Der Börsen-TagDax stolpert in die neue Woche
Neue Kampfhandlungen im Iran und Spekulationen auf steigende Zinsen haben der Rally an den europäischen Aktienmärkten ein vorläufiges Ende bereitet. An der Frankfurter Börse fiel der Dax um 1,2 Prozent auf 26.258 Punkte, nachdem er am Freitag auf ein Rekordhoch von 26.618,74 Zählern geklettert war. Der EuroStoxx50 notierte zum Wochenstart 0,9 Prozent tiefer bei 6425 Stellen.
Die Reaktion auf die neuen US-Militärschläge gegen Ziele im Iran falle bislang verhalten aus, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Die Mehrzahl der Anleger erwartet offenbar nicht, dass die Situation erneut großflächig und langfristig eskaliert." Allerdings indizierten jüngste Preisdaten aus verschiedenen Ländern, unter anderem aus Deutschland, einen höheren Inflationsdruck in der Eurozone.
Gleichzeitig rätselten Investoren nach der jüngsten Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh weiterhin über die Aussichten für die US-Geldpolitik. "Warsh hat ein wichtiges Signal gesendet: Die Fed ist bereit, die Geldpolitik weiter zu straffen, sollte die Kerninflation ins Stocken geraten", sagte Elwin de Groot, Chef-Anlagestratege der Rabobank. Anleiheanleger reagierten mit Verkäufen auf die gestiegenen Ölpreise und die Zinsspekulationen. Dies trieb die Rendite der richtungweisenden 30-jährigen deutschen Papiere nach oben.
Unter den deutschen Aktienwerten entzogen sich Sto mit einem Kursplus von 5,7 Prozent dem allgemeinen Abwärtstrend. Der Bauzulieferer steigerte trotz höherer Kosten und widrigen Winterwetters im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn.