Der Börsen-Tag
18. August 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:36 Uhr

Dax mit kräftigem Rot

Der Handel am deutschen Aktienmarkt war auch heute überwiegend von sinkenden Kursen geprägt. Steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen belasteten, während sich die erhoffte Lösung im Nahost-Krieg weiterhin nicht abzeichnete. Der Dax verlor 0,8 Prozent auf 26.128 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 1,0 Prozent tiefer bei 6466 Stellen.

"Die Renditen zehn- und 30-jähriger Bundesanleihen sind gestern auf neue 15-Jahres-Hochs geklettert", und auch in Frankreich oder den USA sehe es ähnlich aus, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners und hält dies für eine wachsende Konkurrenz für die Aktienmärkte. Obendrein verteuerten steigende Zinsen nicht nur die Refinanzierung der Staaten, sondern auch der Unternehmen. Wieder steigende Ölpreise trugen ihr Übriges zur leicht angeschlagenen Stimmung bei, da sie die Inflationssorgen befeuerten.

Gefragt waren die Titel der SDax-Unternehmen Sixt und Schott Pharma, die nach Kaufempfehlungen von Berenberg und Barclays um 0,5 beziehungsweise 2,6 Prozent zulegten.

Dax mit kräftigem Rot
17:10 Uhr

Was kommt nach den überraschend guten Zahlen?

Fast 90 Prozent der Unternehmen haben die Gewinnerwartungen übertroffen – damit zählt die aktuelle Berichtssaison historisch zu den stärksten überhaupt. Raimund Brichta zieht mit Kemal Bagci von BNP Paribas Bilanz und blickt voraus: Wie geht es an den Börsen weiter - und welche Strategien bieten sich für Anlegerinnen und Anleger an?

Was kommt nach den überraschend guten Zahlen?
16:44 Uhr

Saudi Aramco verlädt wieder Öl in der Straße von Hormus

Der staatliche saudiarabische Ölkonzern Saudi Aramco verlädt nach wochenlanger Unterbrechung wieder Rohöl in der Straße von Hormus. Schifffahrtsdaten und Brancheninsidern zufolge warten weitere Tanker auf ihre Abfertigung. Der weltgrößte Ölexporteur bietet asiatischen Raffinerien in diesem Monat schwere Rohölsorten über Schiff-zu-Schiff-Verladungen vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate an. Wegen der Angriffe auf seine Tankerflotte im Zuge des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hatte der Konzern die Verkäufe im vergangenen Monat ausgesetzt. Die Wiederaufnahme der Exporte dürfte den Engpass bei schwereren Ölsorten lindern.

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(Foto: REUTERS)
Saudi Aramco verlädt wieder Öl in der Straße von Hormus
16:16 Uhr

Renditen von Staatsanleihen auf höchstem Stand seit Jahrzehnten

Für Staaten wird es immer teurer, neue Schulden zu machen. Die Renditen wichtiger Staatsanleihen etwa aus den USA, Deutschland und Japan kletterten auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Hintergrund sind Inflationssorgen angesichts hoher Ölpreise und Bedenken wegen hoher Schuldenstände einiger großer Volkswirtschaften. In den USA, dem wichtigsten Anleihemarkt der Welt, erreichten die Renditen 30-jähriger Papiere mit 5,321 Prozent den höchsten Stand seit 2007. In Deutschland kletterte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 3,248 Prozent, den höchsten Stand seit 2011. In Japan waren es bei zehnjährigen Anleihen knapp drei Prozent - so viel wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr.

Kjersti Haugland, Chefvolkswirtin der Investmentbank DNB Carnegie, sagte, die Anleihemärkte träten in eine neue Ära ein. Es ende die Phase niedriger Zinsen und vergleichsweise niedriger Inflation nach der globalen Finanzkrise von 2008. "Dies fällt mit der sehr hohen Staatsverschuldung in vielen Ländern zusammen, insbesondere in Japan, den USA, Frankreich und Großbritannien."

