Der Börsen-Tag
24. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
Zum Archiv
17:55 Uhr

Dax überspringt wieder die 25.000-Punkte-Marke

Die Ergebnisse des Schwergewichts SAP im deutschen Leitindex und frische Konjunkturdaten haben am letzten Handelstag der Woche Rückenwind gegeben. Nach dem Rückschlag am Donnerstag stieg der Dax um 1,3 Prozent und beendete den Handel damit praktisch auf seinem Tageshoch von 25.099 Punkten. Auf Wochensicht bedeutet das ein Plus von 1,1 Prozent.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Freitag um 0,9 Prozent auf 31.965 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,1 Prozent auf 6280 Zähler.

Nach Vorlage der Ergebnisse für das zweite Quartal kletterten SAP-Aktien um knapp 10,0 Prozent und waren damit die größten Gewinner im Dax. "Die allgemeine Marktstimmung mag pessimistisch sein, doch die SAP-Zahlen sprechen eine andere Sprache", so die Experten der Baader Bank. Das starke Wachstum des Walldorfer Softwarekonzerns im wichtigen Cloud-Geschäft belege, "dass die Neuausrichtung auf Betriebsautomatisierung und KI bei den Kunden ankommt".

Auch die jüngsten Konjunkturdaten sorgten für gute Stimmung. Die Wirtschaft in der Eurozone ist besser als erwartet ins dritte Quartal gestartet. So stieg der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister zusammen im Juli zum Vormonat um 1,9 Zähler auf 51,9 Punkte. Damit kletterte das Barometer spürbar über die Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert. 

Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Privatwirtschaft stieg ebenfalls überraschend von 49,5 Zählern im Juni auf 51,2 Punkte. "Angesichts des volatilen geopolitischen Umfelds bleibt jedoch abzuwarten, ob diese positiven Entwicklungen von Dauer sein werden", warnte Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global Market Intelligence.

Die jüngsten Entwicklungen in der Handelspolitik ließen die Anleger indes weitgehend kalt. Die USA verhängten neue Zölle von zehn beziehungsweise 12,5 Prozent gegen 60 Handelspartner, darunter die Europäische Union. Die Maßnahme trat am Freitagmorgen deutscher Zeit in Kraft. Gleichzeitig lief ein vorübergehender weltweiter Zoll von zehn Prozent aus. "Da es sich nicht um zusätzliche Belastungen für die US-Handelspartner handelt, werden die neuen Zölle keine großen Bewegungen an den Börsen auslösen", kommentierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners.

Das war der Börsen-Tag am Freitag. Wir verabschieden uns.. Am Montag geht es an dieser Stelle dann wie gewohnt weiter. Wir würden uns freuen, Sie wieder begrüßen zu dürfen. Ein erholsames Wochenende und bis dahin!

Dax überspringt wieder die 25.000-Punkte-Marke
17:23 Uhr

"Kursgewinne seit Jahresbeginn mitnehmen": Anleger machen bei Carrefour Kasse

Der französische Einzelhändler Carrefour hat die Anleger mit seinem Geschäftsbericht nicht überzeugt. Die Titel rutschen um 4,1 Prozent ab und sind damit die größten Verlierer im Pariser Leitindex CAC 40. Der operative Gewinn von Carrefour stieg zwar im ersten Halbjahr 2026 um vier Prozent auf 757 Millionen Euro, Analysten hatten jedoch im Schnitt mit 779 Millionen Euro gerechnet.

"Wir sind weiterhin besorgt über die sehr hohen Erwartungen des Marktes, die Ertragsqualität und den mangelnden Cashflow", schreiben die Experten von JPMorgan. "Wir würden die Kursgewinne seit Jahresbeginn mitnehmen." Bis zum Handelsschluss am Donnerstag hatten die Carrefour-Aktien seit Anfang 2026 mehr als 15 Prozent zugelegt.

"Kursgewinne seit Jahresbeginn mitnehmen": Anleger machen bei Carrefour Kasse
11:47 Uhr

Neues ntv-Börsen-Format: Finanzwissen ganz einfach erklärt

Sich mit Finanzthemen auszukennen, ist heute wichtiger denn je. Und das ist gar nicht so schwer und kompliziert. Daher gibt es jetzt ein neues Format: ntv-Börsenreporter erklären typische Begriffe aus der Finanzwelt so, dass sie wirklich jeder verstehen kann. Heute B wie Bond. Folgt gern auch unserem Instagram-Kanal ntv Wirtschaft für mehr Finanzwissen und News rund um Wirtschaft, Börse und Verbraucherthemen.

Neues ntv-Börsen-Format: Finanzwissen ganz einfach erklärt
16:23 Uhr

"Trump hat der ganzen Welt den Wirtschaftskrieg erklärt"

Donald Trump bringt mit Strafzöllen wieder einmal die Weltwirtschaft durcheinander. Sandra Navidi von BeyondGlobal ordnet die Maßnahme des US-Präsidenten ein und blickt auf einen möglichen Streit zwischen Brüssel und Washington.

"Trump hat der ganzen Welt den Wirtschaftskrieg erklärt"
16:20 Uhr

Wall Street ohne Schwung - Tech-Sektor angezählt

Die US-Börsen sind insgesamt ohne klare Richtung gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat bei 51.813 Punkten mehr oder weniger auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,1 Prozent auf 7404 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 0,5 Prozent auf 24.987 Punkte ab.

