Dax jagt von Rekord zu Rekord
Der Dax hat auch am zweiten Handelstag im August seine Rekordjagd fortgesetzt. Angetrieben von starken Tech-Werten und überzeugenden Quartalszahlen schloss der deutsche Leitindex 0,7 Prozent höher bei 26.201 Punkten. Im Tagesverlauf markierte er bei 26.267 Zählern ein neues Allzeithoch. Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,1 Prozent auf 32.559 Zähler zu.
Die Stimmung in Frankfurt ist laut CMC Markets Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow gut, aber nicht euphorisch. Hauptgründe für die positive Dynamik seien die weiter rückläufigen Energiepreise sowie insgesamt besser als erwartete Unternehmensergebnisse. Viele Anleger, die bislang außen vor geblieben waren, müssten den Kursen nun hinterherlaufen. Charttechniker trauen dem Index nach dem Sprung über die 26.000er Marke nun Potenzial bis 27.000 Punkte zu.
Der Sprung über die psychologisch wichtige 26.000-Punkte-Marke wirke beim Dax wie ein Dosenöffner, kommentierte Marktanalyst Timo Emden vom Handelshaus CapTrader. Der Dreiklang aus Geopolitik, Geldpolitik und Unternehmenszahlen liefere derzeit die gewünschten Koordinaten für die Navigationssysteme der Anleger. "Die jüngste Rekordserie sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit dem schwelenden Iran-Konflikt nach wie vor erhebliche Risiken unter der Oberfläche glimmen."
Bayer konnte seine Gewinne nicht vollständig mit in den Feierabend nehmen. Am Ende stand ein Plus von 2,0 Prozent zu Buche. Anleger honorierten damit die starken Zahlen zum zweiten Quartal. Das bereinigte operative Ergebnis stieg entgegen der Markterwartung um 1,9 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro und wurde vor allem vom Agrargeschäft getragen. Gesucht waren die Chipwerte: Infineon legten um 3,4 Prozent zu und setzten sich damit an die Spitze des Dax. Sie profitierten vom anhaltenden KI-Boom. Auch Siemens Energy gehörten mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent zu den Top-Gewinnern.
Unter Druck standen vor allem Konsum- und Autotitel. Zalando brachen um 13,0 Prozent ein. Der Online-Händler hatte die Erwartungen verfehlt und den Ausblick für das bereinigte operative Ergebnis nach unten angepasst. Auch Fresenius Medical Care verloren trotz besserer Quartalszahlen 7,8 Prozent. Hier belastete ein schwächer als erhoffter Ausblick. Die Lufthansa-Aktie verlor 8,3 Prozent. Hohe Kerosinkosten von rund 750 Millionen Euro über dem Vorjahr setzten der Airline zu. Für das Gesamtjahr stellt der Konzern nun einen Ergebnisrückgang in Aussicht.
Insgesamt bleibt die Berichtssaison laut Lipkow eine wichtige Stütze für die Börsen. Vorsichtig bleiben Anleger aber bei geopolitischen Risiken. Die Nachrichtenlage rund um die USA und den Iran sorge weiter für Unwägbarkeiten an den Märkten.
Das war der Börsen-Tag am Dienstag. Wir verabschieden uns in den Feierabend. Unsere Kolleginnen und Kollegen von der Spät- und Nachtschicht halten Sie weiterhin auf dem Laufenden. Schauen Sie also gerne immer wieder auf ntv.de vorbei. Wir begrüßen Sie an dieser Stelle morgen um 6 Uhr wieder.
Continental verdient nach Verkäufen mehr
Der Umbau beim Reifenhersteller Continental zahlt sich aus. Der um den Verkauf der Sparte OESL bereinigte Betriebsgewinn verbesserte sich im zweiten Quartal um gut ein Drittel auf 570 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Die Gewinnmarge lag bei 12,9 Prozent nach 9,6 Prozent im Vorjahr. Continental-Finanzchef Roland Welzbacher begründete den höheren Gewinn damit, dass mehr große Reifen verkauft wurden. Dazu kämen geringere Zollkosten sowie günstigere Rohstoffpreise. Allerdings drohe hier Gegenwind. Die Kosten für Rohstoffe dürften in der zweiten Jahreshälfte steigen, ergänzte er.
Beim Umsatz spürt Continental die schwächelnde Autokonjunktur. Die Erlöse lagen bereinigt um die Verkäufe mit 4,4 Milliarden Euro um 0,3 Prozent unter dem Vorjahr. Continental hatte zu Jahresbeginn das Geschäft mit Gummiprodukten für Automobilhersteller OESL verkauft und sich zuletzt von der Kunststofftechnik-Sparte ContiTech getrennt.
Die Wall Street will nach oben - Palantir plus 20 Prozent
Die Hoffnung auf weiter boomende Geschäfte mit Künstlicher Intelligenz (KI) gibt den US-Börsen Rückenwind. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung ein Prozent höher bei 53.696 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,7 Prozent auf 7655 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,3 Prozent auf 26.236 Stellen.
Für gute Stimmung sorgten überraschend starke Geschäftszahlen und Ausblicke von Unternehmen wie dem Datenanalyse-Spezialisten Palantir und dem Chiphersteller ON Semiconductor. Damit knüpfte der Technologiesektor an seine Erholung aus der vergangenen Woche an. Im Juli hatte er eine Korrektur erfahren, da die Anleger rätselten, ob die teuren KI-Investitionen sich für die Unternehmen auszahlen. "Sektoren mit starker Eigendynamik neigen in beide Richtungen zu Übertreibungen", kommentierte Brian Levitt, Chefstratege beim Vermögensverwalter Invesco.
