Der Börsen-Tag
30. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
Zum Archiv
17:57 Uhr

Dax ohne klare Linie

Der Dax hat den Handel mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 25.612 Punkten beendet. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 0,08 Prozent auf 32,21 Zähler.

Positive Unternehmenszahlen aus Deutschland hielten die Anleger überwiegend bei Laune. Am Nachmittag lieferten auch die festeren US-Börsen, wo vor allem die Technologiewerte dank starker Quartalskennziffern von Microsoft anzogen, positive Impulse .

Eine klare Richtung war den ganzen Tag dennoch nicht zu erkennen. "Dem Dax fehlt schlicht die rote Linie", kommentierte Timo Emden, Marktanalyst bei Emden Research. "Mal ziehen die Hoffnungen auf bessere Konjunkturdaten, mal bremsen die Zinsängste. So bleibt der Leitindex gefangen."

Für Rückenwind sorgte auch das stärker als erwartete BIP-Wachstum in Deutschland. Belastet wurde die Stimmung umgekehrt von steigenden Renditen bei US-Staatsanleihen und die Erwartung eines weiteren Zinsschritts der Fed im September. Beides hielt viele Anleger auf Distanz.

Bei den Einzelwerten gab es große Sprünge. An die Dax-Spitze setzte sich Infineon mit einem Plus von rund 9,0 Prozent. Der Chiphersteller profitierte von einer Gegenbewegung nach den Verlusten der Vortage. Ebenfalls deutlich gesucht war Siemens Energy mit knapp 8,0 Prozent. Symrise legten um 3,5 Prozent zu und profitierten von über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen.

Auf der Verliererseite gab es einen klaren Ausrutscher, der bleiern auf dem Dax lag. Adidas brachen um 13 Prozent ein und verzeichneten den größten Tagesverlust seit 2014. Auslöser war eine Gewinnwarnung und der angekündigte Abgang von Finanzvorstand Harm Ohlmeyer. Auch SAP und Zalando verloren jeweils 4,4 Prozent und litten unter der Zinssensitivität von Tech- und Konsumwerten.

Im Fokus außerhalb des Dax: Airbus. Die Titel gaben trotz erfreulicher Quartalszahlen 2,9 Prozent nach. Grund waren vor allem die Gewinnmitnahmen nach einer starken Vorwoche, die unveränderte Jahresprognose sowie Mahnungen des Managements vor einem schwierigeren zweiten Halbjahr.

Das war der Börsen-Tag am Donnerstag. Wir verabschieden uns und wünschen einen erholsamen Feierabend!

Dax ohne klare Linie
17:26 Uhr

Warum Apple plötzlich wieder der Börsen-Liebling ist

Lange gilt Apple als Nachzügler im KI-Boom. Jetzt feiert die Börse den Konzern plötzlich wie keinen zweiten. Was steckt hinter diesem überraschenden Stimmungswechsel? ntv-Börsenreporter Raimund Brichta liefert Einordnungen.

Warum Apple plötzlich wieder der Börsen-Liebling ist
17:14 Uhr

So what? Lebensmittelskandal bei Chipotl und Yum Brands lässt Anleger kalt

Die US-Restaurantkette Chipotle hat mit einer angehobenen Jahresprognose Sorgen wegen eines Lebensmittelskandals in den Hintergrund gedrängt. Die Aktien der Burrito-Kette springen um rund elf Prozent nach oben.

Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2026 nun mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zuvor war es von keinem Wachstum ausgegangen. Allerdings warnte Chipotle, das dritte Quartal könne schwierig werden, da ein Ausbruch von Cyclosporiasis in den USA im Juli das Vertrauen der Verbraucher beeinträchtigt habe. Dabei handelt es sich um eine durch verunreinigte Lebensmittel übertragene Darmerkrankung.

Auch die Aktie des Konkurrenten Yum Brands legte nach Zahlen um rund 2,5 Prozent zu. Dessen Tochter Taco Bell ist ebenfalls von dem Skandal betroffen. Die Verbraucher verstehen jedoch zunehmend, dass es sich um ein branchenweites und nicht um ein auf Taco Bell beschränktes Problem handele, sagte Yum-Chef Chris Turner.

 

So what? Lebensmittelskandal bei Chipotl und Yum Brands lässt Anleger kalt
16:57 Uhr

Starbucks hängt die Latte noch mal höher - Aktie steigt

Eine erneute Anhebung der Jahresprognose treibt die Aktien von Starbucks in die Höhe. Die Titel der weltgrößten Kaffeehauskette legen an der Wall Street um gut zwei Prozent zu. Das Unternehmen hob nach einem starken Quartal zum zweiten Mal seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Der seit zwei Jahren laufende Umbauplan von Konzernchef Brian Niccol zeige dauerhafte Erfolge, hieß es. Im Zuge des Umbaus hat Starbucks die Speisekarte vereinfacht, Filialen modernisiert und Wartezeiten reduziert. Umsatzschwache Standorte wurden dabei geschlossen. Die allgemeine makroökonomische Unsicherheit habe die Trendwende von Starbucks nicht behindert, sagte Morningstar-Analyst Ari Felhandler.

 

Starbucks hängt die Latte noch mal höher - Aktie steigt
16:40 Uhr

US-Konsumenten halten sich weiterhin zurück

Angesichts der weiterhin stark erhöhten Inflation zeigen sich die US-Verbraucher weniger ausgabefreudig. Der private Konsum legte im Juni nur um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Volkswirte hatten damit gerechnet. Im Mai hatte es noch ein Plus bei den persönlichen Ausgaben der Verbraucher von aufwärts revidiert 0,9 Prozent gegeben.

Der private Konsum gilt als Triebfeder der US-Wirtschaft, die durch die Belastungen des Iran-Krieges im Frühjahr etwas gebremst wurde: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte laut vorläufigen Daten auf das Jahr hochgerechnet im Zeitraum von April bis Juni um 1,5 Prozent zu und damit nicht mehr so schnell wie zu Jahresbeginn. Damals wurde ein Zuwachs von 2,1 Prozent erzielt. "Gegenüber dem Vorquartal ist es eine Verlangsamung. Der Konsum legte indes um 2,2 Prozent zu und damit etwas dynamischer als erwartet", erläuterte Helaba-Experte Ulrich Wortberg. 

US-Konsumenten halten sich weiterhin zurück
15:57 Uhr

Wall Street startet positiv: Microsoft steigen, Meta unter Druck

Nach den kräftigen Vortagesverlusten zeigt sich die Wall Street im grünen Gewand. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,5 Prozent auf 51.865 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verbessert sich um 0,9 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 2,0 Prozent nach oben. Die US-Notenbank hatte wie erwartet ihren Leitzins unverändert gelassen, allerdings fiel die Entscheidung nicht einstimmig. Drei Mitglieder des Offenmarktausschusses stimmten für eine Zinserhöhung. Das uneinheitliche Ergebnis und die vorsichtigen Aussagen von Fed-Präsident Kevin Warsh lassen die Anleger über den Zeitpunkt künftiger geldpolitischer Schritte weiter im Ungewissen.

Kein klares Bild liefern die mit Spannung erwarteten Zahlen von Microsoft und Meta Platforms. So geht es für die Meta-Aktie um 9,1 Prozent nach unten. Das Technologie-Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit Investitionen im Mittel von rund 137,5 Milliarden US-Dollar - eine Summe, die den Konzern nach Einschätzung von Analysten in der zweiten Jahreshälfte zum ersten Mal seit seinem Börsengang im Jahr 2012 in den Bereich eines negativen freien Cashflows bringen wird. Im nächsten Jahr dürfte das Unternehmen wahrscheinlich noch tiefer in die roten Zahlen rutschen. Zudem enttäuschte die Umsatzprognose für das laufende Quartal.

Microsoft (+14,6%) hat für das vierte Geschäftsquartal ein robustes Cloud-Wachstum und einen Anstieg der Zahl zahlender KI-Abonnenten gemeldet. Der Konzern senkte seine Investitionsprognose für das Kalenderjahr 2026 von rund 190 Milliarden Dollar auf etwa 175 Milliarden Dollar, nachdem die geschätzte Nutzungsdauer der Rechenzentren und Bürogebäude von 15 auf 25 Jahre verlängert wurde.

Wall Street startet positiv: Microsoft steigen, Meta unter Druck
15:41 Uhr

Shell dreht voll auf: Raffinerien laufen mit über 100 Prozent

Die zugespitzte Energiekrise am Persischen Golf zahlt sich für Shell aus. Der britische Ölkonzern hat seine Raffinerien im zweiten Quartal mit 102 Prozent der Kapazität laufen lassen, um mehr Kerosin und Diesel zu produzieren und von den stark gestiegenen Preisen zu profitieren. "Bei allen Anlagen gibt es Möglichkeiten, einige der Engpässe zu beseitigen und über 100 Prozent zu produzieren", sagte Shell-CEO Wael Sawan. "Die Herausforderung besteht darin, dies 90 Tage hintereinander zu tun."

Die Strategie geht auf. Shell teilte heute mit, dass sich der Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt habe. Angetrieben wurde das Plus von höheren Preisen und einer starken Leistung im Handelsgeschäft.

Shell dreht voll auf: Raffinerien laufen mit über 100 Prozent
14:58 Uhr

EU startet Milliardenprojekt für KI-Gigafactories: Diese Player stehen Schlange

Die Europäische Union hat einen wichtigen Schritt im globalen Wettlauf um die Künstliche Intelligenz unternommen. Die EU-Kommission eröffnete heute offiziell das Bieterverfahren für den Aufbau von bis zu sieben sogenannten AI-Gigafactories. Die Initiative für diese neuen riesigen Rechenzentren ist Teil der Strategie, die europäische KI-Infrastruktur auszubauen und den Zugang zu Hochleistungsrechnern zu verbessern.

Das ambitionierte Vorhaben bündelt bis zu zehn Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln der EU sowie der teilnehmenden Mitgliedstaaten. Durch diese öffentlichen Anschubfinanzierungen sollen wiederum mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen ausgelöst werden, sodass sich das Gesamtvolumen des Programms auf über 30 Milliarden Euro beläuft.

Ziel der Initiative ist es, Europa aus der Abhängigkeit von US-amerikanischen Hyperscalern wie Amazon (AWS), Microsoft und Google zu befreien. Es treten verschiedene Player aus Deutschland an und stehen damit auch im Wettbewerb untereinander. Dazu gehören die Deutsche Telekom, Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der Schwarz-Gruppe (Mutterkonzern von Lidl und Kaufland), der Cloud-Anbieter Ionos, der zusammen mit dem Baukonzern Hochtief auftritt, sowie verschiedene kleinere und regionale Akteure wie Impossible Cloud aus Hamburg oder Blue Swan aus Bayern.

EU startet Milliardenprojekt für KI-Gigafactories: Diese Player stehen Schlange
14:36 Uhr

Inflation zieht sprunghaft an

Das Leben in Deutschland hat sich im Juli wieder stärker verteuert. Die Verbraucherpreise lagen um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats - nach 2,3 Prozent Inflation im Juni, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Inflation zieht sprunghaft an
14:25 Uhr

Opel-Mutter kann auf US-Geschäft bauen

Die Opel-Mutter Stellantis hat den operativen Gewinn im zweiten Quartal dank eines starken Nordamerika-Geschäfts mehr als verdreifacht, die Erwartungen von Analysten jedoch verfehlt. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg im Zeitraum von April bis Juni auf 773 Millionen Euro nach dem Gewinneinbruch auf 213 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Mutterkonzern von Marken wie Fiat und Jeep mitteilte. Analysten hatten sogar mit einer Vervierfachung auf rund eine Milliarde Euro gerechnet.

Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 43,48 Milliarden Euro zu, die Umsatzrendite belief sich damit auf 1,8 Prozent. Während die Erlöse in Nordamerika um 32 Prozent stiegen, stagnierten sie auf dem europäischen Markt. Der Autobauer versucht unter der Führung von Konzernchef Antonio Filosa, die Verkaufszahlen nach einer längeren Krise wieder anzukurbeln. Filosa hatte Ende 2024 die Nachfolge des abgelösten Carlos Tavares angetreten. Das Unternehmen, das im Mai einen neuen langfristigen Geschäftsplan vorgestellt hatte, bestätigte seine Prognosen für das Gesamtjahr.

Opel-Mutter kann auf US-Geschäft bauen
13:50 Uhr

Zwischen KI-Belastung und Cloud-Fieber

Weiter Druck dürfte es auf Tech-Werte geben, wenn auch etwas vermindert. In Korea geht es für SK Hynix fünf Prozent tiefer, was gering im Vergleich zu den Vortagen ist. Für gute Laune sorgten Zahlen von Microsoft, bei denen das klassische Cloud-Geschäft viel besser als erwartet lief. Die Aktien sprangen in der Nachbörse rund acht Prozent an. Hier könnten auch europäische Cloud-Anbieter wie SAP, Ionos, Cancom und andere profitieren. Sorgen macht jedoch die ungebremste Ausgabenfreude bei Meta für KI-Rechenzentren, deren Aktien nachbörslich über 7 Prozent verloren. Die Ausgaben (Capex) drücken massiv auf den Cashflow. Die Rekordzahlen von Samsung am Morgen wertet ein Händler nur als "selbstverständlich angesichts der RAM-Krise". Wie sich schon bei SK Hynix gezeigt habe, setze der Markt Rekorde voraus.

"Die echte Reaktion der Anleger auf die Aussagen dürfte sich erst am Nachmittag im US-Handel bei den Unternehmensanleihen zeigen", sagt ein Händler. Denn gerade die langlaufenden Anleihen von Alphabet, Meta und anderen Hyperscalern seien ein besserer Indikator für das Risiko hinter den Investitionen als der Aktienmarkt.

Zwischen KI-Belastung und Cloud-Fieber
13:10 Uhr

Wirtschaft der Eurozone wächst stärker als erwartet

Die Wirtschaft der Eurozone hat im zweiten Quartal 2026 stärker als erwartet zugelegt und trotz der Unsicherheit über den Verlauf und die Folgen des Konflikts im Nahen Osten wieder an Dynamik gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in dem 21 Länder umfassenden Währungsraum stieg in den drei Monaten bis Juni um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal, teilte die europäische Statistikbehörde mit. Ökonomen hatten nur ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Im ersten Quartal hatte das BIP stagniert.

"Angesichts der Belastungen durch den Iran-Krieg ist das ein gutes Ergebnis", kommentiert Chefvolkswirt Alexander Krüger von Bethmann HAL. Die Wirtschaft hole das auf, was sie im ersten Quartal liegen gelassen hat. "Seinerzeit hat Irland gebremst, jetzt schiebt es die Wirtschaftsleistung mit an. Solange der Iran-Krieg aber andauert, wird die Rückkehr zu wirtschaftlicher Normalität kaum erfolgen. Der Wirtschaftsausblick ist also mit höherer Unsicherheit verbunden." Die EZB dürfte die Wirtschaft im Auge behalten, trotz Inflationsbekämpfung, so Krüger weiter. "Den Einlagesatz über 2,50 Prozent zu erhöhen, wird die EZB vorerst kaum erwägen."

Wirtschaft der Eurozone wächst stärker als erwartet
13:01 Uhr

Kursrutsch bei Adidas

Die Papiere von Adidas geben massiv nach. Der Kurs notiert zuletzt 18 Prozent tiefer, nachdem der Sportartikelhersteller Ergebnisse vorgelegt hatte, die unter den Erwartungen lagen. Damit steuert die Aktie auf den größten prozentualen Kursverlust seit Beginn der Aufzeichnungen zu.

Wie Adidas mitteilte, stieg der Umsatz um 14 Prozent. Das operative Ergebnis lag mit 574 Millionen Euro (658,2 Millionen US-Dollar) zwar um 5,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, verfehlte aber die Analystenschätzungen von 623 Millionen Euro. Piral Dadhania, Analyst bei RBC Capital Markets, führt die Enttäuschung auf höhere Marketingausgaben während der Fußball-Weltmeisterschaft zurück.

Dass das deutsche Unternehmen sein Gewinnziel für den Rest des Jahres zudem nicht anhob, habe wahrscheinlich zur Enttäuschung beigetragen. Der Ausblick berücksichtigt keine potenziellen Rückerstattungen von US-Zöllen, so das Unternehmen.

Kursrutsch bei Adidas
12:50 Uhr

ZF Friedrichshafen bläst Börsengang der Airbag-Sparte ab 

Nach fast vier Jahren gibt der Autozulieferer ZF Friedrichshafen den Plan einer teilweisen Trennung von der Airbag-Sparte ZF Lifetec auf. Wie Finanzchef Michael Frick mitteilt, habe der Vorstand entschieden, dass das Geschäftsfeld bis auf Weiteres vollständig im Besitz von ZF bleiben werde. Der Stiftungskonzern hatte eine Ausgliederung im Herbst 2022 angekündigt. Es habe mehrere Kaufinteressenten gegeben. Für die von ZF bevorzugte Option eines Teilbörsengangs habe sich in den vergangenen zwei Jahren jedoch kein Zeitfenster geöffnet, so Frick. Inzwischen sei das Geschäft mit passiver Sicherheitstechnik durch neue Regulierungen weltweit attraktiver geworden.  

ZF Friedrichshafen AG ist nicht börsennotiert und es gibt keine öffentlich handelbaren ZF-Aktien. Kapp 94 Prozent gehören der Zeppelin-Stiftung, der Rest liegt bei der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung.

ZF Friedrichshafen bläst Börsengang der Airbag-Sparte ab 
12:26 Uhr

Der Automarkt schwächelt, aber bei E-Autos werden weltweit Rekorde aufgestellt

Der Absatz von Elektroautos hat im zweiten Quartal 2026 in 50 Ländern einen Rekordwert erreicht. Wie aus einer Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) hervorgeht, wurden weltweit 35 Prozent mehr Stromer und Plug-in-Hybride verkauft als in den ersten drei Monaten des Jahres

Besonders stark stieg die Nachfrage unter anderem in Australien, Brasilien, Indien, Südkorea und Vietnam. Dort haben sich die Verkäufe zwischen März und Juni gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ungefähr verdoppelt. Insgesamt verzeichneten im ersten Halbjahr mehr als 90 Länder steigende E-Auto-Zulassungen.

Die Erholung im zweiten Quartal glich den Rückgang zu Jahresbeginn nahezu aus. Im gesamten ersten Halbjahr lagen die weltweiten E-Auto-Verkäufe somit knapp unter dem Vorjahresniveau. Ihr Anteil am globalen Neuwagenmarkt stieg leicht auf 24 Prozent. Gleichzeitig schrumpfte der gesamte Pkw-Markt um rund fünf Prozent, was vor allem auf schwächere Verkäufe in China und den USA zurückzuführen ist. Die IEA erwartet nun für das Gesamtjahr, dass Elektroautos 29 Prozent der weltweiten Pkw-Verkäufe ausmachen – einen Prozentpunkt mehr als bislang prognostiziert.

Der Automarkt schwächelt, aber bei E-Autos werden weltweit Rekorde aufgestellt
12:11 Uhr

MTU sucht Retter für Triebwerksprojekt - "Kein Ingenieur verliert seinen Job"

Nachdem das europäische Kampfflugzeug FCAS eingestellt wurde, sucht der deutsche Triebwerkshersteller MTU Aero Engines nach Alternativen für seine Zusammenarbeit mit dem französischen Unternehmen Safran. "Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten und andere Partner, mit denen wir das machen können", sagte MTU-Chef Johannes Bussmann in einer Medienkonferenz zur Quartalsbilanz. "Das haben wir der Regierung dann auch vorgeschlagen und mit den Partnern entsprechend auch gesprochen." MTU habe der Bundesregierung einige Szenarien vorgelegt.

Wie zuvor bereits Safran-Chef Olivier Andries, sprach nun auch Bussmann von einer Finanzierung des gemeinsamen FCAS-Triebwerksprojekts für nur noch zwei Monate. "Bis Ende September sind wir dort finanziert und haben auch Leistung zu erbringen und Ergebnisse zu dokumentieren und abzuliefern", sagte Bussmann. "Bis dahin ist dann hoffentlich auch in der politischen Diskussion ein bisschen Fortschritt generiert, und dann schauen wir mal, wie es weitergeht." Die Arbeitsplätze seien nicht betroffen: "Alle Ingenieure, die momentan daran arbeiten, sind entweder bei Safran oder bei MTU angestellt. Und das werden sie auch in der Zukunft tun."