Die Stimmung im Tech-Sektor blieb nach der jüngsten Talfahrt getrübt. Die Ergebnisse von Alphabet und Tesla hatten die Besorgnis der Anleger hinsichtlich steigender Investitionen in Künstliche Intelligenz und des hohen Kapitalbedarfs verstärkt. "Da KI weiterhin das dominierende Anlagethema ist, werden die Märkte zunehmend selektiver: Sie belohnen eine starke Umsetzung, zeigen aber weniger Toleranz gegenüber hohen Ausgaben ohne klaren Weg zu Renditen", sagte Daniela Hathorn, Marktanalystin bei Capital.com. Auch die geopolitischen Spannungen und der Ölpreis machten die Investoren nervös.

Bei den Einzelwerten stachen unter anderem die Papiere von Deckers Outdoor mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent hervor. Der US-Konzern, der unter anderem Sportartikel der Marke Hoka anbietet, hatte die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2027 zwar nach oben geschraubt. Die Anhebung fiel jedoch geringer aus als von Analysten erhofft.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien von Oracle, die 2,2 Prozent zulegten. Das US-Verteidigungsministerium hat mit dem Softwarekonzern einen bis zu zehn Jahre laufenden Vertrag im Wert von fast sieben Milliarden Dollar abgeschlossen.

Wall Street ohne Schwung - Tech-Sektor angezählt
16:16 Uhr

Intel-Anleger machen trotz aller Begeisterung Kasse

Intel hat seine Prognose für die Bruttoinvestitionen für das laufende Jahr von rund 15 Milliarden auf 20 Milliarden US-Dollar angehoben, wie Morgan Stanley mitteilt. Das Unternehmen prognostiziert für das kommende Jahr Ausgaben, die wesentlich darüber liegen. Die Analysten erwarten für das Geschäftsjahr 2027 Investitionen (CapEx) von rund 30 Milliarden US-Dollar.

"Wir würden erwarten, dass die Begeisterung der Anleger für diese Ausgaben vollständig von der Begeisterung für die längerfristigen Aussichten dieser Investitionen abhängt", schreiben sie in einer Research Note. Intel dürfte weiter von der aufstrebenden KI-Technologie profitieren, die auf CPUs angewiesen ist, welche die Spezialität des Unternehmens ist. "Das Server-Narrativ unterstützt durchaus ein gewisses Wachstum", meinen die Analysten. "Aber die Ertragsaussichten allein aus dem Servergeschäft hängen zumindest teilweise davon ab, ob eine Knappheit aufrechterhalten wird, da eine vollständige Verfügbarkeit von CPUs wahrscheinlich zu einem gewissen Verlust von Marktanteilen und einem Preisverfall führen würde."

Allem Lob zum Trotz drehte die Aktie, die vorbörslich noch mit drei Prozent im Plus gelegen hatte, nach Börsenstart genauso deutlich ins Minus.

Intel-Anleger machen trotz aller Begeisterung Kasse
16:06 Uhr

American Express gehen baden

Der Finanzbericht von American Express hat die Anleger nicht überzeugt. Die Papiere des Kreditkartenanbieters fielen im vorbörslichen US-Handel bereits um fast 4,5 Prozent. Nach Börsenstart geht es nun weiter abwärts.

American Express übertraf zwar die Gewinnerwartungen für das zweite Quartal und hob seine Umsatzprognose an. Aber das wurde nicht honoriert. "Diese spontane Reaktion ist wahrscheinlich eine Enttäuschung angesichts der fehlenden Beschleunigung", sagte Brian Foran, Analyst beim Finanzdienstleister Truist. "Manche hatten auf eine Umsatzprognose von bis zu elf Prozent gehofft."

Zudem konzentrierten sich Anleger nach Experteneinschätzung auf die Prognose für den Jahresgewinn, die American Express wegen Werbeausgaben unverändert ließ. Der Konzern profitiert derzeit davon, dass seine wohlhabende Kundschaft von der Inflation weniger betroffen ist und weiterhin viel Geld für Reisen und Unterhaltung ausgibt.

American Express gehen baden
15:52 Uhr

Mercedes droht "doppelter China-Kollaps"

Mercedes will den schwächelnden Absatz in China mit Wachstum in den USA auffangen. Doch ausgerechnet chinesische Großaktionäre könnten den Konzern dort ausbremsen. Börsenexperte Patrick Dewayne kommentiert die möglichen Folgen für Mercedes.

Mercedes droht "doppelter China-Kollaps"
15:27 Uhr

Keine Mängel bei Tesla-Tür: US-Behörde weist Beschwerden zurück

Die US-Automobilsicherheitsbehörde sieht nach eigenen Angaben keinen Grund für eine Mängeluntersuchung der mechanischen Türentriegelung beim Tesla Model 3 des Modelljahres 2022. Die zuständige Abteilung der NHTSA hatte im vergangenen Jahr nach einer Petition eine Untersuchung gegen Tesla eingeleitet. Darin wurde behauptet, die mechanische Türentriegelung sei versteckt, unbeschriftet und in einem Notfall nicht intuitiv zu finden.

