Der Börsen-Tag
8. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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12:51 Uhr

Goldman malt Ölpreis-Horrorgemälde

Angesichts der verschärften Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus und im Roten Meer könnte der Preis für Brent-Rohöl auf mehr als 120 US-Dollar pro Barrel steigen. Davor warnte Goldman Sachs in einer neuen Ölpreisprognose. "Die Märkte preisen zunehmend einen länger andauernden Nahost-Konflikt ein", erklärten die Analysten der Bank in einem Research Note. Goldman teilte mit, die Basisannahme sei nun, dass die Störungen der Schifffahrt im Nahen Osten bis ins nächste Jahr andauern würden. Die Bank prognostizierte, dass ein Ölpreis von 120 Dollar im Jahr 2027 im pessimistischsten Szenario für die Rohölproduktion im Nahen Osten zur Normalität werden könnte. In diesem Szenario würden die Ölexporte der Region aufgrund anhaltender Spannungen weiterhin Engpässe aufweisen.

In ihrem Basisszenario hob Goldman die Preisprognose für Brent für Dezember 2026 auf 85 Dollar pro Barrel an, von zuvor 80 Dollar. Die Bank merkte an, dass wachsende Lieferungen aus den USA und von anderen Produzenten außerhalb des Nahen Ostens dazu beitragen könnten, die Auswirkungen der Störungen in der Region auszugleichen.

Goldman malt Ölpreis-Horrorgemälde
12:41 Uhr

Was man bei Börsenspielen über Geldanlage lernen kann

Anlagestrategien testen, die man sich im echten Leben nicht traut, oder aber sich erstmal an das Thema Aktien herantasten: das geht mit Börsenspielen. Das Spiel Trader 2026 der Société Générale, bei dem ntv Medienpartner ist, ist gestartet. Und wer mitmacht, kann nicht nur Erfahrungen gewinnen.

Was man bei Börsenspielen über Geldanlage lernen kann
12:27 Uhr

Nordex-Aktie bekommt weiteren Schub

Anleger greifen nach einer Hochstufung bei Nordex zu. Die Titel des Windanlagenbauers ziehen im Frankfurter Handel zeitweise um rund drei Prozent an, nachdem die Analysten der Citigroup die Titel auf "Buy" von zuvor "Neutral" hoch gesetzt und das Kursziel auf 50 von zuvor 48 Euro angehoben haben. Bereits am Vortag hatte eine Hochstufung durch die Analysten der Bank of America (BofA) für kräftigen Rückenwind gesorgt und die Titel um rund zehn Prozent nach oben getrieben.

Nordex-Aktie bekommt weiteren Schub
12:10 Uhr

Dax im Minus

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat weiterhin an Boden verloren. Der deutsche Leitindex verlor am Mittag 0,3 Prozent auf 25.923 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent niedriger bei 6398 Stellen. Der Euro lag etwas leichter bei 1,1614 US-Dollar.

Dax im Minus
11:57 Uhr

Übernahme von Telecom Italia wird teurer

Poste Italiane hat sein Übernahmeangebot für Telecom Italia um 550 Millionen Euro auf 11,35 Milliarden Euro aufgestockt. Der staatlich kontrollierte Konzern teilte mit, er erhöhe die Barofferte pro Aktie um 0,30 Euro auf 1,97 Euro und biete zudem erstmals eigene Aktien an. Für jeden Anteilsschein des ehemaligen italienischen Telefonmonopolisten sollen 0,218 neu ausgegebene Poste-Papiere zugeteilt werden. Die maximale Barkomponente liege bei 3,36 Milliarden Euro. Zudem verzichtete Poste auf die Bedingung, dass ihm mindestens 66,67 Prozent der ausstehenden Aktien angedient werden müssen.

Der italienische Finanzkonzern hatte bereits einen Anteil von 20 Prozent an Telecom Italia aufgebaut und sich im Rahmen der Offerte Reuters-Berechnungen zufolge bislang erst weitere fünf Prozent gesichert. Die Annahmefrist läuft am Freitag ab und wird vom 21. bis 25. September erneut geöffnet. Poste hatte die Übernahmepläne im März vorgestellt, um einen führenden nationalen Anbieter für digitale Infrastruktur und Dienstleistungen zu schaffen.

Übernahme von Telecom Italia wird teurer
11:32 Uhr

Ölpreis vor 100 Dollar - Analysten werden nervös

Brent nähert sich der Marke von 100 Dollar, zugleich werden die Prognosen nervöser. ntv-Börsenexpertin Corinna Wohlfeil erklärt, warum dem Ölmarkt wichtige Sicherheitsreserven fehlen - und weshalb steigende Preise auch Inflation und Zinsen wieder unter Druck setzen könnten.

Ölpreis vor 100 Dollar - Analysten werden nervös
11:09 Uhr

IWH: Weniger Firmenpleiten im August - aber mehr Jobs betroffen

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist einer Studie zufolge im August gesunken, doch waren zugleich mehr Arbeitsplätze von Insolvenzen bedroht. Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften sank um zehn Prozent auf 1525, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilte. Allerdings waren dies immer noch 63 Prozent mehr als im August-Durchschnitt der Vorkrisenjahre 2016 bis 2019. Das Insolvenzgeschehen bleibt damit trotz des leichten Rückgangs auf einem hohen Niveau.

Besonders stark stieg die Zahl der von Pleiten gefährdeten Arbeitsplätze. In den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen waren im August mehr als 16.000 Jobs betroffen. Das waren 21 Prozent mehr als im Vormonat Juli und mehr als doppelt so viele wie im Schnitt der Vorkrisenjahre. Dem IWH zufolge führen besonders Pleiten bei großen Arbeitgebern oft zu erheblichen und dauerhaften Einkommensverlusten bei den betroffenen Mitarbeitern.

IWH: Weniger Firmenpleiten im August - aber mehr Jobs betroffen
10:45 Uhr

Goldpreis fällt

Der Goldpreis gibt trotz eines schwächeren US-Dollars nach. Die Anleger warten nun auf die US-Inflationsdaten, um weitere Hinweise auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank zu erhalten. Am Vormittag im europäischen Handel notiert der Terminkontrakt aus New York 0,8 Prozent niedriger bei 4440,10 US-Dollar je Feinunze. "Dass sich Gold über der Marke von 4.400 US-Dollar hält, deutet darauf hin, dass die defensive Nachfrage immer noch stark genug ist, um den Druck eines robusten Arbeitsmarktes auszugleichen", meint Naeem Aslam von Zaye Capital Markets.

"Der Markt wägt zwei konkurrierende Kräfte gegeneinander ab: stärkere US-Wirtschaftsdaten, die für höhere Zinsen sprechen, und die geopolitische Unsicherheit, die weiterhin die Nachfrage nach sicheren Häfen anzieht." Der Fokus richtet sich nun auf die US-Daten zu den Erzeuger- und Verbraucherpreisen, die im Laufe dieser Woche veröffentlicht werden.

Goldpreis fällt
10:37 Uhr

Trader 2026: Mitspielen, traden und gewinnen

Geld anlegen ohne Risiko? An der Börse gibt es das bekanntlich nicht. Bei einem Börsenspiel schon. In der kommenden Woche startet der Trader 2026. Wie das Spiel funktioniert, wer teilnehmen kann und welche Preise winken, darüber spricht Raimund Brichta mit Anja Schneider von der Société Générale. Jetzt anmelden unter www.trader-boersenspiel.de.

Trader 2026: Mitspielen, traden und gewinnen
10:13 Uhr

Novartis-Aktie geht kräftig baden

Schon wieder abwärts geht es bei Novartis. Die Aktie bricht im frühen Handel um 9,5 Prozent ein. "Das ist schon der zweite Studienrückschlag in einer Woche", sagt ein Händler: "Der Markt reagiert zunehmend nervös, weil damit die so langsam der geplante Zeitplan für kommende Blockbuster-Umsätze ins Schwanken kommt". Das Scheitern des experimentelen Medikaments Del-Desiran werfe zudem die Frage auf, wie sinnvoll der Zukauf des Entwicklers Avidity für zwölf Milliarden Dollar gewesen sei.

Novartis-Aktie geht kräftig baden
09:49 Uhr

Brent-Preis nahe der 100-Dollar-Schallmauer

Am Rohstoffmarkt notiete die Rohölsorte Brent aus der Nordsee kaum verändert bei 97,10 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI liegt 1,1 Prozent fester bei 92,51 Dollar. "Zwar hat der US-Feiertag Labor Day zum Wochenauftakt für geringere Handelsvolumina gesorgt", sagen die Analysten der Bank Westpac. "Der militärische Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran am Wochenende hat die Ölpreise jedoch weiter angetrieben und die Risikobereitschaft insgesamt gedämpft."

Brent-Preis nahe der 100-Dollar-Schallmauer
09:31 Uhr

Wirtschaftsweise Grimm fordert klare Reformen

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat Union und SPD nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt davor gewarnt, in ihren Reformanstrengungen nachzulassen. "Die politisch erreichbaren AfD-Wähler gewinnt man nicht durch bessere Kommunikation oder Warnungen vor der AfD zurück, sondern nur durch glaubwürdige Problemlösungen", sagte Grimm der "Augsburger Allgemeinen". Notwendige Reformen würden seit Jahren mit dem Argument vertagt, sie könnten Wähler an die politischen Ränder treiben. Genau dieses Aufschieben stärke jedoch den Eindruck, dass die politische Mitte nicht mehr handlungsfähig sei, erklärte die Wirtschaftsweise.

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Fordert grundlegende Reformen: die Wirtschaftsweise Veronika Grimm. (Foto: Britta Pedersen/dpa)

Die Gefahr für die politische Mitte bestehe nicht darin, zu viele Reformen zu wagen, sondern diese aus Angst vor Stimmenverlusten immer weiter aufzuschieben. Die demokratische Mitte verliere nicht deshalb an Zustimmung, weil sie zu viele Veränderungen wage, sondern weil immer mehr Menschen den Eindruck hätten, dass sich trotz offensichtlicher Probleme zu wenig bewege. Grimm warnte Wirtschaftsvertreter zudem vor einer Annäherung an die AfD und eine von ihr geführte Regierung. "Wer als Unternehmer versucht, die AfD wirtschaftspolitisch in eine bestimmte Richtung zu lenken, begibt sich auf eine Gratwanderung ohne Sicherung", sagte sie. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken seien enorm.

Wirtschaftsweise Grimm fordert klare Reformen
09:14 Uhr

Dax lässt es ruhig angehen

Der Dax bleibt sich zum Start ins heutige Geschäft treu: Der deutsche Börsenleitindex, der zu Wochenbeginn 0,2 Prozent auf 26.007 Punkte nachgegeben hatte, büßt erneut etwas ein und notiert aktuell im Bereich von 25.975 Zählern. Am Markt wird erwartet, dass erst ab dem Mittag wieder Schwung in den Handel kommt. Gestern war die Wall Street feiertagsbedingt geschlossen. Die asiatischen Börsen hatten sich daraufhin uneinheitlich gezeigt. 

Dax lässt es ruhig angehen
08:59 Uhr

Deutsche Exporte sinken überraschend 

Die Erfolgsserie der deutschen Exporteure ist im Juli wegen der schwächeren Nachfrage aus Europa und China gerissen. Nach zuvor fünf Anstiegen in Folge sanken die Ausfuhren erstmals wieder. Sie gaben um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 138,2 Milliarden Euro nach, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten dagegen mit einem Mini-Wachstum vom 0,1 Prozent gerechnet. Verglichen mit Juli 2025 zogen die Exporte aber um 6,1 Prozent an.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juli Waren im Wert von 78 Milliarden Euro und damit 1,6 Prozent weniger als im Vormonat exportiert. Die meisten Ausfuhren in ein einzelnes Land gingen erneut in die USA: Dorthin wurden deutsche Waren im Wert von 14,4 Milliarden Euro geliefert und damit 19,1 Prozent mehr als im Vormonat. Das deutsche China-Geschäft brach um 9,5 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro ein.