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem Palantir mit einem Plus von mehr als 20 Prozent. Der Datenanalyse-Spezialist hat dank einer starken Nachfrage von Regierungs- und Firmenkunden erneut seine Jahresumsatzprognose angehoben.
Steil nach oben ging es auch für das Social-Media-Unternehmen Snap. Die Aktien des Snapchat-Mutterkonzerns legten um zwölf Prozent zu, nachdem er im zweiten Quartal dank höherer Werbeausgaben während der Fußball-Weltmeisterschaft die Umsatzerwartungen der Analysten übertroffen hatte.
Schwacher China-Markt drückt Absatz von Volvo Car
Volvo Car hat in den drei Monaten Mai bis Juli weltweit vier Prozent weniger Autos abgesetzt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies ist vor allem auf den herausfordernden Markt in China zurückzuführen, wie der schwedische Automobilhersteller mitteilte, der mehrheitlich im Besitz der chinesischen Zhejiang Geely Holding Group ist. Verkauft wurden im genannten Zeitraum 164.663 Fahrzeuge, nach 171.953 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
"Die Verkaufsleistung des Unternehmens wurde erheblich durch den Marktrückgang in China beeinträchtigt", erklärte Volvo Car. In den USA hingegen stiegen die Verkäufe den dritten Monat in Folge und legten prozentual zweistellig zu, was auf anhaltende Erholungstendenzen in dem Land hindeutet. Die Auslieferungen in Europa blieben stabil, mit moderatem Wachstum. Der Absatz von vollelektrischen und Plug-in-Hybrid-Modellen stieg um 15 Prozent und machte 53 Prozent aller weltweit verkauften Volvo-Fahrzeuge aus, hieß es weiter.
Gaspreise steigen - Sorgen um Iran und leere Speicher
Die sinkende Hoffnung auf neue Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran lässt die Gaspreise in Europa erneut steigen. Auch die nur langsam steigenden Füllstände der europäischen Gasspeicher bereiten Sorge vor dem Winter. Der europäische Gas-Future stieg in der Spitze um gut sieben Prozent auf 61,80 Euro je Megawattstunde. Am Montag hatten Spekulationen über eine erneute Annäherung die Preise noch gedrückt. Widersprüchliche Signale beider Seiten dämpften allerdings den Optimismus.
"Die Wiederauffüllung der Gasspeicher schreitet in Europa langsamer voran als 2025", konstatierte Arne Lohmann Rasmussen, Analyst bei Global Risk Management. Laut Daten von Gas Infrastructure Europe waren die EU-Gasspeicher zuletzt zu 57,43 Prozent gefüllt – ein historischer Tiefstand für diese Jahreszeit. "Probleme bei Atom- und Wasserkraftwerken in Europa aufgrund niedriger Wasserstände in mehreren Flüssen könnten zudem die Nachfrage nach Gas zur Stromerzeugung erhöhen", sagte Rasmussen. Analysten der SEB Bank warnten vor den Folgen. "Selbst als die russischen Gaslieferungen 2022 eingestellt wurden, bauten sich Lagerbestände auf."
Japan sitzt auf Amerikas tickender Billionen-Zeitbombe
Zum ersten Mal seit 15 Jahren stützen die Notenbanken in den USA und Japan gemeinsam den Yen. Das ist jedoch kein Freundschaftsdienst von Donald Trump, sondern reiner Eigennutz, erklärt ntv-Börsenreporter Patrick Dewayne.
McDonald's verdient trotz weniger Kunden mehr als erwartet
Wie McDonald's mitteilt, stieg der flächenbereinigte Umsatz in den USA in den drei Monaten bis zum 30. Juni um 0,8 Prozent. Damit entsprach er der Prognose der Wall-Street-Analysten, blieb aber hinter dem Wachstumstempo der Kette im Inland im vergangenen Jahr zurück. Die Zahl der Gäste in den USA sei im Quartal gesunken, teilte das Unternehmen mit, während das Wachstum der durchschnittlichen Rechnung und der Verkauf von teureren Artikeln halfen.
Der Nettogewinn betrug 2,36 Milliarden Dollar, ein Plus von 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn von 3,38 Dollar je Aktie übertraf die Erwartungen der Analysten.
Die Fast-Food-Kette arbeitet daran, Kunden zurückzugewinnen. In den letzten zwei Jahren haben die Amerikaner ihre Ausgaben eingeschränkt, insbesondere Verbraucher mit geringerem Einkommen. Das Unternehmen hat eine Reihe von Angeboten eingeführt und gleichzeitig margenstarke Produkte wie "Dirty Sodas" auf den Markt gebracht.
Im Juni stellte das Unternehmen eine neue globale Geschäftsstrategie namens "McDonald's Next" vor. Diese soll Menü-Upgrades, einen verbesserten Kundenservice und neue Ladenprototypen umfassen. McDonald's erklärte, dass das Unternehmen mit Angeboten wie handpaniertem Hähnchen und neuen Getränken in leuchtenden, TikTok-freundlichen Farben eine breitere Kundschaft ansprechen will.
US-Handelsdefizit geht leicht zurück
Das US-Handelsdefizit ist im Juni zurückgegangen. Die Lücke zwischen Ein- und Ausfuhren verringerte sich um 5,6 Prozent auf 73,3 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium in Washington mitteilt. Ökonomen hatten mit einem etwas niedrigeren Defizit von 73,0 Milliarden Dollar gerechnet. Die Importe sanken deutlich um 1,8 Prozent auf 388 Milliarden Dollar. Die Exporte gingen um 0,9 Prozent zurück auf 314,7 Milliarden Dollar.
