Der Börsen-Tag
14. Juli 2026
imageHeute mit Max Borowski und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:36 Uhr

Dax verteidigt 25.000-Punkte-Marke

An der Frankfurter Börse sind Anleger angesichts der rasant steigenden Ölpreise im Zuge der Eskalation des US-Iran-Konflikts in Deckung gegangen. Der Dax verlor zeitweise kräftig und rutschte bis auf 24.869 Punkte ab. Doch im späten Handel konnte der deutsche Leitindex die 25.000er-Marke wieder zurückerobern. Am Ende schloss der Dax 0,1 Prozent fester bei 25.147 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,1 Prozent höher bei 6278 Stellen.

"Die Straße von Hormus bleibt der Taktgeber für Ölpreis, Inflation und Börsen", kommentierte Jürgen Molnar, Kapitalmarktexperte bei Robomarkets. "Jede neue Schlagzeile erhöht die Nervosität und macht die wichtigste Ölroute der Welt wieder zum entscheidenden Risikofaktor für die Finanzmärkte." Das Tauziehen um die wichtige Schifffahrtstraße trieb die Ölpreise zeitweise auf ein Vier-Wochen-Hoch. US-Präsident Donald Trump erklärte derweil auf Truth Social den Verzicht auf die Gebühr für Schiffsfracht in der Straße von Hormus.

Hapag-Lloyd legten um 6,1 Prozent zu. Der Reedereikonzern hat die Gewinnprognose fürs laufende Jahr erhöht. Evotec brachen nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung um 24,1 Prozent ein. Vossloh verloren 4,2 Prozent. Während die Halbjahreszahlen noch etwas besser ausgefallen waren, sprach die Deutsche Bank bei der Prognosesenkung für das Gesamtjahr von einer negativen Überraschung. Hintergrund seien schwächere Volumina, Projektverzögerungen sowie höhere Kosten.

Dax verteidigt 25.000-Punkte-Marke
17:14 Uhr

Gold rutscht ab - Schicksalsmarke 4000 Dollar

Die große Goldrally der vergangenen Monate scheint vorerst beendet zu sein. Welche Faktoren den Goldkurs derzeit beeinflussen und worauf Anleger und Trader jetzt achten sollten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Roland Jegen von WH Selfinvest.

Gold rutscht ab - Schicksalsmarke 4000 Dollar
16:51 Uhr

Ericsson-Aktienkurs stürzt ab

Eine Warnung vor steigenden Kosten und ein Umsatzdämpfer schicken die Aktie von Ericsson auf Talfahrt. Die Papiere des schwedischen Netzwerkausrüsters brechen zeitweise mehr als zehn Prozent ein und sind damit Schlusslicht im europäischen Index Stoxx 600. Die Aktie steuert auf den schwärzesten Tag seit Januar 2025 zu. Ericsson warnte vor Preisdruck bei Chips, Speichern und anderen Komponenten. Den Analysten von Jefferies zufolge könnten stetig steigende Komponentenpreise die Bruttomarge im vierten Quartal belasten. Auch die Experten von JPMorgan gehen davon aus, dass Anleger sich Sorgen um die Auswirkungen der Komponentenkosten auf die Margen machen werden. Ericsson hat im zweiten Quartal infolge der Kostensteigerungen Einbußen verzeichnet, dabei aber mehr verdient als erwartet.

Ericsson-Aktienkurs stürzt ab
16:26 Uhr

Aktien von Biotechkonzern schmieren nach Studien ab

Die jüngsten Studienergebnisse zum experimentellen Alzheimer-Medikament von Biogen setzen die Aktien unter Druck. Die Titel des US-Biotechkonzerns rutschen an der Wall Street um rund 7,5 Prozent ab. Das Mittel mit dem Namen Diranersen habe das Hauptziel einer Studie im mittleren Stadium verfehlt, teilte Biogen mit. In der Studie sollte nachgewiesen werden, dass höhere Dosen für Patienten im Frühstadium der Krankheit von größerem Nutzen sind. Tatsächlich zeigte jedoch die niedrigste Dosis die größte Wirkung. Allerdings ist die Studie die erste, die zeigt, dass eine Senkung des Spiegels des sogenannten Tau-Proteins das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen kann. Die Nebenwirkungen wurden als leicht bis mittelschwer eingestuft. Biogen plant nun eine zulassungsrelevante Studie im Spätstadium.

Aktien von Biotechkonzern schmieren nach Studien ab
16:19 Uhr

US-Börsen uneinheitlich - IBM tiefrot

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(Foto: REUTERS)

Uneinheitlich ausgefallene Konzernbilanzen haben die Freude der Anleger nach dem US-Inflationsbericht teilweise gedämpft. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,3 Prozent tiefer bei 52.341 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,2 Prozent auf 7525 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,5 Prozent auf 25.996 Stellen. Im vorbörslichen Handel hatten die Börsenbarometer noch bis zu rund 1,5 Prozent zugelegt.

Goldman Sachs konnte mit den Zahlen bei Anlegern punkten: Die Aktien legten nach der Veröffentlichung um 3,6 Prozent zu. JPMorgan gab hingegen gut zwei Prozent nach. Leicht nach unten ging es auch für die Bank of America. Bei den anderen Einzelwerten sorgte IBM mit einem Kurseinbruch um rund 22 Prozent für Aufsehen. Ein massiver Investitionsschwenk der Kunden hin zu Künstlicher Intelligenz (KI) hat dem IT-Dienstleister überraschend schwache Quartalszahlen eingebrockt. 