MTU sucht Retter für Triebwerksprojekt - "Kein Ingenieur verliert seinen Job"
11:54 Uhr

"Etwas verwirrende Botschaft": Nemetschek kommt unter die Räder

Mit seinen Geschäftszahlen kann Nemetschek bei den Anlegern nicht punkten. Die Aktien sanken um bis zu 7,3 Prozent. Die Analysten von JP Morgan schreiben, das operative Ergebnis (Ebitda) und die Umsatzrendite hätten die Erwartungen im Quartal verfehlt. Gleichzeitig peilt der Anbieter von Bausoftware auf Jahressicht das obere Ende der Margenprognose an, was laut den Analysten eine "etwas verwirrende Botschaft" sei. Das Quartal zeichne "ein etwas uneinheitlicheres Bild, als es die Anleger von Nemetschek gewohnt sein dürften".

"Etwas verwirrende Botschaft": Nemetschek kommt unter die Räder
11:44 Uhr

Langlaufende US-Bondrenditen auf 19-Jahres-Hoch 

Inflationssorgen treiben die Renditen an den Anleihemärkten weiter nach oben. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe war nach der Fed-Entscheidung am Vorabend mit 5,23 Prozent auf ein 19-Jahres-Hoch geklettert. Der Anstieg der Renditen langlaufender Anleihen zeige die Skepsis der Händler, ob die US-Notenbank den Preisdruck entschlossen genug bekämpft, sagen Analysten. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe klettert um einen Basispunkt auf 3,17 Prozent, die der 30-jährigen steigt um drei Basispunkte auf 3,664 Prozent. 

Langlaufende US-Bondrenditen auf 19-Jahres-Hoch 
11:31 Uhr

Zukäufe stützen Heidelberg Materials

Heidelberg Materials hat im zweiten Quartal dank einer anziehenden Nachfrage an Fahrt gewonnen und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr konkretisiert. Der Umsatz stieg stärker als am Markt erwartet um sechs Prozent auf 6,04 Milliarden Euro, wie der Baustoffkonzern mitteilte. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) erhöhte sich um vier Prozent auf 1,09 Milliarden Euro und lag damit leicht über der Analystenprognose von 1,06 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nun einen Betriebsgewinn zwischen 3,40 und 3,65 Milliarden Euro und senkte damit das obere Ende der Spanne geringfügig. Die Nachfrage im Bausektor werde sich weiter stabilisieren, erklärte der Hersteller von Zement und Beton.

"Eine erste spürbare Nachfrageerholung in unseren Kernmärkten hat zur guten Geschäftsentwicklung beigetragen", sagte Vorstandschef Dominik von Achten. Das Geschäftsumfeld bleibe jedoch herausfordernd. Das Wachstum des Dax-Konzerns wurde zudem durch Zukäufe in Nordamerika und der Türkei beschleunigt. Zur Profitabilität trug darüber hinaus das laufende Sparprogramm bei, das nach Unternehmensangaben bislang Einsparungen von 440 Millionen Euro einbrachte. Bis Ende des Jahres soll das Ziel von 500 Millionen Euro übertroffen werden.

Zukäufe stützen Heidelberg Materials
11:13 Uhr

Verspottetes E-Auto Luce von Ferrari durch einen Trick ausverkauft?

Bei seiner Vorstellung wird der Ferrari Luce in sozialen Medien und von Autokritikern geradezu verspottet - vor allem für seine Optik. Nun hat das Modell laut Insidern seine Jahresabsatzziele bereits erreicht. 500 Modelle sind verkauft, vornehmlich an chinesische Kunden. 

Verspottetes E-Auto Luce von Ferrari durch einen Trick ausverkauft?
10:09 Uhr

Deutsche Wirtschaft überrascht mit Mini-Wachstum

Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilt. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Das ist bereits das dritte Plus in Folge: Im Schlussquartal 2025 reichte es zu einem Wachstum von 0,3 Prozent, in den ersten drei Monaten 2026 zu einem Plus von 0,4 Prozent.

Die Ende Februar begonnenen Angriffe der USA und Israels auf den Iran haben die Ölpreise in die Höhe getrieben und Unternehmen wie Verbraucher viel Geld gekostet. "Die Konsumausgaben entwickelten sich den vorläufigen Erkenntnissen nach verhalten, die Investitionen gingen zurück", betonten die Statistiker. Dafür nahmen die Exporte im Frühjahr zu Die jüngsten Konjunkturdaten wiesen zuletzt alle nach oben. Industrieaufträge, Produktion, Exporte, Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsatz zogen jeweils an. In der Industrie sind die Auftragsbücher mittlerweile so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015. 

Deutsche Wirtschaft überrascht mit Mini-Wachstum
10:03 Uhr

"Kleine Sensation" der Fed - platzt Trumps Zins-Traum?

Die US-Notenbank hält die Zinsen zwar stabil, doch ungewöhnlicher Widerstand im Fed-Gremium sorgt für Unsicherheit. Drohen statt Zinssenkungen sogar Zinserhöhungen? ntv-Börsenreporter Frank Meyer erklärt, warum die Märkte nervös reagieren und was das für Anleger bedeutet.

"Kleine Sensation" der Fed - platzt Trumps Zins-Traum?
09:50 Uhr

Etwas Entspannung am Ölmarkt

Am Rohstoffmarkt geben die Ölpreise wieder nach. So verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,4 Prozent auf 89,44 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 1,1 Prozent schwächer bei 83,53 Dollar. Zur Wochenmitte hatten die Ölpreise deutlich zugelegt. Brent beispielsweise war zeitweise mehr als acht Prozent gestiegen, weil die Kämpfe am Golf wieder aufgeflammt waren.

