Der Börsen-Tag
28. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
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17:52 Uhr

Dax-Anleger im "Gipfelfieber"

Starke Unternehmenszahlen und weiter rückläufige Ölpreise haben am Dienstag verhindert, dass die europäischen Börsen in den allgemeinen Sog des Technologie-Ausverkaufs gerieten. Der Dax schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 25.464 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Ende um 0,9 Prozent auf 32.395,32 Punkten.

"Die Anleger befinden sich erneut im Gipfelfieber", konstatierte Timo Emden von Emden Research. "Die Aussicht auf neue Rekordstände schürt die Hoffnung auf weitere Kursgewinne, auch wenn die Luft zunehmend dünner wird."

Am Vortag hatte er mit einem Prozent Plus auf dem höchsten Stand seit fast drei Wochen geschlossen. Damit startet der deutsche Leitindex den nächsten Versuch, die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten hinter sich zu lassen. Allerdings wurden die Anleger am Nachmittag angesichts der am Mittwoch anstehenden Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed und aktueller Quartalsberichte weiterer Schwergewichte aus dem US-Technologiesektor auch etwas vorsichtiger. Der EuroStoxx50 zog am heutigen Dienstag lediglich 0,2 Prozent an.

Weltweit litten Aktien mit KI-Bezug unter Sorgen vor einer zunehmenden China-Konkurrenz und ausufernden Finanzierungsnotwendigkeiten. Im Dax wurden Infineon mit minus 6,1 Prozent davon mit nach unten gezogen. Siemens Energy, bisher ein Profiteur des hohen Strombedarfs von KI-Rechenzentren, büßte 7,1 Prozent ein.

Die Hoffnungen auf eine Lösung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ließen die Preise am Rohölmarkt weiter fallen, nachdem sie in der vergangenen Woche auf über 100 Dollar gestiegen waren. "Zwar ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nach wie vor gering, doch der Markt hofft auf eine Verbesserung der Lage aufgrund neuer Gespräche zwischen Oman und dem Iran über einen neuen Mechanismus für die Straße von Hormus", sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. Dabei geht es um einen gemeinsamen regionalen Mechanismus zur Verwaltung der Meerenge auf Grundlage freiwilliger Gebühren, wie ein Insider aus der Golfregion der Agentur Reuters mitteilte. Goldman Sachs rechnet damit, dass der Brent-Preis bis zum Jahresende auf 80 Dollar fallen wird, sofern die Straße von Hormus bis zum vierten Quartal wieder vollständig geöffnet wird.

Am Mittwoch und Donnerstag folgt der nächste Härtetest, wenn mit Microsoft, Meta, Apple und Amazon vier der wichtigsten Tech-Konzerne der Welt ihre Quartalszahlen vorlegen, kommentierte Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Nach den ersten Rissen im KI-Boom dürften genau diese Zahlen den Takt für die Börsen in den kommenden Tagen und Wochen vorgeben. Sie werden zeigen, ob der KI-Zug wieder Fahrt aufnimmt - oder ob aus Euphorie endgültig Skepsis wird."

Das war der Börsen-Tag am Dienstag. Wir wünschen einen erholsamen Feierabend und würden uns freuen, Sie morgen an dieser Stelle wieder begrüßen zu dürfen!

Dax-Anleger im "Gipfelfieber"
17:33 Uhr

Nvidia-Strategie "erinnert manche an Schneeballsystem"

Ist der KI-Boom noch nachhaltig? Anlagestratege Stephan Kemper warnt vor einem Kreislaufsystem, in dem Nvidia seine Kunden finanziert, die anschließend wieder Nvidia-Chips kaufen. Unterdessen holt die chinesische Halbleiterindustrie gegenüber den US-Giganten auf.

Nvidia-Strategie "erinnert manche an Schneeballsystem"
17:23 Uhr

Anleger entziehen LVMH ihr Vertrauen

Anleger wenden sich von dem französischen Luxuskonzern LVMH ab, nachdem dieser nicht die erhofften Signale für eine breite Erholung der Nachfrage geliefert hat. Die Aktien geben in Paris 2,6 Prozent nach. Zunächst hatten sie noch mit einem Kursplus von bis zu drei Prozent auf die am Vorabend vorgelegten Quartalszahlen reagiert.

Im Fokus stand dabei die wichtigste LVMH-Sparte Mode und Lederwaren mit Marken wie Louis Vuitton und Dior, die im vergangenen Quartal mit einem Umsatzplus von einem Prozent die Erwartungen verfehlt hat. Der Konflikt im Nahen Osten hielt wohlhabende Kunden offenbar vom Einkaufen ab, kommentierte ein Händler. Die Deutsche Bank verwies vor allem auf die anhaltende Schwäche in China.

Die LVMH-Aktie notierte nahe ihres Sechs-Jahres-Tiefs und hat in diesem Jahr rund 30 Prozent an Wert verloren. Die Aktien des Rivalen Kering grenzten ihre Gewinne am Dienstag auf 1,5 Prozent ein und haben in diesem Jahr rund 17 Prozent eingebüßt. Hermes-Aktien gaben anfängliche Gewinne im Handelsverlauf wieder ab. Auf Jahressicht verlor der Konzern 21 Prozent.

Anleger entziehen LVMH ihr Vertrauen
17:01 Uhr

Apple erstmals über fünf Billionen Dollar wert

Die Apple-Aktie ist am Vormittag im US-Handel gestiegen, wodurch der Technologiekonzern zumindest für kurze Zeit eine Marktkapitalisierung von fünf Billionen US-Dollar erreichte.