Der Rückgang des chronisch hohen US-Handelsdefizits im Juni dürfte allerdings keine Trendwende markieren. Boomende Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) hatten das Handelsdefizit im Mai nämlich sprunghaft ansteigen lassen. Es hat sich auch im zweiten Quartal ausgeweitet und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um einen vollen Prozentpunkt geschmälert. Damit reichte es im Frühjahr dennoch für ein BIP-Wachstum von auf das Jahr hochgerechnet 1,5 Prozent. Befeuert wurde die Wirtschaft durch die Binnennachfrage, die vom Konsum und den Investitionen in die KI-Infrastruktur getrieben wurde.
Aktie hoch bewertet: "Palantir darf sich keinen Ausrutscher leisten"
Laut den Analysten von Jefferies dürfte es für den Technologiekonzern Palantir künftig schwer werden, die himmelhohen Erwartungen zu übertreffen. Eine Verdopplung des Quartalsumsatzes und eine Anhebung des Ausblicks für 2026 haben die Anleger nach den am Montag nach Börsenschluss veröffentlichten Ergebnissen zwar ermutigt. Allerdings hat Palantir die Messlatte nun sehr hoch gelegt und um diese zu überwinden, ist laut den Analysten eine perfekte Umsetzung erforderlich.
"Wir sind von den Fundamentaldaten überzeugt, aber die Ausgangslage wird von nun an schwieriger." Das Wachstum außerhalb der USA verlangsame sich, während Palantir so hoch bewertet sei, dass es sich keinen Ausrutscher leisten dürfe. Andere mit KI verbundene Unternehmen wie Microsoft, Amazon und Snowflake böten ein besseres Risiko-Ertrags-Verhältnis, fügen die Analysten hinzu. Die Aktie steigt vorbörslich um über 15 Prozent.
In welchen Ländern KI-Einsatz Jobs am meisten gefährdet
Eine Erhebung der Weltbank zeigt: Arbeitnehmer in reichen Ländern wie Deutschland und den USA müssen wegen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz deutlich stärker um ihren Arbeitsplatz bangen als Arbeitnehmer in armen Ländern. Das Risiko der Automatisierung ihrer Arbeit ist demnach mehr als dreimal so hoch wie in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen. Demnach sind 14,2 Prozent der Arbeitsplätze in vermögenderen Ländern durch den Einsatz von KI gefährdet. In Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen sind dagegen nur 4,5 Prozent der Jobs bedroht.
Zugleich betonte die Weltbank, dass die Produktivität bei 16,2 Prozent der Jobs in Entwicklungsländern durch KI-Nutzung gesteigert werden könne. Damit liegt der Wert nahe an jenem, der für Länder mit hohem Einkommen prognostiziert wird (18,7 Prozent). "Sie benötigen keine großen Modelle oder Big-Data-Zentren, um von KI zu profitieren", sagte Weltbank-Chefvolkswirt Indermit Gill mit Blick auf die einkommensschwächeren Länder. Bereits kleine und kostengünstige KI-Werkzeuge könnten Millionen von Menschen eine bessere medizinische Versorgung, Bildung und Landwirtschaft ermöglichen. Ohne gezielte Maßnahmen könnte KI die Kluft zwischen den Ländern vergrößern, die Ungleichheit innerhalb von Ländern verschärfen und die Marktmacht konzentrieren.
Pfizer schwenkt auf harten Sparkurs und hebt Prognose an
Der US-Pharmakonzern Pfizer hat dank starker Nachfrage nach dem Blutverdünner Eliquis im zweiten Quartal besser verdient als erwartet und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben.
Der Umsatz stieg um 3,0 Prozent auf 15 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,77 Dollar über den Analystenerwartungen von 0,68 Dollar. Für 2026 rechnet Pfizer nun mit Erlösen von 60,5 bis 62,5 Milliarden Dollar, zuvor waren 59,5 bis 62,5 Milliarden Dollar angepeilt. Die Gewinnprognose wurde bestätigt.
Die Corona-Sparte bricht weiter ein. Die Erwartungen für Covid-Produkte wurden von 5,0 Milliarden auf rund 4,0 Milliarden Dollar gesenkt. Paxlovid-Umsatz brach um 95 Prozent, der Comirnaty-Umsatz um 32 Prozent auf 261 Millionen Dollar ein. Auch Partner Biontech musste die Ziele senken.
Pfizer setzt stärker auf neue Medikamente und kündigte ein Sparprogramm an, das bis 2029 weitere 2,5 Milliarden Dollar bringen soll. Hoffnungsträger ist die 10-Milliarden-Dollar-Übernahme von Metsera im Markt für Fettleibigkeits-Medikamente.
Hensoldt will Hunderte Bosch-Mitarbeiter übernehmen
Von der Auto- in die Rüstungsbranche: Der Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt will rund 300 Mitarbeiter von Bosch an Bord holen. Am Bosch-Standort Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart wird Hensoldt ein leerstehendes Gebäude anmieten und dort ein Kompetenzzentrum für "Software-defined Defence und Engineering" aufbauen.
Bosch steckt mitten im Stellenabbau. Hensoldt dagegen wächst stark: 2025 kamen 1200 Mitarbeiter dazu, 2026 sollen 1600 folgen. Laut CEO Oliver Dörre will Hensoldt die "herausragenden Kompetenzen" von Bosch im Software Engineering gezielt nutzen.
