Der Börsen-Tag
11. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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12:39 Uhr

Geldmarkt-Sätze gehen nach EZB-Entscheidung hoch

Nach einer falkenhaft aufgenommenen EZB-Sitzung vom Donnerstag ziehen die Sätze am europäischen Geldmarkt heute an. Die EZB hat wie erwartet die Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben. Ihre Präsidentin Christine Lagarde sprach zudem erstmalig davon, dass die Inflation über einen "ausgedehnten Zeitraum" über dem Ziel von 2,0 Prozent liegen werde.

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,18 - 2,38 (2,18 - 2,28), Wochengeld: 2,35 - 2,57 (2,18 - 2,32), 1-Monats-Geld: 2,47 - 2,62 (2,34 - 2,49), 3-Monats-Geld: 2,40 - 2,65 (2,54 - 2,72), 6-Monats-Geld: 2,93 - 3,07 (2,74 - 2,96), 12-Monats-Geld: 3,06 - 3,23 (2,92 - 3,16), Euribors: 10.09. 09.09. 3 Monate: 2,6430 2,6260, 6 Monate: 2,8060 2,8000, 12 Monate: 3,1380 3,1380

Geldmarkt-Sätze gehen nach EZB-Entscheidung hoch
12:15 Uhr

Sehr angespannte Lage am Anleihenmarkt

Die Aussicht auf einen Zinserhöhungskurs vieler großer Notenbanken hat den Bondmarkt in dieser Woche ordentlich ins Straucheln gebracht. Er steuerte auf den größten Ausverkauf seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar zu. Im Gegenzug schnellten die Renditen in die Höhe. Anleger gehen davon aus, dass die durch den Nahost-Konflikt stark steigenden Energiepreise die Zentralbanken zu schnellem Handeln im Kampf gegen die Inflation zwingen.

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(Foto: imago/Schöning)

Die Verzinsung zweijähriger deutscher Staatsanleihen lag bei 3,208 Prozent, dem höchsten Stand seit Oktober 2023 - auf Wochensicht ein Plus von fast 23 Basispunkten. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen standen kurz davor, erstmals seit Oktober 2023 die Fünf-Prozent-Marke zu knacken. Zehnjährige Bundesanleihen warfen mit bis zu 3,5146 Prozent so viel ab wie seit August 2009 nicht mehr.

Sehr angespannte Lage am Anleihenmarkt
11:55 Uhr

Dax klar im Plus

Update von der Frankfurter Börse: Vor der Veröffentlichung der US-Inflationszahlen am frühen Nachmittag hat sich der Dax nach den Verlusten der vergangene Tage in der Gewinnzone halten können. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag 0,7 Prozent höher bei 25.525 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,6 Prozent auf 6307 Zähler. Der Euro lag 0,1 Prozent leichter bei 1,1598 US-Dollar.

Dax klar im Plus
11:42 Uhr

Alstom bekommt Milliardenauftrag aus Großbritannien

Alstom hat mit der britischen Eisenbahngesellschaft Transpennine Express Verträge über eine Flotte von batterieelektrischen Zügen im Gesamtwert von rund 1,2 Milliarden Euro unterzeichnet. Die Vereinbarungen umfassen einen Vertrag über die Lieferung von 29 fünfteiligen batterieelektrischen Triebzüge im Volumen von etwa 930 Millionen Euro sowie Wartungsverträge im Volumen von rund 230 Millionen Euro, wie der französische Zughersteller mitteilte.

Die Züge sollen im Schienenverkehr von Nordengland eingesetzt werden. Das Unternehmen wird die Flotte ab 2032 ausliefern, was zur Dekarbonisierung des Eisenbahnverkehrs beitragen wird, erklärte Alstom.

Alstom bekommt Milliardenauftrag aus Großbritannien
11:22 Uhr

Drohender Streik: Micron will Taiwan-Beschäftigten bis zu 68 Monatsgehälter zahlen

Angesichts eines drohenden Streiks will der US-Chiphersteller Micron Technology seinen Beschäftigten in Taiwan bis zu 68 Monatsgehälter extra auszahlen. Die "Mindestzahlung" in bar betrage 1,7 Millionen Taiwan-Dollar (umgerechnet rund 46.200 Euro), teilte Micron mit. Das Unternehmen produziert 50 bis 60 Prozent seiner Mikrochips in Taiwan und hat dort rund 15.000 Beschäftigte.