Die NHTSA erklärte, sie habe das vom Antragsteller eingereichte Material sowie Informationen zu Verbraucherbeschwerden in den Datenbanken der NHTSA und andere relevante Informationen, die der Behörde bereits vorlagen, gründlich geprüft. "Nach vollständiger Prüfung der verfügbaren Informationen und dem Beginn des entsprechenden Regelungsverfahrens wird die Petition abgelehnt", teilte die Regulierungsbehörde mit.

Keine Mängel bei Tesla-Tür: US-Behörde weist Beschwerden zurück
14:40 Uhr

Hier greifen Anleger vor US-Börsen-Start zu

Verizon hat die Anleger mit steigenden Kundenzahlen und optimistischeren Zielen angelockt. Die Aktie klettert im vorbörslichen US-Geschäft um 3,8 Prozent nach oben. Der US-Mobilfunker hob seine Prognosen für den bereinigten Jahresgewinn je Aktie und den freien Cashflow an. Zudem gewann das Unternehmen im zweiten Quartal 184.000 Vertragskunden im Mobilfunk hinzu. Analysten hatten lediglich mit einem Zuwachs von 103.900 gerechnet.

Hier greifen Anleger vor US-Börsen-Start zu
14:18 Uhr

Russlands Notenbank senkt Leitzins - trotz steigender Inflation

Russlands Zentralbank stützt die durch den Ukraine-Krieg gebeutelte Wirtschaft mit einer weiteren Zinssenkung. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde um 0,25 Prozentpunkte auf 14,00 Prozent gesenkt, wie die Notenbank mitteilte.

Im zweiten Quartal sei die Wirtschaft nur moderat gewachsen. Zu Jahresbeginn schrumpfte sie sogar um 0,2 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Zentralbank im besten Fall ein Wachstum von 1,0 Prozent, womöglich aber auch nur Stagnation.

Dbei bleibt die Inflationsgefahr hoch.. Im Juni kletterten die Verbraucherpreise um 6,0 Prozent zum Vorjahresmonat. Treiber sind laut Notenbank ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien. Die haben in mehreren Regionen zu Spritengpässen, langen Schlangen an Tankstellen und höheren Benzinpreisen geführt. Der Spritpreis liegt seit Jahresbeginn 16 Prozent höher.

Für 2026 rechnet die Notenbank nun mit einer Inflation von 6,0 bis 7,0 Prozent*. Bisher waren maximal 5,5 Prozent prognostiziert.

Russlands Notenbank senkt Leitzins - trotz steigender Inflation
13:46 Uhr

Was erwartet Wall-Street-Anleger?

Nach den herben Vortagesverlusten scheint sich die Wall Street zu stabilisieren. Der Aktienterminmarkt deutet einen behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt an. Für leichte Entspannung sorgt der etwas fallende Ölpreis, die europäische Erdölsorte Brent kostet wieder deutlich unter 100 Dollar. Diese Marke war am Vortag übersprungen worden. Mit sinkenden Ölpreisen kommen auch die Anleiherenditen zurück. Die aktuellen Inflationssorgen sind eng mit der Ölpreisentwicklung verknüpft.

Die Stabilisierung der US-Börsen wird von Händlern jedoch als wackelig beschrieben. Denn Anleger wappnen sich für eine mögliche Eskalation des Iran-Krieges, nachdem US-Präsident Donald Trump Pläne massiver Angriffe angekündigt hat, die "größer als je zuvor" ausfallen könnten. "Die beiden großen Themen an den Finanzmärkten in diesem Jahr, nämlich Iran und KI, haben sich in eine negative Richtung entwickelt", sagt Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. 

Was erwartet Wall-Street-Anleger?
13:13 Uhr

"Der Zoll ist tot - lang lebe der Zoll": Trumps nächste Eskalationsstufe

Die bisherige Grundlage für Trumps Zölle ist ausgelaufen - doch Washington findet schon die nächste. ntv-Börsenprofi Frank Meyer erklärt, warum sich juristisch nur die Verpackung ändert, die Zollpolitik aber bleibt. Am Ende dürften US-Verbraucher die Rechnung zahlen.

"Der Zoll ist tot - lang lebe der Zoll": Trumps nächste Eskalationsstufe
12:46 Uhr

Bauaufträge im Mai deutlich gestiegen, aber ...

Das deutsche Baugewerbe meldet im Mai ein deutliches Plus bei den Aufträgen. Preisbereinigt kletterte das Ordervolumen um 3,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Starker Treiber war der Tiefbau mit plus 8,7 Prozent. Im Hochbau gingen die Aufträge dagegen um 3,1 Prozent zurück.

Von März bis Mai stieg das Auftragsniveau insgesamt um 2,6 Prozent. Hier schnitt der Hochbau mit 5,3 Prozent Zuwachs besser ab als der Tiefbau mit 0,3 Prozent. Der nominale Umsatz legte um 2,4 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro zu. Bereinigt um die Preiserhöhungen blieb aber ein reales Minus von 2,1 Prozent.