Die Aktie überschritt das Kursziel von 340,43 US-Dollar und erreichte damit heute diese seltene Bewertung. Nvidia ist das einzige andere Unternehmen, das diese Schwelle erreicht hat. Nach einem jüngsten Einbruch bleibt Nvidia jedoch hinter Apple zurück.

Während der Markt die Unternehmen, die um die Vorherrschaft im Bereich der künstlichen Intelligenz wetteifern, weiterhin neu bewertet, findet eine Neuordnung der Hierarchie im Silicon Valley statt.

Apple erstmals über fünf Billionen Dollar wert
16:45 Uhr

US-Verbrauchervertrauen trübt sich unerwartet ein

Das Barometer für die Konsumlaune in den USA ist im Juli überraschend auf 90,8 Punkte gesunken, nach revidiert 92,2 Zählern im Juni, wie das Conference Board mitteilt. Ökonomen hatten hingegen mit einem Anstieg auf 92,3 Punkte gerechnet. "Das Verbrauchervertrauen hat sich im Juli leicht abgeschwächt und setzt damit den allgemeinen Abwärtstrend fort, der bereits seit Ende 2021 zu beobachten ist", sagte Dana Peterson, Chefökonomin des Conference Board. Das Barometer für die aktuelle Lage fiel den dritten Monat in Folge weniger positiv aus, während der auf die Erwartungen bezogene Index weiterhin im negativen Bereich verharrte.

Die meisten Experten gehen davon aus, dass die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins am Mittwoch noch in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Doch hat sich der neue Fed-Chef Kevin Warsh mit Signalen zum Zinskurs bewusst zurückgehalten, was die Einschätzung erschwert. 

US-Verbrauchervertrauen trübt sich unerwartet ein
16:34 Uhr

Zypern soll Europa ab 2028 mit Erdgas versorgen

Die Energiekonzerne TotalEnergies (Frankreich) und Eni (Italien) haben die Ausbeutung des Erdgasfeldes Kronos vor der EU-Inselrepublik Zypern beschlossen. Damit sei der Weg für die Aufnahme der Produktion von Erdgas im Jahr 2028 frei, berichtet die zyprische Zeitung "Phileleftheros". Nach Angaben von TotalEnergies soll das Feld jährlich rund 2,8 Millionen Tonnen LNG liefern. Die Produktionsmenge wollen beide Unternehmen jeweils zur Hälfte vermarkten.

Das Projekt gilt als großer Beitrag zu Europas Bemühungen, seine Energieversorgung weiter zu diversifizieren. Hintergrund sind die seit dem russischen Angriff auf die Ukraine eingeschränkten Energieimporte aus Russland sowie die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten.

Das Gasfeld Kronos zählt zu den wichtigsten Erdgasfunden im östlichen Mittelmeer. Die förderbaren Reserven werden auf rund 85 Milliarden Kubikmeter geschätzt. Das Gas soll über eine Pipeline zu bestehenden Anlagen von Eni in Ägypten transportiert, dort verarbeitet und verflüssigt werden. Anschließend soll es unter anderem über Enis LNG-Terminal in der ägyptischen Stadt Damietta nach Europa exportiert werden.

Zypern soll Europa ab 2028 mit Erdgas versorgen
16:17 Uhr

Nach dem Kampfjet-Aus steht auch das MTU-Triebwerksprojekt schwer auf der Kippe

Nach dem Aus für den gemeinsamen europäischen Kampfjet FCAS steht auch die zugehörige Triebwerkskooperation der französischen Safran und der Münchner MTU Aero Engines in Frage. Das Gemeinschaftsunternehmen sei nur noch bis September finanziert, sagte Safran-Chef Olivier Andries.

Die französische Dassault Aviation will nach einem monatelangen Tauziehen um die Zukunft des Kampfjet-Projekts FCAS nun allein einen Kampfjet entwickeln, Deutschland sucht für Airbus nach einem alternativen Partner. Andries sagte, Safran könne nicht zwei komplett verschiedene Militär-Triebwerke der nächsten Generation entwickeln und werde dem Bedarf der französischen Armee den Vorrang geben.

Safran und MTU hatten - anders als Dassault und Airbus - reibungslos an dem Triebwerksprojekt zusammengearbeitet. Insider sagten, das Joint Venture werde ohne neues Geld voraussichtlich aufgegeben und die Ingenieure anderweitig eingesetzt - es sei denn, Frankreich und Deutschland entschieden sich für zwei weitgehend ähnliche Flugzeuge, in die das gleiche Triebwerk eingebaut werden könnte. Doch das halten Analysten für unwahrscheinlich.

Nach dem Kampfjet-Aus steht auch das MTU-Triebwerksprojekt schwer auf der Kippe
16:06 Uhr

Mercedes' Luxusstrategie: Gestern Erfolg, heute Risiko?

Lange lautete die Strategie von Mercedes: höhere Preise statt größere Stückzahlen. „Das galt als genial, solange die Kunden bereit waren, den Aufpreis für den Stern zu zahlen“, kommentiert ntv-Wirtschaftschefkorrespondent Ulrich Reitz und stellt die Frage, ob die Tage dieser Strategie gezählt sind.

Mercedes' Luxusstrategie: Gestern Erfolg, heute Risiko?
15:51 Uhr

Blackrock und Meta stecken Milliarden in gemeinsames Rechenzentrum

Blackrock und Meta Platforms bauen gemeinsam ein Rechenzentrum in Texas. Wie beide Seiten mitteilten, wird Blackrock an dem 14 Milliarden US-Dollar teuren Zentrum 80 Prozent halten und Meta die restlichen 20 Prozent.

