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Insolvenzanmeldungen Mehr Firmenpleiten im Oktober – Jahresende rechnet mit Rückgang

05.11.2026, 11:46 Uhr
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Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist zuletzt leicht gestiegen, zum Jahresende hin zeichnet sich jedoch Entspannung ab.

Im Oktober gab es 1683 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften und damit ein Prozent mehr als im September und neun Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Insolvenztrend des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervorgeht. Im Vergleich zu den Jahren vor der Corona-Pandemie liegt der Wert um 83 Prozent höher.

"Die Insolvenzzahlen bewegen sich weiterhin auf einem außergewöhnlich hohen Niveau", sagte Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung. "Zudem waren im Oktober wieder deutlich mehr Arbeitsplätze betroffen als im Vormonat." Einen Lichtblick lieferten jedoch die Frühindikatoren für November und Dezember. "Sie lassen zum Jahresende einen Rückgang der Insolvenzzahlen erwarten."

Im Oktober waren der IWH-Analyse zufolge in den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen etwa 16.800 Arbeitsplätze betroffen. Damit liege die Zahl der betroffenen Beschäftigten 45 Prozent über dem Vormonatswert und 21 Prozent über Vorjahr. Im Verarbeitenden Gewerbe waren bundesweit insgesamt etwa 9400 Jobs betroffen. "Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der IWH-Erhebungen im Januar 2020." In Baden-Württemberg wurde demnach mit etwa 6500 betroffenen Arbeitsplätzen ein neuer Rekord erreicht. "Zu den bekanntesten Insolvenzeröffnungen in Deutschland zählten im Oktober die Varta AG und mehrere damit verbundene Unternehmen", hieß es.

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland steigt einer Studie zufolge in diesem Jahr um acht Prozent auf 25.900 und damit auf den höchsten Stand seit 2013. Die jüngst veröffentlichte Untersuchung des Kreditversicherers Allianz Trade signalisiert zudem, dass sich die Unternehmensinsolvenzen kommendes Jahr auf hohem Niveau stabilisieren. Demnach zeichnet sich erst 2028 eine Trendwende ab - mit einem Rückgang um fünf Prozent auf 24.600 Fälle.

Quelle: ntv.de, rts

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