Zwei Gewerkschaften - die rund 12.000 Micron-Beschäftigte in den Werken Taoyuan und Taichung vertreten - hatten mit Streik gedroht. Sie verlangen eine einmalige Bonuszahlung in Höhe von 83 Monatsgehältern sowie die Zusicherung, dass künftig 15 Prozent des Betriebsgewinns an die Beschäftigten gehen, ausbezahlt alle drei Monate.

Drohender Streik: Micron will Taiwan-Beschäftigten bis zu 68 Monatsgehälter zahlen
11:02 Uhr

Goldpreis steigt vor US-Inflationsdaten

Gold legt zu. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls klettert um 0,7 Prozent auf 4346,52 Dollar. Die Anleger warten auf die im Laufe des Tages anstehenden US-Verbraucherpreisdaten, die weitere Hinweise auf den Zinspfad der US-Notenbank geben sollen, wie Bas Kooijman von DHF Capital S.A. erklärt. Das Edelmetall könnte aufgrund kurzfristiger Risiken wie steigenden Ölpreisen und den Entwicklungen im Nahen Osten Preisschwankungen ausgesetzt sein. Marktexperten zufolge nähern sich die Prognosen für eine Zinserhöhung auf der Sitzung der US-Notenbank in der nächsten Woche der Marke von 70 Prozent. Höhere Zinsen schmälern typischerweise die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls. 

Goldpreis steigt vor US-Inflationsdaten
10:30 Uhr

Benzin 2,40 Euro, Öl bald 140 Dollar? Kettenreaktion droht

Der Ölpreis bleibt über 100 Dollar und steuert auf den stärksten Wochenanstieg seit Langem zu. Angriffe auf wichtige Schifffahrtsrouten im Nahen Osten schüren die Sorge vor Lieferengpässen - und vor einem neuen Inflationsschub. ntv-Börsenexperte Frank Meyer erklärt die mögliche Kettenreaktion.

Benzin 2,40 Euro, Öl bald 140 Dollar? Kettenreaktion droht
10:10 Uhr

Tradermotto: Hauptsache Volatilität!

Trotz der jüngsten Kursverluste hält sich der Dax auf hohem Niveau. Doch viele fragen sich: Wird es jetzt wackliger an den Märkten? Was gutes Trading in einer solchen Marktphase ausmacht, darüber spricht Raimund Brichta mit Danny Stadermann von GBE Brokers und Carlos Martins vom Tradersclub24.

Tradermotto: Hauptsache Volatilität!
09:49 Uhr

Anthropic attackiert chinesischen Rivalen

Anthropic wirft chinesischen Rivalen vor, Anfragen von Nutzern heimlich zu ihr umgeleitet zu haben, statt sie mit der eigenen Software zu beantworten. Dadurch seien zum Teil auch Daten staatlicher Stellen aus China und Russland in Systemen der US-Firma gelandet, so Anthropic.

So habe jemand Aufnahmen von Überwachungskameras unter anderem aus der Umgebung von Standorten der chinesischen Armee hochgeladen, mit dem Ziel, das Verhalten einer bestimmten Person in den Videos zu analysieren. Der Nutzer ging dabei davon aus, dass die Anfrage von der chinesischen KI-Software Kimi der Firma Moonshot ausgeführt wird. Kimi ließ sie jedoch von Anthropics Claude erledigen.

Allein in einem Zeitraum von zehn Tagen habe Kimi fast 300.000 Kundenanfragen von Claude beantworten lassen, so Anthropic weiter. Dafür sei ein Netzwerk aus 5.380 Fake-Accounts genutzt worden.

Auch die noch bekanntere chinesische KI DeepSeek fiel laut Anthropic mit solchen Tricks auf. Das habe unter anderem dazu geführt, dass zur US-Firma Anfragen mit Daten einer Behörde aus dem Umfeld des russischen Verteidigungsministeriums umgeleitet wurden. Darin enthalten gewesen seien auch gültige Einwahldaten für eine Datenbank der russischen Regierung.

Anthropic attackiert chinesischen Rivalen
09:31 Uhr

200-Prozent-Kurssprung: KI-Chiphersteller stürmt an die Börse

Der vom chinesischen Tech-Konzern Tencent gestützte KI-Chiphersteller Enflame Technology hat bei seinem Börsendebüt einen Kurssprung von rund 200 Prozent hingelegt. Die Aktie eröffnete an der Börse in Schanghai mit 410 Yuan und lag damit weit über dem Ausgabepreis von 142,18 Yuan. Das Unternehmen erlöste bei dem Börsengang 6,12 Milliarden Yuan (912 Millionen Dollar). Dabei entwickelte sich das Papier deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der chinesische STAR Market fiel um mehr als zwei Prozent, während der CSI 300 Index um 1,43 Prozent nachgab.