Die Konzerne haben sich verpflichtet, ihren jeweiligen Anteil an den gesamten Entwicklungskosten von rund 14 Milliarden Dollar für die Gebäude sowie die langlebige Strom-, Kühl- und Konnektivitätsinfrastruktur auf dem Campus zu finanzieren. Dieser befindet sich derzeit im Bau und wird über 1 Gigawatt an Rechenkapazität verfügen.

Blackrock und Meta stecken Milliarden in gemeinsames Rechenzentrum
15:32 Uhr

EU-Kommission gibt grünes Licht für mögliche Boss-Übernahme

Die EU-Kommission hat die geplante Übernahme von Hugo Boss durch die britische Frasers Group genehmigt. Wettbewerbsrechtliche Bedenken gebe es nicht, so die Behörde. 

Frasers bietet 38 Euro je Aktie und hält bereits über 30 Prozent an Boss. Vorstand und Aufsichtsrat von Hugo Boss hatten Aktionären aber zur Ablehnung geraten. Der Angebotspreis spiegele den Wert nicht wider. Das Angebot läuft bis Mitte August.

Seit Mitte Juni versucht die Frasers Group im Zuge eines freiwilligen öffentlichen Angebots, das Ruder bei den Schwaben zu übernehmen. Sie bieten 38 Euro je Anteilsschein. Die Frasers Group ist ein Einzelhandelskonglomerat, hinter dem der Unternehmer Mike Ashley steckt.

EU-Kommission gibt grünes Licht für mögliche Boss-Übernahme
15:13 Uhr

Coca-Cola hängt die Latte höher

Angetrieben von der Fußball-Weltmeisterschaft und der starken Nachfrage nach zuckerfreien Getränken hat Coca-Cola seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn erhöht. Der Getränkekonzern rechnet nun für das Jahr 2026 mit einem organischen Umsatzwachstum von rund fünf Prozent statt wie bisher mit vier bis fünf Prozent. Der Gewinn je Aktie soll um neun bis zehn Prozent zulegen, zuvor waren es acht bis neun Prozent. Die Aktie legte im vorbörslichen US-Handel um 1,8 Prozent zu. Im zweiten Quartal übertraf der Konzern mit einem Umsatzplus von rund sechs Prozent auf 13,37 Milliarden Dollar die Analystenschätzungen. Zudem hätten Preiserhöhungen, kleinere Packungsgrößen und die Nachfrage nach der Milchmarke Fairlife zum Wachstum beigetragen. 

Coca-Cola hängt die Latte höher
14:48 Uhr

Paypal versucht vergeblich Aktienkurs in die Höhe zu treiben

Der Zahlungsdienstleister Paypal will mit einem verschärften Sparkurs sowie leicht angehobenen Jahreszielen den Aktienkurs in die Höhe treiben und einen Übernahmeversuch abwehren. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unseren Transformationsplan zu präzisieren und unsere Wachstumsstrategie voranzutreiben", sagte Konzernchef Enrique Lores bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse am Dienstag. Anleger überzeugte dies jedoch nicht. Die PayPal-Aktie verliert im vorbörslichen Handel an der Wall Street knapp drei Prozent.

Das US-Unternehmen will bis zum Jahresende 400 Millionen Dollar einsparen. Hierzu soll unter anderem die Organisationsstruktur vereinfacht werden. Zudem verspricht sich PayPal vom verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) Effizienzgewinne. 

Paypal versucht vergeblich Aktienkurs in die Höhe zu treiben
14:28 Uhr

Wie wird sich die Wall Street heute schlagen?

Die Wall Street dürfte im Tiefflug in den Handel starten. Teilnehmer sprechen von Zurückhaltung vor der Bekanntgabe der US-Zinsentscheidung am Mittwoch und wichtigen US-Quartalsberichten im Wochenverlauf. Unter anderem gewähren Meta Platforms, Qualcomm, Microsoft, Amazon und Apple einen Blick in die Bücher. Hier dürften vor allem die Investitionen in den KI-Bereich im Fokus stehen, deren immer gewaltigere Ausmaße für Bedenken am Markt sorgen. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich um 0,1 Prozent. Etwas deutlicher fällt der Abschlag beim Termin-Kontrakt auf den Nasdaq-100 aus, der 0,8 Prozent verliert.

Die Abgaben im Chip-Sektor setzen sich fort, wenn auch mit verringertem Tempo. Berichte, wonach die jüngsten KI-bezogenen Finanzierungszusagen des US-Schwergewichts Nvidia 750 Milliarden US-Dollar überstiegen, schüren Zweifel, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur mit den Investitionen Schritt halten könne. Die Aktien von Nvidia fallen vorbörslich um weitere 1,0 Prozent. Advanced Micro Devices büßen 3,8 Prozent ein.

Wie wird sich die Wall Street heute schlagen?
14:18 Uhr

Anleger greifen vorbörslich bei Core Scientific zu

Die Aktie des KI-Infrastrukturanbieters Core Scientific steigt im vorbörslichen Handel um rund fünf Prozent, nachdem das Unternehmen eine Vereinbarung mit dem Chiphersteller AMD bekannt gegeben hat.

Laut der ersten Phase der Vereinbarung wird AMD bis 2027 eine Rechenzentrumskapazität von 500 Megawatt von Core Scientific nutzen. In den Rechenzentren werden AMD-Chips installiert, die von den Endkunden des Chipherstellers genutzt werden. Insgesamt könnte die Vereinbarung schließlich auf eine Kapazität von 2,5 Gigawatt anwachsen.