US-Börsen uneinheitlich - IBM tiefrot
16:06 Uhr

Astrazeneca ergänzt Lungenkrebs-Sparte durch Lizenzdeal mit Chinesen

Astrazeneca hat einen exklusiven weltweiten Lizenzvertrag mit der chinesischen Dizal Pharmaceutical für das Lungenkrebsmedikament Zegfrovy abgeschlossen. Die Vereinbarung, durch die Astrazeneca die weltweiten Rechte für die Entwicklung und Vermarktung von Zegfrovy erwirbt, hat einen Wert von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar. Wie der in London notierte Pharmakonzern mitteilte, wird er eine Vorauszahlung in Höhe von 600 Millionen Dollar leisten, und zudem zusätzliche Zahlungen von bis zu 900 Millionen Dollar bei Erreichen bestimmter Meilensteine tätigen.

Dizal soll überdies gestaffelte Lizenzgebühren aus den Verkäufen von Zegfrovy erhalten. Die Transaktion, die im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden soll, wird sich laut Astrazeneca nicht auf die Prognose für 2026 auswirken. Zegfrovy ist in den USA und China für erwachsene Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs zugelassen.

Astrazeneca ergänzt Lungenkrebs-Sparte durch Lizenzdeal mit Chinesen
15:41 Uhr

Fed-Zinsanhebung ist keineswegs vom Tisch

Freudensprünge wegen des Rückgangs der US-Verbraucherpreise sind nicht gerechtfertigt. Die kurzzeitige Teilöffnung der Straße von Hormus habe im Juni die Ölpreise merklich fallen lassen, sagt Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank: "Dies machte sich auch an den US-Tankstellen bemerkbar, Benzinpreise waren um rund neun Prozent günstiger im Vergleich zum Mai." Die neuen Eskalationen zwischen den USA und dem Iran trieben die Ölpreise aber erneut an. Sollte die Inflationsrate im Juli wieder höher ausfallen, könnte sich die Fed gezwungen sehen, im September ihre Leitzinsen zu erhöhen. "Der Rückgang der Inflationsrate im Juni sollte keineswegs als Entwarnung interpretiert werden", warnt Gitzel.

Fed-Zinsanhebung ist keineswegs vom Tisch
15:22 Uhr

Merck KGaA bekommt Zulassungserweiterung für Blockbuster

Merck hat in der Europäischen Union eine Zulassungserweiterung für seinen Blockbuster Erbitux erhalten. Wie der Dax-Konzern mitteilte, ließ die EU-Kommission Erbitux in Kombination mit Encorafenib und dem Chemotherapie-Schema FOLFOX zur Erstlinienbehandlung von Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) mit BRAF-V600E-Mutation zu. Die Zulassung stützt sich laut Merck auf die Ergebnisse der Phase-3-Zulassungsstudie "Breakwater", die für die Kombination Cetuximab-Encorafenib-FOLFOX statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserungen beim progressionsfreien Überleben und Gesamtüberleben gegenüber Standard-Chemotherapie mit oder ohne Bevacizumab gezeigt hat.

Merck KGaA bekommt Zulassungserweiterung für Blockbuster
14:57 Uhr

US-Inflation sinkt überraschend stark

Die vom Iran-Krieg und höheren Energiepreisen angefachte Inflation in den USA hat sich stärker abgeschwächt als erwartet. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni nur um 3,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 3,8 Prozent gerechnet, nach einer Teuerungsrate von 4,2 Prozent im Mai. Die anhaltend erhöhte Inflation könnte die US-Notenbank Federal Reserve in Zugzwang bringen. Sie muss laut Direktoriumsmitglied Christopher Waller die Leitzinsen möglicherweise bald anheben, sollte die Teuerung weiterhin deutlich über dem Ziel der Fed von zwei Prozent verharren. Die sogenannte Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel sank ebenfalls im vergangenen Monat - und zwar auf 2,6 Prozent, nach 2,9 Prozent im Mai.

"Dank der Energiepreise geht die Luft aus dem Inflationsanstieg raus. Es sieht klar danach aus, als liege der Inflationsgipfel zurück", äußerte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Bethmann HAL: "Mit dem Wiederaufflammen des Iran-Kriegs ist die Unsicherheit hierüber aber gestiegen. Die Dringlichkeit einer Zinserhöhung ist für die Fed jedenfalls nicht gegeben. Der Inflationsrückgang in preisstabile Gefilde dauert mindestens bis zum Frühjahr 2027. Bis dahin stehen Zinssenkungen am Seitenrand."

US-Inflation sinkt überraschend stark
14:33 Uhr

Goldman Sachs schafft Gewinn-Quartalsrekord

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(Foto: REUTERS)

Goldman Sachs hat im zweiten Quartal einen Gewinn von 6,63 Milliarden US-Dollar verbucht, was einem Plus von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Ergebnis je Aktie lag bei 20,98 Dollar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf 20,34 Milliarden Dollar.

Die Bank teilte mit, dass das Ergebnis je Aktie und der Umsatz Rekordwerte seien. Analysten an der Wall Street hatten einen Gewinn von 14,51 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 16,23 Milliarden Dollar prognostiziert.