Renditen von Staatsanleihen auf höchstem Stand seit Jahrzehnten
16:08 Uhr

Steigende Ölpreise und Anleiherenditen drücken US-Börsen

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Wirtschaft 11.06.2026 Ein Strassenschild Wallstreet vor einer US Flagge der New York Stock Exchange an Wall Street FOTO: Pressefoto ULMER / Markus Ulmer xxNOxMODELxRELEASExx (Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Sorgen über geopolitische Spannungen, steigende Ölpreise und ein Ausverkauf am Anleihemarkt machen der Wall Street zu schaffen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung jeweils knapp ein halbes Prozent tiefer bei 53.294 beziehungsweise 7711 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor fast ein Prozent auf 26.419 Punkte.

Die Sorgen der Anleger über die Lage am Anleihemarkt drückten die Aktien von Unternehmen wie Micron, Intel, AMD und Nvidia um gut zwei bis fast 5,5 Prozent ins Minus.

Steigende Ölpreise und Anleiherenditen drücken US-Börsen
15:50 Uhr

US-Einfuhrpreise sinken im Juli überraschend

Die US-Importpreise sind im Juli unerwartet gefallen. Sie sanken um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Dafür sorgten vor allem sinkende Kosten für die Einfuhr von Rohöl. Ökonomen hatten dagegen mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet. Hinzu kommt, dass der Juni kräftig revidiert wurde: Demnach fielen die Einfuhrpreise um 0,3 Prozent, nachdem zunächst von einem Plus von 0,3 Prozent die Rede war.

Die USA importieren eine große Palette von Waren, Vorprodukten und Rohstoffen aus anderen Ländern. Daher wirken sich sinkende Einfuhrpreise auch auf die Lebenshaltungskosten aus. Der starke Preisauftrieb hatte sich zuletzt etwas abgemildert: Die Inflationsrate fiel im Juli auf 3,4 Prozent.

US-Einfuhrpreise sinken im Juli überraschend
15:26 Uhr

Zinserhöhungserwartung am Geldmarkt gestützt

Die Sätze am europäischen Geldmarkt treten auf der Stelle. Am Vormittag stand die ZEW-Umfrage auf der Agenda, eine neuerliche Stimmungsverbesserung zeugt von einer gewissen konjunkturellen Zuversicht. Die Konjunkturerwartungen stiegen zum vierten Mal in Folge. Für die Marktstrategen der Helaba werden die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Europäischen Zentralbank mit den heutigen Zahlen tendenziell gestützt.

Tagesgeld: 2,18 - 2,38 (2,18 - 2,38), Wochengeld: 2,19 - 2,27 (2,19 - 2,49), 1-Monats-Geld: 2,27 - 2,55 (2,27 - 2,57), 3-Monats-Geld: 2,32 - 2,57 (2,26 - 2,57), 6-Monats-Geld: 2,67 - 2,86 (2,65 - 2,85), 12-Monats-Geld: 2,72 - 2,90 (2,80 - 3.12), Euribors: 17.08. 14.08. 3 Monate: 2,5010 2,5080, 6 Monate: 2,6870 2,6710, 12 Monate: 2,9370 2,9390

Zinserhöhungserwartung am Geldmarkt gestützt
14:58 Uhr

Risikoprämien ziehen an - Marktzinsen im Fokus

Mit den Risikoprämien geht es am europäischen Kreditmarkt nach oben. Damit folgt die Assetklasse den steigenden Ölpreisen sowie weiter anziehenden Marktzinsen. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, den ohnehin brüchigen Waffenstillstand mit dem Iran nicht verlängern zu wollen. Die im Juni getroffene Absichtserklärung zwischen beiden Ländern, die eine Frist von 60 Tagen für die Einigung auf ein Friedensabkommen beinhaltete, ist am Montag abgelaufen. Im Handel heißt es, dass ein Deal bis auf Weiteres nicht in Sicht sei, damit rückt auch eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus in weite Ferne.

Zunehmend Sorgen bereiten Anleger die weiter anziehenden Marktzinsen. In vielen Ländern sind die Renditen der Staatsanleihen auf Dekadenhochs gestiegen. Wie die Deutsche Bank anmerkt, zeigt die Entwicklung, dass der Druck auf die Staatsfinanzen hoch bleibt. Im Handel heißt es, auch die Refinanzierung für Unternehmen werde teurer.