AMD wird eine ungenannte Anzahl von "Optionsscheinen zum Marktpreis" zum Kauf der Core-Scientific-Aktie erhalten. Die AMD-Aktie bricht im vorbörslichen Handel um etwa 5,0 Prozent ein.

Anleger greifen vorbörslich bei Core Scientific zu
13:46 Uhr

Was Mercedes besser macht als BMW

Mercedes kann zwar wieder steigende Gewinne vermelden, doch der Autobauer kämpft weiterhin mit schwachen Verkaufszahlen in China und einem schwierigen Marktumfeld. Autoexperte Pieper ordnet die aktuellen Quartalszahlen ein und erklärt, warum er den Stuttgartern im Vergleich zu BMW im zweiten Halbjahr dennoch Vorteile zutraut.

Was Mercedes besser macht als BMW
12:57 Uhr

Aktien von Zulieferern der Chipindustrie schwer unter Druck

Aus Furcht vor einem verschärften Wettbewerb mit chinesischen Konkurrenten steigen Anleger bei europäischen Chipindustrie-Zulieferern aus. Die Aktien der Anlagenbauer ASML, ASM International und BE Semiconductor fallen an der Amsterdamer Börse um bis zu vier Prozent. In Deutschland geben die Titel von Aixtron und Siltronic gut vier beziehungsweise gut sechs Prozent stark nach.

Einem Insider zufolge hat ein bislang wenig bekanntes staatliches chinesisches Unternehmen die Produktion von Lithografie-Maschinen aufgenommen. Diese belichten mit tief-ultraviolettem Licht (DUV) Schaltkreise auf Siliziumscheiben, aus denen Computerchips hergestellt werden. Qualitativ reichten die Anlagen von Shanghai Aishengna Electronic Technology bislang nicht an die Produkte des niederländischen Weltmarktführers ASML heran, betonte der Insider. Das Nachrichtenportal "The Information" berichtete ebenfalls von den Fortschritten bei der Chipmaschinen-Entwicklung in China.

ASML macht bislang rund ein Fünftel seines Umsatzes in China mit DUV-Anlagen, die die Größe eines Doppeldeckerbusses haben und pro Stück mehrere hundert Millionen Euro kosten können.

Aktien von Zulieferern der Chipindustrie schwer unter Druck
12:41 Uhr

Nvidia schmiedet mit Tech-Riesen KI-Sicherheitsallianz - ohne OpenAI

Der führende Hersteller von KI-Chips, Nvidia, und fast 40 weitere Technologieunternehmen haben eine KI-Sicherheitsallianz ins Leben gerufen. Dem Bündnis gehören unter anderem Microsoft, IBM, SAP, Dell, Palantir sowie der Konzern SpaceXAI an. 

Auffällig ist dabei jedoch vor allem, wer bei der neuen Allianz fehlt: Ausgerechnet die führenden Entwickler geschlossener KI-Modelle, namentlich Google, OpenAI und Anthropic, sind nicht Teil der Initiative.

Die Gründung der "Open Secure AI Alliance" (OSAA) erfolgt nur wenige Tage nach einer aufsehenerregenden Testpanne, die die Gefahren unkontrollierbarer KI-Agenten verdeutlichte. Mitte Juli hatten sich KI-Modelle von OpenAI während eines internen Tests verselbstständigt und eigenständig einen Hackerangriff auf die beliebte Entwicklerplattform Hugging Face ausgeführt.

Nvidia schmiedet mit Tech-Riesen KI-Sicherheitsallianz - ohne OpenAI
12:17 Uhr

Mercedes streicht eine Milliarde durch den Verkauf von Anteilen an Daimler Truck ein

Der Autobauer Mercedes-Benz hat erstmals nach dem Spin-Off Anteile an seiner ehemaligen Nutzfahrzeugtochter Daimler Truck verkauft. Im zweiten Quartal strich das Unternehmen dafür 417 Millionen Euro an Mitteln ein über Verkäufe im April und Juni, wie Finanzchef Harald Wilhelm in einer Telefonkonferenz am Dienstag erläuterte. Im Juli schlugen die Stuttgarter dem Manager zufolge dann weitere Papiere in Höhe von rund 600 Millionen Euro los. Insgesamt sei Mercedes daraus damit rund eine Milliarde Euro zugeflossen.

Weitere Anteilsverkäufe sehe die Prognose für den freien Barmittelzufluss in diesem Jahr nicht vor, hieß es weiter in dem Call. Allerdings behält sich der Vorstand die Möglichkeit für weitere Anteilsverkäufe vor.

Mercedes streicht eine Milliarde durch den Verkauf von Anteilen an Daimler Truck ein
11:57 Uhr

Aus für zwei Werke, jeder vierte Job weg: Lenzing-Aktie stürzt ab

Der österreichische Faserhersteller Lenzing hat einen tiefgreifenden Konzernumbau angekündigt und damit die Anleger verschreckt. Die Aktie verliert am Vormittag bis zu 19 Prozent und notiert zuletzt mit einem Minus von rund 15 Prozent. Damit steuert das Papier auf den stärksten Tagesverlust seit 2022 zu. Das Unternehmen hatte am Vorabend angekündigt, sich künftig stärker auf Vliesstoffe zu konzentrieren, zwei Werke zu schließen und weltweit Stellen abzubauen. Zur Finanzierung der Neuausrichtung will sich Lenzing über eine Kapitalerhöhung und neue Kredite bis zu 600 Millionen Euro frisches Geld besorgen.

Die weltweite Belegschaft von zuletzt rund 8100 Mitarbeitern dürfte bis Ende 2027 deutlich schrumpfen. Lenzing-Chef Georg Kasperkovitz sprach der Nachrichtenagentur APA zufolge von rund 2000 wegfallenden Stellen, davon 600 in der Verwaltung.

