Der Börsen-Tag
31. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
Zum Archiv
17:58 Uhr

Dax rettet Mini-Plus ins Wochenende

Der Dax hat am letzten Handelstag der Woche nach einem anfangs klaren Gewinn bis knapp unter sein Rekordhoch den Rückwärtsgang eingelegt. Am Ende schloss er mit einem Mini-Plus von 0,07 Prozent auf 25.629 Zählern. Zeitweise fehlten weniger als zehn Punkte bis zur Bestmarke von 25.900 Punkten. 

Auf Wochensicht resultierte daraus ein Gewinn von 2,1 Prozent. Für den Monat Juli steht ein Anstieg von 2,5 Prozent zu Buche. Der MDax schloss hingegen 0,73 Prozent tiefer bei 31.980 Punkten.

Die fehlende Marktbreite habe zu einem Verlust des Momentums und damit zu Gewinnmitnahmen nach einer starken Börsenwoche geführt, kommentierte Andreas Lipkow von CMC Markets. Zusätzlich hätten die erneut steigenden Ölpreise auf die Stimmung gedrückt. Die Nordsee-Sorte Brent über der Marke von 90 Dollar löst Inflationsängste aus. 

Positive Impulse lieferte eine beeindruckende Erholung der Technologieaktien weltweit. Rückenwind kam insbesondere von der KI-Rally an der Wall Street. Starke Zahlen von Microsoft und ein Cloud-Wachstum bei Amazon sorgten für gute Stimmung. "Künstliche Intelligenz bleibt ohne Zweifel der wichtigste strukturelle Wachstumstreiber der kommenden Jahre", sagte ein Marktstratege.

Laut Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank drehe sich nun "alles um die Auflösung einer ungefähr ein Jahr alten Seitwärtsphase", für die er positive Signale sieht. 

Am Ende hielten sich Infineon mit plus 3,82 Prozent an der Dax-Spitze. Auch RWE und Siemens Energy konnten mit plus 1,1 Prozent beziehungsweise 1,1 Prozent zulegen.

Unter Druck gerieten am Freitag zyklische Werte. Scout24 verloren 3,5 Prozent, Symrise gaben 3,5 Prozent nach. Auch Heidelberg Materials rutschten um 2,6 Prozent ab.

Das war der Börsen-Tag am Freitag. Wir wünschen ein erholsames Wochenende und würden uns freuen, Sie am Montag hier wieder begrüßen zu dürfen!

Dax rettet Mini-Plus ins Wochenende
17:25 Uhr

Roblox rauscht nach enttäuschender Prognose in den Keller

Und noch jemand geht gewaltig baden ... Eine schwache Prognose für das laufende Quartal hat die Aktie der Spieleplattform Roblox einbrechen lassen. Die Papiere verlieren an der Wall Street ebenfalls fast 20 Prozent. Das Unternehmen rechnet für das dritte Quartal mit Buchungen zwischen 1,58 und 1,65 Milliarden Dollar. Analysten waren von 1,77 Milliarden Dollar ausgegangen.

Das Unternehmen hatte sein Geschäft während der Pandemie auf eine junge Zielgruppe ausgerichtet. Nach zunehmender Kritik an seinen Jugendschutzmaßnahmen führte es eine Altersprüfung ein. Diese zusätzlichen Schritte erschweren jedoch die Anmeldung und schränken den Zugang zu umsatzrelevanten Funktionen ein. Zudem lenkt eine Änderung am Empfehlungsalgorithmus jüngere Nutzer zu Spielen, die weniger Umsatz bringen. "Die Umsatzschwäche wird sich wahrscheinlich fortsetzen", sagte Finanzchef Naveen Chopra. Die Änderungen würden jedoch die langfristige Kundenbindung verbessern und die kurzfristigen Einbußen letztlich ausgleichen.

Roblox rauscht nach enttäuschender Prognose in den Keller
17:10 Uhr

Trump und Musk "können nicht ohneeinander"

Laut Sandra Navidi will Elon Musk bei den US-Midterms "konkret in den Wahlkampf eingreifen" und die Republikaner unterstützen. Dafür habe der Tech-Milliardär "praktisch unbegrenzte Finanzmittel". Die Allianz mit Donald Trump würde vor allem auf einem gemeinsamen Interesse basieren.

Trump und Musk "können nicht ohneeinander"
17:06 Uhr

Reddit brechen 20 Prozent ein

Der Geschäftsbericht der Social-Media-Plattform Reddit hat die Anleger verschreckt. Die Papiere des Online-Forums brechen um fast 20 Prozent ein. Das Unternehmen teilte mit, dass Änderungen bei den Suchalgorithmen von Google, insbesondere die Einführung von KI-Übersichten, das Nutzerwachstum in den USA im zweiten Quartal beeinträchtigten. Dies überschattete eine eigentlich optimistische Umsatzprognose und starke Geschäftszahlen. "Wir gehen davon aus, dass die anhaltenden Schwankungen bei den Zugriffszahlen durch die Umstellung bei Google auf KI-Übersichten bei den laufenden Verhandlungen zur Verlängerung der Datenlizenzen eine zentrale Rolle spielen werden", schreiben die Experten von JPMorgan.

Reddit brechen 20 Prozent ein
16:52 Uhr

Amazon sorgt für einen starken Auftakt an der Nasdaq

Eine überraschend starke Quartalsbilanz von Amazon gibt der Wall Street Rückenwind. Negativ aufgenommene Geschäftszahlen rückten dabei in den Hintergrund. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte im frühen Handel 0,4 Prozent höher bei 52.388 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,7 Prozent auf 7487 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 1,3 Prozent auf 25.418 Stellen zu.