Goldman Sachs schafft Gewinn-Quartalsrekord
14:07 Uhr

IBM-Aktie stürzt nach Gewinnwarnung ab

IBM hat mit vorläufigen Zahlen zu bereinigtem Gewinn und Umsatz im zweiten Quartal die Erwartungen verfehlt. Die Aktie des US-Konzerns fällt vorbörslich um 18 Prozent. In einem Brief an die Aktionäre erklärte CEO Arvind Krishna, dass das schwache Ergebnis auf das Infrastrukturgeschäft des Unternehmens zurückzuführen sei. "Was sich abspielte, war schlimmer als unsere Erwartungen", schrieb Krishna.

Das Unternehmen geht davon aus, für das zweite Quartal einen Umsatz von 17,2 Milliarden US-Dollar auszuweisen, und bleibt damit hinter den Prognosen der Analysten von 17,9 Milliarden US-Dollar zurück. Der bereinigte Gewinn wird voraussichtlich 2,93 US-Dollar pro Aktie betragen und verfehlt damit die Schätzungen von 3,01 US-Dollar.

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(Foto: REUTERS)
IBM-Aktie stürzt nach Gewinnwarnung ab
13:48 Uhr

Goldman: Gebühren für Aktien-Emissionen nach SpaceX-IPO mehr als verdoppelt

Der Börsengang von SpaceX hat Goldman Sachs geholfen, seine Gebühren aus dem Emissionsgeschäft mit Aktien mehr als zu verdoppeln. Die US-Bank teilte mit, dass die Gebühren aus dem Emissionsgeschäft mit Aktien um 130 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 985 Millionen US-Dollar gestiegen sind. Die gesamten Investmentbanking-Gebühren erhöhten sich im Jahresvergleich um 55 Prozent auf 3,40 Milliarden Dollar.

Goldman: Gebühren für Aktien-Emissionen nach SpaceX-IPO mehr als verdoppelt
13:34 Uhr

Thyssenkrupp Steel fährt wegen Niedrigwassers Produktion zurück

Thyssenkrupp Steel Europe spürt die Folgen des Niedrigwassers. "Unsere Hochofenproduktion haben wir aufgrund der leicht eingeschränkten Rohstoffversorgung vorsorglich etwas gedrosselt", sagte eine Sprecherin. Zudem erwartet der Konzern durch die Anmietung von Fremdschiffen mit weniger Tiefgang erhöhte Logistikkosten. Die Kundenversorgung sei aktuell noch nicht gefährdet. Die weitere Entwicklung und deren Auswirkungen auf Versorgung und Produktion würden fortlaufend bewertet. 

Thyssenkrupp Steel fährt wegen Niedrigwassers Produktion zurück
13:21 Uhr

Kreditausfallschutz-Kosten für europäische Banken steigen

Die Kosten für die Absicherung europäischer Bankanleihen gegen einen Ausfall steigen, da ein erneuter Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Marktstimmung verschlechtert. Die Anleger seien mit zunehmenden geopolitischen Spannungen konfrontiert, schreibt Kathleen Brooks von XTB in einer Research Note. Der iTraxx Europe Sub Financial Index für von Finanzinstituten begebene nachrangige europäische Anleihen steigt um 1 Basispunkt auf 90 Basispunkte, wie Daten von S&P Global Market Intelligence zeigen.

Kreditausfallschutz-Kosten für europäische Banken steigen
12:59 Uhr

Bank of America macht satten Gewinn

Und weiter geht's mit den Zahlen: Die Bank of America teilte nun mit, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sei. Der Nettogewinn belief sich auf 9,07 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie lag mit 1,21 Dollar über den Analystenschätzungen von 1,13 Dollar. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 31,56 Milliarden Dollar.

Bank of America macht satten Gewinn
12:47 Uhr

JPMorgan vermeldet Umsatz- und Gewinnsprung

Heute beginnen die US-Banken den Zahlreigen der Berichtssaison. Der Gewinn von JPMorgan Chase ist im zweiten Quartal um 41 Prozent auf 21,16 Milliarden US-Dollar gestiegen, oder 7,70 Dollar je Aktie. Der Umsatz kletterte um 28 Prozent auf 57,35 Milliarden Dollar. Analysten an der Wall Street hatten einen Gewinn von 5,59 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 51,09 Milliarden Dollar prognostiziert.

JPMorgan vermeldet Umsatz- und Gewinnsprung
12:43 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Weiter ruhig zeigen sich die kurzen Sätze am Frankfurter Euro-Geldmarkt. Bei den Euribors geht es derweil weiter nach oben. Vor allem im 3-Monats-Bereich werden erhöhte Wahrscheinlichkeiten für Zinserhöhungen eingepreist. Geblickt wird am Nachmittag vor allem auf die aktuelle US-Inflation und Notenbanker. So werden die US-Verbraucherpreise (CPI) für Juni veröffentlicht, erwartet wird ein Plus von 3,8 Prozent zum Vorjahr, in der Kernrate um 2,9 Prozent. Am Mittwoch folgen die Erzeugerpreise (PPI).

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 2,15 - 2,35 (2,13 - 2,33), Wochengeld: 2,17 - 2,37 (2,13 - 2,37), 1-Monats-Geld: 2,17 - 2,49 (2,17 - 2,47), 3-Monats-Geld: 2,34 - 2,59 (2,22 - 2,57), 6-Monats-Geld: 2,31 - 2,51 (2,57 - 2,74), 12-Monats-Geld: 2,67 - 2,84 (2,58 - 2,75), Euribors: 13.07. 10.07. 3 Monate: 2,4310 2,4120, 6 Monate: 2,6210 2,6260, 12 Monate: 2,8000 2,8310 

Neues vom Geldmarkt
12:22 Uhr

US-Anleiherenditen steigen - Dollar fällt

Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen, da eine neue militärische Eskalation im Nahen Osten die Ölpreise in die Höhe treibt und damit die Inflationssorgen neu entfacht. Präsident Donald Trump hat die Wiederaufnahme der Blockade iranischer Lieferungen in der Straße von Hormus angekündigt. "Die Renditen von Staatsanleihen blieben auf erhöhtem Niveau, da mit dem Anstieg der Ölpreise auf ein Monatshoch inmitten der zunehmenden geopolitischen Spannungen auch die Inflationssorgen zurückkehrten", schreibt Krisada Yoonaisil von Exness in einer Research Note. Der Dollar fällt jedoch, da die Anleger auf die US-Inflationsdaten und die anschließende Anhörung von Fed-Chef Kevin Warsh vor dem Kongress warten.

Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe steigt laut Tradeweb um 1,4 Basispunkte auf 4,623 Prozent, nachdem sie zuvor mit 4,636 Prozent ein Achtwochenhoch erreicht hatte. Der DXY-Dollarindex fällt um 0,2 Prozent auf 101,075.

US-Anleiherenditen steigen - Dollar fällt
12:05 Uhr

Wie Rüstungsaktien zu Anlegerlieblingen wurden

Lange Zeit waren Rüstungsaktien nicht gerade ein Anlegerliebling. Das hat sich inzwischen aber geändert. Welche Aktien besonders gefragt sind und wie Anleger auch in mehrere Werte gleichzeitig investieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Volker Meinel von der BNP Paribas.

Wie Rüstungsaktien zu Anlegerlieblingen wurden
11:38 Uhr

Dax auf dem Rückzug

Update von der Frankfurter Börse: Für den Dax ist es bislang deutlich nach unten gegangen. Kurz vor Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,7 Prozent tiefer bei 24.949 Punkten. Der EuroStoxx50 sackte um ebenfalls 0,7 Prozent auf 6226 Stellen ab. Der Euro lag 0,1 Prozent bei 1,1398 US-Dollar.

Dax auf dem Rückzug
11:16 Uhr

Mercedes-Benz sorgt mit Pre-Close Call für Beruhigung

Mercedes-Benz hat in seinem Pre-Close Call vor den Quartalszahlen am 28. Juli den Jahresausblick bestätigt und damit nach Einschätzung von Bernstein für Beruhigung gesorgt. Besonders nach der jüngsten Prognosesenkung von BMW dürften die Aussagen den Markt entlasten. Für das zweite Quartal erwarte Mercedes bei den Pkw eine bereinigte Umsatzrendite innerhalb der Jahreszielspanne von drei bis fünf Prozent, im Van-Geschäft am oberen Ende der Zielspanne von acht bis zehn Prozent. Der industrielle Freie Cashflow dürfte positiv ausfallen, wenn auch unter dem starken Wert von 1,9 Milliarden Euro aus dem ersten Quartal. Für das Gesamtjahr deute dies auf einen Freien Cashflow zwischen 4,1 und 4,9 Milliarden Euro hin.

Die weltweiten Fahrzeugauslieferungen seien im zweiten Quartal zwar um sechs Prozent zurückgegangen, außerhalb Chinas seien die Pkw-Auslieferungen jedoch um zwei Prozent gestiegen, so Bernstein weiter. Europa verzeichne ein Plus von vier Prozent, Deutschland von sechs Prozent und die USA von zehn Prozent.

Mercedes-Benz sorgt mit Pre-Close Call für Beruhigung
11:01 Uhr

Sollten freie Kapitalmärkte Rüstungsfirmen finanzieren?

"Wenn wir davon profitieren, dass Rüstungsgüter gut nachgefragt werden, dann haben wir ein indirektes, implizites Interesse daran, dass es keinen Frieden gibt", schlussfolgert Wirtschaftsethiker Klaus Gabriel. Dies stelle die Moral einer Finanzierung über private Kapitalmärkte infrage.

Sollten freie Kapitalmärkte Rüstungsfirmen finanzieren?
10:52 Uhr

Hapag-Lloyd-Aktie steigt kräftig

Kräftig nach oben geht es mit der Aktie von Hapag-Lloyd, sie legt um 6,4 Prozent zu. Der Reedereikonzern hat seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Mit Blick auf die zuletzt starke Marktnachfrage und die positive Entwicklung der Spotfrachtraten erwartet der Konzern nun ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in der Spanne von 2,3 bis 3,2 Milliarden Euro statt 0,9 bis 2,6 Milliarden Euro.

Hapag-Lloyd-Aktie steigt kräftig
10:34 Uhr

Steigende Kosten machen Ericsson zu schaffen

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat im zweiten Quartal infolge der Kostensteigerungen Einbußen verzeichnet, dabei aber mehr verdient als erwartet. Der bereinigte Betriebsgewinn sank um sieben Prozent auf 6,52 Milliarden schwedische Kronen (rund 590 Millionen Euro), wie der Konzern mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 6,42 Milliarden Kronen gerechnet.