Risikoprämien ziehen an - Marktzinsen im Fokus
14:30 Uhr

"Zölle sind ein Eigentor für Trump"

Seit über einem Jahr verteilt Donald Trump nach Lust und Laune Zölle auf die Waren seiner Handelspartner. Das sorgt für Unsicherheit - und schadet in letzter Konsequenz vor allem den USA selbst, wie Vincent Stamer, Außenhandelsexperte der Commerzbank, erklärt.

"Zölle sind ein Eigentor für Trump"
14:04 Uhr

Heimwerker-Boom beschert Home Depot überraschend gute Zahlen

Die US-Baumarktkette Home Depot hat dank des ungebrochenen Trends zu kleineren Reparatur- und Instandhaltungsprojekten im zweiten Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der Umsatz stieg um 5,7 Prozent auf 47,86 Milliarden Dollar, wie der Konzern mitteilte. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag mit 4,92 Dollar ebenfalls deutlich über den Analystenschätzungen. Anhaltend hohe Zinsen bremsen den US-Häusermarkt, weshalb viele Hausbesitzer auf größere Umbauten oder einen Umzug verzichten und stattdessen in kleinere Projekte wie Malerarbeiten oder Gartenpflege investieren. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um rund ein Prozent zu.

Für das Gesamtjahr bestätigte der weltgrößte Baumarktkonzern seine Prognose. Er rechne weiterhin mit einem vergleichbaren Umsatz, der im Vorjahresvergleich zwischen stagnierend und plus zwei Prozent liegt, sowie einem bereinigten Gewinn pro Aktie in einer Spanne von stagnierend bis plus vier Prozent.

Heimwerker-Boom beschert Home Depot überraschend gute Zahlen
13:40 Uhr

Marggraf: Geschäftsmodell von Meta steht auf dem Spiel

Meta droht eine Billionenstrafe in den USA. Mehrere Bundesstaaten werfen dem Konzern vor, Instagram und Facebook bewusst so gestaltet zu haben, dass Kinder abhängig werden. Meta bestreitet das. Wie gefährtlich der Prozess dem Konzern werden könnte, erklärt ntv-Börsenexpertin Sabrina Marggraf.

Marggraf: Geschäftsmodell von Meta steht auf dem Spiel
13:18 Uhr

Kauft BP bald wieder Aktien zurück? Kurs steigt

BP könnte seine Aktienrückkäufe im Jahr 2027 wieder aufnehmen, da das Unternehmen Schulden abbaue und seine Bilanz stärke, schreiben die Analysten von Berenberg. Das britische Energieunternehmen werde sich weiterhin darauf konzentrieren, die Nettoverschuldung durch Veräußerungen zu senken, heißt es weiter. Die Analysten erwarten für 2027 zusätzliche Veräußerungserlöse von mehr als sechs Milliarden US-Dollar, was dem Unternehmen Barmittel für Rückkäufe verschaffen könne, heißt es.

Unter den aktuellen Annahmen für die Öl- und Gaspreise erwarte Berenberg ab dem zweiten Quartal 2027 vierteljährliche Aktienrückkäufe in Höhe von 500 Millionen US-Dollar, so die Analysten. Dies würde für das Gesamtjahr 2027 einen Aktienrückkauf von 1,5 Milliarden US-Dollar ergeben. Die BP-Aktie steigt um 1,6 Prozent.

Kauft BP bald wieder Aktien zurück? Kurs steigt
12:52 Uhr

Xiaomi beklagt weiteres schwaches Quartal 

Xiaomi hat ein weiteres schwaches Quartal verzeichnet. Höhere Speicherkosten und ein intensiver Wettbewerb belasteten das Ergebnis. Zudem blieb unklar, ob das schnell wachsende Elektrofahrzeuggeschäft des Unternehmens sein Umsatzwachstum in nachhaltige Profitabilität ummünzen kann. Die schwache Geschäftsentwicklung unterstreicht den Gegenwind, dem Xiaomi in seinen Hauptgeschäftsbereichen weiterhin ausgesetzt ist. Teurere Speicherchips setzen die Margen bei Smartphones nach wie vor unter Druck. Geringere Verbrauchersubventionen tragen zusätzlich zur bereits gedämpften Nachfrage auf dem chinesischen Markt für Unterhaltungselektronik bei.

Der Nettogewinn des in Peking ansässigen Unternehmens fiel im zweiten Quartal um 20,5 Prozent auf 9,46 Milliarden Yuan, was 1,40 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Umsatz schwächte sich ebenfalls ab und sank um 6,1 Prozent auf 108,92 Milliarden Yuan, wie das Unternehmen mitteilte.

Xiaomi beklagt weiteres schwaches Quartal 
12:25 Uhr

Infrastruktur-Offensive in China

Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass China nach der Sitzung des allmächtigen KP-Politbüros im Juli die Grundlagen für einen schnelleren Zyklus bei den Infrastrukturausgaben schafft, schreiben die Ökonomen von Barclays Research in einem Bericht. Sie verweisen auf eine Zunahme der Emissionen von Sonderanleihen der Kommunalverwaltungen im August. Umsetzungsrichtlinien für das neue politikgestützte Finanzinstrument in Höhe von 800 Milliarden Yuan seien an die Provinzen verteilt worden, was den Beginn von Projektanträgen und der Mittelvergabe ermögliche, so die Ökonomen.

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(Foto: IMAGO/NurPhoto)

Förderfähige Projekte würden Zinszuschüsse erhalten, und der Investitionsumfang sei erweitert worden, um neben unter anderem digitaler Infrastruktur, KI und städtischen Versorgungsnetzen auch Projekte des Privatsektors und der Industrie einzubeziehen. "Diese Entwicklungen deuten auf einen stärkeren Impuls hin, die politische Unterstützung in den kommenden Monaten in physische Investitionen umzusetzen," fügen sie hinzu.

Infrastruktur-Offensive in China
12:00 Uhr

Dax berappelt sich etwas

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat wieder einen Teil seiner Verluste abbauen können. Der deutsche Leitindex fiel am Mittag um 0,3 Prozent auf 26.255 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent tiefer bei 6490 Stellen. Der Euro lag kaum verändert 1,1577 US-Dollar.

Dax berappelt sich etwas
11:39 Uhr

ZEW-Barometer steigt unerwartet kräftig

Finanzexperten blicken trotz neuer Belastungen durch das Niedrigwasser optimistischer auf die deutsche Wirtschaft. Das ZEW-Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate stieg im August um 7,9 Zähler auf 34,2 Punkte. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 30 Punkte gerechnet. Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer im August wie bisher sehr nüchtern ein: Dieses Barometer lag mit minus 61,1 Punkten zwar um 16,5 Zähler über dem Vormonatswert, verharrte aber tief im negativen Bereich.

"Angesichts der Stimmungskiller Rekordhitze, Niedrigwasser und Ernteausfälle überrascht der Indexanstieg. Die Hitzewelle ist auch ein Vorbote für einen neuerlichen Inflationsschub", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Bethmann HAL: "Steigende Transportkosten und längere Transportwege bremsen die Industrie. Erste Produktionskürzungen sind bereits angekündigt, weitere dürften folgen. Durch Lieferketten und Versorgungsengpässe wird die erhoffte Konjunkturerholung zurückgeworfen. Es ist daher fraglich, ob der Stimmungsanstieg halten wird. Das gilt auch mit Blick auf die hohen Energiepreise, die von ständigen Rückschlägen in der Straße von Hormus belastet sind."

ZEW-Barometer steigt unerwartet kräftig
11:17 Uhr

Volle Akku-Power bei Einhell

Einhell hat sich dank seiner starken Akku-Sparte im ersten Halbjahr wacker geschlagen. Trotz der allgemeinen Konjunkturflaute und der für das Gartengeschäft widrigen Wetterbedingungen konnte der Umsatz leicht auf 636,2 Millionen Euro gesteigert werden, wie der im Kleinwerteindex SDax gelistete Werkzeughersteller mitteilte. Das Ergebnis blieb mit 62,6 Millionen Euro stabil.