Das neue Infrastruktur-Sondervermögen sei "bislang noch nicht flächendeckend angekommen", sagte Felix Pakleppa vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Er fordert schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Der Hauptverband der Bauindustrie sieht weiter Probleme im Wohnungsbau: Hohe Baukosten und Zinsen bremsten potenzielle Bauherren bei der Auftragsvergabe.

Bauaufträge im Mai deutlich gestiegen, aber ...
12:18 Uhr

China sanktioniert Rheinmetall und 13 weitere Firmen

Als Reaktion auf die neuen Russland-Sanktionen der EU hat Peking Exportkontrollen gegen insgesamt 14 Unternehmen aus der EU und der Sonderverwaltungszone Hongkong verhängt. Darunter befinden sich auch drei deutsche Firmen. Laut chinesischem Handelsministerium stehen folgende Unternehmen auf der Liste: der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall, die Antraco Chemie Handelsgesellschaft aus Duisburg und die Firma Sindlhauser Materials aus Kempten im Allgäu. Die übrigen elf Firmen kommen aus Italien, Frankreich, Polen und anderen EU-Staaten sowie aus Hongkong.

Den betroffenen Firmen ist ab sofort der Export von sogenannten Dual-Use-Gütern aus China untersagt. Dual-Use-Güter sind Produkte, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Beispiele hierfür sind bestimmte Chemikalien, Halbleiter, Maschinen oder Software. Zudem dürfen ausländische Personen und Organisationen diesen Firmen keine Dual-Use-Güter mit Ursprung in China mehr liefern.

Auslöser ist, dass die EU am Donnerstag mit dem 21. Sanktionspaket 51 "Einrichtungen" auf eine Exportverbotsliste gesetzt hat. Sie sollen Russlands Militär- und Rüstungsindustrie im Ukraine-Krieg unterstützen. Viele davon haben ihren Sitz in China und Hongkong.

China sanktioniert Rheinmetall und 13 weitere Firmen
11:57 Uhr

Commerzbank-Chefaufseher Weidmann: "Jetzt müssen wir reden"

Der Machtkampf um die Commerzbank geht in die nächste Runde. Aufsichtsratschef Jens Weidmann fordert UniCredit-Chef Andrea Orcel jetzt offen zu direkten Gesprächen auf.

"Auch wenn wir es uns anders gewünscht hätten: Die Mehrheitsverhältnisse auf der nächsten Hauptversammlung sind klar", sagte Weidmann gegenüber Reuters. UniCredit hat sich fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile gesichert. Jetzt müsse man "wie Erwachsene" die Eckpunkte für Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre klären. Umwege über Berlin gebe es nicht.

Damit reagiert Weidmann auf Orcels Vorstoß von Donnerstag, mit Regierung und Betriebsrat über die Zukunft der Bank sprechen zu wollen. Regierung und Arbeitnehmervertreter hatten darauf verwiesen, dass der Vorstand der Bank der erste Ansprechpartner sei. Das Gremium um Bettina Orlopp hatte Orcel aber nicht als Gesprächspartner erwähnt.

Orlopp hatte stets ihre Bereitschaft zu Verhandlungen betont. Bisher verliefen alle Annäherungsversuche aber ergebnislos.

Commerzbank-Chefaufseher Weidmann: "Jetzt müssen wir reden"
11:34 Uhr

Ölpreis gibt nach - Wochenplus bleibt aber zweistellig

Am Ölmarkt haben Anleger Kasse gemacht. Brent und WTI verbilligten sich jeweils um rund 2,5 Prozent auf 97,81 beziehungsweise 89,87 US-Dollar je Fass.

Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von rund zehn Prozent zu Buche. Grund dafür ist die anhaltende geopolitische Lage: "Wichtige Zentren der Ölförderung befinden sich in oder nahe von Kriegsgebieten", so PVM-Analyst John Evans. JPMorgan rechnet vor: Jeder weitere Monat mit Lieferausfällen im Nahen Osten könnte den Preis für Brent um sieben bis acht Dollar verteuern.

Ölpreis gibt nach - Wochenplus bleibt aber zweistellig
11:09 Uhr

Ausblick von US-Rivalen belastet Adidas und Puma

Ein schwächer als erwarteter Ausblick des US-Konkurrenten Deckers Outdoor drückt auf die Sportartikel-Aktien. Die Papiere von Adidas verlieren rund 3,5 Prozent und sind damit Schlusslicht im Dax. Auch Puma gibt im MDax um rund ein Prozent nach.

Grund: Deckers Outdoor, zu dem unter anderem die Marke Hoka gehört, hatte am Donnerstag zwar die Gewinnprognose für 2027 angehoben. Die Anhebung fiel aber geringer aus als von Analysten erhofft. "Ein kleiner Dämpfer für die Branche", so ein Händler.  Die Deckers-Aktie rutschte im nachbörslichen US-Handel um 8,0 Prozent ab.

Ausblick von US-Rivalen belastet Adidas und Puma
10:53 Uhr

Ökonomen schrauben an Inflationsprognose für 2027

Der Weg zum Inflationsziel von 2,0 Prozent der Europäischen Zentralbank bleibt ein steiniger: Laut einer EZB-Umfrage unter geldpolitischen Beobachtern rechnen diese für 2027 nun mit einer Inflation von 2,2 Prozent. Im Mai lag ihre Schätzung noch bei 2,1 Prozent.