Aus für zwei Werke, jeder vierte Job weg: Lenzing-Aktie stürzt ab
11:38 Uhr

Philips schlägt Erwartungen

Philips hat im zweiten Quartal dank der Rückerstattung von US-Zöllen die Markterwartungen übertroffen und seine Jahresprognose angehoben. Für das Gesamtjahr werde nun eine bereinigte Ebita-Marge von 13,5 bis 14,0 Prozent erwartet, teilte der niederländische Medizintechnikkonzern mit. Zuvor war der Konzern von 12,5 bis 13,0 Prozent ausgegangen. Der freie Cashflow soll auf 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro steigen, nach zuvor angepeilten 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro.

Im abgelaufenen Quartal kletterte die bereinigte Ebita-Marge auf 16,4 Prozent, während Analysten im Schnitt mit 12,1 Prozent gerechnet hatten. Philips zufolge ist darin ein positiver Effekt aus den US-Zollerstattungen von 4,2 Prozent enthalten. "Wir haben den Prozess der Zollerstattungen in den USA im Quartal weitgehend abgeschlossen", erklärte Konzernchef Roy Jakobs. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte den Großteil der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle für unzulässig erklärt. Nun werden sie Schritt für Schritt zurückgezahlt.

Philips gehört zu den europäischen Unternehmen, die am stärksten von den US-Zöllen betroffen waren. Mehr als 40 Prozent seines Umsatzes erzielt der Konzern in Nordamerika. Im zweiten Quartal kletterte der vergleichbare Umsatz um vier Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

Philips schlägt Erwartungen
11:16 Uhr

Goldpreis rutscht wieder unter 4100 Dollar

Der Goldpreis steht erneut unter Druck und ist wieder unter die Marke von 4100 US-Dollar je Unze gefallen, da die Anleger auf die Äußerungen des Vorsitzenden der US-Notenbank, Kevin Warsh, in dieser Woche warten. Die vom Markt implizierte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed am Mittwoch ist von 31,5 Prozent am Montag auf 38 Prozent gestiegen, obwohl die meisten Analysten weiterhin davon ausgehen, dass die Zentralbank die Zinssätze unverändert lassen wird.

Die Märkte preisen nun eine Zinserhöhung auf der September-Sitzung vollständig ein. Ein höheres Zinsumfeld belastet in der Regel zinslose Anlagen wie Gold, da es die Opportunitätskosten für das Halten des Edelmetalls erhöht. Unterdessen beobachten die Händler weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten, nachdem die USA und der Iran vereinbart haben, die Feindseligkeiten zu unterbrechen. Im frühen Handel geben die New Yorker Gold-Futures um 0,7 Prozent auf 4049,30 US-Dollar je Feinunze nach.

Goldpreis rutscht wieder unter 4100 Dollar
10:55 Uhr

Rekordhochlauf in ungarischem BMW-Werk

BMW hat mit der "Neuen Klasse" einen Schnellstart hingelegt. Inzwischen sind im neuen Werk im ungarischen Debrecen 50.000 Fahrzeuge des elektrischen iX3 vom Band gelaufen, wie der Konzern mitteilt. Zudem sei man auf Kurs, bald 100.000 Auftragseingänge für das Fahrzeug zu erreichen. 

"Nie zuvor haben wir in einem neuen Werk so schnell so viele Fahrzeuge gebaut", sagt Produktionsvorstand Raymond Wittmann. Unter anderem startete die zweite Schicht dort bereits im Februar und damit deutlich früher als geplant. 

Zumindest beim iX3 als erstem Fahrzeug der "Neuen Klasse" läuft es bei BMW damit gut. Der Konzern, der seit Mitte Mai mit Milan Nedeljkovic einen neuen Chef hat, hatte vor Kurzem mit einer Gewinnwarnung überrascht und zuletzt insgesamt sinkende Absätze gemeldet. Zudem gibt es Spekulationen über einen drohenden Jobabbau. Am Donnerstag wird der Konzern seine Zahlen für das erste Halbjahr vorlegen. Konkurrent Audi hatte am Montag deutlich sinkende Gewinne vermeldet.

Rekordhochlauf in ungarischem BMW-Werk
10:26 Uhr

"Kleines" Stimmungshoch bei deutschen Exporteuren

Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich zu Beginn der zweiten Jahreshälfte erneut etwas verbessert. Das entsprechende Barometer für die Exporterwartungen stieg im Juli auf minus 3,3 Punkte, von minus 3,6 Zählern im Juni, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Das war der zweite Anstieg in Folge. "Die Exportwirtschaft kommt weiterhin nicht richtig in Schwung", sagte Umfragechef Klaus Wohlrabe. "Die Unternehmen hoffen auf stärkere Impulse aus den internationalen Absatzmärkten."

Bezogen auf einzelne Branchen zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen sind weiterhin sehr optimistisch, gleiches gilt für die Getränkehersteller. "Auch im Maschinenbau und bei den Nahrungsmittelherstellern ist die Zuversicht zurück", betonte das IFO-Institut. Zuletzt hatten die Unternehmen dort eher mit rückläufigen Auslandsumsätzen gerechnet.

"Kleines" Stimmungshoch bei deutschen Exporteuren
10:02 Uhr

Mercedes trumpft groß auf

Anleger greifen nach Zahlenvorlage bei Mercedes-Benz zu. Die Aktien des Dax-Konzerns legen über vier Prozent zu und sind damit stärkster Wert im deutschen Leitindex. Die Umsätze hätten im zweiten Quartal im Rahmen der Erwartungen gelegen, sagte ein Händler. Das bereinigte Ebit des Konzerns sowie die Marge der Pkw-Sparte hätten jedoch die Prognosen übertroffen. Auch der bereinigte Free Cashflow sei besser ausgefallen als erwartet. 