Zugpferd sei einmal mehr die Akku-Plattform Power X-Change gewesen, die ihren Anteil am Konzernumsatz auf 56 Prozent ausbaute. Der Vorstand bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr, die weiterhin einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro und eine Rendite von etwa neun Prozent vorsieht.

Volle Akku-Power bei Einhell
10:52 Uhr

Warum der Aufschwung trotz Jobflaute weitergeht

Der US-Arbeitsmarkt stagniert - und das, obwohl die Wirtschaft boomt. Wie passt das zusammen? Wie geht es weiter und auf welche Indices sollten Anleger jetzt setzen? Darüber spricht Raimund Brichta mit Edgar Walk von Metzler Asset Management.

Warum der Aufschwung trotz Jobflaute weitergeht
10:24 Uhr

Jobverluste jetzt auch bei Dienstleistungen

Nach der Industrie schwächelt jetzt auch die Beschäftigung in den Dienstleistungsbereichen. Erstmals seit der Corona-Krise ist dort im zweiten Quartal dieses Jahres die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich gesunken, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die Erwerbstätigenzahl im Dienstleistungssektor sank in der Jahresfrist um 0,1 Prozent oder 27.000 Personen. 

Einen weiteren Beschäftigungsaufbau von 1,5 Prozent gab es zwar im Öffentlichen Dienst einschließlich Erziehung und Gesundheit, doch die meisten übrigen Dienstleistungen schwächelten. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe sank die Zahl der Erwerbstätigen um 1,1 Prozent. 

Jobverluste jetzt auch bei Dienstleistungen
10:07 Uhr

Nahost-Sorgen und Rendite-Ruck setzen Dax nun stärker zu

Das Ausbleiben einer Verlängerung des Waffenstillstands im Iran-Krieg und steigende Anleiherenditen belasten den Dax. Der deutsche Leitindex vergrößerte am Vormittag seine Verluste und fiel um 0,7 Prozent auf 26.164 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent tiefer bei 6494 Stellen.

US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Worten nicht, dass der Iran einem für die USA akzeptablen Abkommen zustimmt. Er machte zudem deutlich, dass die USA keine Verlängerung der ausgelaufenen Waffenruhe-Vereinbarung mit dem Iran anstreben. Die Verunsicherung der Investoren spiegelte sich unter anderem am globalen Anleihemarkt wider. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die am Montag ein 15-Jahres-Hoch erreicht hatte, stieg weiter und lag zuletzt bei 3,248 Prozent. Bei steigenden Anleiherenditen sinkt die Nachfrage nach Aktien, da diese als risikoreichere Anlagen gelten.

Nahost-Sorgen und Rendite-Ruck setzen Dax nun stärker zu
09:57 Uhr

Großaktionär Frasers stärkt Stellung bei Hugo Boss

Der Großaktionär Frasers Group hat seinen Anteil an Hugo Boss weiter aufgestockt. Frasers habe seine Beteiligung an dem Modekonzern auf 47,89 Prozent ausgebaut, teilten die Briten mit. Sie versuchen bereits seit Mitte Juni das Ruder bei den Schwaben zu übernehmen. Im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Angebots bewertete Frasers das MDax-Unternehmen mit rund 2,7 Milliarden Euro.

Die Konditionen hielt das Management von Hugo Boss zwar für nicht ausreichend. Offenbar gelingt es Frasers aber trotzdem, weitere Anteile einzusammeln. Die zusätzliche Annahmefrist lief bis zum 13. August. Die EU-Kommission hat der Übernahme zugestimmt. Frasers ist ein Einzelhandelskonglomerat, hinter dem der Unternehmer Mike Ashley steckt.