Die Konzernerlöse von Amazon legten im abgelaufenen Quartal um 20 Prozent zu. Die Aktien stiegen daraufhin um fast zwölf Prozent. "Letztendlich bestätigt Amazon, dass die Dynamik bei der künstlichen Intelligenz den großen Cloud-Anbietern weiterhin zugutekommt", sagte John Plassard, Chefstratege bei der Privatbank Cité Gestion. "Aber es reicht nicht mehr aus, die Erwartungen zu übertreffen - die Unternehmen müssen die Anleger auch von den Treibern des zukünftigen Wachstums überzeugen."

Die Aktien von Apple fielen um mehr als acht Prozent. Der iPhone-Hersteller verzeichnete in den vergangenen drei Monaten zwar ein überraschend starkes Quartalsergebnis. Der Ausblick enttäuschte jedoch.

Amazon sorgt für einen starken Auftakt an der Nasdaq
16:23 Uhr

USA bereiten Banken auf eventuelle Yen-Intervention vor

Die USA stimmen sich offenbar mit Japan auf eine gemeinsame Stützung des Yen ein. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Bankenkreisen erfuhr, hat das US-Finanzministerium mehrere Banken heute informiert. Sie sollen sich auf "künftige Maßnahmen" am Devisenmarkt bereithalten. Die Nachricht kam über die New Yorker Notenbank Fed.

Hintergrund: Der Yen ist auf 40-Jahrestief. Importe werden für Japan extrem teuer. Tokio hatte bereits am Donnerstag am Devisenmarkt eingegriffen, um den seit Wochen schwachen Yen zu stützen. Die Währung legte daraufhin bis zu 3,6 Prozent zu - der stärkste Wochenanstieg seit Februar.

Experten werten die US-Anfrage an die Banken als mögliches Vorzeichen für eine koordinierte Intervention. Solche "Kursabfragen" bei Banken gehen einer offiziellen Marktintervention oft voraus. Heute gab der Yen seine Gewinne aber schon wieder ab. Grund: Die japanische Notenbank hält an ihrem niedrigen Leitzins von 1,0 Prozent fest und erhöht die Zinsen nur langsam. Der schwache Yen verteuert in dem rohstoffarmen Land aber die Importe und belastet Verbraucher und Händler.

Was bedeutet das für die Börse? Eine gemeinsame Intervention von USA und Japan würde den Dollar gegenüber dem Yen schwächen, weil Dollar verkauft und Yen gekauft würden. Das kann Exportwerte und Devisengeschäfte bewegen.

USA bereiten Banken auf eventuelle Yen-Intervention vor
15:39 Uhr

China gibt grünes Licht für acht weitere Reaktorblocke

China hat den Bau von acht neuen Reaktorblöcken genehmigt. Der Staatsrat in Peking habe grünes Licht für vier entsprechende Projekte gegeben, meldeten staatliche Medien. Die Gesamtinvestition für die neuen Anlagen wird einem Bericht des regierungsnahen Mediums "Pengpai" zufolge auf mehr als 170 Milliarden Yuan geschätzt, umgerechnet etwa 22 Milliarden Euro.

Die neuen Vorhaben umfassen dem Bericht zufolge jeweils zwei Reaktorblöcke in den Provinzen Zhejiang, Guangdong, Liaoning und Shandong. Damit setzt die Regierung in Peking den massiven Ausbau der Atomenergie fort. Bereits im laufenden Jahr hatte China den Bau von zehn neuen Reaktorblöcken mit einer geschätzten Gesamtinvestition von 200 Milliarden Yuan genehmigt .China ist bereits heute weltweit führend bei der installierten Atomkraftleistung. Einem im April veröffentlichten Branchenbericht zufolge erreichte die Gesamtkapazität 125 Gigawatt. Zu diesem Zeitpunkt waren 60 Reaktoren kommerziell in Betrieb, während sich 36 weitere im Bau befanden.

China gibt grünes Licht für acht weitere Reaktorblocke
14:54 Uhr

Anleger greifen vorbörslich kräftig bei Amazon zu

Die Tech-Werte dürften der Wall Street am letzten Handelstag Rückenwind geben. Der Future auf den Nasdaq-100 verbessert sich um 0,8 Prozent, für den Termin-Kontrakt auf den S&P-500 geht es um 0,2 Prozent nach oben. Positive Quartalsergebnisse von Microsoft und Amazon stärken wieder das Vertrauen in den Sektor.

Amazon hat den Umsatz im zweiten Quartal um 20 Prozent auf 200,6 Milliarden US-Dollar gesteigert. Der Umsatz mit AWS erhöhte sich um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis betrug 62,6 Milliarden Dollar. Alle drei Kennziffern übertrafen damit die Erwartungen von Analysten. Zudem wurde die Prognose für die Investitionen für das Jahr um 20 Milliarden auf 220 Milliarden US-Dollar angehoben. Die Anleger honorieren die Zahlen. Für die Aktie geht es vorbörslich um 10,1 Prozent aufwärts.

