Der Börsen-TagAnleger leiden unter schlechter Kombination
Mit einem verhaltenen Start rechnen Händler. Die Dax-Futures notieren rund 100 Punkte tiefer. Sorgen bereitet die Kombination aus Öl und Inflation. Die viel beachtete Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen vom Freitag in Jackson Hole deutete nach allgemeiner Wahrnehmung tendenziell auf eine US-Zinserhöhung hin. Am Zinsterminmarkt wird nun eine Zinserhöhung im September mit 60 nach zuvor 30 Prozent eingepreist. Insbesondere am kurzen Ende waren die Renditen von US-Anleihen stark gestiegen.
Unterdessen steigen die Ölpreise wieder, Brent um 2,5 Prozent auf über 90 Dollar, nachdem es wieder Schusswechsel zwischen dem Iran und US-Truppen gab. Der Zugriff der USA auf einen Großteil des venezolanischen Öls bewegt derweil bislang am Ölmarkt nicht.
Die Angriffe seien "eine frische Erinnerung daran, dass in diesem Konflikt noch viel Zündstoff liegt", kommentiert Stephen Innes von SPI Asset Management. Das Timing könne kaum ungünstiger sein. Der Ölpreis müsse gar nicht auf das Krisenniveau zurückkehren, es reiche, wenn es teuer genug bleibe, um die Inflation höher zu halten als es die Fed gerne hätte.