Großaktionär Frasers stärkt Stellung bei Hugo Boss
09:32 Uhr

Baugenehmigungen mit stärkstem Anstieg seit zehn Jahren

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland ist im ersten Halbjahr so stark gestiegen wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Sie nahm um 15,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 126.300 zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sei das größte Plus für diesen Zeitraum seit 2016. "Allerdings erfolgte der aktuelle Anstieg vom niedrigen Niveau der ersten sechs Monate der Jahre 2024 und 2025", fügten die Statistiker hinzu. Höhere Zinsen und Materialkosten hatten in den Vorjahren viele Bauherren abgeschreckt.

Baugenehmigungen mit stärkstem Anstieg seit zehn Jahren
09:16 Uhr

Es geht abwärts für den Dax

Der Dax setzt zum Start ins heutige Geschäft die leichte Abwärtsbewegung vom Wochenbeginn fort. Der deutsche Börsenleitindex, der gestern 0,4 Prozent auf 26.339 Punkte verloren hatte, notiert aktuell im Bereich von 26.260 Zählern. Marktteilnehmer verweisen auf steigende Ölpreise und darauf, dass die Berichtssaison ausklinge und so von dieser Seite Impulse fehlten.

Es geht abwärts für den Dax
08:59 Uhr

Ölpreise legen weiter zu

Am Rohstoffmarkt legen die Ölpreise zu. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,5 Prozent auf 91,34 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,7 Prozent fester bei 85,06 Dollar. 

Ölpreise legen weiter zu
08:38 Uhr

Inflationssorgen leben wieder auf

An den asiatischen Börsen überwiegen die Einbußen. Deutlich gestiegene Ölpreise schüren Inflationssorgen und treiben die Renditen an den Anleihemärkten nach oben, weil damit Spekulationen über steigende Leitzinsen einhergehen. In Tokio gibt der Topix um 0,8 Prozent nach, der technologielastige Kospi in Seoul büßt 0,5 Prozent ein. Er war mit einem Sprung um 3 Prozent nach oben aus der Feiertagspause am Montag zurückgekehrt, ehe er nach unten abdrehte. In Schanghai und in Hongkong, beide am Montag fest in die neue Woche gestartet, geht es um 0,4 bzw. 0,7 Prozent nach unten. In Sydney kann sich das Marktbarometer dagegen gut behaupten. Hier stützt ein Index für die Verbraucherstimmung, der den zweiten monatlichen Anstieg in Folge zeigt.

Brent-Öl verteuert sich aktuell zwar nur moderat auf rund 91,50 Dollar, der Preis hatte aber am späten Vorabend noch einen Schub nach oben gemacht und liegt nun rund 4 Dollar höher als am Vortag. Die Entwicklung spiegelt neue Unsicherheiten im Nahen Osten wider, weil die Aussicht auf eine Einigung zwischen den USA und Iran schwindet, was wiederum Sorgen um die Versorgung über die Straße von Hormus befeuert.

Verkauft werden Technologieaktien und auch solche mit KI-Fantasie aus dem Chipsektor, obwohl Nvidia gerade erst ein weiteres großes Engagement in KI-Infrastruktur mitteilte. Der Chipriese will mit bis zu 105 Milliarden Dollar an Finanzierungen einen neuen OpenAI-Rechenzentrumskomplex in Ohio unterstützen.

Inflationssorgen leben wieder auf
08:20 Uhr

Asiens Währungen konsolidieren

Asiatische Währungen konsolidieren gegenüber dem US-Dollar, könnten durch steigende Rohölpreise belastet werden, die typischerweise zu höherer Inflation führen und das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen. Die Woche habe als "risk-off"-Sitzung begonnen, so das Team von Global Economics & Markets Research von UOB. Es verweist auf den Ausverkauf an der Wall Street am Montag, der durch erneute Spannungen im Nahen Osten ausgelöst worden sei. Rohöl der Sorte Brent sei über Nacht gestiegen, was neue Inflationssorgen geschürt habe, fügt das Team hinzu. 