Der Umsatz fiel um sechs Prozent auf 52,7 Milliarden Kronen und verfehlte damit die Markterwartung von 53,6 Milliarden. "Wir haben im zweiten Quartal Maßnahmen ergriffen, um die Kosteninflation bei den Komponenten abzumildern", erklärte der scheidende Konzernchef Börje Ekholm. Da sich die Auswirkungen in den kommenden Quartalen verstärken dürften, "werden wir weiterhin interne Maßnahmen sowie Preisanpassungen vorantreiben, um diesen Effekt abzufedern."

Steigende Kosten machen Ericsson zu schaffen
10:11 Uhr

"Trump möchte Schutzengel werden"

Erst verbot US-Präsident Donald Trump dem Iran eine Maut zur Durchquerung der Straße von Hormus - jetzt will er selbst kassieren. Zum Preis von 20 Prozent Frachtabgabe will Trump zum Schutzengel werden, erklärt ntv-Börsenreporterin Corinna Wohlfeil. Nur dürfte der Iran da nicht mitmachen.

"Trump möchte Schutzengel werden"
09:47 Uhr

Niedrigwasser im Rhein wird zu Gefahr für deutsche Industrie

Das Niedrigwasser im Rhein belastet Ökonomen zufolge die gerade erst begonnene Erholung der deutschen Industrie. "Dies dürfte sich zunächst in höheren Transportkosten und Anpassungen der Logistikrouten bemerkbar machen", sagte Ökonom Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research. Nach zuletzt überraschend robusten Konjunkturdaten wären transportbedingte Verzögerungen in den Lieferketten "ein unerwünschter Gegenwind für die sich stabilisierende Industrie". Diese hatte im Mai bei Aufträgen, Exporten und Produktion überraschend deutlich zugelegt. "Dennoch dürften die potenziell betroffenen Unternehmen aus vergangenen Krisen gelernt und in widerstandsfähigere Lieferketten investiert haben", fügte Schattenberg hinzu.

Der Rhein gehört zu den meistbefahrenen Binnenwasserstraßen der Welt. Der Wasserstand an der wichtigen Engstelle Kaub nahe Koblenz dürfte nach Prognose der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes deutlich unter die Marke von 50 Zentimetern fallen. Das bisherige Rekordtief wurde im Oktober 2018 mit 25 Zentimetern erreicht.

Niedrigwasser im Rhein wird zu Gefahr für deutsche Industrie
09:29 Uhr

Dax im Rückwärtsgang

Angesichts der erneuten Eskalation am Persischen Golf ziehen Dax-Anleger die Köpfe ein. Der deutsche Leitindex gab zur Eröffnung um 0,7 Prozent auf 24.933 Punkte nach. "Die Anleger schauen weiterhin voller Skepsis in den Nahen Osten und verlieren mehr und mehr die Hoffnung auf ein zeitnahes Ende des Krieges", konstatierte Andreas Lipkow, Analyst beim Broker CMC Markets. Die Ölpreise kletterten weiter, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Gebühr von 20 Prozent für den Schutz der Straße von Hormus angekündigt hat. "Die Straße von Hormus scheint damit zu einer einzigen Piratenroute zu verkommen."

Bei den Einzelwerten zogen die Aktien von Hapag-Lloyd um 6,8 Prozent an, nachdem die Hamburger Containerreederei am Vorabend dank einer starken Nachfrage und gestiegener Frachtraten ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben hat. "Die Anhebung der Prognose kommt nicht unerwartet, doch die neue Spanne liegt über dem aktuellen Konsens", kommentierte ein Händler.

Dax im Rückwärtsgang
09:18 Uhr

Aktie von TecDax-Konzern bricht um mehr als 25 Prozent ein

Evotec sieht sein bisheriges Umsatzziel außer Reichweite und stellt sich auf einen operativen Verlust ein. Wie das im TecDax und SDax notierte Biotech-Unternehmen mitteilte, rechnet es nun mit geringeren Beiträgen aus bestehenden und aus potenziellen neuen strategischen Partnerschaften. Teilweise sei nun mit einer veränderten zeitlichen Staffelung sowie angepassten Zeitplänen für Meilensteinzahlungen zu rechnen, deren entsprechende Umsätze nun im kommenden Jahr erwartet werden. Der Aktienkurs des auf die Entwicklung von Wirkstoffen spezialisierten Unternehmen brach zu Handelsbeginn um 25,4 Prozent ein.

Für das laufende Jahr rechnet Evotec nun mit einem Umsatz von rund 570 bis 610 Millionen Euro und einem bereinigten EBITDA-Verlust von 70 bis 105 Millionen Euro. Bislang war der Konzern von einem Umsatz von 700 bis 780 Millionen Euro und einem EBITDA von 0 bis 40 Millionen Euro ausgegangen. Evotec hatte im März ein Programm namens "Horizon" aufgelegt. Mit dem Abbau von Stellen und der Reduzierung von Standorten will der Konzern die laufenden Kosten bis Ende 2027 um rund 75 Millionen Euro reduzieren. Davon sollen 20 bis 30 Prozent in diesem Jahr erreicht werden.

Aktie von TecDax-Konzern bricht um mehr als 25 Prozent ein
08:42 Uhr

Tanker-Fahrten durch Straße von Hormus brechen ein - Ölpreis steigt stark an

Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus treibt die Ölpreise auf ein Vier-Wochen-Hoch. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um bis zu 2,8 Prozent auf 85,64 Dollar. Am Vortag hatte Brent um 9,6 Prozent zugelegt und damit den größten Tagesgewinn seit Mai 2020 erzielt. "Die jüngste Eskalation, einschließlich der Wiedereinführung der Blockade durch die USA und der iranischen Reaktionen, hat eindeutig neue Risiken in den Markt gebracht", sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst von KCM Trade.

