Schwung bei Techwerten nutzt Dax nicht viel
Die Aussicht auf ein weiterhin starkes Wachstum bei KI-Vorreiter Nvidia hat den europäischen Technologiewerten neuen Schwung verliehen. Zahlreiche Chipwerte und Papiere von KI-Ausrüstern legten nach der zuversichtlichen Prognose von Nvidia deutlich zu. Der Dax kam dagegen nicht so richtig voran. Der deutsche Leitindex schloss 0,3 Prozent höher bei 26.367 Punkten. Der TecDax legte dagegen um 2,1 Prozent zu. Der EuroStoxx notierte 0,8 Prozent tiefer bei 6421 Stellen.
Der Optimismus hinsichtlich des KI-getriebenen Wachstums beschränke sich weitgehend auf den Technologiesektor, konstatierte Ipek Ozkardeskaya, Analystin bei Swissquote. Am Gesamtmarkt dämpften Inflationssorgen und die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen dagegen die Stimmung.
Für Techaktien ging es in Frankfurt nach oben. Infineon gewannen 3,6 Prozent und Aixtron 0,9 Prozent. Auch andere Unternehmen aus diesem Sektor überzeugten. So setzten starke Salesforce-Geschäftszahlen einen positiven Impuls für SAP. Die Papiere der Walldorfer verteuerten sich um 5,5 Prozent.
Welche Nebenwerte vom KI-Boom profitieren
Vom KI-Boom profitieren längst nicht nur die großen Tech-Unternehmen. Wie der Megatrend auch kleineren Unternehmen Chancen eröffnet, welche Nebenwerte darüber hinaus interessant sind und wie Anleger darauf setzen können, darüber spricht Raimund Brichta mit David Houdek von der Fondsgesellschaft Acatis.
EZB-Protokolle liefern Signale für baldige Zinserhöhung
Im Kampf gegen die hartnäckig hohe Inflation im Euroraum wird voraussichtlich eine weitere Zinserhöhung der EZB fällig. Dies geht aus den Protokollen der jüngsten Zinssitzung der Notenbank vom Juli hervor: "Zwar bleiben die Entscheidungen von der Datenlage abhängig, doch dürfte eine weitere Zinsanhebung notwendig sein, sofern sich die Inflationsaussichten nicht erheblich verbessern sollten", heißt es darin.
Einige Währungshüter merkten an, dass sie sich bereits auf der aktuellen Sitzung nicht gegen eine mögliche Zinserhöhung gesperrt hätten. Denn die seit der Sitzung im Juni eingegangenen Daten hätten Argumente für eine weitere Straffung der Geldpolitik untermauert. Der nächste Zinsentscheid der EZB steht auf einer auswärtigen Sitzung am 10. September in Berlin an. An den Finanzmärkten wird eine Erhöhung als sehr wahrscheinlich erachtet.
Kann der Nvidia-Chef die Erfolgsgeschichte fortsetzen?
Nach Wochen mit wachsenden Zweifeln am KI-Boom setzt Nvidia wieder ein deutliches Signal: Der Chipkonzern hat seinen Umsatz und Nettogewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt. Entscheidend ist nun aber der Blick nach vorn: Wie will Konzernchef Jensen Huang das hohe Wachstum sichern?
Moderna-Aktie wegen Milliardenanleihe unter Druck
Die Ankündigung einer milliardenschweren Wandelanleihe belastet die Aktien von Moderna. Die Papiere des US-Impfstoffherstellers verlieren an der Wall Street 3,5 Prozent. Moderna will nach eigenen Angaben zwei Milliarden Dollar über eine privat platzierte Wandelanleihe mit Laufzeit bis 2032 aufnehmen. Der Erlös solle allgemeinen Unternehmenszwecken dienen, unter anderem dem Ausbau des Onkologie-Geschäfts und der Rückzahlung von Schulden.
Ein Teil des Erlöses sei zudem für derivative Geschäfte vorgesehen, mit denen eine mögliche Verwässerung des Aktienkapitals durch die Wandelanleihe begrenzt werden soll. Die Ankündigung folgt auf einen starken Kursanstieg der Moderna-Aktie. Allein in diesem Monat waren die Papiere um 173 Prozent nach oben geschossen, nachdem das Unternehmen positive Studiendaten zu seinem Hautkrebs-Impfstoff veröffentlicht hatte.
US-Arbeitslosenanträge gehen erneut zurück
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche erneut gesunken. Damit setzte sich die Achterbahnfahrt bei den Arbeitslosenzahlen in diesem Sommer fort. Die Zahl der Personen, die einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung stellten, lag in der Woche bis zum 22. August bei 203.000. Das sind 4000 weniger als die auf 207.000 nach oben korrigierte Zahl der Vorwoche, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Ökonomen hatten mit 208.000 gerechnet.