Bewerbungen sind vor allem für Fachkräfte aus Systementwicklung, Software und Elektrotechnik möglich. Hensoldt schafft damit neue Perspektiven für Ingenieure aus der Automobilindustrie.
Das sind die Spitzenreiter im Dax
Siemens Energy und Infineon Technologies liegen mit einem Plus von 4,5 bzw. 4,0 Prozent am Mittag auf den Plätzen 2 und 3 im Dax. Beide profitieren vom erneut angefachten KI-Optimismus.
Größter Gewinner sind die Titel von Bayer mit einem Plus von 4,7 Prozent. Der Konzern hat im zweiten Quartal von Wachstum und einer starken Margenverbesserung im Agrargeschäft profitiert. Anders als vom Markt erwartet, stieg das bereinigte Ebitda auf Konzernebene um 1,9 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro, statt wie erwartet zurückzugehen. Analysten hatten im Schnitt nur mit 1,941 Milliarden Euro gerechnet, was einem Rückgang von 8 Prozent entspricht.
Anleger lieben diesen dicken Profiteur des KI-Booms
Der US-Baumaschinenkonzern Caterpillar bekommt ein dickes Stück vom boomenden KI-Kuchen ab. Das Unternehmen hat den bereinigten Gewinn je Aktie im zweiten Quartal auf 8,17 Dollar fast verdoppelt. Im Vorjahreszeitraum waren es 4,72 Dollar.
Der Gesamtumsatz legte um 24 Prozent auf 20,54 Milliarden Dollar zu. Treiber war die starke Nachfrage nach Bau- und Ausrüstung für den landesweiten Ausbau von Rechenzentren in den USA. Die als Konjunkturbarometer geltende Aktie sprang im vorbörslichen Handel um 7,5 Prozent nach oben.
Spotify mit 300 Millionen Premium-Abos und Quartalsgewinn
Spotify hat im zweiten Quartal die 300-Millionen-Marke bei Premium-Abos geknackt. 7,0 Millionen Abos kamen neu dazu, 1,0 Millionen mehr als prognostiziert. Insgesamt wuchs die Zahl der monatlich aktiven Nutzer um 16 Millionen auf 777 Millionen.
Der Umsatz stieg laut "Wall Street Journal" (WSJ) um 14 Prozent auf 4,78 Milliarden Euro. Die Bruttomarge erreichte mit 33,4 Prozent einen Rekordwert. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 545 Millionen Euro bzw. 2,61 Euro je Aktie. Vor einem Jahr gab es noch 86 Millionen Euro Verlust.
Für das dritte Quartal stellt Spotify 788 Mllionen monatlich aktive Nutzer und 305 Millionen Premium-Abos in Aussicht. Beim Umsatz werden 5,0 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von 32,9 Prozent erwartet. Neu im Angebot: "persönliche Podcasts" per KI und ein Tool für Remixe und Coversongs.
Die Aktie von Spotify ist in diesem Jahr bis zum Börsenschluss am Montag um etwa 15 Prozent gefallen.
Darum klettert der Goldpreis jetzt wieder
Der Goldpreis steigt im frühen europäischen Handel, weil die Anleger die gemischten Signale zu den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran abwägen und auf eine Reihe von US-Arbeitsmarktdaten in dieser Woche warten. "Die Märkte bewerten weiterhin die Aussichten für die US-Geldpolitik nach der Sitzung der US-Notenbank in der vergangenen Woche", meinen die Analysten von ING.
"Obwohl die Währungshüter die Zinsen unverändert gelassen hätten, bleibe die Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs erhöht, da die Anleger die anhaltenden Inflationsrisiken gegen Anzeichen einer nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik abwögen." Zu den anstehenden Daten gehören die Zahlen zu den offenen Stellen am späteren Dienstag, der ADP-Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und die am Freitag fälligen Zahlen zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft.
Die Gold-Futures in New York steigen um 0,7 Prozent auf 4119,40 US-Dollar je Feinunze, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung von fallenden Ölpreisen und nachlassenden Inflationssorgen Unterstützung erhalten hatten.
Umsätze "nicht von dieser Welt": Wann kommt das böse Erwachen bei Palantir?
Der US-Datenanalyse-Spezialist Palantir hebt dank einer starken Nachfrage von Regierungs- und Firmenkunden erneut seine Umsatzerwartung an. Doch die Zweifel wachsen, wie lange der KI-Erfolgsboom anhält, erklärt ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer.
Die Aktie von Palantir ist im nachbörslichen Handel um mehr als 13 Prozent gestiegen, nachdem das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben hat. Wie das Technologieunternehmen den Investoren mitteilte, hat sich der Umsatz im zweiten Quartal nahezu verdoppelt. Die Führungskräfte erwarten nun einen Jahresumsatz zwischen 8,15 und 8,16 Milliarden US-Dollar, einschließlich eines Wachstums des kommerziellen US-Umsatzes um mindestens 134 Prozent auf 3,42 Milliarden Dollar. Die neue Prognose stellt eine deutliche Anhebung dar. Zuvor hatte Palantir einen Jahresumsatz von unter 7,7 Milliarden Dollar prognostiziert.
"Die Nachfrage nach KI-Souveränität ist jetzt entfesselt worden", teilte Alex Karp, Chief Executive von Palantir, mit. "Unsere Kunden vertrauen darauf, dass wir ihnen die maximale Kontrolle über ihre Betriebsabläufe, Daten und Entscheidungen geben. Ihr Wettbewerbsvorteil sollte niemals zu den Trainingsdaten für zukünftige Modelle werden."