Etwas Entspannung am Ölmarkt
09:32 Uhr

Adidas ist im WM-Rausch

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika gibt Adidas Rückenwind. Die weltweite Nummer zwei auf dem Sportartikelmarkt erwartet für das laufende Jahr nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent, wie Adidas mitteilte. Bisher hatte Vorstandschef Björn Gulden bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Nach den ersten sechs Monaten steht bereits ein Plus von währungsbereinigt 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu Buche. In Euro blieb ein Plus von zehn Prozent.

Den operativen Gewinn erwartet Adidas weiterhin bei rund 2,3 Milliarden Euro. Dazu könnten Erstattungen von Einfuhrzöllen in die USA von 250 bis 300 Millionen Dollar kommen, die noch nicht in der Prognose enthalten seien. Im zweiten Quartal habe man bereits erste Zollerstattungen erhalten. Im ersten Halbjahr stieg das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, die operative Marge lag damit bei 9,6 Prozent.

Adidas ist im WM-Rausch
09:14 Uhr

Dax ist nicht in Stimmung

Der Dax gibt zum Start ins heutige Geschäft nach. Der deutsche Börsenleitindex, der sich an den vergangenen Handelstagen bis auf 25.460 Punkte gearbeitet hatte – der gestrige Schlusskurs -, notiert aktuell im Bereich von 25.395 Zählern. Marktteilnehmer verweisen auf eine gewisse Nervosität bei den Anlegern und führen etwa nicht eindeutige Geschäftsausweise aus den USA als Grund an. Dort hatte Microsoft mit seinem Zahlenwerk überzeugt, Meta dagegen enttäuscht. Auch die Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh nach einer erneuten Zinspause sorgen nicht für Kauflaune.

Dax ist nicht in Stimmung
09:00 Uhr

Samsungs Chip-Geschäft sorgt für Gewinnexplosion

Samsung rechnet mit einer Verschärfung des weltweiten Chipmangels bis ins Jahr 2028. "Der Engpass wird sich 2027 im Vergleich zu diesem Jahr voraussichtlich weiter zuspitzen und 2028 anhalten", sagte der Chef der Speichersparte, Jaejune Kim. Angetrieben vom Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) erzielte die Halbleitersparte im zweiten Quartal einen operativen Gewinn von 89,2 Billionen Won (rund 54 Milliarden Euro) - ein Anstieg um mehr als das 250-Fache. Sie machte damit auch den Großteil des Konzerngewinns von 89,5 Billionen Won aus, der höher lag als die Konzernergebnisse der letzten drei Jahre zusammengenommen.

Die stark gestiegenen Speicherpreise belasteten jedoch das Smartphone-Geschäft: Die Mobilfunksparte verbuchte mit einem Minus von 700 Milliarden Won erstmals in ihrer Geschichte einen Quartalsverlust. Die Samsung-Aktie legte in Seoul zunächst um bis zu acht Prozent zu, schloss dann jedoch 1,1 Prozent schwächer. Analysten lobten den Ausblick, der Sorgen über eine Abschwächung der KI-Investitionen dämpfte.

Samsungs Chip-Geschäft sorgt für Gewinnexplosion
08:40 Uhr

Hochnervöse Anleger in Südkorea

An den asiatischen Aktienmärkten überwiegen die Abgaben. In Südkorea zeigt sich der Markt nach dem Absturz der vergangenen zwei Tage extrem volatil. Wenig Anklang in Asien findet das bestätigte Leitzinsniveau der US-Notenbank. Das uneinheitliche Abstimmungsergebnis im Offenmarktausschuss und die vorsichtigen Kommentare des Vorsitzenden Kevin Warsh lassen Anleger über den Zeitpunkt künftiger geldpolitischer Schritte im Unklaren. Gleichwohl reduzierten die Märkte ihre Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung. Auch die Geschäftsausweise von Meta Platforms und Microsoft liefern wenig Orientierung; Meta gaben nachbörslich in den USA um über sieben Prozent nach, Microsoft kletterten dagegen um über sieben Prozent.

In Südkorea bleibt die Verunsicherung nach dem jüngsten Absturz hoch, der Kospi pendelt zwischen Ab- und Aufschlägen und zeigt sich aktuell 1,1 Prozent tiefer - trotz starker Geschäftszahlen von Samsung Electronics. Deren Kurs steigt nach zunächst deutlich höheren Aufschlägen nun um 1 Prozent. Der Technologieriese meldete einen deutlichen Gewinnanstieg im zweiten Quartal. Die zuletzt abverkauften SK Hynix fallen um weitere 4,4 Prozent.

Der japanische Nikkei steigt um 0,3 Prozent und zeigt sich ebenfalls äußerst volatil. Der ShanghaiComposite gibt 1,2 Prozent nach, der HSI in Hongkong stagniert, der australische S&P/ASX-200 fällt um 0,8 Prozent.

Hochnervöse Anleger in Südkorea
08:20 Uhr

Anleger bleiben in Deckung

Der Dax wird am schwächer in den Handel starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed und weiteren Tech-Bilanzen nahezu unverändert bei 25.460,48 Punkten geschlossen. Die Fed beließ den Leitzins am Mittwoch in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Drei der zwölf Mitglieder des zuständigen Offenmarktausschusses (FOMC) stimmten jedoch für eine Erhöhung. An den Finanzmärkten wird mit einer geldpolitischen Straffung im September gerechnet.