Asiens Währungen konsolidieren
08:03 Uhr

Anleger zwischen Optimismus und Pessimismus

Der Dax wird wohl mit Verlusten in den Handel starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex 0,4 Prozent tiefer bei 26.339 Punkten geschlossen. Für schlechte Stimmung an den Börsen dies- und jenseits des Atlantiks sorgten vor allem anhaltende Spannungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Worten nicht, dass der Iran einem für die USA akzeptablen Abkommen zustimmt. Trump machte zudem deutlich, dass die USA keine Verlängerung der Waffenruhe-Vereinbarung mit dem Iran anstreben. Das am 17. Juni unterzeichnete Papier sah dafür eine Frist von 60 Tagen vor. Ein hochrangiger iranischer Vertreter hatte gesagt, der Iran werde zu einer "vollständig offensiven" Militärhaltung übergehen.

Im Fokus der Anleger stehen frische Daten zur Konjunktur. Die Börsenprofis dürften im August optimistischer auf die deutsche Wirtschaft geblickt haben. Dies wird nach Ansicht von Experten an dem vom Mannheimer Forschungsinstitut ZEW erhobenen Barometer abzulesen sein. In den USA warten Anleger auf die Daten zu den Importpreisen und zur Industrieproduktion im Juli.

Anleger zwischen Optimismus und Pessimismus
07:45 Uhr

Trump-Zölle gegen Kanada – "Verhandlungen sind heikel"

Kurz vor dem möglichen Inkrafttreten neuer US-Zölle auf eine breite Palette kanadischer Güter will Kanadas Premierminister Mark Carney mit Donald Trump über eine Lösung verhandeln. Er wolle in den kommenden Stunden mit dem US-Präsidenten sprechen, sagte er. "Die Verhandlungen sind sehr intensiv und heikel. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um öffentlich über die Verhandlungen zu sprechen", unterstrich er.

Trump hatte im Juli Zusatzzölle in Höhe von 50 Prozent angekündigt. Betroffen wären laut dem Weißen Haus eine Reihe von Gütern, die in die USA importiert werden - als Beispiele wurden Hockeyschläger, Wein und Zement genannt. Die Zölle sollen am 19. August in Kraft treten.

Laut einer Erklärung aus dem Weißen Haus reagieren die USA damit "auf Kanadas diskriminierende Behandlung amerikanischer Produkte". Genannt wurden etwa Autos, Alkohol und Milchprodukte.

Trump-Zölle gegen Kanada – "Verhandlungen sind heikel"
07:29 Uhr

Für KI-Training? Google kauft US-Airline-Daten

Google hat sich zum Training Künstlicher Intelligenz ein riesiges Datenpaket des pleitegegangenen US-Billigfliegers Spirit Airlines gesichert. Für ein Gebot von zehn Millionen Dollar ersteigerte der Tech-Riese in einer Auktion unter anderem rund 100 Millionen E-Mails sowie 500 Millionen Unterhaltungen über die Messaging-Plattform Microsoft Teams, wie aus Unterlagen im Insolvenzverfahren hervorgeht.

Google betonte, dass vor der Übergabe der Daten alle personenbezogenen Informationen von einem weiteren Unternehmen entfernt werden sollen. Der Datensatz könne helfen, "unsere Produkte und KI-Modelle zu verbessern", hieß es. Zu dem Paket gehören auch Software sowie Daten zur Preisgestaltung.

Der Kauf passt zu in jüngster Zeit bekanntgewordenen Versuchen von KI-Firmen, firmeninterne Kommunikation etwa gescheiterter Start-ups zum Training Künstlicher Intelligenz zu erwerben. Die Idee dabei ist unter anderem, zur Verbesserung der KI reale Abläufe in Unternehmen zu simulieren. Unterlegener Bieter bei der Spirit-Auktion war die KI-Firma Mercor mit einem Gebot von 7,5 Millionen Dollar.

Für KI-Training? Google kauft US-Airline-Daten
07:11 Uhr

Anleger schalten auf Risiko-Aversion um

Das Ende eines Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran belastet die Aktienmärkte in Asien. An den Finanzmärkten schalten die Anleger auf Risiko-Aversion um. In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,6 Prozent nach. Die Börse in Shanghai verliert 0,2 Prozent. Gegen den Trend legt die Börse in Seoul nach einem Feiertag mehr als drei Prozent zu.