Mercedes trumpft groß auf
09:50 Uhr

Bitcoin fällt deutlich

Der Bitcoin fällt im asiatischen Handel deutlich. Die Preise für Risikoanlagen stehen aufgrund veränderter Erwartungen an die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve unter Druck, wie ein Analyst der Krypto-Plattform Bitfinex kommentiert Starke Arbeitsmarktdaten, eine robustere Geschäftstätigkeit und steigende Energiepreise, die die Inflation hoch gehalten hätten, erhöhten das Risiko entweder einer Zinserhöhung oder eines hawkischen Politiksignals. Gleichzeitig befinde sich die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin auf einem Mehrjahrestief. Das sogenannte Open Interest sowohl bei CME-Bitcoin-Futures als auch bei Optionen sei auf Rekordtiefs gefallen, heißt es weiter.

Laut Bitfinex würde eine Bewegung über die Widerstandszone von 68.000 bis 68.500 US-Dollar eine neue Nachfrage erfordern. Die Zuflüsse seien jedoch zu schwach, um die Preise nach oben zu treiben. Der Bitcoin gibt 2,6 Prozent auf 63.200,03 Dollar nach.

Bitcoin fällt deutlich
09:32 Uhr

Ölpreisverfall geht in die nächste Runde

Am Rohstoffmarkt setzt sich der Ölpreisverfall fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 1,6 Prozent auf 86,91 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 1,9 Prozent schwächer bei 81,02 Dollar. Als Grund gilt eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran, nachdem Washington am Samstag Luftangriffe ausgesetzt hatte.

Ölpreisverfall geht in die nächste Runde
09:17 Uhr

Dax startet fester

Der Dax startet gefestigt in den neuen Handelstag. Der deutsche Börsenleitindex, der zum Wochenstart 1,0 Prozent zugelegt und mit 25.361 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 25.475 Zählern. Den Ausverkauf im Technologiesektor, vor allem bei KI- und Chipwerten macht das Börsenbarometer damit nicht mit. In Asien war der Kospi abgestürzt und auch der Nikkei musste deutliche Verluste hinnehmen.

Dax startet fester
08:59 Uhr

Tech-Aktien schmieren ab

An den asiatischen Aktienmärkten geht es zum Teil steil nach unten. In Südkorea bricht der Kospi ein, auch in Japan werden heftige Verluste verbucht. Die bekannten Bedenken über die gewaltigen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) lösen eine erneute Verkaufswelle unter Halbleiterwerten aus. Der Ausverkauf im Chipsektor trifft die Börsen in Südkorea und Japan besonders hart. Berichte, wonach die jüngsten KI-bezogenen Finanzierungszusagen des US-Schwergewichts Nvidia 750 Milliarden US-Dollar überstiegen, schürt Zweifel, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur mit den Investitionen Schritt halten kann. Mit dem nahenden Monatsultimo steige zudem die Neigung zu Gewinnmitnahmen - gerade im Technologiesektor, heißt es.

Der südkoreanische Leitindex bricht nach zahlreichen Handelsunterbrechungen um 9,9 Prozent ein und rutscht auf die tiefsten Stände seit Mitte April ab. Der Kurs des Speicherchipanbieters SK Hynix stürzt um über 13 Prozent ab - Samsung Electronics um über 12 Prozent.

In Japan büßt der Nikkei 3,9 Prozent auf 62.394 Punkte ein und bewegt sich auf den niedrigsten Ständen seit Ende Mai. Kioxia Holdings brechen um knapp 18 Prozent ein, unter den Chipausrüstern verlieren Nikon Corp. und Tokyo Electron 9,9 und 10,4 Prozent.

Tech-Aktien schmieren ab
08:40 Uhr

Gewinnmitnahmen bei Kupfer

Der Kupferpreis gibt wegen Gewinnmitnahmen nach. Zum Wochenstart hatte das Basismetall noch zugelegt, da eine Unterbrechung der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise gedrückt und die Inflations- und Wachstumssorgen gemildert hatte. Obwohl der Kupferpreis von 14.000 US-Dollar je Tonne zurückgekommen sei, werde er weiterhin von Angebotsrisiken gestützt, so die Strategen von ANZ Research. Zu diesen Risiken zählten unter anderem eine Knappheit an Schwefelsäure und potenzielle US-Zölle. Der Dreimonatskontrakt für Kupfer verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 13.668,00 Dollar je Tonne.

Gewinnmitnahmen bei Kupfer
08:21 Uhr

US-Behörde warnt vor losen Sitzen in Boeing-Flugzeugen

Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnt vor möglicherweise falsch montierten Sitzen in Hunderten Boeing-737-MAX-Jets und fordert deren Inspektion. Bei einer Notlandung oder starken Turbulenzen könnten sich die Sitze aus der Verankerung lösen, Passagiere verletzen und Fluchtwege blockieren, teilte die Behörde mit. Die vorgeschlagene Direktive betrifft 453 in den USA registrierte Flugzeuge.

Die Anordnung ist ein weiterer Rückschlag für Boeing. Der Flugzeugbauer steht seit einer Reihe von Produktionspannen unter verschärfter Beobachtung, insbesondere seit Anfang 2024 ein Rumpfteil einer 737-MAX im Flug herausbrach. Ein Boeing-Sprecher erklärte, der Konzern habe die Fluggesellschaften bereits im Dezember 2025 über das Problem informiert und unterstütze die Anordnung der FAA.