USA prüfen Importstopp für Netzwerk-Chips aus China - das sind die Profiteure
Washington plant laut Insidern ein Importverbot für chinesische optische Transceiver aus Rechenzentren. Die Telekommunikationsbehörde FCC arbeitet demnach an einem Embargo, das noch 2026 kommen könnte. Ziel: Sicherheitsrisiken bei KI-Rechenzentren und Daten-Spionage verhindern.
Profiteure wären US-Hersteller wie Coherent und Lumentum. Deren Aktien stiegen im vorbörslichen US-Handel um bis zu 4,6 Prozent. Verlierer ist vor allem der chinesische Marktführer Innolight mit 27 Prozent Weltmarktanteil. Das Unternehmen steht bereits auf einer US-Sanktionsliste.
China drohte bereits mit Gegenmaßnahmen. Die Beziehungen zwischen den größten Volkswirtschaften bleiben angespannt. Es geht um die gleiche Strategie wie zuvor im Mobilfunk mit Huawei.
Nach Kursrally von 50 Prozent: Zalando brechen ein
Zalando rauschen nach einer Schocknachricht um 17 Prozent in den Keller. Nicht nur haben die Zweitquartalszahlen die Markterwartungen nicht erreicht, auch der Ausblick wurde angepasst. Das GMV- und Umsatzwachstum soll nun in der unteren Hälfte der Spanne von 12 bis 17 Prozent liegen, während das bereinigte Ebit nun zwischen 680 und 720 Millionen gesehen wird nach bisher 660 bis 740 Millionen. Nach einer Kursrally von 50 Prozent reiche der Bericht bei weitem nicht aus, heißt es im Handel.
Europas größte Bank überrascht mit Gewinnsprung
Europas größte Bank HSBC hat im ersten Halbjahr die Erwartungen deutlich übertroffen. Der Vorsteuergewinn stieg um 23 Prozent auf 19,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten nur mit 18,9 Milliarden Dollar gerechnet. Treiber war das florierende Asien-Geschäft, vor allem Kreditvergabe und Vermögensverwaltung mit plus 18 Prozent Ertrag.
Trotz starker Zahlen reagierten die Anleger verhalten. In Hongkong und London blieb die Aktie nahezu unverändert. Das liegt auch am Aktienrückkauf: Mit bis zu 1,0 Milliarde US-Dollar fällt das Volumen kleiner aus als die am Markt erwarteten 2,2 Milliarden Dollar. Zusätzlich gibt es eine zweite Zwischendividende von 0,10 Dollar je Aktie.
HSBC hob die Prognose für den Zinsüberschuss an. Für das Gesamtjahr werden nun mehr als 46 Milliarden Dollar erwartet. Bisher waren genau 46 Milliarden Dollar angepeilt. Konzernchef Georges Elhedey bekräftigte den Fokus auf Asien. Allein in Hongkong gewann die Bank im ersten Halbjahr 640.000 Neukunden.
Hugo-Boss-Marge besser als erwartet, Ziele stehen
Hugo Boss hat im zweiten Quartal Umsatz- und Gewinnrückgänge eingefahren, aber den Anlegern wird auch eine positive Überraschung präsentiert. Trotz 9,0 Prozent Umsatzminus auf 905 Millionen Euro lag der Vorsteuergewinn laut der Analysten der Royal Bank of Canada (RBC) über den Konsenserwartungen. Grund: eine sehr starke Bruttomargenentwicklung, auch trotz Einmalkosten für das Übernahmeangebot von Frasers Group.
Das Ebit brach um 28 Prozent auf 59 Millionen Euro ein. Was aber besser war als die erwarteten 52 Millionen Euro. Die Ebit-Marge fiel auf 6,5 Prozent, schlug damit aber die Prognosen von 5,8 Prozent. Unter dem Strich verdiente Hugo Boss 33 Millionen Euro, 29 Prozent weniger als im Vorjahr, aber 0,49 Euro je Aktie lagen ebenfalls über den 0,39 Euro Erwartungen.
An den Zielen für 2026 hält CEO Daniel Grieder fest. Erwartet wird weiterhin ein Ebit von 300 bis 350 Millionen Euro und ein währungsbereinigter Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. 2026 bleibt ein "Jahr der Anpassung". Wachstum soll erst 2027 zurückkommen. Die Aktie dürfte den Analysten zufolge kurzfristig in der Seitwärtsbewegung bleiben, bis es mehr Klarheit beim Frasers-Übernahmeangebot gibt.
Dax-Rekorde trotz Krise - Experte mahnt zur Vorsicht
Krieg im Iran, steigende Öl- und Spritpreise, Inflation - dennoch klettert der Dax auf das nächste Rekordhoch. Viele Deutsche bleiben beim Anlegen jedoch skeptisch. "Finanztip"-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen rät zu einer langfristigen Strategie.
VW-Rivale mit fünftem Gewinnrückgang in Folge
Toyota blickt trotz eines erneuten Gewinnrückgangs im Quartal zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Der weltgrößte Autobauer rechne nun mit einem operativen Gewinn von 3,4 Billionen Yen (18,8 Milliarden Euro), teilte der japanische Konzern mit. Zuvor hatte die Prognose bei 3,0 Billionen Yen gelegen. Als Grund nannte Toyota neben dem schwächeren Yen auch größere Marketinganstrengungen sowie alternative Logistikrouten in den Nahen Osten.