Nvidia-Aktie schießt hoch, HP-Papier stürzt ab
Ein optimistischer Ausblick des Chipriesen Nvidia hat die technologielastigen Indizes an der Wall Street angetrieben. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte zur Eröffnung fast ein Prozent höher bei 26.321 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 rückte um 0,2 Prozent auf 7693 Zähler vor. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab hingegen 0,2 Prozent auf 53.355 Stellen nach.
Die Aktien des KI-Vorreiters stiegen nach der Eröffnung um fast sieben Prozent. Andere Chipfirmen wie Micron und Intel legten in Nvidias Kielwasser um jeweils rund 3,5 Prozent zu. "Für Nvidia ist es zur Routine geworden, die Quartalserwartungen zu übertreffen", kommentierte Matthew Tuttle, Chef von Tuttle Capital Management. "Es ist der Nachfrageausblick, den der Markt belohnt hat." Gegen den Trend sackten HP nach überraschend schwachen PC-Absatzzahlen um zehn Prozent ab.
Für Warsh ist Jackson Hole ein "Ritt auf der Rasierklinge"
Auf dem Notenbank-Symposium in Jackson Hole/Wyoming, das heute startet, wird mit großer Spannung die Rede von Notenbanker Kevin Warsh erwartet. Warum "jedes Wort auf der Goldwaage" liegen wird, erklärt ntv-Börsenreporter Frank Meyer.
Evonik-Chef Kullmann muss krankheitsbedingt pausieren
Beim Spezialchemiekonzern Evonik muss Vorstandschef Christian Kullmann überraschend wegen einer Erkrankung vorübergehend ersetzt werden. Der frühere Interims-Finanzchef und aktuelle Asien-Chef Evoniks, Claus Rettig, sei in den Vorstand berufen worden und solle Kullmanns Ämter übernehmen, bis der 57-Jährige wieder genesen sei, teilte der Essener Konzern nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Kullmann solle sich in den kommenden Wochen von einer "schweren, ungeplanten Operation" erholen. "Wir gehen fest davon aus, dass er nach seiner Rehabilitation seine Aufgaben wieder übernehmen wird", sagte Aufsichtsratschef Bernd Tönjes.
Kullmann steht seit Mai 2017 an der Spitze des Essener Konzerns. Erst im April war sein Vertrag bis 2030 verlängert worden. Damals war auch Michael Rauch als neuer Finanzchef vorgestellt worden, der sein Amt zum 1. Mai antrat. Rettig war auf seinen Posten in Asien zurückgekehrt.
Rheinmetall baut Drohnen-Testzentrum am Flughafen Kassel-Calden
Der Rüstungskonzern Rheinmetall baut ein neues Logistik- und Technologiezentrum am Regionalflughafen Kassel. Der Dax-Konzern investiert in Summe einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die strategische Investition wird vom Land Hessen gefördert, wie Rheinmetall mitteilte. Mit einer Nutzfläche von über 30.000 Quadratmetern werde das Logistikzentrum eine der bedeutendsten Infrastrukturinvestitionen des Konzerns in Deutschland sein. Die Inbetriebnahme des Standorts in der Gemeinde Calden in unmittelbarer Nachbarschaft zum Flughafen ist für Ende 2027 geplant. Rheinmetall plant in Calden zudem die Errichtung eines Testzentrums für ihre Drohnen.
"Im Gegensatz zu anderen Flughäfen bietet Kassel Airport einmalige Möglichkeiten zur Drohnenerprobung", teilte Rheinmetall mit. Auch das neue Hessische Drohnenkompetenzzentrum (HDKZ), das am Flughafen gebaut wird, biete für Rheinmetall einen wertvollen Standortvorteil.
Dollar-Entwertungsspekulation lockt Gold-Anleger
Der Goldpreis steigt leicht. Er legt 0,1 Prozent auf 4597,44 Dollar je Feinunze zu. Das Edelmetall habe nur begrenztes Abwärtspotenzial, da die sogenannte Dollar-Entwertungsspekulation weiterhin Käufe von Anlegern anziehe, kommentieren die Analysten von ANZ Research. Dies gelte, obwohl ein US-Inflationsindikator über dem Ziel der US-Notenbank bleibe, was die Markterwartungen auf eine Zinserhöhung der Zentralbank bis zum Jahresende erhöhe, fügen sie hinzu. Ein Umfeld höherer Zinsen belastet in der Regel unverzinsliche Anlagen wie Gold.