"Normalerweise seien Bewegungen der zehnjährigen US-Anleihen über 4,65 Prozent von beruhigenden Worten der Trump-Regierung gefolgt", kommentieren die Analysten der ING. "Dieses Mal hören wir das nicht." Die Verunsicherung spiegelt sich auch am Anleihemarkt wider: Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen steigt auf ein Drei-Dekaden-Hoch von 2,945 Prozent.

Anleger schalten auf Risiko-Aversion um
06:52 Uhr

Bitcoin fällt bei schwacher Nachfrage

Der Bitcoin gibt im nach und verliert 0,4 Prozent auf 64.124,92 US-Dollar. Die Kurse blieben trotz einer leichten Erholung in der vergangenen Woche in einer Handelsspanne, sagt Chris Beamish, Analyst bei Glassnode Research. Die Handelsaktivität verlangsame sich weiter, was auf eine begrenzte Liquidität und einen Mangel an Verkäufern hindeute, die bereit seien, große Wetten auf Bitcoin einzugehen, kommentiert der Stratege. Auch die Nachfrage institutioneller Anleger sei schwach. Insgesamt bleibe Bitcoin zwischen anhaltendem kurzfristigen Verkaufsdruck und einer relativ widerstandsfähigen längerfristigen Positionierung gefangen, fügt er hinzu.

Bitcoin fällt bei schwacher Nachfrage
06:36 Uhr

Es geht um bis zu 1,4 Billionen Dollar

Im großangelegten US-Prozess um mutmaßlich abhängig machende Social-Media-Plattformen werden die Eröffnungsplädoyers gehalten. 29 US-Bundesstaaten haben Klage gegen Meta eingereicht. Sie werfen dem US-Technologiekonzern vor, junge Nutzer mit Instagram und Facebook bewusst abhängig zu machen. Außerdem sammle er unrechtmäßig Daten Minderjähriger. Meta weist die Anschuldigungen zurück. Dem Unternehmen drohen nach eigenen Angaben Schadenersatzzahlungen von bis zu 1,4 Billionen Dollar. Darüber hinaus könnte Meta gezwungen werden, bestimmte Funktionen bei Facebook und Instagram zu ändern oder abzuschalten.

Es geht um bis zu 1,4 Billionen Dollar
06:16 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 159,49 Yen und legt leicht auf 6,7430 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8110 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1576 Dollar. Der Dollar-Index, der den Greenback mit sechs anderen wichtigen Währungen vergleicht, notiert in der Nähe eines Zweimonatstiefs.

Das ist los im frühen Devisenhandel
05:59 Uhr

Wie ist es um die Stimmung bestellt?

Der Dax ist schwächer in die neue Handelswoche gestartet, bleibt aber weiterhin in Schlagdistanz zu seinem am vergangenen Mittwoch markierten Allzeithoch von 26.573,50 Punkten. Gestern schloss er 0,4 Prozent im Minus mit einem Stand von 26.339 Zählern. Anleger verfolgten weiterhin aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, hieß es.

Laut den Experten von Index-Radar lag der verhaltene Wochenauftakt neben dem sommerbedingt dünnen Volumen auch daran, dass die Nachrichtenlage derzeit keinen zwingenden Grund liefere, um «mit beiden Beinen noch stärker in den Markt zu springen». Die Berichtssaison sei so gut wie abgeschlossen und falle jetzt als Kaufanreiz weitgehend weg.

Heute rückt die deutsche Konjunktur in den Fokus. Die Börsenprofis dürften im August optimistischer auf die deutsche Wirtschaft geblickt haben. Dies wird nach Ansicht von Experten an dem vom Mannheimer Forschungsinstitut ZEW erhobenen Barometer abzulesen sein: Für den sogenannten ZEW-Index wird eine Aufwärtsbewegung auf 30,0 Punkte nach 26,3 Zählern im Juli erwartet. Es wäre der vierte Anstieg in Folge. Die hiesige Wirtschaft hatte sich im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg als überraschend robust erwiesen und war um 0,2 Prozent gewachsen.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Wie ist es um die Stimmung bestellt?