Für das laufende Jahr erwarten die Volkswirte unverändert 2,7 Prozent Inflation. Die EZB-Zielmarke von 2,0 Prozent soll nach wie vor 2028 erreicht werden – auch diese Schätzung blieb unverändert. Die Zahlen stammen aus dem vierteljährlichen "Survey of Professional Forecasters", den die EZB vom 1. bis zum 6. Juli durchgeführt hat.

Die Inflationserwartungen der Verbraucher in den Euro-Ländern sind unterdessen gefallen, wie eine separate Umfrage der Notenbank zeigt. Im Juni rechneten die Menschen im Mittel für die kommenden zwölf Monate mit einer Teuerungsrate von 3,0 Prozent, im Mai waren es noch 3,5 Prozent.

Ökonomen schrauben an Inflationsprognose für 2027
10:25 Uhr

Porsche mit Absatzrückgang und Gewinnplus

Der angeschlagene Sportwagenbauer Porsche hat sein Ergebnis im ersten Halbjahr trotz eines weiteren Absatzschwunds um ein Drittel gesteigert. Wie aus den Geschäftszahlen des Mutterkonzerns Volkswagen hervorgeht, hat die allein aus Porsche bestehende Markengruppe "Sport Luxury" im ersten Halbjahr ein operatives Ergebnis von 1,35 Milliarden Euro erwirtschaftet, nachdem es im Vorjahreszeitraum um zwei Drittel auf 1,05 Milliarden Euro eingebrochen war.

Der Umsatz schrumpfte um fünf Prozent auf 17,3 Milliarden Euro. Die Entwicklung sei das Ergebnis "der umfassenden Neuausrichtung des vergangenen Jahres, einer starken Preis- und Mixqualität sowie niedrigerer Belastungen aus Rückstellungen aus 2025", erklärte Volkswagen.

Der Absatz war im ersten Halbjahr um 16 Prozent auf rund 121.000 Fahrzeuge gesunken. Porsche steckt in der Krise, weil das Geschäft in China eingebrochen ist, die gestiegenen US-Zölle belasten und die hohen Investitionen in Elektroautos sich nicht auszahlen. Porsche-Chef Michael Leiters verschärft den im vergangenen Jahr schon eingeleiteten Spar- und Schrumpfkurs.

In der kommenden Woche will der Stuttgarter Autobauer die Belegschaft und die Öffentlichkeit über das zweite Paket an Stellenstreichungen informieren. Nach Medienberichten sollen in den kommenden Jahren mindestens 5000 Arbeitsplätze wegfallen, nachdem im vergangenen Jahr bereits der Abbau von 3900 Jobs beschlossen worden war.

Volkswagen hat bis 2030 bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. 35.000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben. 

Porsche mit Absatzrückgang und Gewinnplus
10:10 Uhr

Pentagon-Deal für Oracle

Das US-Verteidigungsministerium hat mit dem Softwarekonzern Oracle einen bis zu zehn Jahre laufenden Vertrag im Wert von fast sieben Milliarden Dollar abgeschlossen. Wie das Pentagon mitteilte, sollen damit die Lizenzen für die vor Ort genutzte Software des Konzerns in einem einzigen Vertrag zusammengefasst werden. "Indem wir die Beschaffung von Oracle-Software grundlegend verbessern, sparen wir für den Steuerzahler mindestens 441 Millionen Dollar und können zugleich unsere kämpfenden Soldaten schnell und effektiv versorgen", sagte die IT-Chefin des Pentagon, Kirsten Davies. Die Vereinbarung umfasst das gesamte Verteidigungsministerium sowie die US-Küstenwache und die Geheimdienste. Im Mai hatte das Büro von Davies bereits einen ähnlichen Vertrag mit Microsoft über 9,69 Milliarden Dollar geschlossen.

Die Aktie von Oracle stieg nachbörslich um zwei Prozent auf 122,40 Dollar. Bis zum Handelsschluss am Donnerstag hatte das Papier seit Jahresbeginn 38,4 Prozent an Wert verloren. Der Gründer von Oracle, der Milliardär Larry Ellison, pflegt eine enge Beziehung zu US-Präsident Donald Trump.

Pentagon-Deal für Oracle
09:47 Uhr

Allianz stemmt milliardenschwere Übernahme

Die Allianz verstärkt im zweiten Anlauf ihr Geschäft in Singapur. Die Allianz übernimmt die singapurische Versicherungs-Tochter der britisch-asiatischen Bank HSBC, HSBC Life, für 2,09 Milliarden Dollar, wie HSBC mitteilte. HSBC hatte die Tochter zum Verkauf gestellt, die Allianz setzte sich Berichten zufolge in einem Bieterverfahren gegen die japanischen Versicherer Daiichi Life und Sumitomo durch. Vorstandschef Oliver Bäte hat sich den Ausbau des dortigen Geschäfts auf die Fahnen geschrieben.

Ende 2024 war die Allianz in Singapur wegen politischer Widerstände an der 1,15 Milliarden Euro schweren Übernahme der Income Insurance gescheitert. Die Regierung des Stadtstaats hatte den Deal blockiert, aus Sorge, dass Income Insurance unter dem neuen Eigentümer das Ziel aufgeben würde, erschwingliche Versicherungen für Geringverdiener anzubieten.