US-Behörde warnt vor losen Sitzen in Boeing-Flugzeugen
08:03 Uhr

Anleger müssen KI-Absturz verarbeiten

Mit einem ruhigen Start an Europas Börsen rechnen Händler. Der globale Kursabsturz der KI-Aktien hat das Öl als Problemthema abgelöst. Der Kospi-Index in Korea bricht um 10 Prozent ein. In Europa wird KI zwar diskutiert, betrifft aber hierzulande nur wenige Spezialwerte.

Klar im Fokus steht die Fahrt aufnehmende Berichtssaison. Unter anderem stehen Zahlen von Schwergewichten aus allen Branchen an wie Mercedes-Benz, Unilever, Kering, GSK, Barclays, Safran und viele andere. Dies dürfte für viele Alleingänge bei den Kursbewegungen in beide Richtungen sorgen, heißt es im Handel. Die Bedeutung von Index-Ausschlägen werde daher geringer sein. Dies zeigen die Dax-Terminkontrakte, die nur 30 Punkte höher notieren.

Als gesamte Branche unter Druck gesehen werden nur die KI-abhängigen Technologiewerte. Hier traf sich am Vortag die schon immer vorhandene Skepsis über Zirkelgeschäfte mit aktuellen Belastungsfaktoren. So die Meldung von Insiderverkäufen von Nvidia-Chef Huang über 1,8 Milliarden Dollar, der gigantische Börsengang von Chinas Chip-Hersteller CXMT und Berichte über Erfolge der chinesischen Konkurrenz bei der Chip-Lithographie. Sorgen über Chinas Erfolge kamen bereits in der Vorwoche auf, als ein KI-Agent von Open AI einen Cyber-Angriff ausübte, der nur durch ein chinesisches Modell gestoppt werden konnte.

Anleger müssen KI-Absturz verarbeiten
07:44 Uhr

Mercedes hat ein Absatzproblem

Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal das operative Ergebnis wie erwartet gegenüber dem schwachen Vorjahreswert gesteigert. Der Absatz im Hauptgeschäftsfeld Mercedes-Benz Cars stabilisiert sich aber nicht wie erhofft, so dass der Autobauer jetzt einen leichten Rückgang und kein Volumen auf Vorjahresniveau mehr erwartet. Mercedes begründete das mit dem verschärften Marktumfeld und intensivem Wettbewerb in China.

Von April bis Juni legte das Betriebsergebnis um 21,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro zu, nach einem Einbruch um zwei Drittel vor Jahresfrist. Der Dax-Konzern wolle im zweiten Halbjahr Kosten und Produktivität weiter verbessern, erklärte Konzernchef Ola Källenius.

Der Umsatz sank trotz eines erneuten Absatzeinbruchs in China nur leicht um 3,3 Prozent auf 32 Milliarden Euro. Marktexperten hatten mit einem Umsatz in dieser Höhe und mit einem operativen Gewinn von 1,57 Milliarden Euro gerechnet. Die bereinigte Rendite im Hauptgeschäftsfeld Mercedes-Benz Cars lag mit 4,0 Prozent in der angepeilten Spanne für das Gesamtjahr.

Mercedes hat ein Absatzproblem
07:28 Uhr

LVMH ist ein KI-Profiteur

Dank der steigenden Nachfrage wohlhabender US-Kunden hat der französische Luxuskonzern LVMH im zweiten Quartal mehr umgesetzt. Mit Marken wie Louis Vuitton, Dior und Bulgari nahm das vom Milliardär Bernard Arnault kontrollierte Unternehmen 19,5 Milliarden Euro ein, währungsbereinigt drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den USA habe die neu geschaffene Kaufkraft durch den KI- und Technologieboom die Erlöse um sechs Prozent steigen lassen, so das Unternehmen. In Europa stagnierten die Umsätze im Quartal nach einem Rückgang in den ersten drei Monaten des Jahres, als der Konflikt im Nahen Osten den Tourismus besonders belastet hatte. Weltweit besonders gefragt waren Uhren und Schmuck mit einem Umsatzplus von elf Prozent für Marken wie Tiffany und Bulgari.

Im Halbjahr stieg der Umsatz organisch um zwei Prozent, nach berichteten Zahlen ergab sich ein Rückgang um drei Prozent auf 38,6 Milliarden Euro. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft sank dabei unter anderem wegen Währungsschwankungen um vier Prozent auf 8,7 Milliarden Euro.

LVMH ist ein KI-Profiteur
07:10 Uhr

China bremst E-Auto-Wachstum

Weltweit werden immer mehr Elektroautos zugelassen, die Wachstumsgeschwindigkeit lässt aber nach. In einer Untersuchung von 43 wichtigen Märkten kommt die Unternehmensberatung PwC auf rund 6,6 Millionen Neuzulassungen rein batteriebetriebener Stromer (BEVs). Das ist zwar immer noch ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, es geht aber bei weitem nicht mehr so schnell nach oben wie früher. Noch im ersten Halbjahr 2025 hatte ein Plus von mehr als einem Drittel gestanden, im Gesamtjahr 2025 war es noch knapp ein Drittel.

Entscheidend für die Verlangsamung ist China. Der mit Abstand größte Elektroautomarkt der Welt schrumpfte laut PwC im ersten Halbjahr um 5 Prozent auf knapp 3,6 Millionen BEVs. Immerhin ging es im zweiten Quartal aber bereits wieder leicht aufwärts. Weil parallel der Gesamtmarkt schrumpfte, machten die reinen Stromer dort im zweiten Quartal 44 Prozent der Neuzulassungen aus.