Die Apple-Aktie knickt dagegen um 7,8 Prozent ein. Die Prognose des Konzerns für das September-Quartal blieb hinter den Erwartungen der Wall Street zurück und überschattete damit die starken Verkaufszahlen bei iPhones und Macs, die das Unternehmen für das Juni-Quartal gemeldet hatte. Die enttäuschende Prognose von Apple ist zum Teil auf Lieferengpässe zurückzuführen, die das Unternehmen in den vergangenen Quartalen geplagt haben. Diese haben es dem Unternehmen erschwert, die Nachfrage nach iPhones, Macs und iPads zu decken, und es wird erwartet, dass sie sich im September-Quartal noch verschärfen.

Anleger greifen vorbörslich kräftig bei Amazon zu
14:32 Uhr

Universal Music brechen 25 Prozent ein

Ein enttäuschendes Abo-Wachstum von Universal Music Group (UMG) lässt den Kurs in der Spitze um 25,0 Prozent einbrechen. Die Ergebnisse für das zweite Quartal haben nach der Schwäche im ersten Quartal nicht die von vielen erhoffte Aufholjagd gebracht und sähen auf allen Ebenen enttäuschend aus, so die Analysten von Bernstein. Auch die Aktien von UMG-Großaktionär Vivendi verlieren zweistellig. UMG ist der Hauptgewinnbringer für Vivendi.

Der Kursrutsch des weltgrößten Musikkonzerns übertraf damit den Einbruch um 23,5 Prozent vom 25. Juli 2024, der ebenfalls durch ein schwaches Umsatzwachstum bei Abonnements und Streaming ausgelöst worden war. Diese Dienste boomten auf dem Höhepunkt der Pandemie. Damals wandten sich die Hörer digitalen Plattformen zu, um ihre Lieblingskünstler zu hören, nachdem die Coronavirus-Beschränkungen Live-Konzerte zum Erliegen gebracht hatten.

Das Wachstum hat sich in den letzten Jahren abgekühlt. Abonnements und Streaming bleiben jedoch ein zentraler Fokus für Investoren, da sie Teil des Tonträgergeschäfts des Konzerns sind, das den Löwenanteil des Umsatzes ausmacht.

Universal Music meldete am Donnerstag für das zweite Quartal einen Umsatz von 3,29 Milliarden Euro, was 3,79 Milliarden US-Dollar entspricht. Diese Zahl beinhaltet Beiträge aus der Übernahme von Downtown Music Holdings, die die Virgin Music Group von Universal im Februar abgeschlossen hatte.

Universal Music brechen 25 Prozent ein
14:02 Uhr

Deutschland knackt die 200.000: Ladesäulen-Ausbau legt deutlich zu

Die öffentliche Ladeinfrastruktur für E-Autos wächst. Zum 1. Juli 2026 waren laut Bundesnetzagentur 209.605 öffentlich zugängliche Ladepunkte gemeldet, 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders stark legte die Gleichstrom-Infrastruktur zu: Die Zahl der Schnellladepunkte stieg um 29 Prozent auf 54.341. Bei den Normalladepunkten mit Wechselstrom gab es ein Plus von 13 Prozent auf 155.264. Die kumulierte Nennladeleistung der Ladeeinrichtungen erhöhte sich um 27 Prozent auf gut 9,0 Gigawatt.

Deutschland knackt die 200.000: Ladesäulen-Ausbau legt deutlich zu
13:53 Uhr

Dax schnuppert an Rekordhoch - und verliert die Lust

Angetrieben von einem Comeback der KI-Aktien sind Europas Börsen am letzten Handelstag der Woche auf Höhenflug gegangen. Der Dax kletterte bis zum Mittag um bis zu 1,1 Prozent auf 25.891 Punkte. Damit trennten ihn nur wenige Punkte von dem Anfang Juli markierten Rekordhoch. Danach schalteten die Anleger jedoch in den Rückwärtsgang.: Die gewinne sind bis auf ein Plus von 0,3 Prozent abgeshcmolzen. Der EuroStoxx50 zog in der Spitze um 1,2 Prozent auf 6421 Zähler an und markierte ebenso wie der deutsche Leitindex ein Dreieinhalb-Wochen-Hoch. Zuletzt notiert er noch 0,7 Prozent höher.

Die Begeisterung der Anleger für Chipaktien kehrte nach ermutigenden Wachstumszahlen von Microsoft und Amazon zurück. Ein starkes Cloud-Wachstum und geringer als befürchtete Investitionsausgaben linderten die Sorgen der Anleger vor ausufernden Kosten für Künstliche Intelligenz (KI). "Künstliche Intelligenz bleibt ohne Zweifel der wichtigste strukturelle Wachstumstreiber der kommenden Jahre", sagte Serge Nussbaumer, Kapitalmarktexperte bei Maverix.

Größter Dax-Gewinner sind Infineon mit einem Plus von rund sechs Prozent. Ob der Markt nun bereinigt und damit in der Lage ist, einen neuen Boden auszubilden, muss sich Strategen zufolge erst noch erweisen. "Die Hoffnung wächst aber, dass KI-Aktien nun genügend Risiko eingepreist haben könnten", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank.

Dax schnuppert an Rekordhoch - und verliert die Lust
13:00 Uhr

Zoll-Effekte stützen Siemens Healthineers

Siemens Healthineers muss beim Umsatz wegen des tiefgreifenden Umbaus im chinesischen Gesundheitssystem Abstriche machen. Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) sei nur noch ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3,5 bis 4,0 Prozent zu erwarten, teilte die Tochter des Technologiekonzerns Siemens mit. Vor allem die vor der Abspaltung stehende Laborstraßen-Sparte Diagnostics leidet unter den Reformen. Dagegen profitiert Siemens Healthineers von der Rückerstattung von US-Einfuhrzöllen, die unrechtmäßig erhoben worden waren. Der Gewinn je Aktie werde 2025/26 deshalb mit 2,35 bis 2,45 Euro um 15 Cent höher ausfallen als bisher geplant.