Die USA flogen am Montag die dritte Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran. Zudem setzte US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade gegen iranische Schiffe wieder in Kraft und schlug eine Gebühr von 20 Prozent für den Schutz der Straße von Hormus vor. Inmitten der Angriffe wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Tanker des Landes von zwei iranischen Marschflugkörpern getroffen.

Schifffahrtsdaten zeigten zudem, dass die Zahl der Tanker, die die Straße von Hormus passieren, auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten gefallen ist. "Die entscheidende Variable, die es zu beobachten gilt, ist die physische Bewegung von Rohöl durch die Straße von Hormus", sagte Analystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova. Jede nennenswerte Blockade des Tankerverkehrs würde wahrscheinlich einen weiteren Anstieg der Ölpreise auslösen.

Tanker-Fahrten durch Straße von Hormus brechen ein - Ölpreis steigt stark an
08:19 Uhr

Inflationsindikator: Großhandelspreise deutlich erhöht

Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel haben im Juni spürbar über dem Vorjahresniveau gelegen. Sie stiegen um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit hat sich die Dynamik leicht abgeschwächt, nachdem die Steigerungsraten im Mai noch bei 5,9 Prozent und im April bei 6,3 Prozent gelegen hatten, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Großhandelspreise um 0,7 Prozent.

Die aktuellen Entwicklungen sind vor allem auf die Kriegshandlungen im Iran zurückzuführen. Hauptursächlich für den Anstieg der Großhandelspreise gegenüber dem Vorjahresmonat war der Preisanstieg bei Mineralölerzeugnissen. Die Preise lagen im Durchschnitt um 21,7 Prozent über denen des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat fielen sie jedoch um 6,8 Prozent.

Ebenfalls bedeutend für die Entwicklung im Vorjahresvergleich war der Preisanstieg im Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeug, der bei 31,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag. Zudem stiegen die Preise im Großhandel für chemische Erzeugnisse um 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch für Eisen, Stahl und Halbzeug daraus mussten 8,2 Prozent mehr gezahlt werden.

Spürbare Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr gab es dagegen insbesondere bei lebenden Tieren mit minus 16,0 Prozent, bei Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen mit minus 10,0 Prozent sowie bei Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten mit minus 8,5 Prozent.

Inflationsindikator: Großhandelspreise deutlich erhöht
07:55 Uhr

Deutsche Banken verklagen Gaskonzern auf Hunderte Millionen Euro

Die Deutsche Bank, Hypovereinsbank (HVB) und Commerzbank haben Klagen in hoher dreistelliger Millionenhöhe gegen den Industriegasekonzern Linde eingereicht. Entsprechende Informationen des Handelsblatts bestätigten die Landgerichte Frankfurt und München.

Hintergrund ist ein geplatzter Großauftrag des russischen Gemeinschaftsunternehmens RusChemAlliance (RCA), eines Joint Ventures von Gazprom und Rus-GasDobycha. Linde hatte den Auftrag erhalten, eine Gasverarbeitungsanlage zu bauen und eine Ethantrennung zu übernehmen, und dafür eine Anzahlung von 1,2 Milliarden US-Dollar erhalten. Mehrere Banken stellten dafür Bürgschaften zugunsten von RCA aus. Als Russland die Ukraine überfiel, stoppte Linde das Projekt, um nicht gegen westliche Sanktionen zu verstoßen. RCA erwirkte daraufhin vor russischen Gerichten die Auszahlung der Garantien, die bei den Banken in Russland beschlagnahmt wurden. Allein die Deutsche Bank fordert gut 240 Millionen Euro zurück. Bei der Unicredit-Tochter HVB dürfte es laut britischen Gerichtsakten um 448 Millionen Euro gehen, bei der Commerzbank um etwa 93,5 Millionen Euro.

Deutsche Banken verklagen Gaskonzern auf Hunderte Millionen Euro
07:49 Uhr

Dax steuert auf schwachen Handelsbeginn zu

Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Zum Wochenauftakt hatte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent auf 25.114 Punkte zugelegt. Die erneute Eskalation im Iran-Krieg und der Kampf um die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus hatte dagegen die drei wichtigsten US-Indizes am Montag nach unten gezogen und die Ölpreise nach oben getrieben.

Im Fokus der Anleger stehen im Tagesverlauf die US-Verbraucherpreise. Die vom Iran-Krieg angefachte US-Inflation dürfte sich im Juni etwas abgeschwächt haben. Volkswirte rechnen mit einer Teuerungsrate von 3,8 Prozent, nach 4,2 Prozent im Mai. Sollte sich der positive Trend bestätigen, würde dies die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der Federal Reserve im zweiten Halbjahr stärken.

Auf Unternehmensseite legen fünf große US-Geldhäuser ihre Zahlen für das zweite Quartal vor und geben damit den Startschuss für die US-Bilanzsaison. Experten rechnen dank eines florierenden Handelsgeschäfts und lukrativer Börsengänge mit starken Quartalsergebnissen.