Allianz stemmt milliardenschwere Übernahme
09:32 Uhr

Sparen ist Trumpf

Auch wegen des wiederaufgeflammten Iran-Kriegs hat sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland auf niedrigem Niveau leicht verschlechtert. Das Konsumklima-Barometer für August fiel nach zuletzt zwei Anstiegen in Folge nun überraschend um 0,3 Punkte auf minus 29,6 Zähler, wie die GFK-Marktforscher und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) mitteilten. Die Menschen blickten wieder optimistischer auf die Konjunktur, aber skeptischer auf ihre künftigen Finanzen. Und sie legten mehr Geld auf die hohe Kante als zuletzt. "Die Verbraucherstimmung bleibt weitestgehend unverändert", sagte NIM-Experte Rolf Bürkl. "Die anhaltende Verunsicherung führt dazu, dass viele Haushalte beim Konsum nach wie vor zurückhaltend bleiben."

Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher verbesserten sich diesen Monat zum dritten Mal in Folge leicht. "Der Pessimismus geht weiter zurück", hieß es. Dennoch rechne die Mehrheit der Menschen damit, dass sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten verschlechtere.

Die Einschätzungen zu den eigenen, künftigen Einkommen der Verbraucher, die sich in den vergangenen Monaten stetig etwas aufgehellt hatten, trübten sich jetzt wieder etwas ein. Zudem setzte sich der zu Jahresbeginn beobachtete Rückgang der Sparneigung im Juli nicht fort. Das Teilbarometer dazu stieg um 3,1 auf 17 Punkte. Im langfristigen Vergleich ist dieser Wert sehr hoch: Denn im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag die Sparneigung bei etwa -24 Punkten, erklärte das NIM. "Dies zeigt, dass die Menschen es angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, zu sparen."

Sparen ist Trumpf
09:13 Uhr

Mehrere Belastungsfaktoren für den Dax

Der Dax setzt vorerst auf Stabilisierung. Nachdem der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft 1,6 Prozent eingebüßt und mit 24.763 Punkten wieder unter der 25.000er-Marke geschlossen hatte, notiert er aktuell im Bereich von 24.835 Punkten. Nach wie vor belastet die Eskalation im Iran-Krieg, die den Brent-Preis über die 100-Dollar-Marke getrieben hat. Gleichzeitig kündigte US-Präsident Donald Trump neue Zölle an.

Mehrere Belastungsfaktoren für den Dax
09:01 Uhr

Anleger-Skepsis bei SAP?

Jefferies-Analysten haben erwartet, dass der aktuelle Cloud-Auftragsbestand von SAP die Konsenshürde von 24 Prozent übertreffen wird. Das letztlich erzielte Ergebnis von 26 Prozent sei allerdings noch stärker ausgefallen als prognostiziert. Dies deute auf eine sehr starke Auftragsentwicklung im zweiten Quartal hin. Während sich die Fragen in der Telefonkonferenz auf die etwas schwächere Margenentwicklung im zweiten Quartal konzentriert hätten, sollte die hohe Auftragsdynamik vor dem Hintergrund der sehr vorsichtigen Anlegerstimmung ausreichen, um der Aktie Auftrieb zu verleihen, so die Analysten weiter. Der SAP-Kurs hatte binnen Jahresfrist deutlich nachgegeben.

Anleger-Skepsis bei SAP?
08:39 Uhr

Trump bringt Asien-Börsen ins Trudeln

Mit deutlichen Kursverlusten zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien. Der Handelsstreit der USA mit zahlreichen anderen Ländern verschärft sich wieder. US-Präsident Donald Trump hat neue Importzölle von 10 bis 12 Prozent angekündigt - dieses Mal mit der Begründung, dass die betroffenen Länder nicht entschieden genug gegen Zwangsarbeit vorgingen. Die neuen Zölle sollen temporäre Abgaben von 10 Prozent ablösen, die heute auslaufen und eingeführt worden waren, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA den Großteil anderer von Trump festgelegter Zölle für ungültig erklärt hatte.

Daneben dämpft der andauernde Iran-Krieg die Stimmung, der sich nun auch ins Rote Meer ausgedehnt hat. Dort haben die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen saudi-arabische Tankschiffe angegriffen. Die Route durch das Rote Meer war ein alternativer Transportweg für Öl, nachdem die Straße von Hormus blockiert worden war. Präsident Trump will den Iran für künftige Huthi-Angriffe zur Verantwortung ziehen.

Unter den Börsen der Region verzeichnet der technologielastige südkoreanische Aktienmarkt die höchsten Verluste. Der Leitindex Kospi fällt um 5,1 Prozent. In Tokio verliert der Nikkei-Index 3,1 Prozent. Der breiter gefasste Topix gibt um 1,3 Prozent nach. An der Börse in Shanghai fällt der Composite-Index um 1,2 Prozent. In Hongkong gibt der Hang-Seng-Index 1,3 Prozent ab.

Trump bringt Asien-Börsen ins Trudeln
08:21 Uhr

Was folgt auf den Abverkauf?

Die europäischen Aktienfutures zeigen sich mit den negativen Vorgaben aus den USA und Asien etwas schwächer. Der Dax wird bei 24.723 Punkten gesehen nach einem Schlussstand von 24.763 Punkten am Vortag.