Deutsche Exporte sinken überraschend 
08:40 Uhr

Kospi erneut im Rally-Mordus

In Ermangelung von US-Vorgaben geht es an den Aktienmärkten in Ostasien uneinheitlich zu. Ausreißer nach oben ist die Börse in Seoul. Dort geht die Rally vom Vortag weiter, erneut angeführt von den Chipaktien. Der Kospi gewinnt 2,2 Prozent, SK Hynix verteuern sich um weitere 5,7 und Samsung Electronics um 3,1 Prozent. Hanmi Semiconductor steigen um 5,6 Prozent.

Der japanische Topix gibt mit einem Minus von 0,6 Prozent den Vortagsgewinn wieder ab, trotz eines positiven Konjunktursignals. Das japanische BIP-Wachstum wurde für das zweite Quartal auf annualisiert 1,4 Prozent von in erster Lesung 1,1 Prozent nach oben revidiert. Das nährt aber zugleich Spekulationen über eine Zinserhöhung. In Südkorea wurde unterdessen das BIP-Wachstum im zweiten Quartal mit 3,7 Prozent bestätigt. Das nominale BIP wuchs dabei so kräftig wie seit 47 Jahren nicht mehr dank starker Halbleiterexporte und Investitionen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.

An den chinesischen Börsen tut sich weniger: Shanghai zieht um 0,4 Prozent an, Hongkong gibt um 0,3 Prozent nach. In Shanghai stützt, dass die chinesischen Exporte im August im Jahresvergleich wie von Ökonomen erwartet 25 Prozent zugelegt haben. Zugleich stiegen auch die Importe kräftig um 28,2 Prozent und fielen ebenso stärker aus als gedacht. Das nährt Hoffnungen auf eine anziehende Konsumnachfrage.

Kospi erneut im Rally-Mordus
08:21 Uhr

Das große Warten

Mit einem ruhigen Geschäft rechnen Händler an Europas Börsen. Zumindest bis zum Mittag, denn dann kehren die US-Marktteilnehmer aus ihrem langen Wochenende zurück. Besonders gespannt ist man auf die Entwicklung an den US-Bond-Märkten. Deren Renditeanstieg hatte zuletzt den Takt an den Börsen vorgegeben. Am Morgen zeigen sich die zehnjährigen US-Treasuries mit 4,78 Prozent weiter auf dem bisherigen Niveau. Der DAX-Terminkontrakt notiert 30 Punkte höher, aber mit ähnlich niedrigen Umsätzen wie am Vortag. Die Börsen in Asien zeigen uneinheitliche Vorzeichen.

Nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag dürften erst die US-Inflationsdaten am kommenden Donnerstag und Freitag Aufschluss über die Zinsoptionen der US-Notenbank geben. Bis dahin dürfte an den Märkten Unsicherheit über das Thema Inflationsentwicklung dominieren. Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag gilt indes als sicher, bei ihr stehen nur Kommentare zur Inflation im Fokus.

Das große Warten
08:04 Uhr

Goldman Sachs hebt Ölpreisprognosen an

Goldman Sachs hat ihre Ölpreisprognosen wegen der anhaltenden Risiken für die Schifffahrt im Nahen Osten angehoben. Für Dezember 2026 rechne das Institut nun mit einem Preis von 85 Dollar je Barrel (159 Liter) für die Nordseesorte Brent und 80 Dollar für die US-Sorte WTI, teilte Goldman Sachs mit. Dies entspricht einem Aufschlag von jeweils fünf Dollar gegenüber der bisherigen Schätzung. Für das Jahr 2027 rechnen die Analysten mit Preisen von 80 beziehungsweise 75 Dollar.

Begründet wurde die Anpassung mit der Erwartung, dass die Störungen des Schiffsverkehrs in der Region bis ins kommende Jahr andauern. Sollte die durchschnittliche Ölförderung in der Golfregion im Jahr 2027 zudem um vier Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkriegsniveau liegen, könnte der Brent-Preis sogar auf über 120 Dollar steigen, hieß es weiter.