Im ersten Geschäftsquartal von April bis Juni fiel der operative Gewinn jedoch das fünfte Mal in Folge. Er sank um neun Prozent auf 1,06 Billionen Yen, womit Toyota die Erwartungen von Analysten verfehlte. Grund für den Rückgang seien vor allem schleppende Verkäufe in China gewesen. Die Toyota-Aktie gab um 2,3 Prozent nach. Toyota hob zudem sein weltweites Absatzziel für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr um 100.000 auf 9,7 Millionen Fahrzeuge an.
Millionen Deutsche besitzen Kryptowährungen
Knapp neun Millionen Menschen in Deutschland ab 18 Jahren besitzen derzeit Kryptowährungen. Dies entspricht einem Anteil von 12,8 Prozent der volljährigen Bevölkerung, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsinstituts YouGov im Auftrag der Management- und Technologieberatung BearingPoint hervorgeht.
4,9 Prozent der Befragten haben in der Vergangenheit Bitcoin oder andere Kryptowährungen besessen, sind aber bereits wieder aus dem Markt ausgestiegen. Ferner zeigt sich ein Potenzial von 11,4 Prozent (rund 7,9 Millionen Menschen), die noch keine Digitalwährungen halten, sich einen Kauf aber vorstellen können. Die große Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland blickt jedoch distanziert auf die digitale Anlageklasse: 67,4 Prozent besitzen keine Kryptowährungen und schließen dies auch für die Zukunft kategorisch aus.
Besonders stark ausgeprägt sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen. Während 18,8 Prozent der Männer digitale Coins im Depot halten, liegt die Quote bei den Frauen bei lediglich 7,2 Prozent. Unter den 25- bis 34-Jährigen besitzt fast ein Drittel (28,4 Prozent) Kryptowährungen, während die Anlageklasse bei der Generation ab 55 Jahren kaum eine Rolle spielt.
Ölpreise ziehen wieder an
Die Ölpreise legen wieder zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um 1,2 Prozent auf 84,75 Dollar. Das US-Öl WTI notiert ein Prozent fester bei 81,12 Dollar. Zum Wochenstart war der Preis für Brent auf ein Drei-Wochen-Tief gefallen. Händler verwiesen auf die Pattsituation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran.
Dax startet mit Allzeithoch
Die Anleger hierzulande sind in Kauflaune: Der Dax legt zum Handelsstart weiter zu, klettert auf ein neues Allzeithoch und notiert aktuell im Bereich von 26.215 Punkten. Gestern hatte der deutsche Börsenleitindex mit 26.001 Zählern geschlossen, ein Aufschlag von 1,5 Prozent. Im Handelsverlauf hatte er bei 26.096,93 Stellen einen Rekordstand markiert. T
Fußball-WM kurbelt Snap-Geschäft an
Snap hat im zweiten Quartal dank höherer Werbeausgaben während der Fußball-WM die Umsatzerwartungen übertroffen. Zudem hätten stärkere Kampagnen von Großkunden in Nordamerika zum Wachstum beigetragen, teilte der Snapchat-Mutterkonzern mit. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um 13 Prozent zu.
Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um rund 19 Prozent auf 1,60 Milliarden Dollar und lag damit über den Analystenschätzungen von 1,54 Milliarden Dollar. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer (DAU) stieg weltweit um etwa fünf Prozent auf 493 Millionen. In Europa verzeichnete Snap jedoch einen Rückgang von rund zwei Prozent, in Nordamerika sank die Nutzerzahl sogar um fast sieben Prozent. Für das dritte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 1,70 und 1,74 Milliarden Dollar.
Chip-Werte sind wieder gesucht
An den asiatischen Aktienmärkten zeigt sich kein einheitliches Bild. Während es in Tokio, Seoul und Hongkong leicht nach unten geht, legen die Indizes in Schanghai und Sydney moderat zu. Teilnehmer sprechen von einer vorsichtigen Rückkehr zu Technologieaktien. Dazu tragen auch die starken Quartalszahlen von Palantir bei. Das Software-Unternehmen hat den Umsatz im zweiten Quartal fast verdoppelt. Außerdem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Damit gab es nach Amazon und Microsoft erneut überzeugende Geschäftszahlen, die das Vertrauen der Anleger in den Sektor wieder steigen lassen, wie es heißt.
Dazu kommen positive Vorgaben der Wall Street, wo der Dow-Jones-Index auf einem Rekordstand geschlossen und sich die positive Entwicklung der Nasdaq-Indizes fortgesetzt hat. Daneben gibt es nach Aussage von US-Präsident Donald Trump weiter Gespräche mit dem Iran, bei denen es vor allem um die Öffnung der Straße von Hormus geht.
In Tokio reduziert sich der Nikkei nach anfänglichen Gewinnen um 0,7 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verliert 0,4 Prozent. Dagegen geht es für den Shanghai Composite um 0,2 Prozent nach oben. Vor allem die Chip-Werte der Region zeigen sich mit Aufschlägen. So gewinnen Kioxia Holdings 2,1 Prozent und Lasertec legen um 6,1 Prozent zu. In Schanghai verbessern sich die Aktien von Foxconn Industrial Internet um 5,4 Prozent und in Hongkong legen Alibaba um weitere 1,4 Prozent zu.
Agrargeschäft treibt Bayer an
Bayer hat im zweiten Quartal dank eines starken Agrargeschäfts die Patentabläufe bei wichtigen Medikamenten abgefedert. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg um 1,9 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro, wie der Pharma- und Agrarkonzern mitteilte. Damit übertraf Bayer die Analystenerwartungen, die im Schnitt von 1,94 Milliarden Euro ausgegangen waren. Der Konzernumsatz kletterte um gut ein Prozent auf 10,87 Milliarden Euro, währungs- und portfoliobereinigt ergab sich ein Plus von 2,2 Prozent. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand die Prognose.