Im dritten Quartal wuchs Siemens Healthineers vergleichbar nur noch um 2,8 Prozent auf 5,76 Milliarden Euro Umsatz. Das war weniger als Analysten erwartet hatten. Wachstumstreiber war das Segment Precision Therapy mit der US-Krebsbehandlungs-Tochter Varian. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) schnellte dagegen wegen der Zoll-Effekte um 16 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro nach oben. Hier hatten die Experten mit einem Rückgang gerechnet.

Zoll-Effekte stützen Siemens Healthineers
12:19 Uhr

Linde profitiert vom Chip-Boom

Der Industriegasekonzern Linde profitiert stark von der Nachfrage aus der Chip-Branche. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz um 9,0 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilt. Mit Elektronik-Herstellern, zu denen auch die Chipindustrie zählt, machte Linde sogar 18 Prozent mehr Umsatz.

Besonders stark wuchs das Geschäft in Asien-Pazifik mit plus 13 Prozent. In Amerika und Europa legte der Umsatz jeweils um 7,0 Prozent zu. Der bereinigte operative Gewinn stieg um 7,0 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen.

Linde sitzt zudem auf fetten Chip-Aufträgen. Für eine neue Fabrik in Arizona baut und betreibt der Konzern für eine Milliarde Dollar Anlagen zur Gasversorgung. Ein Joint Venture investiert weitere 800 Millionen Dollar in Taiwan. Insgesamt liegt der Auftragsbestand im Gasegeschäft bei 8,1 Milliarden Dollar.

Linde profitiert vom Chip-Boom
11:57 Uhr

Hella-Mutter begrüßt VW-Pläne: weniger Modelle, "definitiv" mehr Umsatz

Der französische Autozulieferer Forvia begrüßt den geplanten Kahlschlag bei Volkswagens Modellpalette. "Wir begrüßen diesen Schritt, weil er insgesamt Komplexität aus dem System nimmt", sagte Forvia-Chef Martin Fischer. Die Maßnahme werde "definitiv die Wettbewerbsfähigkeit der VW-Produkte" stärken und damit auch den Umsatz von Forvia.

VW hatte angekündigt, die Modellpalette in den kommenden Jahren zu halbieren und die Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent zu reduzieren. Hintergrund ist der Umbau unter Konzernchef Oliver Blume. Ziel: Kosten senken und gegen chinesische Konkurrenz bestehen.  Zu Forvia gehört auch der deutsche Licht-Spezialist Hella.

Hella-Mutter begrüßt VW-Pläne: weniger Modelle, "definitiv" mehr Umsatz
11:47 Uhr

Neues ntv-Börsen-Format: Finanzwissen ganz einfach erklärt

Sich mit Finanzthemen auszukennen, ist heute wichtiger denn je. Und das ist gar nicht so schwer und kompliziert. Daher gibt es jetzt ein neues Format: ntv-Börsenreporter erklären typische Begriffe aus der Finanzwelt so, dass sie wirklich jeder verstehen kann. Heute B wie Bond. Folgt gern auch unserem Instagram-Kanal ntv Wirtschaft für mehr Finanzwissen und News rund um Wirtschaft, Börse und Verbraucherthemen.

Neues ntv-Börsen-Format: Finanzwissen ganz einfach erklärt
11:41 Uhr

Inflation im Euroraum zieht wieder an

Der Preisdruck in der Eurozone hat im Juli wieder zugenommen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juli um durchschnittlich 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilt. Ökonomen hatten eine stabile Entwicklung erwartet. 

Grund dafür sind erneut gestiegene Energiekosten und angezogene Dienstleistungspreise. Die künftige Entwicklung der Preissteigerungen hängt stark von den Ereignissen im Nahen Osten ab. Im Juni war die Teuerungsrate auf 2,8 Prozent zurückgegangen.

Inflation im Euroraum zieht wieder an
11:34 Uhr

Schaeffler kassiert Umsatzziel wegen Elektroflaute deutlich

Der Herzogenauracher Auto- und Industriezulieferer Schaeffler rechnet wegen der schleppenden Umstellung der Autobranche auf Elektromobilität mittelfristig mit weniger Umsatz. Insgesamt werde im Geschäftsjahr 2028 nun mit Erlösen zwischen 24 und 26 Milliarden Euro gerechnet, das sind jeweils drei Milliarden Euro weniger als bislang vorhergesagt, teilt das Unternehmen mit. Der wichtigste Grund dafür ist die geringere Nachfrage nach Teilen für Elektroautos. So soll die Sparte E-Mobility nur noch auf Erlöse zwischen 6,25 und 7,25 Milliarden Euro kommen, statt der bislang erwarteten 8,25 bis 9 Milliarden Euro. Entsprechend schreibe der Bereich weiterhin Verluste, die bereinigte Ergebnismarge dürfte zwischen minus vier und null Prozent liegen.

Besser laufen dürfte es dagegen im Geschäft mit Antriebskomponenten und vor allem im Ersatzteilgeschäft. Hier dürfte die Marge jeweils einen halben Prozentpunkt höher ausfallen als bislang angenommen.