Dax steuert auf schwachen Handelsbeginn zu
07:27 Uhr

Chinas Exporte ziehen stark an

Chinas Exporte sind im Juni stärker gestiegen als erwartet. Sie widersetzten sich damit den Prognosen einer Verlangsamung und gaben einer Wirtschaft, die immer noch von einer schwachen Binnennachfrage gebremst wird, einen wichtigen Impuls. Die Ausfuhren stiegen im Juni um 27,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem Anstieg von 19,4 Prozent im Mai, wie aus den von der Allgemeinen Zollverwaltung veröffentlichten Daten hervorgeht.

Die stark gestiegenen Halbleiterpreise seien, angeheizt durch den Boom der künstlichen Intelligenz, der Haupttreiber für Chinas Exportwachstum im Juni geblieben, sagte Julian Evans-Pritchard, ein Ökonom bei Capital Economics.

Die Exporte von Halbleitern und Computerausrüstung seien im Vergleich zum Vorjahr um 122 Prozent bzw. 53 Prozent gestiegen, was größtenteils auf höhere Preise zurückzuführen sei, so Evans-Pritchard. Das Volumen der Halbleiterexporte sei im Juni im Jahresvergleich geschrumpft, was den ersten Rückgang seit mehr als zwei Jahren bedeute. Auch die Nachfrage nach anderen chinesischen Waren zog an. Das Volumen der Autoexporte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 72 Prozent, gestützt durch eine robuste Nachfrage nach chinesischen Elektrofahrzeugen.

Auch Chinas Exporte nach Deutschland sind kräftig gestiegen. In US-Dollar gerechnet lagen sie 27,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Chinas Importe aus Deutschland legten dagegen nur um 3,1 Prozent zu, während die länderübergreifende Wachstumsquote um ein Vielfaches höher lag.

Chinas Exporte ziehen stark an
07:04 Uhr

Erfolgsmeldung aus dem VW-Reich: Lkw-Tochter übertrifft Erwartungen deutlich

Der Lkw-Hersteller Traton hat im zweiten Quartal dank einer überraschend starken Entwicklung seiner US-Tochter die Markterwartungen übertroffen.

Das bereinigte operative Ergebnis des VW-Tochterunternehmens stieg nach vorläufigen Zahlen auf 957 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 763 Millionen Euro gerechnet. Die bereinigte operative Rendite verbesserte sich auf 8,1 Prozent nach 5,7 Prozent im ersten Quartal. Haupttreiber für das gute Abschneiden war die US-Sparte International Motors, bei der nach Unternehmensangaben zusätzliche zollbezogene Forderungen verbucht wurden, die keinen Einfluss auf den Cashflow hatten.

Im ersten Quartal hatte Traton, zu dem auch die europäischen Marken Scania und MAN gehören sowie Volkswagen Truck & Bus in Brasilien, wegen hoher Einmalkosten für Kartellklagen und Abschreibungen auf die Elektromobilität noch einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Traton-Chef Christian Levin hatte sich jedoch Ende April zuversichtlich gezeigt, den Tiefpunkt auf dem US-Markt durchschritten zu haben. 

Erfolgsmeldung aus dem VW-Reich: Lkw-Tochter übertrifft Erwartungen deutlich
06:59 Uhr

Südkoreas Börse verliert nach Absturz weiter

An den ostasiatischen Börsen geht es im Handelsverlauf abwärts. Ausreißer nach unten ist erneut Seoul, der bisherige Börsenfavorit des Jahres. Der Kospi fällt nach dem gestrigen Einbruch um 9 Prozent um weitere gut 3 Prozent. An den anderen Plätzen fallen die Einbußen deutlich geringer aus. In Hongkong geht es um 0,6 Prozent nach unten in Shanghai um 0,7 Prozent und in Sydney um 0,4 Prozent. In Tokio kann sich der breite Topix sogar gut behaupten.

Während an der technologielastigen Börse in Seoul nach dem Höhenflug sein Jahresbeginn auch Gewinnmitnahmen eine Rolle spielen dürften, belasten in der Breite vor allem die nach oben geschossenen Ölpreise, nachdem sich die USA und der Iran im Nahost-Konflikt wieder mit gegenseitigen Angriffen überziehen. Die Lage in der unter anderem für Öltransporte so wichtigen Straße von Hormus ist weiter unklar. Während der Iran sie für nicht passierbar erklärt hat, behaupten die USA, sie sei durchfahrbar, es werde aber eine neue Seeblockade gegen den Iran geben. Gleichzeitig schürten erneute US-Militärschläge gegen den Iran die Angst vor Störungen der weltweiten Rohölversorgung.

Mit den wieder gestiegenen Ölpreisen gehen Inflationssorgen und damit wiederum Spekulationen über steigende oder zumindest erhöht bleibende Zinsen einher. Umso gespannter warten die Akteure auf neue US-Inflationsdaten, die später am Tag gemeldet werden.

Die südkoreanische Regierung hat derweil ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum und die Inflation in diesem Jahr angehoben, begründet mit robusten Chip-Exporten und fiskalischen Anreizen. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2026 voraussichtlich um 3,0 Prozent wachsen, was klar über der im Januar prognostizierten Rate von 2,0 Prozent liege.

Unter den Einzelwerten in Seoul können sich Samsung Electronics um 1,3 Prozent von den jüngsten Verlusten etwas erholen. Für SK Hynix geht es dagegen um 5,3 Prozent abwärts. Sie setzen damit den Ausverkauf fort, nach dem spektakulären Debüt der US-Hinterlegungsscheine (ADR) an der Wall Street. Dabei war die Aktie zunächst noch mit einem Plus von 5 Prozent gestartet. Der Hauptdruck resultiere aus einer Reihe von Herabstufungen der Gewinnprognosen für das zweite Quartal durch verschiedene Brokerhäuser, heißt es im Handel. .