Neben dem Krieg im Nahen Osten und einem Brent-Preis von über 100 Dollar je Barrel gibt es die erwartete Verlängerung der US-Zölle. Die USA haben angekündigt, im Rahmen neuer Abgaben Zölle zwischen 10 und 12,5 Prozent gegenüber ihren wichtigsten Handelspartner zu erheben. Die Trump-Administration begründet dies mit dem Kampf gegen Zwangsarbeit. Die neuen Zölle sollen Trumps temporären globalen Zollsatz von 10 Prozent ersetzen, der am Freitag ausläuft.

Was folgt auf den Abverkauf?
08:04 Uhr

VW-Gewinn sinkt - Prognose gekappt

Volkswagen stellt sich trotz einer hohen Nachfrage nach seinen elektrischen Kleinwagen auf schwächere Erlöse ein. Europas größter Autobauer rechnet nach eigenen Angaben nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang von bis zu drei Prozent statt eines Wachstums von bis zu drei Prozent. Die Gewinnmarge solle dagegen wie bislang angenommen zwischen vier und 5,5 Prozent liegen und damit über dem Niveau der ersten Jahreshälfte. VW-Chef Oliver Blume sagte, insgesamt erwarte er ein "robustes Ergebnis über Vorjahresniveau".

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres erwirtschaftete Volkswagen Erlöse von 158,1 Milliarden Euro, das waren 300 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Der Gewinn sank zugleich um 11,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro, was einer Umsatzrendite von 3,8 Prozent entspricht.

VW-Gewinn sinkt - Prognose gekappt
07:47 Uhr

KI-Boom beflügelt US-Chipriesen

Der wachsende Bedarf an Prozessoren für Rechenzentren verhilft Intel zu einem Gewinnsprung. Der Chipkonzern legte einen überraschend optimistischen Ausblick vor. Um auch in Zukunft vom KI-Boom profitieren zu können, werde Intel im laufenden Jahr 20 Milliarden statt der ursprünglich geplanten 18 Milliarden Dollar investieren, kündigte Finanzchef David Zinsner an. Die Ausgaben würden 2027 noch einmal deutlich steigen. Diese Pläne stützten sich auf zahlreiche langfristige Lieferabkommen. "Kunden unterschreiben solche Verträge nur, wenn sie wirklich davon überzeugt sind, dass sich diese Investition lohnt." Die Vereinbarungen gäben Intel Planungssicherheit.

Das US-Unternehmen steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 25 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,42 Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust zu Buche gestanden hatte. Für das laufende Vierteljahr stellte Intel Erlöse zwischen 15,8 und 16,8 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 0,38 Dollar je Aktie in Aussicht. "KI sorgt für eine beispiellose Nachfrage nach Rechenleistung", betonte Konzernchef Lip-Bu Tan. "Unsere Quartalsergebnisse weisen das größte Umsatzwachstum seit mehr als 15 Jahren aus." Intel-Aktien stiegen darauf im nachbörslichen Handel um zwölf Prozent.

KI-Boom beflügelt US-Chipriesen
07:29 Uhr

Brent-Preis dreistellig - und klettert weiter

Die Ölpreise steuern auf einen Wochengewinn zu. Öl WTI notiert 0,4 Prozent schwächer bei 91,82 Dollar. Dazu verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 100,50 Dollar je Barrel (159 Liter). Über Nacht war die Nordseesorte um sieben Prozent auf ein Zweimonatshoch von 102 Dollar gestiegen.

Hintergrund sind Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz auf saudi-arabische Tanker im Roten Meer. Damit ist nun neben der vom Iran weitgehend geschlossenen Straße von Hormus eine zweite wichtige Schifffahrtsroute für die weltweite Ölversorgung im Nahen Osten stark eingeschränkt. Das US-

Brent-Preis dreistellig - und klettert weiter
07:11 Uhr

Das ist los am Devisenmarkt

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 163,76 Yen und legt leicht auf 6,7750 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert rückte er etwas auf 0,8167 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1384 Dollar und zieht leicht auf 0,9297 Franken an.

Das ist los am Devisenmarkt
06:52 Uhr

Asien-Börsen deutlich auf Talfahrt

Der Anstieg des Ölpreises auf über 100 Dollar belastet die Aktienmärkte in Asien. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um ein Prozent. Der japanische Nikkei-Index gibt um 3,0 Prozent nach, und der südkoreanische Kospi verliert 3,7 Prozent. Der sich erneut zuspitzende Iran-Krieg verunsichert die Anleger. Hinzu kommt die Angst vor einem neuen Inflationsschock. "Zwei der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt sind im selben Monat bedroht, und die Märkte fangen gerade erst an zu begreifen, was das bedeutet", sagt Nigel Green, Chef der Finanzberatung deVere Group. An den Finanzmärkten rechnet man nun mit einem strafferen Zinskurs. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed bereits in der kommenden Woche wird auf eins zu drei geschätzt – eine Kehrtwende im Vergleich zur Vorwoche.