Das Debüt von Enflame reiht sich ein in eine Welle von Börsengängen chinesischer KI-Chiphersteller. Die Regierung in Peking treibt die Entwicklung heimischer Alternativen zu US-Anbietern wie Nvidia voran. "Derzeit ist die Zeichnung neuer Aktien auf dem A-Aktienmarkt einer der wenigen Investmentansätze, die Anlegern sichere Renditen bieten können", sagte Shen Meng, Direktor bei der Investmentbank Chanson & Co. GPU-bezogene Unternehmen böten Anlegern klarere Wachstumsaussichten, während die US-Beschränkungen das Interesse an heimischen Alternativen erhöht hätten. Enflame machte im vergangenen Jahr noch mehr Verlust als Umsatz.

200-Prozent-Kurssprung: KI-Chiphersteller stürmt an die Börse
09:14 Uhr

Ölpreis marschiert, Dax taumelt Richtung Wochenende

Der Dax startet fester in den Handel, bleibt auf Wochensicht aber deutlich in der Verlustzone. Nachdem der deutsche Börsenleitindex allein am Mittwoch und Donnerstag gut 2,5 Prozent auf 25.361 Punkte eingebüßt hatte, notiert er aktuell im Bereich von 25.450 Zählern. Der Ölpreisanstieg ist ein Grund für das allgemein schwache Marktumfeld in dieser Handelswoche. Ein Barrel Brent kratzt mittlerweile an der 110-Dollar-Marke. 

Ölpreis marschiert, Dax taumelt Richtung Wochenende
08:53 Uhr

Ölpreisrally lastet sehr schwer

Der jüngst massive Anstieg der Ölpreise sorgt an den Börsen in Ostasien und Australien für Verkaufsstimmung. Im Einklang mit den einen Tick höher als gedacht ausgefallenen Erzeugerpreisen aus den USA schürt er Inflationssorgen und hat dazu geführt. dass die Erwartung einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank in der kommenden Woche weiter zugenommen hat. Aktuell wird eine Zinserhöhung am Zinsterminmarkt mit 72 Prozent Wahrscheinlichkeit eingepreist. An den Anleihemärkten der Region folgen die Renditen der Vorgabe der US-Renditen und steigen stark.

Am stärksten reagiert darauf die Börse in Seoul mit einem Minus von 2,5 Prozent. Sie gilt als besonders technologielastig und damit zinsreagibel. In Tokio verliert der Topix 0,8 Prozent. Der Shanghai Composite ermäßigt sich um 1,8 Prozent, in Hongkong geht es für den Hang-Seng-Index um 0,9 Prozent südwärts. In Sydney verliert das Marktbarometer 1 Prozent.

Brent-Öl wird mit 108,45 Dollar gehandelt, 0,8 Prozent höher als am späten Donnerstag. Am frühen Donnerstag hatte der Preis noch bei rund 101 Dollar gelegen. Die Lage in der Straße von Hormus bleibt nach den jüngsten gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Irans hoch angespannt.

Ölpreisrally lastet sehr schwer
08:41 Uhr

Commerzbank-Deal: Bund stellt Forderungen

Die Bundesregierung will zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen zufolge bei der anstehenden Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank UniCredit die deutsche Identität und die hiesige Börsennotierung des Instituts erhalten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil werde diese Forderungen am Montag bei einem Treffen mit UniCredit-Chef Andrea Orcel in Berlin vorbringen, sagte einer der Insider. Die Bundesregierung und die Commerzbank hatten ihren Widerstand gegen die Übernahmepläne in den vergangenen Wochen aufgegeben. Klingbeil hatte Orcel zu Gesprächen nach Berlin eingeladen.

Bei dem Treffen mit dem italienischen Bankenchef wolle Klingbeil zudem den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen fordern, sagte der Insider. Die Regierung, die noch zwölf Prozent an der Commerzbank hält, wolle sich das Recht sichern, zwei Aufsichtsratsmitglieder zu benennen, um weiterhin Einfluss ausüben zu können. Für Berlin sei es von entscheidender Bedeutung, dass die Kreditvergabe an den deutschen Mittelstand intakt bleibe. Bei diesem Geschäft spielt die Commerzbank eine wichtige Rolle in Deutschland.