Goldman Sachs hebt Ölpreisprognosen an
07:45 Uhr

Hornbach ist auf Kurs

Hornbach hat im zweiten Quartal dank einer robusten Kundennachfrage mehr umgesetzt und verdient. Der Nettoumsatz stieg in den Monaten Juni bis August um 7,3 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro, teilte der im SDax notierte Baumarktkonzern anhand vorläufiger Zahlen mit. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte trotz eines anhaltenden Kostendrucks um 12,8 Prozent auf 124,6 Millionen Euro. Neben dem regen Kundeninteresse profitierte Hornbach nach eigenen Angaben von einem positiven Kalendereffekt mit mehr Verkaufstagen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026/27 bekräftigte der Vorstand seine Prognose. Demnach soll der Umsatz den Vorjahreswert von 6,43 Milliarden Euro erreichen oder leicht übertreffen. Das bereinigte Ebit wird wie im Vorjahr bei 264,7 Millionen Euro erwartet. Zur Begründung verwies der Konzern auf anhaltende geopolitische Risiken, die sich unter anderem auf die Konsumstimmung, die Einkaufspreise und die Logistikkosten auswirken könnten. Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr will Hornbach am 29. September vorlegen.

Hornbach ist auf Kurs
07:35 Uhr

Gasspeicher-Füllstände historisch niedrig

Der Gasspeicher-Verband INES warnt angesichts historisch niedriger Füllstände vor Engpässen bei der Erdgasversorgung im kommenden Winter. Die deutschen Speicher seien Anfang September nur zu rund 53 Prozent gefüllt, teilte die Initiative Energien Speichern (INES) mit. Dies sei der niedrigste Stand zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der Aufzeichnungen vor 15 Jahren. Vor einem Jahr habe der Füllstand rund 71 Prozent betragen.

Den Szenarien des Verbandes zufolge kann technisch bis zum 1. November noch ein Füllstand von rund 77 Prozent erreicht werden. Dafür müsste sich das Befüllungstempo jedoch erheblich erhöhen. In den verbleibenden zwei Monaten müsste mehr Gas eingespeichert werden als in den vergangenen drei Monaten zusammen. Ein Füllstand von 77 Prozent wäre laut dem Verband bei normalen Wintertemperaturen ausreichend, um die Versorgung zu gewährleisten. "Bei extrem kalten Temperaturen reicht ein Füllstand von rund 77 Prozent hingegen nicht aus", sagte INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. Dann könne es im Januar zu Unterdeckungen kommen.

Gasspeicher-Füllstände historisch niedrig
06:52 Uhr

Zwei Schwergewichte schieben den Kospi an

Ein kräftiges Lohnwachstum und eine anziehende Wirtschaft befeuern in Japan die Spekulationen auf raschere Zinserhöhungen. An den Märkten gilt es inzwischen als nahezu sicher, dass die Bank of Japan ihren Leitzins in der kommenden Woche auf 1,25 Prozent anheben wird. Dies treibt den Yen am Dienstag auf den höchsten Stand seit Mitte Februar, während die asiatischen Aktienmärkte insgesamt keine klare Richtung finden. "Da das Lohnwachstum weiter an Fahrt gewinnt, spricht immer mehr dafür, dass die Bank of Japan das Tempo der geldpolitischen Straffung erhöht", erklären die Analysten von Capital Economics.

Die japanische Börse bewegt sich vor diesem Hintergrund kaum, zumal auch Vorgaben der Wall Street wegen des dortigen Feiertags fehlen. In Tokio bleibt der Nikkei-Index fast unverändert bei 66.445,13 Punkten, und der breiter gefasste Topix notiert 0,6 Prozent niedriger bei 4102,05 Zählern. Auch an den chinesischen Aktienmärkten halten sich die Ausschläge in Grenzen. Der Shanghai Composite gewinnt 0,4 Prozent auf 3947,27 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,2 Prozent auf 4582,81 Punkte.

Deutlichere Gewinne verzeichnet dagegen der Markt in Südkorea: Angetrieben von Kursgewinnen bei Chipwerten steigt der Kospi um 1,9 Prozent auf 7129,34 Zähler und erreicht damit den höchsten Stand seit drei Wochen. Unter den Einzelwerten ziehen die Aktien von Samsung Electronics um 2,59 Prozent an. Die Papiere des Konkurrenten SK Hynix gewinnen 3,98 Prozent.