Die Aufmerksamkeit richte sich nun auf die Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh auf dem jährlichen Treffen in Jackson Hole im weiteren Verlauf der Woche, deren Tonfall die geldpolitischen Erwartungen durchaus beeinflussen könnte, so Tony Sage von Critical Metals.
Astrazeneca meldet Erfolg mit Speiseröhren-Medikament
Astrazeneca hat einen Studienerfolg mit dem Medikament Tezspire verbucht. Wie der britische Pharmakonzern mitteilte, hat er positive Ergebnisse in einer Studie der Phase 3 bei Patienten mit eosinophiler Ösophagitis, einer entzündlichen Erkrankung der Speiseröhre, erzielt. Das Medikament habe in Woche 24 der Studie Verbesserungen bei den primären und allen wichtigen sekundären Endpunkten gezeigt, die bis Woche 52 anhielten.
Die primären Endpunkte waren eine histologische Remission sowie die Häufigkeit und der Schweregrad von Dysphagie - oder Schluckbeschwerden - im Vergleich zu einem Placebo. Das Sicherheitsprofil des Medikaments stimmte im Allgemeinen mit seinen zugelassenen Indikationen überein, fügte Astrazeneca hinzu. Das Medikament wird in Zusammenarbeit mit dem US-Biotechnologieunternehmen Amgen entwickelt. Tezspire ist derzeit in den USA, der EU, China und Japan zur Behandlung von schwerem Asthma und chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen zugelassen.
Was der Geldmarkt von der nächsten EZB-Zinssitzung erwartet
Die jüngsten Daten zur Kreditvergabe sprechen für ein anhaltendes Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Laut der EZB stieg die Buchkreditvergabe an Nicht-Finanzunternehmen mit einer Jahresrate von 4,4 (Juni: 4,0) Prozent. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die Kreditvergabe um 22 Milliarden Euro, nachdem sie im Vormonat um 27 Milliarden Euro zugelegt hatte. Die gesamte Kreditvergabe im Euroraum stieg mit einer Jahresrate von 2,4 (2,3) Prozent. Am europäischen Geldmarkt wird fest erwartet, dass die EZB auf ihrer Septembersitzung die Leitzinsen um 25 Basispunkte erhöhen wird. Laut der Deutschen Bank werden bis Mitte kommenden Jahres Zinserhöhungen von 62 Basispunkten eingepreist - inklusive der fest eingepreisten im September.
Tagesgeld: 2,15 - 2,35 (2,15 - 2,35), Wochengeld: 2,13 - 2,38 (2,13 - 2,38), 1-Monats-Geld: 2,33 - 2,58 (2,36 - 2,66), 3-Monats-Geld: 2,36 - 2,70 (2,57 - 2,87), 6-Monats-Geld: 2,69 - 2,88 (2,68 - 2,87), 12-Monats-Geld: 2,74 - 2,92 (2,81 - 3,14), Euribors: 26.08. 25.08. 3 Monate: 2,5540 2,5450, 6 Monate: 2,7660 2,7620, 12 Monate: 3,0070 2,9890
Verzicht auf VW-Krisengespräch in Dresden
Anders als zunächst vorgesehen findet am Dresdner VW-Standort keine außerordentliche Betriebsversammlung statt. Auf den zuvor für den Nachmittag angekündigte Termin verzichte man im Einvernehmen zwischen dem Betriebsrat, der Geschäftsführung in der sächsischen Landeshauptstadt sowie dem Konzernvorstand in Wolfsburg, teilte Betriebsratssprecher Heiko Lossie mit. Die "Sächsische Zeitung" hatte zuvor berichtet.
Der Entfall sei "ein Ausweis für den erfreulichen Umstand, dass zumindest in der Gläsernen Manufaktur derzeit kein akuter Informationsbedarf in der Belegschaft besteht", so Lossie. Der Konzernvorstand hatte sich demnach grundsätzlich zu einem Termin in Dresden bereiterklärt, man habe dann aber verzichtet. Die nächste reguläre Betriebsversammlung findet den Angaben nach in wenigen Wochen statt. In der sächsischen Landeshauptstadt produziert VW bereits seit Ende letzten Jahres keine Autos mehr. In dem zentral gelegenen Glasbau entsteht in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden ein Innovationscampus. Die 230 Beschäftigten sollen ihren Arbeitsplatz vorerst behalten.