Commerzbank-Deal: Bund stellt Forderungen
08:21 Uhr

"Reine Gierflation" an den Zapfsäulen sorgt für Kritik

Die Linke fordert von der Bundesregierung Sofortmaßnahmen gegen die hohen Spritpreise. "Wer jetzt nicht handelt, macht seinen Job nicht richtig und sollte sich überlegen, ob er der Richtige in seinem Amt ist", sagte Parteichef Luigi Pantisano der dpa. "Statt über die Übergewinnsteuer zu reden, sollte man sie endlich einsetzen." Dies ließe sich leicht im nationalen Recht umsetzen, ist Pantisano überzeugt. Langfristig brauche es einen Margendeckel und eine öffentliche Preiskontrolle, "damit Unternehmen sich nicht zusätzlich an der Krise der Bevölkerung bereichern".

Für den Preisschub machte der Linken-Chef die Politik von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg verantwortlich. Doch sagte er auch: "Was an den Tankstellen passiert, ist reine Gierflation. Es ist die Profitgier der Energiekonzerne und die Unfähigkeit der Bundesregierung, dagegen vorzugehen, die den Geldbeutel der Menschen ausbluten lässt." Ein Barrel Brent kostet mittlerweile rund 108 Dollar.

"Reine Gierflation" an den Zapfsäulen sorgt für Kritik
08:03 Uhr

SAP-Rivale mit Rekordumsatz

Die milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren zahlen sich für Oracle aus. Die rasant wachsende Cloud-Sparte verhalf dem SAP-Rivalen zu einem Gewinnsprung und einem Rekord-Quartalsumsatz. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand überraschend deutlich. Daher hob der US-Softwarekonzern seine Jahresziele an.

Oracle erwartet für das Geschäftsjahr 2026/2027 nun einen bereinigten Gewinn von 8,10 statt 8,05 Dollar je Aktie. Der Umsatz werde voraussichtlich mindestens 90 Milliarden Dollar betragen. Für das laufende Quartal stellt das Unternehmen einen Anstieg der Erlöse um 30 bis 34 Prozent sowie einen Gewinn zwischen 1,83 und 1,91 Dollar je Aktie in Aussicht. In den vergangenen drei Monaten steigerte das Unternehmen den Umsatz und den operativen Gewinn um jeweils rund 30 Prozent auf 19,3 Milliarden beziehungsweise 8,2 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis wuchs um 54 Prozent auf 1,56 Dollar je Aktie und der Auftragsbestand auf 664 Milliarden Dollar. Anleger reagierten erleichtert auf diese Zahlen. Oracle-Aktien legten im nachbörslichen Handel an der Wall Street um sieben Prozent zu.

SAP-Rivale mit Rekordumsatz
07:46 Uhr

Ölpreisschock befeuert Inflationssorgen

Der Dax wird schwächer in den Handel starten. Gestern verlor der deutsche Börsen-Leitindex 0,8 Prozent auf 25.361 Punkte. Im Kampf gegen die Inflation hatte die EZB den Einlagensatz von 2,25 auf 2,50 Prozent heraufgesetzt. Investoren stellen sich nun auf eine weitere Zinserhöhung im Dezember ein. Auch an der Wall Street belasteten Zinssorgen und ein Ölpreissprung die Kurse.

An den asiatischen Börsen geht es zum Wochenschluss steil bergab. Der Krieg im Nahen Osten treibt die Ölpreise immer weiter nach oben. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI stiegen in der Spitze um rund zwei Prozent auf 109,97 beziehungsweise 104,46 Dollar je Fass. Das sind die höchsten Preise seit knapp vier Monaten.

Die Inflationssorgen aufgrund der hohen Energiepreise heizen auch in den USA die Spekulationen auf steigende Zinsen an. Die US-Regierung veröffentlicht heute die Inflationsdaten für August. Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent gestiegen sind. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, dürfte bei 2,4 Prozent liegen. Die Zahlen gelten als entscheidend für den weiteren Zinskurs der US-Notenbank.

Ölpreisschock befeuert Inflationssorgen
07:12 Uhr

OpenAI stellt ChatGPT-Version für die Finanzbranche vor

OpenAI hat eine spezielle Version seines Chatbots ChatGPT für die Finanzbranche auf den Markt gebracht. Das neue Produkt richte sich an Investmentbanker und Aktienanalysten, teilte das US-Unternehmen mit. "ChatGPT for Financial Services" kombiniere das neueste KI-Modell GPT-6 Astra mit integrierten Daten von Anbietern wie LSEG, PitchBook, Crunchbase und Daloopa. Bei der Entwicklung habe OpenAI mit den US-Banken Morgan Stanley und Evercore zusammengearbeitet. Nutzer könnten mit der Anwendung unter anderem Finanzmodelle erstellen und Präsentationen für Kunden auf Basis firmeneigener Vorlagen anfertigen.

