Wirtschaft

Wall Street hofft auf Iran-DealFallender Ölpreis sorgt für Erleichterungsrally

21.09.2026, 22:51 Uhr
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Die Anleger setzen auf einen Durchbruch im Nahen Osten. (Foto: AP Photo/Seth Wenig)

Gerüchte über neue Gespräche zwischen Teheran und Washington lassen die Wall Street aufatmen. Fallende Ölpreise und sinkende Anleiherenditen heben die Kauflaune der US-Anleger. Vor allem Tech-Aktien bescheren der Nasdaq Höchststände.

Ein anhaltender Boom bei Aktien rund um Künstliche Intelligenz (KI) sowie sinkende Ölpreise und Anleiherenditen haben der US-Technologiebörse Nasdaq zum Wochenstart ein Rekordhoch beschert. Der Index stieg um 2,26 Prozent auf 27.122 Punkte und schloss damit erstmals seit dem 2. Juni wieder auf einem Höchststand. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 1,5 Prozent auf 7764 Zähler, während der Leitindex Dow Jones 0,7 Prozent auf 52.048 Punkte zulegte.

Gefragt waren vor allem Chipwerte: Advanced Micro Devices (AMD) kletterten um rund zehn Prozent, womit der Konzern erstmals einen Börsenwert von einer Billion Dollar erreichte. Auch Intel und Arm Holdings verzeichneten zweistellige Kursgewinne. Meta sprangen nach einer Hochstufung durch Wells Fargo wegen des neuen KI-Assistenten Muse um 11,4 Prozent nach oben.

Papiere des US-Medienkonzerns Paramount Skydance verloren drei Prozent, während die von Warner Bros Disvovery um knapp elf Prozent zulegten. Paramount hatte zuvor den Weg für die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros freigemacht. Das Unternehmen einigte sich in einem Rechtsstreit mit mehreren US-Bundesstaaten und der Autorengewerkschaft Writers Guild of America. Damit steht einer der größten Zusammenschlüsse in der Geschichte der Medienbranche nichts mehr im Wege.

Anleger schauen auf Zinspolitik

Für Erleichterung am Aktienmarkt sorgte zudem ein Rückgang der Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen unter die Marke von fünf Prozent. Gleichzeitig gaben die Ölpreise nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich zeitweise auf den tiefsten Stand seit dem 9. September und kostete zuletzt 100,34 Dollar. Händler verwiesen auf Spekulationen über einen möglichen Durchbruch bei den Gesprächen über den Nahen Osten am Rande der UN-Vollversammlung in New York. US-Präsident Donald Trump hatte sich offen für ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gezeigt. "Wir sind darauf programmiert, den Ölpreis und die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen zu verfolgen", sagte Art Hogan, Chef-Marktstratege bei B. Riley Wealth. Beide Faktoren hätten sich zumindest kurzfristig von Gegenwind in Rückenwind für den Markt verwandelt.

Trotz der Kursgewinne behielten Anleger die Zinsaussichten im Blick. Die US-Notenbank Fed hatte in der vergangenen Woche erstmals seit drei Jahren die Leitzinsen angehoben, um die Inflation zu bekämpfen. Daten der CME Group zufolge sehen Händler eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent für eine weitere Zinserhöhung im kommenden Monat. Im Laufe der Woche werden sich zudem mindestens zehn US-Notenbanker zur Geldpolitik äußern.

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Quelle: ntv.de, mau/rts

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