Anleger in Japan reagieren zudem auf den starken Rückgang bei der Google-Mutter Alphabet in den USA über Nacht. Die Sorgen, ob die hohen Ausgaben für die KI-Infrastruktur nachhaltig sind, seien nach dem starken Kursrückgang der Alphabet-Aktien wieder aufgeflammt, sagt Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities. Aktien aus dem Chip-Sektor geraten unter Druck: Advantest und Tokyo Electron verlieren 6,33 beziehungsweise 5,43 Prozent. Der Speicherchip-Hersteller Kioxia gobt 4,4 Prozent nach.

Asien-Börsen deutlich auf Talfahrt
06:40 Uhr

Japans Industrieproduktion legt stark zu 

Japans Industrie hat ihre Produktion im Juli so stark gesteigert wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Dies geht aus einer Unternehmensumfrage hervor. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe von S&P Global sank zwar leicht auf 54,7 Punkte von 54,8 Zählern im Juni, hielt sich damit aber deutlich über der Wachstumsschwelle von 50. Der für die Produktion maßgebliche Teilindex kletterte auf den höchsten Stand seit Februar 2014. Zudem verzeichneten die Hersteller den stärksten Anstieg bei den Neuaufträgen seit gut fünf Jahren. Das Wachstum im Dienstleistungssektor schwächte sich hingegen ab. Der entsprechende Index fiel auf 51,9 von 52,2 Punkten. Der zusammenfassende Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister stieg auf 53,1 von 52,8 Zählern und erreichte damit den höchsten Wert seit Februar.

Japans Industrieproduktion legt stark zu 
06:30 Uhr

Japans Kerninflation unter Notenbankziel

Die Kerninflation in Japan ist im Juni den fünften Monat in Folge unter dem Ziel der Notenbank (BOJ) geblieben. Die Kernverbraucherpreise stiegen laut Regierungsdaten um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Grund dafür waren staatliche Subventionen für Kraftstoffe, die den Anstieg der Rohstoffkosten infolge des Nahost-Konflikts ausglichen. Die Kerninflationsrate, die die schwankungsanfälligen Preise für frische Lebensmittel ausklammert, entsprach den Markterwartungen. Im Mai hatte der Anstieg bei 1,4 Prozent gelegen.

Japans Kerninflation unter Notenbankziel
06:18 Uhr

SAP hat ein Cloud-Problem

Nach dem starken Jahresauftakt hat sich das Wachstum der Cloud-Sparte von SAP wieder etwas verlangsamt. Der Umsatz dieses wichtigen Geschäftsbereichs stieg im zweiten Quartal um 24 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro, wie der Walldorfer Softwarekonzern mitteilte. Damit entsprach er den Erwartungen. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte das Plus bei 27 Prozent gelegen. Der Anstieg der Cloud-Auftragseingänge beschleunigte sich dagegen im Berichtszeitraum leicht auf 26 Prozent und erreichte 22,9 Milliarden Euro.

Insgesamt verbuchte SAP wie erwartet ein Umsatzplus von elf Prozent auf 9,88 Milliarden Euro. Der operative Gewinn blieb mit 2,74 Milliarden Euro jedoch hinter den Analystenprognosen zurück. Dies sei unter anderem auf Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und den Konzernumbau zurückzuführen, erläuterte SAP-Finanzchef Dominik Asam.

SAP hat ein Cloud-Problem
05:59 Uhr

Ein Problemkind – und die Folgen

Der Dax muss um seinen Wochengewinn kämpfen. Dem 1,3-Prozent-Aufschlag vom Dienstag und Mittwoch ließ der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft ein Minus von 1,6 Prozent folgen. Er schenkte damit die 25.000er-marke wieder her und schloss mit einem Stand von 24.763 Zählern. Ausschlaggebend für die gestrigen Verluste waren in erster Linie erneut gestiegene Ölpreise, die mittlerweile auf einem Sechswochenhoch notieren.

Zum heutigen Wochenschluss rückt die Konjunktur in den Blick, denn: Die Stimmung der Verbraucher könnte sich hierzulande weiter verbessert haben. Experten erwarten, dass das Konsumklima-Barometer der GFK-Marktforscher und des Nürnberg-Instituts für Marktentscheidungen (NIM) steigt. Sie rechnen damit, dass der Indikator im August auf minus 28,5 Punkte nach oben geht, nach minus 29,2 Zählern im Juli. Es wäre der dritte Anstieg in Folge.

Ein weiterer spannender Termin dreht sich um den Autosektor, genauer um Volkswagen, denn der krisengeschüttelte Autokonzern legt die neuesten Geschäftszahlen vor. Nach Einschätzung von Analysten hat VW im zweiten Quartal Umsatz und Betriebsergebnis etwa auf dem Vorjahresniveau halten können mit 81 Milliarden Euro beziehungsweise 3,85 Milliarden Euro. Angesichts des massiven Absatzrückgangs in China und der Schwäche der einstigen Gewinnperle Porsche, deren Zahlen von VW ebenfalls veröffentlicht werden, wäre das ein solides Ergebnis. Im Vordergrund dürfte aber erneut die Diskussion über Einsparungen, Stellenstreichungen und mögliche Standortschließungen stehen, mit denen VW-Chef Oliver Blume Europas größten Autokonzern aus der Krise holen will.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Ein Problemkind – und die Folgen