Schaeffler kassiert Umsatzziel wegen Elektroflaute deutlich
11:29 Uhr

Ende der KI-Euphorie? Jetzt sind Software-Aktien dran

Chipaktien lassen viel Luft raus, doch laut Carolin Tsalkas von Honestas Finanzmanagement ist das gesund. Welche Titel jetzt Chancen bieten und warum SAP und Microsoft die Profiteure der nächsten KI-Welle sein könnten.

Ende der KI-Euphorie? Jetzt sind Software-Aktien dran
11:15 Uhr

Streit um Piloten-Mails: Cockpit verklagt Lufthansa auf "digitalen Zugang"

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Deutsche Lufthansa AG auf "digitalen Zugang" zu den beim Konzern angestellten Piloten verklagt. Die Gewerkschaft möchte erreichen, dass sie die Flugzeugführer über deren dienstliche E-Mail-Adressen kontaktieren kann, um sie als Mitglieder zu werben.

Wie die VC mitteilte, hat sie die Lufthansa zunächst außergerichtlich aufgefordert, entweder die Versendung von Mitgliederwerbung über die dienstlichen E-Mail-Adressen zu ermöglichen oder selbst eine E-Mail der Gewerkschaften an Cockpitbeschäftigte weiterzuleiten. Diese habe der Konzern jedoch abgelehnt.

Streit um Piloten-Mails: Cockpit verklagt Lufthansa auf "digitalen Zugang"
10:58 Uhr

Hensoldt-Gewinn schießt in die Höhe

Hensoldt hat den operativen Gewinn im ersten Halbjahr stärker gesteigert als den Umsatz und sitzt erstmals auf einem rekordhohen Auftragsberg von mehr als zehn Milliarden Euro. Allein im ersten Halbjahr kamen bei dem Optronik- und Sensor-Spezialisten von der Bundeswehr und aus anderen europäischen Staaten Aufträge über 2,8 Milliarden Euro herein, doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Darunter waren Eurofighter-Radare, die in der Ukraine eingesetzten TRML-4D-Flugabwehr-Radare sowie Großaufträge für die Optronik des Schützenpanzers Puma und des Radpanzers Schakal.

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz des Rüstungszulieferers um 24 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich um 28,5 Prozent auf 137 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) stieg auf 11,8 von 11,3 Prozent ein Jahr zuvor.

Hensoldt-Gewinn schießt in die Höhe
09:50 Uhr

Ölpreise trotzen geopolitischen Risiken

Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und eines Drohnenangriffs auf Gasschiffe in Ägypten, der die Sorgen vor einer Ausweitung des US-Iran-Krieges schürt, geben die Ölpreise nach. Am Rohstoffmarkt verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 88,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 1,7 Prozent schwächer bei 82,16 Dollar. Händler zeigen sich überrascht, dass die Energiepreise trotz der geopolitischen Risiken am Suezkanal nicht in Panik geraten.

Ölpreise trotzen geopolitischen Risiken
09:34 Uhr

Sony im Videospielrausch

Ein florierendes Geschäft mit Videospielen und Bildsensoren hat Sony im abgelaufenen Quartal einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Der Betriebsgewinn sei im Zeitraum von April bis Juni um 40 Prozent auf 476,5 Milliarden Yen (rund 2,97 Milliarden Dollar) gestiegen, teilte der japanische Technologiekonzern mit. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich, die im Schnitt mit 361 Milliarden Yen gerechnet hatten.

Der Konzern erntete zuletzt viel Lob für seinen Schwenk hin zur Unterhaltungsindustrie. Investoren blicken jedoch mit Sorge auf die möglichen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf das Geschäft sowie auf die stark gestiegenen Speicherpreise, die die Gewinnmargen belasten könnten. Sony hat sich nach eigenen Angaben ausreichend Speicherchips für das laufende Geschäftsjahr gesichert, rechnet jedoch auch im kommenden Jahr mit anhaltend hohen Preisen.

Rückenwind erhofft sich der PlayStation-Hersteller von der für den 19. November geplanten Veröffentlichung des Videospiels "Grand Theft Auto VI" von Take-Two. Analysten trauen dem Titel bis zum Jahresende Verkaufszahlen von 30 bis 35 Millionen Stück zu. Darüber hinaus dürfte Sony davon profitieren, dass die Xbox-Sparte des Rivalen Microsoft derzeit kürzertritt. Im Februar soll zudem der hauseigene Titel "God of War Laufey" erscheinen. Die Sony-Aktie hatte im bisherigen Jahresverlauf vor Bekanntgabe der Zahlen acht Prozent an Wert verloren.

Sony im Videospielrausch
09:15 Uhr

Das Allzeithoch wartet

Der Dax baut zum Start ins Wochenschlussgeschäft seine Gewinne aus. Der deutsche Börsenleitindex, der lediglich zur Wochenmitte wenige Punkte eingebüßt hatte, notiert aktuell im Bereich von 25.770 Punkten. Gestern war er mit einem Stand von 25.612 Zählern aus dem Handel gegangen. Das Allzeithoch liegt bei 25.900 Stellen – und damit in Reichweite. Als Kurstreiber erweisen sich die starken Zahlen von Amazon, die bereits an den asiatischen Börsen äußerst positiv aufgenommen worden waren. Vor allem KI- und Chipwerte erlebten dort eine Hausse vor dem Wochenende.

Das Allzeithoch wartet
08:58 Uhr

Chipwerte sind der Renner

Angeführt von einer starken Erholungsrally in Südkorea zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte überwiegend mit Aufschlägen. Vor allem Halbleiter- und Technologiewerte sind gesucht, nachdem diese bereits an der Wall Street am Vorabend das Tableau angeführt hatten.