Kurswechsel bei Coba-Problematik: Klingbeil lädt Unicredit-Chef Orcel zu Gespräch
Die Bundesregierung schaltet sich in das Übernahmeringen zwischen Commerzbank und der italienischen Großbank Unicredit ein. Finanzminister Lars Klingbeil hat Unicredit-Chef Andrea Orcel für den 14. September zu einem Gespräch in sein Haus eingeladen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Es gehe darum, die Position der Bundesregierung darzulegen und in einen Austausch zu treten, hieß es. "Dies begleitet die Gespräche der beiden Banken, denen es weiterhin obliegt, in direkten Beratungen über den weiteren Weg zu sprechen."
Die Einladung des SPD-Politikers markiert einen Kurswechsel in der bisherigen Position der Bundesregierung. Noch im Juli hatte sie das Vorgehen der Unicredit als "aggressiv und feindlich" bezeichnet und als "inakzeptabel" abgelehnt. Die Unicredit hat sich bereits den Zugriff auf fast 50 Prozent der Anteile gesichert. Der Bund, der die Commerzbank in der Finanzkrise mit Steuermilliarden vor den Kollaps gerettet hat, hält noch gut zwölf Prozent an der Commerzbank und ist damit zweitgrößter Aktionär.
Uber startet offizielles Milliardenangebot für Delivery Hero
Der US-Fahrdienstvermittler Uber macht bei der geplanten Milliardenübernahme des Essenslieferdienstes Delivery Hero ernst und treibt damit die Konsolidierung in der Branche voran. Nach der Genehmigung durch die Finanzaufsicht BaFin legte der Konzern das offizielle öffentliche Angebot vor. Es werde erwartet, dass Vorstand und Aufsichtsrat von Delivery Hero zu gegebener Zeit ihre gemeinsame begründete Stellungnahme veröffentlichen und das Angebot unterstützen werden, hieß es in den Angebotsunterlagen.
Den Aktionären werden demnach wie bereits Mitte Juli angekündigt 41,50 Euro je Aktie in bar geboten, was einer Gesamtbewertung von bis zu 13 Milliarden Euro entspricht. Die Annahmefrist läuft vom 27. August bis zum 5. November. Ein Bieterwettkampf gilt als ausgeschlossen, da sich Uber bereits eine Mehrheit von rund 53 Prozent an dem Berliner Dax-Konzern gesichert hat. Dies geschah durch eigene Anteile sowie eine bindende Zusage des Großaktionärs Prosus.
Lufthansa wie HSV im Dax: Kurseinbruch gefährdet Aufstieg
Vor fünf Jahren ist die Lufthansa in den MDax abgestiegen, bald könnte sie wieder in der ersten Börsenliga, dem Dax, spielen. Damit könnte sie schaffen, was der HSV in der Bundesliga vor einem Jahr geschafft hat. Was die Airline und der Fußballverein gemeinsam haben, erklärt ntv-Börsenexperte Patrick Dewayne.
Steht jetzt der Krypto-Frühling vor der Tür?
Nach langer Durststrecke hat der Bitcoin zuletzt wieder deutlich zugelegt. Ist der Krypto-Winter damit vorbei? Und wie können Anleger das Comeback nutzen? Darüber spricht Raimund Brichta mit Dirk Heß von nxtAssets.
Weg zum Dax-Allzeithoch charttechnisch frei
Nach dem Spurt über die fast deckungsgleichen Hochs bei 26.166 und 26.172 Punkten strebt der Dax weiter Richtung Norden. "In der Konsequenz rücken die Hochpunkte bei rund 26.500 Punkten mehr und mehr in Schlagdistanz. Selbst bis zum Allzeithoch bei 26.574 Punkten ist es nicht mehr weit", so HSBC. Knapp oberhalb dieses Rekordlevels verlaufe aktuell zudem das obere Bollinger Band bei aktuell 26.592 Punkten, wodurch sich ein zusätzlicher Widerstand ergebe. Ein Vorstoß in "uncharted territory" sorgte für ein erneutes prozyklisches Einstiegssignal.
Am Mittag legte der Dax um 0,3 Prozent auf 26.355 Punkte zu. Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent auf 6459 Stellen. Der Euro lag 0,2 Prozent schwächer bei 1,1646 US-Dollar.