Klettert der Dax weiter?
Nach dem Sprung über die 26.000er-Marke wird der Dax erneut mit Gewinnen in den Handel starten. Die Hoffnung auf neue Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hatte zum Wochenauftakt die Börsen beflügelt und den deutschen Leitindex erstmals in seiner Geschichte über die Schwelle von 26.000 Punkten auf ein frisches Rekordhoch von 26.096,93 Punkten getrieben. Ein kräftiger Rückgang bei den Ölpreisen und die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs hatte in den USA auch den Dow-Jones-Index auf einen Schlussrekord steigen lassen.
Neben der Lage in Nahost treibt Investoren im Tagesverlauf vor allem eine Flut an Unternehmenszahlen um. Bei Bayer rückt nach dem wegweisenden Sieg im Glyphosat-Streit vor dem Obersten Gerichtshof der USA die strategische und finanzielle Zukunft in den Fokus der Anleger. Bei Zalando hoffen Börsianer auf ein anhaltend starkes Wachstum. Europas größter Online-Modehändler hatte zuletzt von Synergien durch die Übernahme von About You und dem verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) profitiert. Lufthansa bezifferte bei der Quartalsvorlage die Mehrkosten durch höhere Kerosinpreise auf rund 750 Millionen Euro.
Lufthansa-Gewinn bricht ein
Die mit dem Irankrieg gestiegenen Kerosinkosten und eine Woche Streik im April haben die Lufthansa im zweiten Quartal schwer belastet. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) brach um 56 Prozent auf 383 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein, wie das Unternehmen mitteilte. Wegen der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Ölpreise und eines Trends zum sehr kurzfristigen Buchen schließt der MDax-Konzern einen operativen Gewinnrückgang im Gesamtjahr nicht mehr aus. Die Prognose änderte die Lufthansa auf eine Spanne von 1,7 bis 2,2 Milliarden nach 2,0 Milliarden Euro im Vorjahr. Bislang hatte sie das obere Ende angepeilt.
Die Lufthansa verdiente von April bis Juni trotz eines Umsatzanstiegs um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro weniger als erwartet: Analysten hatten einen Gewinnrückgang auf rund 400 Millionen Euro erwartet. Die höheren Kerosinpreise schlugen trotz umfangreicher Absicherung gegen Preisausschläge mit zusätzlichen Kosten von 750 Millionen Euro ins Kontor. Die sechs Streiktage der Cockpit-Beschäftigten im April belasteten das Ergebnis mit 150 Millionen Euro.
Nach KI-Hacks: USA wollen Sicherheitstests
Die US-Regierung hat Insidern zufolge die Technologiekonzerne Meta, Anthropic, OpenAI und Google für Dienstag zu einem Treffen ins Weiße Haus eingeladen. Dort sollen freiwillige Sicherheitstests für die fortschrittlichsten US-Modelle für Künstliche Intelligenz (KI) besprochen werden, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Hintergrund sind jüngste Eingeständnisse von Anthropic und OpenAI, wonach ihre KI-Werkzeuge in die Systeme anderer Firmen eingedrungen sind. Dies schürte bei US-Gesetzgebern die Sorge, dass immer leistungsfähigere KI-Modelle für Cyberangriffe genutzt werden könnten.
Die Vorfälle riefen die Politik auf den Plan. Eine Gruppe von 15 republikanischen Generalstaatsanwälten forderte OpenAI auf, alle potenziell relevanten Dokumente im Zusammenhang mit dem Vorfall aufzubewahren. Das Unternehmen habe möglicherweise gegen Verbraucherschutzgesetze der Bundesstaaten verstoßen, schrieben sie. Zudem forderte der Cybersicherheitsausschuss des US-Repräsentantenhauses OpenAI-Chef Sam Altman zu einer Unterrichtung über den Angriff auf. Anthropic hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass einige seiner KI-Modelle bei Tests die Systeme von drei Unternehmen gehackt hätten. Zuvor hatte der Konkurrent OpenAI berichtet, einer seiner KI-Agenten sei aus einer Testumgebung ausgebrochen und habe das KI-Unternehmen Hugging Face gehackt.
Palantir verzückt die Anleger
Palantir hat dank einer starken Nachfrage von Regierungs- und Firmenkunden erneut seine Jahresumsatzprognose angehoben. Die Aktien des Unternehmens stiegen im nachbörslichen Handel um acht Prozent.
Im abgelaufenen zweiten Quartal kletterte der Umsatz den Angaben des US-Datenanalyse-Spezialisten zufolge um 93 Prozent auf 1,94 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 1,80 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 41 Cent ebenfalls über den Schätzungen von 35 Cent. Für das Gesamtjahr rechnet Palantir nun mit einem Umsatz zwischen 8,15 und 8,16 Milliarden Dollar.
In Europa stößt Palantir zunehmend auf Skepsis, da Regierungen eine zu große Abhängigkeit von US-Technologieplattformen befürchten. Palantir geht derzeit juristisch gegen die Entscheidung vor, einen auf zwei Jahre angelegten Vertrag mit der Londoner Polizei im Volumen von 67,15 Millionen Dollar zu blockieren. Dabei ging es um den Einsatz von KI-Systemen zur Automatisierung bestimmter Aufgaben und zur Beweisanalyse bei strafrechtlichen Ermittlungen.
