Kurznachrichten

Stadt BaidoaMindestens 23 Menschen bei Machtkampf in Somalias Südwesten getötet

28.09.2026, 20:31 Uhr
image
Auf diesem mit einem Smartphone aufgenommenen Foto patrouillieren Sicherheitskräfte auf einer Straße in Baidoa. (Foto: dpa)

Ein Machtkampf zwischen Regierung und abgesetzter Regionalführung sorgt in Somalias Südwesten für Gewalt. Mindestens 23 Menschen kommen ums Leben.

Im Zuge eines Konflikts zwischen Somalias Regierung und einem abgesetzten Regionalpräsidenten sind in der südwestlichen Stadt Baidoa mindestens 23 Menschen getötet worden. Milizen des früheren Präsidenten des Bundesstaats South West State, Abdiaziz Hassan Mohamed Laftagareen, hätten die Stadt am frühen Morgen angegriffen, sagte der somalische Bundesabgeordnete Hassan Abdinor der Deutschen Presse-Agentur.

Die Kämpfe dauerten demnach mehr als fünf Stunden, beide Seiten sollen schwere Waffen eingesetzt haben. Häuser und Geschäfte wurden beschädigt, Bewohner suchten Schutz in Moscheen. Tote soll es auf beiden Seiten gegeben habe. Zivilisten als Opfer wurden nicht genannt.

Vize-Informationsminister Abdirahman Yusuf sagte der dpa, Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab seien an dem Angriff beteiligt gewesen. Abdinor wies dies zurück. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Um die Region im Südwesten Somalias schwelt seit Monaten ein Machtkampf. Nachdem Bundeskräfte im März die Kontrolle über Baidoa übernommen hatten, trat Laftagareen zurück. Seitdem kommt es immer wieder zu Kämpfen mit seinen Anhängern und der von Mogadischu unterstützten Regionalführung. Baidoa liegt rund 220 Kilometer südwestlich der Hauptstadt.

Somalia wird seit Jahren von Konflikten erschüttert. Die Terrormiliz Al-Shabaab kontrolliert weiterhin große ländliche Gebiete im Süden und Zentrum des Landes. Zugleich verschärfen Machtkämpfe zwischen der Bundesregierung und einzelnen Regionalregierungen die instabile Lage.

Quelle: ntv.de, dpa

Regionales