Wirtschaft

Sorge wegen hoher InflationTech-Werte rutschen an der Wall Street ab

14.10.2026, 23:22 Uhr
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Die Inflationsdaten sorgen nicht für gute Laune. (Foto: picture alliance / newscom)

Die US-Verbraucherpreise legen zu, und das noch stärker als vorausgesagt. An der Wall Street wächst die Sorge vor einer baldigen Zinserhöhung. Die Aussicht auf steigende Kreditkosten bekommt vor allem KI-Werten gar nicht gut.

Überraschend hohe US-Inflationsdaten haben die Furcht vor weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed geschürt und die Wall Street belastet. Besonders zinssensible Technologie- und KI-Werte gerieten unter die Räder. Der Nasdaq-Index gab 1,9 Prozent auf 26.693 Punkte nach und verzeichnete damit den größten Tagesverlust seit Ende Juli. Der breit gefasste S&P 500 verlor 1,1 Prozent auf 7719 Zähler, während der Dow-Jones-Index der Standardwerte nahezu unverändert bei 51.621 Punkten schloss.

Die Verbraucherpreise in den USA waren im September aufgrund teureren Benzins und eines breiteren Preisdrucks stärker gestiegen als erwartet. Die Jahresinflationsrate lag bei 3,7 Prozent, Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 3,6 Prozent von 3,4 Prozent im Vormonat gerechnet. "Die Anleger sind mit dem Bericht nicht zufrieden, da er den Druck auf die Fed erhöht, die Zinsen zur Bekämpfung der Inflation anzuheben", sagte Adam Sarhan, Chef der Anlagefirma 50 Park Investments. Händlern zufolge wird die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung in diesem Monat nun auf 37 Prozent geschätzt, nach 22 Prozent am Dienstag.

KI-Aktien geben deutlich nach

Die Aussicht auf anhaltend hohe Kreditkosten versetzte einigen der größten diesjährigen Gewinner am Aktienmarkt einen schweren Schlag. So büßten Oracle 8,8 Prozent ein. Die KI-Infrastrukturanbieter Coreweave und Nebius brachen um 15 beziehungsweise zehn Prozent ein.

Dell und Hewlett Packard Enterprise rutschten um 11,4 und 8,2 Prozent ab, nachdem die Analysten von Barclays die Aktien der KI-Serverhersteller herabgestuft hatten. Der Halbleiterindex fiel um 4,3 Prozent und verzeichnete den sechsten Verlusttag in Folge.

Auch im Finanzsektor überwogen Kursverluste. Die Aktien der Bank of America fielen um 4,8 Prozent. Der Gewinn des Instituts war im dritten Quartal gesunken, da es 1,2 Milliarden Dollar für behördliche Strafen wegen unzureichender Geldwäschekontrollen zurückstellen musste. Morgan Stanley gaben trotz eines Gewinnanstiegs um fast drei Prozent nach. Gegen den Trend sprangen die Titel von Bending Spoons um 41 Prozent in die Höhe. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hatte weitere 330 Millionen Dollar in die Muttergesellschaft von Vimeo und AOL investiert. 

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Quelle: ntv.de, ino/rts

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