OpenAI stellt ChatGPT-Version für die Finanzbranche vor
06:54 Uhr

Ölpreisschock löst Ausverkauf aus

Steigende Ölpreise fachen die Inflationssorgen an und führen weltweit zu einem Ausverkauf an den Anleihe- und Aktienmärkten. Anleger preisen eine straffere Geldpolitik der großen Zentralbanken ein. Der Ölfluss durch die Straße von Hormus bleibt nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Irans eingeschränkt. Zudem übernehmen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Milizen die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mocha, was die saudischen Ölexporte im Roten Meer bedroht.

"Der Schiffsverkehr durch das Bab el-Mandeb ist durch die Huthi-Vormärsche stark gefährdet", sagt Helima Croft, Leiterin der globalen Rohstoffstrategie bei RBC Capital Markets. Sie prognostizierte, dass der Brent-Preis im weiteren Jahresverlauf aufgrund der Wiederaufnahme eines umfassenden Krieges zwischen Saudi-Arabien und den Huthi 121,99 Dollar pro Barrel erreichen könnte.

An den Aktienmärkten führen die höheren Anleiherenditen zu starken Verlusten. Die japanische Börse tendiert schwächer. In Tokio gibt der Nikkei-Index 2,8 Prozent auf 63.469,39 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 1,1 Prozent. Der Shanghai Composite verliert 2,1 Prozent auf 3853,29 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,8 Prozent auf 4464,20 Punkte.

Ölpreisschock löst Ausverkauf aus
06:36 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 154,48 Yen und legt leicht auf 6,7108 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,8137 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1606 Dollar und zieht leicht auf 0,9443 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:16 Uhr

Ölpreise steigen - Analyst malt düsteres Szenario

Angriffe auf wichtige Schifffahrtsrouten im Nahen Osten schüren die Sorge vor Lieferengpässen und treiben den Ölpreis am Freitag weiter in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um ein Prozent auf 108,68 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt ebenfalls um ein Prozent auf 103,45 Dollar. Beide Sorten steuern auf einen Wochengewinn von fast 13 Prozent zu und liegen damit erstmals seit Mitte Mai über der Marke von 100 Dollar pro Barrel.

Hintergrund sind zunehmende Angriffe entlang wichtiger Schifffahrtsrouten. So übernahmen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Milizen am Donnerstag die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mocha, was eine weitere Bedrohung für den Verkehr im Roten Meer darstellt. Zudem haben die Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus zugenommen. US-Präsident Donald Trump warnte, die USA könnten die iranische Berganlage Pickaxe angreifen, die in der Nähe der schwer beschädigten Urananreicherungsanlage Natans liegt. Der Krieg werde nach den Zwischenwahlen im November enden, sagte er.

Die Spannungen wirken sich bereits auf die Verbraucherpreise in den USA aus. Dort überstieg der landesweite Durchschnittspreis für Diesel laut dem Preisbeobachter GasBuddy erstmals die Marke von sechs Dollar pro Gallone. Der Analyst Tony Sycamore vom Broker IG hält einen erneuten Anstieg auf den WTI-Höchststand von 119,48 Dollar von Anfang März für immer wahrscheinlicher.

Ölpreise steigen - Analyst malt düsteres Szenario
06:00 Uhr

Und es darf weiter fleißig spekuliert werden

Die Dax-Wochenbilanz dürfte tiefrot ausfallen. Nach dem deutlichen Abschlag zur Wochenmitte hat der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft weitere 0,8 Prozent eingebüßt, schloss mit einem Stand von 25.364 Punkten. Der Hauptgrund dafür liegt in der militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran. Die erneute Eskalation sorgte für einen Preissprung bei Brent. Ein Barrel der Rohölsorte kostet mittlerweile mehr als 105 Dollar – und das wiederum heizt die Inflationssorgen an.

Dazu passend veröffentlicht heute die US-Regierung die Inflationsdaten für August. Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent gestiegen sind. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, dürfte bei 2,4 Prozent liegen. Die Daten gelten als entscheidend für den weiteren Zinskurs der US-Notenbank. Zuletzt hatten Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller Spekulationen angeheizt, dass die Notenbank bei unerwartet hohen Inflationszahlen bereits auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen anheben könnte. Dies würde eine Rückkehr zu einer strafferen Geldpolitik bedeuten. An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung derzeit auf 65 Prozent geschätzt.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Und es darf weiter fleißig spekuliert werden