Der Kospi erholt sich nach dem Einbruch der vergangenen Tage dank eine Hausse der zuletzt arg gebeutelten Halbleiterwerte um 15,9 Prozent - begleitet von etlichen Handelsunterbrechungen aufgrund der starken Volatilität. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix erholten sich um 20,5 und 25,3 Prozent, nachdem die positiven Quartalsergebnisse von Microsoft und Amazon das Vertrauen in KI-bezogene Ausgaben erneuert haben. Zweifel über das Erwirtschaften der immensen KI-Kosten und zunehmender Wettbewerb durch chinesische Chiphersteller hatten die südkoreanischen Halbleiterwerte zuletzt massiv unter Druck gesetzt. Trotz der heutigen Aufschläge steuerte der Kospi noch immer auf einen monatlichen Rückgang von rund 25 Prozent zu.

In Japan stützen ebenfalls Halbleitertitel, aber auch ein schwächelnder Yen. Denn die japanische Notenbank hat  das Leitzinsniveau bestätigt, immerhin ein Ratsmitglied stimmte für eine Anhebung der Zinsen. Da die Kernverbraucherpreise im Großraum Tokio im Juli stärker als gedacht gestiegen waren, sorgt die Geldpolitik für etwas Erleichterung. Denn die Zentralbank erklärte, die Risiken für die Inflation seien weiterhin nach oben gerichtet. Dies gilt umso mehr, weil die Industrieproduktion im Juni deutlicher als veranschlagt zugelegt hat. Auch der Einzelhandelsumsatz im Juni stieg. Der Nikkei klettert vor diesem Hintergrund um 4 Prozent auf 64.360 Punkte. Im Chipsektor ziehen Advantest und Tokyo Electron um 15,1 und 6,1 Prozent an.

Chipwerte sind der Renner
08:39 Uhr

Allianz stockt bei Pimco 

Die Allianz stockt ihre Beteiligung an der US-Vermögensverwaltungs-Tochter Pimco von 90,6 auf 95 Prozent oder mehr auf und nimmt dafür mindestens 1,4 Milliarden Euro in die Hand. Der Münchner Versicherungsriese hat das vor 18 Jahren aufgelegte und 2020 ausgelaufene Mitarbeiter-Beteiligungsprogramm gekündigt, mit dem Pimco-Manager mit 9,4 Prozent an dem Spezialisten für Anleihefonds beteiligt worden waren, wie die Allianz mitteilte.

Aktuelle Mitarbeiter können ihre sogenannten "M Units" zwar behalten, so lange sie für Pimco arbeiten. Ein Anteil von 4,4 Prozent liegt aber bei ehemaligen Mitarbeitern, denen die Allianz ihre Anteile auf jeden Fall zum festgesetzten Preis abkauft, der sich nach dem Wert des Eigenkapitals von Pimco richtet. Das werde - zum aktuellen Dollar-Wechselkurs - 1,4 Milliarden Euro kosten, erklärte der Versicherer. Pimco wird demnach rechnerisch mit umgerechnet 31,8 Milliarden Euro bewertet.

Allianz stockt bei Pimco 
08:21 Uhr

Weiteres KI-Modell hackt bei Tests Unternehmen

Das KI-Modell Claude hat nach Angaben des Entwicklers Anthropic bei Tests die Systeme von drei Organisationen gehackt. Grund dafür sei eine Fehlkonfiguration gewesen, teilte der OpenAI-Rivale mit. Diese habe es den Modellen ermöglicht, aus eigentlich isolierten Testumgebungen auf das Internet zuzugreifen und sich unbefugt Zugang zu den Systemen zu verschaffen. Dabei habe Claude die Infrastruktur der betroffenen Organisationen mit grundlegenden Techniken kompromittiert, etwa durch die Ausnutzung schwacher Passwörter und nicht authentifizierter Endpunkte, hieß es weiter.

Anthropic entdeckte die Vorfälle bei der Überprüfung von 141.006 Prüfläufen zur Cybersicherheit. Das Unternehmen hatte diese Untersuchung eingeleitet, nachdem der Rivale OpenAI wenige Tage zuvor enthüllt hatte, dass ein außer Kontrolle geratener KI-Agent tagelange Hackerangriffe auf die KI-Firma Hugging Face verübt hatte.

Weiteres KI-Modell hackt bei Tests Unternehmen
08:05 Uhr

Amazon rockt die Cloud – Anleger im Rausch

Der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen kurbelt das Geschäft von Amazon an. Die Umsätze der Cloud-Tochter Amazon Web Services (AWS) stiegen im abgelaufenen Quartal um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar, teilte der Online-Händler mit. Das sei das stärkste Wachstum seit 18 Quartalen, betonte Konzernchef Andy Jassy. Analysten hatten mit einem Plus von rund 31 Prozent gerechnet.

Amazon-Aktien legten daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street neun Prozent zu. Ähnlich wie beim Konkurrenten Microsoft waren Anleger erleichtert, dass der US-Konzern seine milliardenschweren Investitionen in beschleunigtes Wachstum ummünzen kann. Die Zahlen dämpften zudem die Furcht vor einem Abflauen des KI-Booms.