Südkoreas Börse verliert nach Absturz weiter
06:52 Uhr

Containerriese Hapag-Lloyd hebt Prognose an

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd hat dank einer starken Nachfrage und gestiegener Frachtraten ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Vorstand erwarte für 2026 nun ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 2,7 bis 3,7 Milliarden Dollar (rund 2,3 bis 3,3 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen mit. Der Konzern war von 1,1 bis 3,1 Milliarden ausgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll nun zwischen 0,1 und 1,1 Milliarden Dollar liegen, nach einer vorherigen Spanne von minus 1,5 Milliarden bis plus 500 Millionen Dollar.

Der deutsche Branchenprimus hatte zuletzt mit den Folgen von Seeblockaden im Nahen Osten zu kämpfen. Wegen des Ende Februar ausgebrochenen Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie der Angriffe jemenitischer Huthi-Rebellen meiden Reedereien den Suezkanal und die Straße von Hormus. Die Umwege trieben zudem die Kosten für Hapag-Lloyd um wöchentlich 50 bis 60 Millionen Dollar in die Höhe. Im ersten Quartal war der Konzern deshalb beim Ebit mit minus 134 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte im Mai erklärt, dass eine rasche Entspannung der Lage nicht absehbar sei. 

Containerriese Hapag-Lloyd hebt Prognose an
06:42 Uhr

Ölpreis schnellt auf Monatshoch

Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hält die asiatischen Börsen am Morgen in Atem. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, eine Seeblockade gegen den iranischen Schiffsverkehr zu verhängen und eine Gebühr von 20 Prozent auf Fracht durch die Straße von Hormus zu erheben, ließ den Ölpreis auf ein Monatshoch schnellen.

Die Aktienmärkte schwankten zwischen Gewinnen und Verlusten. Während der japanische Nikkei-Index leicht zulegte, sorgten zusätzlich zu den geopolitischen Spannungen auch die Aussagen eines US-Notenbankers für Verunsicherung. Fed-Gouverneur Christopher Waller hatte angedeutet, dass die Zinsen "in naher Zukunft" angehoben werden könnten. "Die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik bei einem gleichzeitigen Energiepreisschock ist selten ein gutes Umfeld für Risikoanlagen wie Aktien", sagte Chris Weston, Analysechef bei Pepperstone.

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,6 Prozent auf 85,50 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,6 Prozent fester bei 79,37 Dollar. Der Goldpreis gab leicht um 0,1 Prozent auf 3.997,27 Dollar je Feinunze nach. Bei den Kryptowährungen legte Bitcoin um 0,3 Prozent auf 62.318 Dollar zu.

Ölpreis schnellt auf Monatshoch
06:30 Uhr

Dax im Bann von Geopolitik und Quartalszahlen

Die erneute Eskalation im Iran-Krieg und die anhaltende Umschichtung aus Technologieaktien hat sich am Montag belastend auf den europäischen Börsenhandel ausgewirkt. Auch in Frankfurt kam der Dax nicht so richtig in Schwung. Die Lage "bleibt unbeständig und ist das primäre Extremrisiko für die Energiemärkte und die allgemeine Stimmung", so UOB Global Economics and Markets Research.

Was liegt heute an? Fünf der großen US-Geldhäuser legen ihre Zahlen für das zweite Quartal vor und geben damit den Startschuss für die US-Bilanzsaison. Experten rechnen dank eines florierenden Handelsgeschäfts und lukrativer Börsengänge mit starken Zahlen. Insbesondere das milliardenschwere Börsendebüt des Raumfahrtunternehmens SpaceX sowie eine Belebung bei Fusionen und Übernahmen dürften die Einnahmen der Wall-Street-Banken angetrieben haben. Den Auftakt der Berichtssaison machen JPMorgan, Bank of America, Citigroup, Wells Fargo und Goldman Sachs, gefolgt von Morgan Stanley am Mittwoch.

Mit Spannung erwarten die Finanzmärkte den Auftritt des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh im Kongress. Im Rahmen einer halbjährlichen Anhörung steht er den Parlamentariern im Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses Rede und Antwort. Der von US-Präsident Donald Trump als Wunschkandidat ins Amt gehievte Notenbankchef hat sich eine Reform der Fed auf die Fahnen geschrieben. Zugleich ist er mit dem erklärten Ziel angetreten, die seit Jahren überhöhte Inflation in den USA in den Griff zu bekommen.

Die vom Iran-Krieg angefachte US-Inflation dürfte sich im Juni etwas abgeschwächt haben. Volkswirte rechnen mit einer Teuerungsrate von 3,8 Prozent, nach 4,2 Prozent im Mai. Zugleich erwarten sie, dass sich die sogenannte Kerninflation - also ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel - auf hohem Niveau stabilisiert hat: Mit 2,9 Prozent dürfte der Zuwachs genauso stark wie im Vormonat ausgefallen sein. Die Fed hat Sorge über den starken Preisauftrieb geäußert und könnte nach Ansicht von Experten dieses Jahr die Leitzinsen erhöhen - womöglich bereits im September.

Dax im Bann von Geopolitik und Quartalszahlen