat den Leitzins zuletzt konstant gehalten. An den Finanzmärkten wird darüber gerätselt, ob sie angesichts der seit langem erhöhten Inflation demnächst die Zügel anzieht oder womöglich weiter stillhält.
Zudem zeigen wichtige Konjunkturdaten, wie sich die deutsche Wirtschaft zum Ende des ersten Halbjahrs geschlagen hat. Für die Produktion im Juni erwarten Experten ein kleines Plus von 0,1 Prozent. Im Mai hatte es noch einen Zuwachs von 0,9 Prozent gegeben. Auch bei den Exporten dürfte die Wachstumsdynamik im Juni nicht mehr so hoch gewesen sein. Ökonomen rechnen mit einem Plus von 0,2 Prozent, nach 0,9 Prozent im Mai. Bei einem erneuten Zuwachs wäre es bereits der fünfte Anstieg in Folge, womit sich eine Trendwende für die auch von der US-Zollpolitik gebeutelte Ausfuhrwirtschaft anbahnen könnte.
Unternehmensseitig hatte der LKW-Bauer Daimler Truck über vorläufige Zahlen zum zweiten Quartal schon am 22. Juli berichtet und zugleich wegen besserer Absatzaussichten in den USA die Jahresprognose zum Gewinn etwas erhöht. Interessant ist zur Vorlage der Quartalsbilanz deshalb die Einschätzung von Daimler-Chefin Karin Radström, wie nachhaltig die Trendwende des für den Dax-Konzern wichtigen US-Marktes ist.
4,6 Milliarden Euro operativen Gewinn trauen die Analysten der Allianz allein im zweiten Quartal zu, das wäre noch einmal mehr als der Rekordwert von 4,5 Milliarden in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Geht es so weiter, würde der Münchner Versicherungsriese im Gesamtjahr am oberen Ende seiner Zielspanne landen die von 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro reicht. Strategisch hat Vorstandschef Oliver Bäte kürzlich einige Pflöcke eingeschlagen, die zu seiner Wachstumsstrategie in Asien passen: In Singapur hat die Allianz einen Lebensversicherer und einen Vermögensverwalter gekauft. Was der Plan damit ist, kann Bäte in einer Telefonkonferenz erläutern.
Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.