Nvidia dick im Plus - deutsche Chipaktien stark
Die Hoffnung auf ein weiterhin starkes Wachstum bei dem KI-Vorreiter Nvidia hat die Chipwerte und Papiere von KI-Ausrüstern beflügelt. Der Ausblick von Nvidia sollte helfen, die Sorgen der Anleger vor einem Abbruch des Wachstums im KI-Sektor zu lindern, sagte Jochen Stanzl von der Consorsbank. Im Dax standen Siemens Energy und Infineon mit einem Plus von mehr als drei Prozent an der Spitze. Im MDax legten Suss Microtec und Aixtron 9,4 beziehungsweise 5,1 Prozent zu. Die Aktien der niederländischen Halbleiterunternehmen ASML, ASM International und BESI gewannen bis zu 2,5 Prozent. Nvidia, die seit ihrem Höchststand im Mai um fast zwölf Prozent gefallen sind, verbuchten im vorbörslichen US-Handel ein Plus von mehr als sechs Prozent.
BMW schafft wichtige E-Auto-Absatzmarke
BMW hat beim Elektroauto-Absatz die Marke von zwei Millionen geknackt. Der elektrische i5 sei im Werk Dingolfing vom Band gelaufen und an einen Kunden in Spanien übergeben worden, teilte das Dax-Unternehmen mit. BMW-Vertriebschef Jochen Goller sagte, in Europa setze sich die positive Entwicklung nach der Markteinführung des BMW iX3 fort, bei dem in Kürze der Meilenstein von 100.000 Bestellungen erreicht werde. BMW hatte wegen der starken Nachfrage nach dem Auto die zweite Schicht im neuen Werk im ungarischen Debrecen früher als eigentlich geplant eingeführt.
Die hohen Spritpreise seit Beginn des Iran-Kriegs sowie staatliche Kaufanreize treiben derzeit die Nachfrage nach Elektroautos in Europa. Bei BMW war im ersten Halbjahr mehr als jedes vierte verkaufte Auto in Europa ein Elektroauto. Auf den anderen wichtigen Märkten sieht es dagegen anders aus: In den USA halten sich Autokäufer nach dem Auslaufen einer Steuergutschrift im vergangenen Jahr mit dem Erwerb elektrischer Neuwagen zurück. In China spielen die deutschen Autobauer auf dem stark wachsenden Markt für Elektroautos bislang keine Rolle.
DIW-Konjunkturbarometer steigt deutlich
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist im August um gut fünf Punkte auf 96,4 Punkte gestiegen. Damit kommt der Indikator der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt, nach dem Rückgang im Vormonat wieder näher. Das Barometer des Berliner Instituts setzt damit sein Auf und Ab der vergangenen Monate fort. "Das in den vergangenen Monaten schwankende DIW-Konjunkturbarometer spiegelt das insgesamt instabile konjunkturelle Bild wider - so langsam scheint die deutsche Wirtschaft aber Fuß zu fassen", sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik.
Telekom-Aktie schmiert nach Herunterstufung ab
Nach einer Herunterstufung finden sich die Aktien der Deutschen Telekom am Dax-Ende wieder. Die Papiere geben in der Spitze 2,1 Prozent nach. Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben die Aktie auf "Hold" von "Buy" heruntergenommen. Sie sähen für das zweite Halbjahr derzeit keine unmittelbaren Kurstreiber, heißt es in dem Kommentar.
Das ist Shein wert
Shein dürfte Insidern zufolge bald die Aktien für seinen Börsengang in Hongkong in der Mitte der anvisierten Preisspanne ausgeben. Das Unternehmen werde die Papiere voraussichtlich zu 48,56 Hongkong-Dollar zuteilen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit nehme der Online-Modehändler rund 1,73 Milliarden US-Dollar ein und komme auf eine Unternehmensbewertung von etwa 26,5 Milliarden Dollar.
Der Ausgabepreis soll am 31. August festgelegt werden, das Börsendebüt ist für den 1. September geplant. Das Orderbuch für den am Montag gestarteten Börsengang war einem Reuters-Bericht zufolge bereits am Dienstag vollständig gezeichnet.
Ölpreise fallen weiter
Am Rohstoffmarkt setzt sich der Preisverfall beim Öl fort. So verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,9 Prozent auf 87,04 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,9 Prozent schwächer bei 81,51 Dollar.
Expertin: Trump hat Kanada provoziert
Nach Einschätzung der US-Expertin Laura von Daniels hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump die Kanadier im Handelsstreit mit harten Verhandlungspositionen provoziert. Die Forderungen reichten bis in den Bereich der Sprach- und Kulturpolitik, sagte die Politökonomin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) der dpa. Für den kanadischen Premierminister Mark Carney sei das eine Frage der Souveränität. "Einmischung in nationale Regulierung verbietet sich", sagte von Daniels. Zudem seien kanadische Verhandler als sehr robust bekannt, vor allem wenn es um Interessen kanadischer Milchproduzenten oder um die Stahl- und Auto-Industrie gehe.