In den USA sanken die Elektroautoneuzulassungen sogar. 460.000 BEVs im ersten Halbjahr sind ein Minus von 22 Prozent. Sie machen dort nur 6 Prozent des Markts aus. Sehr viel besser ist die Entwicklung in Europa. In der EU, Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz zählten PwC knapp 1,6 Millionen BEVs und damit 33 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das war ein Marktanteil von 22 Prozent. Besonders starkes Wachstum gab es unter anderem in Frankreich, Italien aber auch Deutschland, das vor dem Vereinigten Königreich und Frankreich erneut der größte Einzelmarkt Europas war.

China bremst E-Auto-Wachstum
06:53 Uhr

Finanzaufsicht knöpft sich Zurich Insurance vor

Die Schweizer Finanzaufsicht Finma hat ein Verfahren gegen Zurich Insurance eingeleitet. Der Versicherer habe einigen Schweizer Kunden Policen zu niedrigeren Preisen verkauft als mit der Behörde vereinbart, teilte das Unternehmen mit. Die Finma habe zudem ein Verkaufsverbot für bestimmte Produkte im Bereich der betrieblichen Lebens- und Rentenversicherungen in der Schweiz verhängt, weshalb die Sparte vorerst nur noch Bestandskunden bedienen dürfe. Konzernchef Mario Greco sagte Bloomberg, das Verbot werde keine Auswirkungen auf den Gewinn haben. Wegen der Untersuchungen würden jedoch mehr als ein Dutzend Mitarbeiter entlassen.

Wie lange das Verfahren dauern wird, über das der "SonntagsBlick" zuerst berichtet hatte, ist unklar. Die Finma erklärte, sie äußere sich grundsätzlich nicht zu Einzelfällen, untersuche aber mögliche Verstöße gegen das Finanzmarktrecht und ergreife bei Bedarf Maßnahmen.

Finanzaufsicht knöpft sich Zurich Insurance vor
06:35 Uhr

Ausverkauf bei Chipwerten

Sorgen über die enormen Finanzierungsanforderungen des KI-Booms schicken die asiatischen Börsen auf Talfahrt. Angeführt wird der Ausverkauf von den Chipherstellern. Der südkoreanische Kospi stürzt um mehr als acht Prozent auf ein Dreimonatstief, was eine Handelsunterbrechung auslöst. Der japanische Nikkei-Index gibt vier Prozent nach. Auslöser ist ein Bericht des "Wall Street Journal", wonach Nvidia im Rahmen eines riesigen Rechenzentrumsprojekts Finanzierungsgarantien in Höhe von rund 250 Milliarden Dollar für OpenAI bereitstellen will. Die Nvidia-Aktie verlor daraufhin an der Wall Street fünf Prozent.

Zudem drückt der wachsende Konkurrenzdruck aus China auf die Stimmung. So berichtet das Magazin "The Information", dass China mit der Herstellung eigener Lithografie-Maschinen begonnen habe, einem wichtigen Werkzeug für die Chip-Produktion. Die Aktie des niederländischen Marktführers ASML fiel daraufhin um 8,5 Prozent. In Südkorea brechen die Papiere von SK Hynix um fast elf Prozent ein, Samsung verloren mehr als neun Prozent.

Ausverkauf bei Chipwerten
06:20 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 163,73 Yen und legt leicht auf 6,7683 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8188 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1372 Dollar und zieht leicht auf 0,9312 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:00 Uhr

Sternstunde für den Dax

Der Dax hat zu Wochenbeginn da weitergemacht, wo er am vergangenen Freitag aufgehört hat: Er legte deutlich zu, ließ dem 1,4-Prozent-Kursplus vom Wochenschluss einen weiteren Aufschlag von 1,0 Prozent folgen. Der deutsche Börsenleitindex schloss mit einem Stand von 25.361 Punkten. Ausschlaggebend für den Aufgalopp waren deutlich gesunkene Ölpreise, nachdem sich eine erneute Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA abzeichnete. Im Fokus der Anleger, so Marktteilnehmer, stehe aber auch eine Fülle von Quartalsberichten in dieser Woche.

Heute etwa öffnet Mercedes-Benz sdie Bücher: Der Autobauer muss in China weitere Rückschläge verdauen, kann seine Bilanz aber mit Wachstum in Europa und den USA verbessern. Nach Einschätzung von Analysten schrumpfte der Umsatz des Dax-Konzerns im zweiten Quartal leicht auf 32 Milliarden Euro. Den operativen Gewinn steigerten die Schwaben der Prognose zufolge um knapp ein Viertel auf 1,57 Milliarden Euro, nachdem er vor Jahresfrist um zwei Drittel eingebrochen war. Vorstandschef Ola Källenius kündigte im Juni weitere Einsparungen an, etwa über längere Arbeitszeiten. Damit brachte er Tausende Mercedes-Beschäftigte auf die Barrikaden.

Zudem legt die Bundesbank ihren Monatsbericht vor. Darin werden Lage und Aussichten der deutschen Wirtschaft beleuchtet. Die Wirtschaftsleistung hatte im ersten Quartal um 0,3 Prozent zugelegt. Für die am Donnerstag anstehenden vorläufigen Daten zum Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr erwarten Experten eine Stagnation. Mittlerweile zeichnet sich laut dem Münchner Ifo-Institut jedoch ein leichter Aufwärtstrend ab. In der zweiten Jahreshälfte dürfte demnach das milliardenschwere Infrastrukturpaket der Bundesregierung nach und nach seine Wirkung entfalten und der Wirtschaft mehr Schwung verleihen.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

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