Kurz nach EU-Auftritt SelenskyjsPutin geht gegen weitere westliche Unternehmen vor

Einige europäischen Unternehmen haben den Druck durch den Kreml schon erfahren. Nun zieht Russlands Machthaber Putin weiter die Daumenschrauben an.
Russland hat die Vermögenswerte von weiteren europäischen Unternehmen unter vorläufige staatliche Verwaltung gestellt. Betroffen sind einem Dekret von Präsident Wladimir Putin zufolge auch der deutsche Verpackungshersteller Menshen. Von der Firma aus dem Sauerland war noch keine Stellungnahme zu erhalten.
Ebenfalls auf der Liste standen der französische Bodenbelagshersteller Tarkett, der schwedische Verpackungshersteller Sverige International Holdings und der belgische Hygieneproduktehersteller Ontex. Zudem wurden die russischen Vermögenswerte des früheren europäischen Metallverpackungsunternehmens Eviosys genannt, das im Dezember 2024 vom US-Verpackungskonzern Sonoco übernommen wurde.
Der Schritt erfolgt kurz vor einem Auftritt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem EU-Gipfel. Russland hatte zuvor erklärt, solche Maßnahmen seien eine Reaktion auf die Beteiligung von EU-Staaten an "direkten Feindseligkeiten auf dem Schlachtfeld", betonte jedoch, sie seien "umkehrbar".
Russland kritisiert die EU für das Einfrieren von rund 210 Milliarden Euro seines Staatsvermögens als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine. Das neue Dekret folgt auf einen ähnlichen Schritt im vergangenen Monat gegen den Lebensmittelriesen Nestle und die Einzelhändler Auchan und Metro.
Metro war anders als zahlreiche andere westliche Unternehmen nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Land geblieben. Metro tue dies aus Rücksicht auf Mitarbeiter und Kunden, hatte der Konzern immer wieder erklärt. Metro hatte noch 91 Märkte in Russland.