Man müsse aber auch sehen: "Bisher sind die neuen US-Zölle noch relativ milde und auf weniger wichtige Produkte begrenzt." Weiter gehende Zolldrohungen, bei denen es für Kanada richtig teuer würde, etwa bei Autos und Autoteilen, würden erst im Januar 2027 in Kraft treten. "Das lässt einigen zeitlichen Spielraum für weitere Verhandlungen."
Seit dem Scheitern der Handelsgespräche zwischen Washington und Ottawa Ende vergangener Woche ist der Streit zwischen den Nachbarländern eskaliert. Die USA verhängten am Wochenende Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar (rund 17 Mrd. Euro). Kanada kündigte daraufhin Gegenzölle ungefähr im selben Wert an und legte ein milliardenschweres Hilfspaket für betroffene Branchen in Kanada auf.
Dax arbeitet sich nach oben
Der Dax zieht fester in den heutigen Handel. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 26.330 Punkten. Zur Wochenmitte hatte er leicht fester mit einem Stand von 26.286 Zählern geschlossen. In einer ersten Reaktion positiv aufgenommene Zahlen des Chip-Schwergewichts Nvidia stützen.
Diese Aktie wird nachbörslich abgestraft
Ein Rückgang der Verkaufszahlen von Personal Computern (PC) hat starke Quartalszahlen von HP überschattet und die Aktie des US-Konzerns auf Talfahrt geschickt. Die Papiere fielen im nachbörslichen Handel um zehn Prozent.
Die Zahl der ausgelieferten PCs sei im dritten Quartal (bis 31. Juli) um 16 Prozent gesunken, teilte HP mit. Dennoch stieg der Umsatz in der Sparte um 18 Prozent. Der Gesamtumsatz kletterte dank einer starken Nachfrage nach KI-optimierten Rechnern um 12,5 Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar. Damit übertraf HP die Erwartungen der Analysten von 14,38 Milliarden. Der bereinigte Gewinn lag bei 83 Cent pro Aktie und damit ebenfalls über den Prognosen von 69 Cent.
Für das vierte Quartal stellte HP einen bereinigten Gewinn zwischen 69 und 79 Cent pro Aktie in Aussicht. Dies liegt über der durchschnittlichen Schätzung von 67 Cent. Zudem hob der Konzern seine Jahresprognose an.
Chipwerte im Aufwind
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich trotz gut ausgefallener Nvidia-Zahlen lediglich uneinheitlich. In Tokio geht es nach oben, der Topix gewinnt 0,3 Prozent. Der technologielastige Kospi in Seoul verbessert sich deutlich um 1,8 Prozent. Der Shangha Compositei liegt 0,6 Prozent höher. Dagegen geht es in Hongkong um ein halbes Prozent nach unten. Schlusslicht ist die Börse in Sydney mit einem Minus von 0,9 Prozent.
In Seoul steigen SK Hynix und Samsung Electronics um 3,0 und 2,1 Prozent. Die beiden Unternehmen gelten als die klarsten asiatischen Profiteure von Nvidias Investitionen in KI-Infrastruktur. SK Hynix ist ein wichtiger Lieferant von Hochgeschwindigkeitsspeicher, der in Nvidias KI-Beschleunigern verwendet wird, während Samsung ebenfalls sein Engagement im Bereich HBM ausbaut.
Experte warnt vor Wirtschaftsrisiken
Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat vor anhaltend hohen Risiken für die deutsche Wirtschaft gewarnt. "Die jüngsten wirtschaftlichen Indikatoren sind ermutigend, aber von einer Trendwende kann noch keine Rede sein", sagte der Ökonom der "Augsburger Allgemeinen". Vor allem in den vergangenen Jahren hätten sich positive Indikatoren immer wieder als trügerisch erwiesen.
Die Risiken für die Weltwirtschaft seien nach wie vor enorm, sagte Fratzscher weiter. "Der Krieg im Iran, die Schließung der Straße von Hormus und erneut aufflammende Handelskonflikte könnten die Inflation weiter erhöhen und die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland zunichtemachen." Zudem könnte die Europäische Zentralbank (EZB) gezwungen sein, die Zinsen zu erhöhen und damit private Investitionen zu bremsen. Selbst wenn sich die Chancen auf eine Erholung verbesserten, dürfte diese moderat ausfallen und sich nur mit Verzögerung am Arbeitsmarkt zeigen.
