Schleppender AusbauDeutschland hat jetzt mehr als drei Millionen Smart Meter

Für die Energiewende ist nicht nur die Produktion von Strom wesentlich, sondern auch dessen clevere Nutzung. Zentral sind hierbei vor allem Smart Meter. Für die verordnet der Bund zum Teil einen Pflichteinbau. Der laufe laut Netzagentur immer besser.
Der flächendeckende Einbau von intelligenten Stromzählern kommt langsam in Fahrt. Zum Stichtag 30. Juni waren in Deutschland knapp 3,2 Millionen sogenannte Smart Meter eingebaut. Damit befindet sich an 5,9 Prozent aller Messstellen ein intelligentes Messsystem, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. Das sei ein Anstieg von 1,5 Prozentpunkten seit Ende 2025.
Stromkunden mit einem Verbrauch von mehr als 6000 Kilowattstunden pro Jahr sind seit 2023 gesetzlich dazu verpflichtet, intelligente Messsysteme zu installieren. Der Gesetzgeber hatte hier für Ende 2025 eine Quote von 20 Prozent vorgegeben - in jedem fünften "Pflichteinbaufall" sollte zu diesem Zeitpunkt ein Smart Meter tatsächlich vorhanden sein. Diese Quote wurde mit 23,3 Prozent übertroffen.
Inzwischen liegt die Quote bei sogenannten Pflichteinbaufällen nach Angaben der Bundesnetzagentur bei 26,1 Prozent. Die Behörde hatte im März gegen 434 Unternehmen, welche die Quoten nicht erfüllten, Verfahren eingeleitet. 77 dieser Messstellenbetreiber hatten überhaupt keine Smart Meter eingebaut. 150 der Verfahren konnten laut Bundesnetzagentur inzwischen eingestellt werden.
"Nach Eröffnung von Aufsichtsverfahren sehen wir nun, dass es bundesweit mit dem Rollout vorangeht", erklärte Behördenchef Klaus Müller. "Auch um schnell zu einer größeren Systemeffizienz zu kommen, muss der Rollout weiter Fahrt aufnehmen."
Der flächendeckende Einbau intelligenter Messsysteme ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Wind- und Solarstrom können dann besser in die Netze integriert werden, weil der Verbrauch besser an das vorhandene Angebot angepasst werden kann.