Im Fokus der Anleger am Donnerstag stehen das Bruttoinlandsprodukt für die Eurozone und die USA im zweiten Quartal, die deutschen Inflationsdaten für Juli und der PCE-Index der persönlichen Ausgaben der US-Konsumenten im Juni. Zudem steht der Zinsentscheid der Bank of England (BoE) an. Trotz des anhaltenden Inflationsdrucks in Großbritannien dürfte die Notenbank in London die Füße stillhalten.

Nach den Quartalsergebnissen von Meta und Microsoft folgen heute die Zahlen von Amazon und Apple. In Deutschland blicken Anleger auf die Zwischenberichte von Unternehmen wie Adidas und BMW.

Anleger bleiben in Deckung
08:02 Uhr

BMW-Gewinn bricht ein

Die Krise auf dem chinesischen Automarkt reißt Löcher in die Bilanz des Autobauers BMW. Im abgelaufenen Quartal brach der Gewinn des Dax-Konzerns eigenen Angaben zufolge unter dem Strich um 34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein. Der Umsatz schrumpfte zugleich um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 Milliarden Euro. Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. Der Umsatzrückgang fiel damit stärker aus, als vom Unternehmen befragte Analysten vorhergesagt hatten. "Der Wettbewerb hat sich im globalen Automobilmarkt spürbar verschärft", sagte Finanzchef Walter Mertl. Entsprechend verstärke BMW seinen Sparkurs. Am Mittwoch hatte BMW angekündigt, Tausende Stellen in Deutschland zu streichen.

BMW-Gewinn bricht ein
07:44 Uhr

Rechtskosten treffen Meta

Hohe Kosten für Rechtsstreitigkeiten überschatten das überraschend starke Umsatzwachstum von Meta. Die Facebook- und Instagram-Mutter hob zudem das untere Ende der Spanne für die geplanten Investitionen an. Das US-Unternehmen rechnet für 2026 mit Ausgaben zwischen 130 und 145 statt 125 und 145 Milliarden Dollar. Die Meta-Aktie fiel daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um fünf Prozent.

Der Konzernumsatz von Meta stieg weiteren Angaben zufolge im zweiten Quartal um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie schrumpfte dagegen überraschend um 13 Prozent auf 6,18 Dollar. Hier machten sich Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 2,4 Milliarden bemerkbar. Der Betreiber von Facebook und Instagram muss sich unter anderem wegen des Designs seiner Apps in mehreren Verfahren vor Gericht verantworten. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, Nutzer gezielt süchtig zu machen. Im Frühjahr hatte ein US-Gericht Meta und Google zu Schadenersatzzahlungen verurteilt.

Rechtskosten treffen Meta
07:29 Uhr

Microsoft nimmt Druck vom Kessel

Die milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren zahlen sich für Microsoft aus. Der Softwarekonzern gab dank einer boomenden Cloud-Sparte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen bekannt. "In diesem Jahr hat der Azure-Umsatz erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar überschritten", sagte Konzernchef Satja Nadella. Die kostenpflichtige Variante des KI-Assistenten Copilot nutzen inzwischen mehr als 30 Millionen Anwender.

Die Cloud-Erlöse stiegen im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 um 43 Prozent. Analysten hatten mit knapp 40 Prozent gerechnet. Der Konzernumsatz und der operative Gewinn legten jeweils 18 Prozent auf 90 beziehungsweise 40,6 Milliarden Dollar zu. Anleger reagierten erleichtert auf die Zahlen. Microsoft-Aktien legten im nachbörslichen Handel an der Wall Street um drei Prozent zu.

Microsoft nimmt Druck vom Kessel
07:11 Uhr

Schwache Nachfrage nach Eisenerz

Die Futures auf Eisenerz geben nach. Die Preise dürften in einer Handelsspanne verharren, da die Anleger auf weitere makroökonomische Signale von wichtigen politischen Treffen in China und den USA in dieser Woche warten, so die Analysten von Nanhua Futures. Die Nachfrage nach Eisenerz bleibe schwach, da sich das Produktionstempo der Stahlwerke verlangsame, heißt es weiter. Eisenerz gibt 2,0 Prozent auf 725,5 Yuan pro Tonne nach.

Schwache Nachfrage nach Eisenerz
06:52 Uhr

"Verkaufsgeschehen hat irrationales, panikartiges Element" 

Die Sorge vor einer Blase bei Aktien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) verunsichert die asiatischen Börsen. Im Mittelpunkt steht ein Ausverkauf in Südkorea, der den Leitindex Kospi auf einen Wochenverlust von zwölf Prozent drückt. Aktuell erholt sich der Index zwar um vier Prozent, der Finanzminister entschuldigte sich jedoch für die Einführung von gehebelten Einzelaktien-ETFs, die die Verluste verschärft hatten. "Angesichts der Tatsache, dass die grundlegende These intakt bleibt, scheint das aktuelle Verkaufsgeschehen ein irrationales, panikartiges Element zu haben", sagt Gina Kim, Portfoliomanagerin bei Nordea Asset Management.