Verbraucherlaune hellt sich auf
Angesichts besserer Aussichten für die Konjunktur und die eigenen Finanzen hellt sich auch die Verbraucherlaune überraschend auf. Das Barometer für das Konsumklima im September steigt um 2,8 Punkte auf minus 26,6 Zähler, wie die GFK-Marktforscher und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) mitteilten. Experten hatten nur eine stabile Verbraucherstimmung erwartet. Da die Wirtschaft zuletzt aber besser lief als gedacht und in den Chefetagen der Firmen zunehmend Optimismus einkehrt, sind auch die Verbraucher nicht mehr ganz so pessimistisch. Der spürbare Anstieg des Konsumklimas ist laut den Forschern neben der leicht gesunkenen Sparneigung vor allem auf die deutlich gestiegenen Einkommenserwartungen zurückzuführen.
Krisengespräche bei VW - und scharfe Kritik
Während der VW-Vorstand seine Standorte-Tour zur Belegschaft fortsetzt, wird Kritik an einer fehlenden Perspektive laut. "Es ist meine klare Erwartungshaltung an den Vorstand, für ein tragfähiges Zukunftskonzept zu sorgen", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies der dpa. "Werksschließungen und massenhafte Entlassungen können nicht die Lösung sein", kritisierte der SPD-Politiker.
Nach Ankündigung von Vorstandschef Oliver Blume, den Sparkurs zu verschärfen, wird beim größten Autobauer Europas um Zehntausende zusätzliche Jobs und vier ganze Standorte gebangt. Der mächtige Betriebsrat reagierte entrüstet und berief außerordentliche Betriebsversammlungen an insgesamt neun Standorten ein.
Nach dem Auftakt in Wolfsburg und Besuchen in den als bedroht geltenden Werken in Emden und Zwickau werden Vertreter des Vorstands heute im Motorenwerk in Chemnitz und der Gläsernen Manufaktur in Dresden erwartet. In Dresden werden bereits keine Fahrzeuge mehr produziert. Neben Emden und Zwickau gibt es für das Nutzfahrzeugwerk in Hannover und den Audi-Standort in Neckarsulm keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre.
KI-Boom beflügelt SAP-Rivalen
Eine starke Nachfrage nach neuen Werkzeugen für Künstliche Intelligenz (KI) stimmt Salesforce zuversichtlicher: Der SAP-Rivale hob seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Die Aktien des US-Konzerns legten im nachbörslichen Handel um sieben Prozent zu.
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Salesforce nun einen Umsatz zwischen 46,1 und 46,4 Milliarden Dollar, nachdem zuvor 45,9 bis 46,2 Milliarden in Aussicht gestellt worden waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 16,67 bis 16,71 Dollar steigen. Bislang war das Unternehmen von 14,06 bis 14,12 Dollar ausgegangen.
Der Umsatz im abgelaufenen Quartal lag bei 11,35 Milliarden Dollar rund damit leicht über den 11,32 Milliarden, die Experten erwartet wurden. Der Gewinn je Aktie von 5,90 Dollar lag ebenfalls über den prognostizierten 3,26 Dollar. Das Unternehmen selbst hatte hier Erlöse von 11,27 bis 11,35 Milliarden Dollar und einen Gewinn zwischen 3,25 und 3,27 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.
Börsenumfeld bleibt positiv
Nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen von Nvidia dürften Europas Börsen mit kleinen Aufschlägen in den Handel starten. Der Chipgigant hat besser als erwartet ausgefallene Umsätze und Ergebnisse für das abgelaufene Quartal bekannt gegeben. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal lag über den Prognosen. Wichtig aus Marktsicht ist aber vor allem die Prognose für 2027: Nvidia hat ein Umsatzwachstum von 70 Prozent in Aussicht gestellt, Analysten gingen bislang nur von 45 Prozent aus. Der KI-Investitionsboom scheint mithin intakt - für die Nvidia-Aktie ging es nachbörslich 4,7 Prozent nach oben.
Das Börsenumfeld bleibt insgesamt freundlich angesichts der in den vergangenen Tagen wieder sich vermehrenden Hinweise, die auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten hoffen lassen. Ein Wermutstropfen sind die wieder anziehenden Renditen an den Anleihemärkten. Mit 4,66 Prozent rentieren 10-jährige US-Treasurys nur knapp unter den Hochs bei 4,75 Prozent. Niveaus ab 5 Prozent werden von Analysten als problematisch für die Aktienmärkte eingestuft.
VW braucht "Quantensprung"
Volkswagen hat einen harten Weg vor sich. Laut dem Branchenexperten Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) muss VW im Blick nach vorn ein "Quantensprung" gelingen. Effizienzsteigerung und eine organisatorische Neuaufstellung für mehr Schnelligkeit und Flexibilität seien nötig. "Andererseits müssen völlig neue Wachstumsfelder erschlossen werden, um in der disruptiven Phase der Branche langfristig zu überleben", sagte Bratzel. Der Konzern stehe vor großen Herausforderungen. "Das wird nicht ohne große Konflikte über die Bühne gehen", prognostiziert Bratzel.