Die Konzernerlöse legten weiteren Angaben zufolge im Berichtszeitraum um 20 Prozent auf 200,6 Milliarden Dollar zu. Der Reingewinn übertraf mit 5,75 Dollar je Aktie die Markterwartungen um ein Vielfaches. Hier wirkten sich Buchgewinne aus der Beteiligung am KI-Entwickler Anthropic positiv aus.

Amazon rockt die Cloud – Anleger im Rausch
07:50 Uhr

Dax steuert auf klares Wochenplus zu

Der Dax wird bei 25.730 Punkten gesehen, nach einem Vortagesschluss bei 25.612. Damit ist er auf dem direkten Weg in Richtung Rekordhoch bei 25.900. Anleihen tendieren am Morgen etwas fester. Die Berichtssaison läuft weiter, über Nacht gab es Zahlen von Amazon, Apple und Sony.

Starke Quartalszahlen großer US-Tech-Konzerne haben die Sorgen der Anleger hinsichtlich der Rentabilität massiver Investitionen in Rechenzentren zunächst gemildert. "Stärkere Ergebnisse von Amazon nach US-Börsenschluss bestärken die Ansicht, dass KI-bezogene Investitionen weiterhin für eine robuste Nachfrage und attraktive Renditen sorgen", so die Analysten von Commerzbank Research.

Aber es gibt auch mahnende Stimmen, so von Trust Wealth. "Der Bullenmarkt ist weiterhin intakt, aber der von uns erwartete holprigere Verlauf in der zweiten Jahreshälfte zeichnet sich nun ab, da KI-/Tech-Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und höhere Zinsen aufeinandertreffen." Dagegen lag die Umsatzprognose von Apple für das September-Quartal unter den Erwartungen der Wall Street, was starke iPhone- und Mac-Verkäufe im abgelaufenen Quartal überschattete. Die Aktie gab nachbörslich um 6 Prozent nach.

Dax steuert auf klares Wochenplus zu
07:34 Uhr

iPhone-Run sorgt für Apple-Rekorde

Wegen drohender Preissteigerungen haben zahlreiche Verbraucher in den vergangenen Monaten ihre iPhones und MacBooks durch neuere Modelle ersetzt. Dies verhalf Apple zu einem überraschend starken Quartalsergebnis. "Wir sind sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung", sagte Kevan Parekh, der Finanzchef des Elektronikkonzerns. "Wir haben sowohl beim Gewinn pro Aktie als auch beim operativen Cash Flow neue Rekorde für ein Juni-Quartal aufgestellt. Auch die Zahl der aktiven Geräte erreichte über alle wichtigen Produktkategorien und Regionen hinweg neue Höchststände."

Das Unternehmen steigerte seinen Konzernumsatz in den vergangenen drei Monaten um 16,4 Prozent auf 109,42 Milliarden Dollar. Die Erlöse aus dem Verkauf von iPhones legten um knapp 22 Prozent auf 54,25 Milliarden Dollar zu. Dies ist ebenfalls ein Rekord für ein Frühlingsquartal, in dem der Absatz üblicherweise schwächelt, weil Verbraucher die Vorstellung der neuen iPhone-Modellgeneration im September abwarten. Der Umsatz mit MacBook wuchs um fast 29 Prozent auf 10,35 Milliarden Dollar.

Apple hatte vor einigen Wochen die Preise für mehrere Produkte angehoben, um die rasant gestiegenen Kosten für Speicherchips abzufedern. Der Umsatzbringer iPhone blieb hiervon jedoch zunächst verschont.

iPhone-Run sorgt für Apple-Rekorde
07:20 Uhr

Japans Notenbank hält Zinsen stabil

Die japanische Zentralbank (BOJ) belässt ihren Leitzins unverändert, signalisiert jedoch weitere Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation. Auf ihrer zweitägigen Sitzung entschieden die Währungshüter mit acht zu eins Stimmen, den kurzfristigen Zins bei 1,0 Prozent zu belassen. Das Vorstandsmitglied Hajime Takata stimmte gegen den Beschluss und forderte stattdessen eine Anhebung auf 1,25 Prozent. Die Notenbank betonte erneut ihre Bereitschaft, die Kreditkosten weiter in die Höhe zu treiben, um wachsenden Inflationsrisiken vorzubeugen. 

Japans Notenbank hält Zinsen stabil
07:07 Uhr

Tesla prüft Trennung von China-Geschäft 

Tesla hat offenbar den Verkauf seines China-Geschäfts vor einer möglichen Fusion mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX erwogen. Die Führungskräfte des Elektroautobauers seien angewiesen worden, sich auf eine Trennung von der Sparte vorzubereiten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen mit den Gesprächen vertrauten Insider. Berater hätten verschiedene Optionen wie eine Abspaltung, einen Verkauf oder eine Schließung diskutiert. Es sei jedoch unklar, wie schnell ein solcher Schritt vollzogen werden könne. Zudem könnten sich die Pläne noch ändern.

Tesla-Chef Elon Musk hatte Anfang des Monats eine Fusion mit seinem ebenfalls mit mehr als einer Billion Dollar bewerteten Raumfahrtunternehmen nicht ausgeschlossen und auf zunehmende Überschneidungen zwischen den beiden Firmen verwiesen.

Tesla prüft Trennung von China-Geschäft 
06:52 Uhr

Tech-Rally treibt Asien-Börsen

Die asiatischen Aktienmärkte erholen sich nach den jüngsten Kursverlusten deutlich. Angetrieben von einer starken Wall Street und nachlassenden Sorgen über hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) greifen Anleger wieder zu.