Der breiter gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legt um mehr als ein Prozent zu. Der japanische Nikkei-Index steigt 2,0 Prozent. Zusätzliche Unsicherheit geht von der US-Notenbank Fed aus, die nach einer uneinheitlichen Zinsentscheidung die Anleger über den künftigen Kurs im Unklaren ließ.

"Verkaufsgeschehen hat irrationales, panikartiges Element" 
06:37 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 163,47 Yen und legt leicht auf 6,7605 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,8150 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1453 Dollar und zieht leicht auf 0,9335 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:17 Uhr

Nach Zinspause: Fed-Kurs ist unklar

Nach der fünften Zinspause in Folge sind Experten längst nicht mehr so überzeugt wie zuvor, dass die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins bei der kommenden Sitzung wirklich erhöhen wird. Zwar erwartet eine Mehrheit von Ökonomen weiterhin, dass die Fed bei ihrem September-Entscheid den Zins um einen Schritt straffen dürfte - mit der ersten Veränderung im laufenden Jahr würde die Spanne dann bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegen. Mit dem zuvor nahezu fest eingepreisten Schritt rechnen inzwischen aber deutlich weniger Volkswirte als noch vor dem Entscheid am Mittwoch. Der von Präsident Donald Trump installierte Fed-Chef Kevin Warsh ließ sich bei der Pressekonferenz nicht in die Karten schauen.

Die US-Zentralbank hatte das fünfte Mal in diesem Jahr den Leitzins unangetastet gelassen, während Trump beharrlich eine Senkung fordert. Damit bleibt die Spanne vorerst bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Neun Mitglieder stimmten dafür, während sich drei Abweichler für eine Zinserhöhung um einen Schritt (25 Basispunkte) aussprachen. Dass das Fed-Gremium nicht einstimmig votiert, ist zwar nicht außergewöhnlich - die vergleichsweise hohe Anzahl an Gegenstimmen zeigt allerdings, wie unterschiedlich stark die derzeit hohe Teuerungsrate und die von ihrer ausgehenden Gefahren gewichtet werden. Im Juni lag die Inflation bei 3,5 Prozent.

Nach Zinspause: Fed-Kurs ist unklar
05:59 Uhr

KI? Cloud? Es wird sportlich

Zwei Themen haben das Handeln der Dax-Anleger zur gestrigen Wochenmitte bestimmt: Das erneute Aufflammen der Kämpfe an der Straße von Hormus ließ die Ölpreise in die Höhe schießen. Brent kostet wieder über 90 Dollar je Barrel (159 Liter). Stützend wirkte sich dagegen die Berichtssaison aus, in der etwa Deutsche Bank und Rheinmetall die Anleger überzeugen konnten. Auch BASF schloss fester. Der Dax beendete den Handel kaum verändert mit 25.460 Punkten.

Nach Börsenschluss hierzulande erfolgte dann die Zinsentscheidung der US-Notenbank: Diese hält trotz anhaltender Inflationsgefahr den Leitzins stabil. Die Federal Reserve (Fed) beließ ihn in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Experten hatten damit gerechnet, auch wenn sich der neue Fed-Chef Kevin Warsh mit Signalen zum Zinskurs bewusst zurückgehalten hatte. Die durch den Energiepreisschock infolge des Iran-Krieges befeuerte Inflation hat zuletzt zwar nachgelassen. Mit 3,5 Prozent war die Teuerung im Juni jedoch noch immer stark erhöht.

Und heute? Da liefert die Konjunktur BIP-Daten aus Deutschland und den USA. Aber auch die Berichtssaison geht weiter, hierzulande öffnet etwa Adidas die Bücher. Sportlich hat der fränkische Sportartikelhersteller bei der Fußball-Weltmeisterschaft maximal abgeräumt: In einem reinen Drei-Streifen-Finale setzte sich Spanien gegen Argentinien durch. Das zweite Quartal, über das die weltweite Nummer zwei hinter Nike am Donnerstag berichtet, wird erste Hinweise geben, ob und wie sich das in den Zahlen niederschlägt. Adidas profitiert ohnehin von der Schwäche von Nike. Nach Branchendaten ist der Marktanteil der Herzogenauracher bei Sportschuhen im Juni auf 19,2 Prozent gestiegen. Ein Jahr zuvor waren es erst 16 Prozent gewesen.

In den USA legen zwei Börsen-Schwergewichte Zahlen vor: Bei den Geschäftszahlen des iPhone-Anbieters Apple halten Anleger Ausschau nach Gewinneinbußen durch die stark gestiegenen Speicherchip-Preise. Apple musste wegen der gestiegenen Kosten bereits die Preise für einige seiner Produkte anheben. Börsianer beschäftigt außerdem die Frage, ob Kunden Neuanschaffungen hinauszögern. Das Unternehmen hat für das abgelaufene Quartal Erlöse von etwa 107 bis 110 Milliarden Dollar prognostiziert.

Im Mittelpunkt der Quartalsbilanz des Online-Händlers Amazon steht die Entwicklung der Cloud-Tochter Amazon Web Services (AWS). Anleger wollen wissen, ob sich die hohen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) rechnen und ob wie bei der Konkurrenz zusätzliche Investitionen geplant sind. Analysten erwarten für das zweite Quartal einen AWS-Umsatz von 40,4 Milliarden Dollar. Die Konzernerlöse lagen voraussichtlich bei 196,5 Milliarden Dollar.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

KI? Cloud? Es wird sportlich