"Sehe mit Sorge, dass Firmen zu viel investieren"
"Das Geschäft ist kerngesund"
Starke Quartalszahlen des US-Chipkonzerns Nvidia geben den asiatischen Börsen Auftrieb. Der Hersteller von Grafikprozessoren für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) übertraf mit seinem Umsatz und seiner Prognose die Erwartungen der Wall Street. "Das Geschäft ist kerngesund", sagt Chris Weston, Analysechef bei Pepperstone. "Das wird die Leute aufrütteln und sie werden sich fragen: 'Was habe ich verpasst?'"
Die Stimmung wird jedoch durch US-Inflationsdaten gebremst, die auf einen weiterhin hohen Preisdruck hindeuten. Der Nikkei-Index gibt um 0,1 Prozent auf 66.164,19 Punkte nach. Der Shanghai Composite gewinnt hingegen 0,3 Prozent. Der südkoreanische Kospi legt um 1,5 Prozent zu.
Das ist los im frühen Devisenhandel
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 159,33 Yen und legt leicht auf 6,7207 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8053 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1655 Dollar und zieht leicht auf 0,9385 Franken an.
Chip-Dickschiff zeigt, was geht
Nvidia hat mit seiner Umsatzprognose die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der weltgrößte Anbieter von Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) stellte für das dritte Quartal Erlöse von 108,0 Milliarden Dollar in Aussicht, plus oder minus zwei Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit 104,2 Milliarden gerechnet. Dennoch konnte der Ausblick Sorgen der Anleger um die langfristige Dominanz des Konzerns auf dem Markt für KI-Chips nicht zerstreuen. In seiner Prognose ging Nvidia davon aus, dass keine Chips für Rechenzentren in China verkauft werden.
Die Nvidia-Aktie gab im nachbörslichen Handel zunächst um 1,2 Prozent nach. Das Papier hat im bisherigen Jahresverlauf 14,2 Prozent zugelegt, während sich die Kurse der Konkurrenten AMD und Intel mehr als verdoppelt haben.
Im vorangegangenen Quartal hatte Nvidia Umsatz und Gewinn überraschend deutlich gesteigert. Daraufhin kündigte der Konzern weitere Aktienrückkäufe und eine Anhebung der Dividende an. Die Zahlen von Nvidia gelten als Barometer für den gesamten KI-Markt. Zuvor hatten Großkunden wie Microsoft und Meta signalisiert, dass die Technologiebranche in diesem Jahr mehr als 730 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur ausgeben dürfte – ein beispielloser Anstieg gegenüber den 400 Milliarden Dollar im Vorjahr.
Jackson Hole als Stimmungskiller
Der Dax hat zur Wochenmitte an seine leichten Gewinne vom Dienstag anknüpfen können: Der deutsche Börsenleitindex schloss 0,1 Prozent fester mit einem Stand von 26.286 Punkten. Ein Grund dafür waren die erneut gefallenen Ölpreise, die nun um die 86-Dollar-Marke notieren. Auslöser waren Berichte, wonach Iran und Oman über ein Rahmenabkommen zur Öffnung der Straße von Hormus verhandeln. Daneben kursierten Berichte, nach denen sich die USA und der Iran auf einen neuen Waffenstillstand geeinigt haben sollen.
Heute liegt das Augenmerk der Anleger auf der Konjunktur: Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland dürfte im September weiter verhalten bleiben. Experten erwarten, dass sich das von den GFK-Marktforschern und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) erstellte Konsumklima-Barometer auf dem Vormonatswert von minus 29,6 Zählern einpegeln wird. Als Grund für die Konsumzurückhaltung gilt, dass Verbraucher angesichts geopolitischer Krisen und hoher Inflation ihr Geld eher zusammenhalten und auf die hohe Kante legen.
Zudem beginnt in den USA das von Investoren mit Spannung erwartete Notenbankenforum in Jackson Hole. Im Bundesstaat Wyoming treffen sich Währungshüter aus aller Welt. Dieses Jahr steht das dreitägige Forum unter dem Leitmotto "Finanzinnovation". US-Notenbankchef Kevin Warsh wird am Freitag eine Rede halten. Er will dabei in Zeiten anhaltend hoher Inflation und eines jüngst von Stellenabbau geprägten US-Arbeitsmarkts die großen wirtschaftlichen Themen in den Blick nehmen.
Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.