Der japanische Nikkei springt um 4,5 Prozent nach oben. In Südkorea verzeichnet der Kospi nach einem massiven Ausverkauf zu Wochenbeginn ein Rekord-Comeback und schießt um mehr als zehn Prozent in die Höhe. Auch der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans gewinnt 4,6 Prozent. In China legt der CSI-Index für KI-Werte um mehr als sieben Prozent zu, während der Hang Seng Tech-Index in Hongkong ein Plus von 0,5 Prozent verbucht.

In Tokio steht neben der anstehenden Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ) eine mutmaßliche Stützungsaktion für den Yen im Mittelpunkt. Japans Währung war zuvor wegen des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energieschocks auf ein 40-Jahres-Tief gefallen, was die Lebenshaltungskosten im Land massiv in die Höhe treibt. "Der Zeitpunkt kam früher als erwartet, da ich eher mit einer Intervention nach der BOJ-Sitzung gerechnet hatte", sagte Chefökonom Toru Suehiro von Daiwa Securities. Auf Unternehmensseite gehören japanische Technologiewerte zu den größten Gewinnern: Der Chipanlagenbauer Advantest steigt um 18 Prozent, Tokyo Electron klettert um 9,3 Prozent.

Tech-Rally treibt Asien-Börsen
06:36 Uhr

Chinas Industrie bereitet ernsthaft Sorgen 

Die chinesische Industrie ist im Juli überraschend geschrumpft und schürt damit Sorgen vor einem weiteren Schwungverlust der Wirtschaft. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel auf 49,2 von 50,3 Punkten im Juni, wie das Nationale Statistikamt mitteilte. Damit rutschte das Barometer unter die Marke von 50 Zählern, die Wachstum von Schrumpfung trennt, und erreichte den tiefsten Stand seit fünf Monaten. Experten hatten im Schnitt mit einem Wert von 50 Punkten gerechnet. Auch der Index für den Dienstleistungs- und Bausektor fiel in den Schrumpfungsbereich und sank auf 49,0 von 50,2 Zählern. Belastet wurden die Unternehmen vor allem durch sinkende Neuaufträge, eine schwache Binnennachfrage und hohe Produktionskosten.

Chinas Industrie bereitet ernsthaft Sorgen 
06:18 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt testen die Anleger die Entschlossenheit der japanischen Behörden, nachdem diese den Yen gestern offenbar mit massiven Dollar-Verkäufen gestützt haben. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,7 Prozent auf 160,61 Yen und legt leicht auf 6,7480 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,8066 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1511 Dollar und zieht leicht auf 0,9285 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Ein Kursrutsch als Stimmungsbremse

Der Dax steuert auf einen deutlichen Wochengewinn zu. Lediglich zur Wochenmitte musste der deutsche Börsenleitindex bislang - und auch nur wenige Punkte - Verluste hinnehmen. Gestern schloss der Dax mit einem Stand von 25.612 Zählern 0,6 Prozent im Plus. Der Aufschlag hätte noch größer ausfallen können, allerdings reagierte Adidas mit einem Kursrutsch auf frische Geschäftszahlen. Ein unter den Erwartungen gelegenes Ergebnis verschreckte die Anleger.

Zum Wochenschluss gibt die Bank of Japan (BOJ) ihre Zinsentscheidung bekannt. Dabei dürfte die Notenbank eine Zinspause einlegen. Die Währungshüter hatten den geldpolitischen Schlüsselsatz im Juni auf 1,0 Prozent geschraubt und damit auf den höchsten Stand seit 1995. Nun könnten sie vorerst innehalten und erst im Herbst nachlegen, wenn die Experten richtig liegen. Viele sehen die Zentralbank in einem Dilemma: Hält sie die Zinsen niedrig, könnte dies die durch den schwachen Yen befeuerte Inflation verstärken. Eine zu rasche Anhebung birgt hingegen die Gefahr, die brüchige wirtschaftliche Erholung zu bremsen.

Indes dürfte der Preisauftrieb in der Eurozone wieder zugenommen haben. Für die anstehenden Verbraucherpreisdaten im Juli erwarten Experten einen Anstieg der Teuerungsrate auf 2,9 Prozent, nach 2,8 Prozent im Juni. Zuletzt hatte das Wiederaufflammen des Iran-Krieges die Ölpreise erneut nach oben getrieben, was die Verbraucher auch an der Tankstelle zu spüren bekamen. Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt genau auf die Teuerungsrate im Euroraum, die sich nunmehr weiter von ihrem Stabilitätsziel von 2,0 Prozent entfernen dürfte. Viele Volkswirte erwarten, dass die EZB nach der Zinserhöhung vom Juni im September nachlegen wird.

Und unternehmensseitig rückt Siemens Healthineers in den Fokus: Bei der Medizintechnik-Tochter von Siemens sind viele Fragen offen: Wann macht Siemens Healthineers mit einem Verkauf des Laborstraßen-Geschäfts ernst? Und wann bekommt Siemens grünes Licht von den Steuerbehörden dafür, weitere 30 Prozent an Healthineers an die eigenen Aktionäre weiterzureichen? Und wenn der Münchner Technologiekonzern seinen Anteil auf weniger als 50 Prozent abbaut, legt dann auch Healthineers den Namen Siemens ab? Operativ interessiert die Anleger bei der Vorlage der Zwischenbilanz nach dem dritten Quartal 2025/26 vor allem, ob und wie stark der chinesische Markt wieder anzieht.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Ein Kursrutsch als Stimmungsbremse