Zwei Schwergewichte schieben den Kospi an
06:35 Uhr

Japans Wirtschaft wächst stärker 

Die japanische Wirtschaft ist nach Regierungsangaben im zweiten Quartal dank eines weniger starken Rückgangs der Unternehmensinvestitionen stärker gewachsen als zunächst angenommen. "Wir müssen uns keinerlei Sorgen um die Wirtschaft machen", sagte Kento Minami, Chefvolkswirt bei Daiwa Securities. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg aufs Jahr hochgerechnet um 1,4 Prozent, nachdem in einer ersten Schätzung noch ein Plus von 1,1 Prozent ermittelt worden war. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Zuwachs von 1,6 Prozent gerechnet. Nicht aufs Jahr hochgerechnet wuchs die Wirtschaft um 0,4 Prozent.

Die Unternehmensinvestitionen sanken um 0,9 Prozent und damit weniger stark als zunächst mit 1,2 Prozent gemeldet. Der private Konsum, der mehr als die Hälfte der japanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, stagnierte. Die Auslandsnachfrage – also Exporte abzüglich Importe – trug wie bereits in der ersten Schätzung 0,5 Prozentpunkte zum Wirtschaftswachstum bei. Die Binnennachfrage dämpfte das Wachstum um 0,1 Prozentpunkte; zunächst war noch ein Minus von 0,2 Prozentpunkten ausgewiesen worden. Dass das Wachstum so hoch ausgefallen sei, sei bemerkenswert, da die Lage im Nahen Osten im zweiten Quartal das Wachstum hätte belasten können, erklärte Minami weiter. Die Zentralbank (Bank of Japan, BOJ) habe nun klar Spielraum für weitere Zinserhöhungen. Dafür spricht auch die Entwicklung der Reallöhne, die im Juli um 2,4 Prozent stiegen und damit den stärksten Zuwachs seit Mai 2021 verzeichneten.

Japans Wirtschaft wächst stärker 
06:18 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel profitiert der Yen von den Spekulationen auf raschere Zinserhöhungen in Japan: Der Dollar verliert 0,8 Prozent auf 153,12 Yen. Damit erreicht die japanische Währung ihren höchsten Stand seit Mitte Februar. Gegenüber dem Yuan legt der Dollar dagegen leicht auf 6,7104 Yuan zu. Zum Franken rückt er etwas auf 0,8091 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1625 Dollar und zieht leicht auf 0,9405 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
05:59 Uhr

Neustart mit Export-Power

Der Dax ist in die neue Handelswoche hineingestolpert. War er noch oberhalb der 26.000er-Marke ins Wochenende gegangen, notierte er zum gestrigen Wochenstart zwischenzeitlich wieder darunter, schloss aber dann mit 26.007 Punkten knapp darüber. Das Minus hielt sich mit 0,2 Prozent aber in Grenzen. Ausschlaggebend dafür war in erster Linie eine feiertagsbedingt geschlossene Wall Street. Gleichzeitig verteuerte sich Öl weiter.

Heute startet auch die Wall Street in die Börsenwoche. Das Augenmerk der Anleger liegt aber zunächst auf frischen Konjunkturdaten. Dabei dürften etwa die chinesischen Exporte im August dank einer robusten Auslandsnachfrage weiter an Fahrt gewonnen haben. Volkswirte erwarten für die anstehenden Handelsdaten ein Exportplus von 25 Prozent im Jahresvergleich, nach 23,9 Prozent im Juli. Bei den Importen wird ein Anstieg um 30 Prozent prognostiziert. Der Handelsbilanzüberschuss dürfte den Schätzungen zufolge von zuletzt 112,5 Milliarden auf 119,05 Milliarden Dollar klettern. Der Exportsektor gilt derzeit als wichtigste Stütze der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, da eine schwache Binnennachfrage und der kriselnde Immobiliensektor das Wachstum bremsen.

Und hierzulande? Da dürfte die Erfolgsserie der deutschen Exporteure im Hochsommer gerissen sein. Nach fünf Monaten mit Anstiegen könnten die Ausfuhren im Juli stagniert haben, wenn die Experten richtig liegen. Dies wäre eine weitere schlechte Nachricht für die zuletzt auf Erholungskurs steuernde Wirtschaft: Denn die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Juli überraschend so stark gedrosselt wie seit knapp einem Jahr nicht mehr. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 1,1 Prozent weniger her als im Vormonat.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Neustart mit Export-Power