US-Bundesstaaten klagen gegen neue Trump-Zölle
Eine Gruppe von 25 demokratisch geführten US-Bundesstaaten hat die Regierung von Präsident Donald Trump wegen der jüngsten Zölle verklagt. Die rechtlichen Schritte richten sich gegen die neuen Abgaben auf Waren von 60 Handelspartnern, teilte das Büro des Generalstaatsanwalts von Oregon, Dan Rayfield, mit. Die Trump-Regierung hatte am 24. Juli Zölle in Höhe von zehn und 12,5 Prozent gegen Länder und Bündnisse wie die Europäische Union verhängt. Zur Begründung hieß es, diese würden nicht genug gegen den Export von Waren vorgehen, die in Zwangsarbeit hergestellt wurden. Die neuen Abgaben traten genau zu dem Zeitpunkt in Kraft, als ein vorheriger weltweiter US-Zoll von zehn Prozent auslief.
Die beim US-Gericht für internationalen Handel in New York eingereichte Klage folgt auf ähnliche Schritte kleinerer US-Unternehmen. Diese hatten bereits am Tag des Inkrafttretens im Juli versucht, die Zölle juristisch zu stoppen.
"Risikomärkte haben eindeutig die Kurve gekriegt"
Angetrieben von positiven Vorgaben der Wall Street legen die Börsen in Asien überwiegend zu. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notiert 0,1 Prozent fester. Besonders deutlich geht es in Südkorea mit einem Plus von bis zu 2,1 Prozent aufwärts. Der japanische Nikkei-Index gibt dagegen um 0,3 Prozent nach.
Für Zuversicht sorgen Daten, wonach die Aktivität im US-verarbeitenden Gewerbe im Juli auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren gestiegen war. Dies hatte dem Dow-Jones-Index zu einem Rekordschluss verholfen. "Die Risikomärkte haben eindeutig die Kurve gekriegt", sagt Chris Weston, Analysechef bei der Pepperstone Group. Gleichzeitig rechnen die Anleger weiterhin mit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im September. Die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt um 25 Basispunkte wird derzeit auf 65 Prozent geschätzt.
Dollar auf Erholungskurs
Am Devisenmarkt zieht der Dollar zum Yen um 0,3 Prozent auf 157,62 Yen an und erholt sich damit weiter von der koordinierten Intervention der USA und Japans in der Vorwoche. Zum chinesischen Yuan legt er leicht auf 6,7566 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt der Dollar auf 0,8097 Franken vor. Der Euro notiert fast unverändert bei 1,1511 Dollar und zieht zum Franken leicht auf 0,9320 Franken an.
Rekordstimmung: Kurse heben ab
So etwas nennt man wohl Traumstart: Der Dax hat mit einem Aufschlag von fast 380 Punkten oder 1,5 Prozent und einem Allzeithoch von 26.096,93 Zählern gestern die neue Börsenwoche eröffnet. Aus dem Handel verabschiedete sich das Börsenbarometer dann mit einem Stand von 26.001 Stellen. Ausschlaggebend dafür waren in erster Linie deutlich gesunkene Ölpreise. Am Nachmittag stützten dann auch noch positive US-Konjunkturdaten sowie Gewinne an der Wall Street.
Und heute gibt es frische Unternehmenszahlen satt: Bei der Vorlage der Bayer-Quartalsbilanz rückt nach dem wegweisenden Sieg im Glyphosat-Streit vor dem Obersten Gerichtshof der USA die strategische und finanzielle Zukunft in den Fokus der Anleger. Investoren richten ihr Augenmerk vor allem darauf, wie der Pharma- und Agrarkonzern seine Schuldenlast abbauen will und ob es Pläne für eine Aufspaltung gibt. Für das abgelaufene Jahresviertel erwarten Analysten im Schnitt einen Rückgang des bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) auf 1,94 Milliarden Euro.
Dagegen haben die mit dem Irankrieg stark gestiegenen Treibstoffkosten und eine schwächere Nachfrage bei der Lufthansa nach Einschätzung von Experten im zweiten Quartal tiefe Spuren hinterlassen. Analysten sagten für das zweite Quartal, über das der MDax-Konzern berichtet, einen Einbruch des bereinigten Betriebsgewinns um mehr als 50 Prozent auf 401 Millionen Euro vorher. Zugleich prognostizierten sie acht Prozent Umsatzwachstum auf 11,1 Milliarden Euro. Die anderen beiden europäischen Airline-Gruppen traf die Kostenexplosion weniger hart: Bei IAG sank das operative Ergebnis um ein Viertel, bei Air France-KLM um ein Drittel. Beide schraubten das Kapazitätswachstum zurück.
Und auch in den USA öffnen Hochkaräter ihre Bücher - etwa AMD. Nach den ermutigenden Zahlen des Erzrivalen Intel rechnen Börsianer mit vergleichbar starken Zahlen des US-Chipkonzerns. Sie warten vor allem auf Aussagen zum wachstums- und margenstarken Geschäft mit KI-Spezialprozessoren. AMD hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 10,9 bis 11,5 Milliarden Dollar vorhergesagt.
Eineinhalb Monate nach seinem fulminanten Börsendebüt legt der Weltraumkonzern SpaceX seine Quartalsbilanz vor. Die Zahlen gelten als Gradmesser für die weitere Kursentwicklung, nachdem die Anfangseuphorie der Ernüchterung gewichen ist und die Aktie unter ihrem Ausgabepreis von 135 Dollar notiert. Analysten rechnen mit einem Konzernumsatz von 6,77 Milliarden Dollar und einem Verlust von 0,23 Dollar je Aktie.
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