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Ein Fischer hat in Erfurt etwas aus dem Wasser gezogen, was nicht auf Teller, sondern zuerst bei der Polizei landete und dann eine US-Bürgerin glücklich machte.

Erfurt (dpa/th) - Keine Forelle oder Äsche hat ein Fliegenfischer aus dem Erfurter Flutgraben gezogen, sondern eine Geldbörse und damit einer US-Amerikanerin eine Freude gemacht. Die Frau hatte ihren Geldbeutel mit wichtigen Karten und Ausweisen laut Bundespolizei kurz zuvor als gestohlen gemeldet. Größere Mengen Bargeld seien nicht darin gewesen.

Der Fischer wiederum habe die Börse am Mittwoch aus dem Gewässer nahe dem Hauptbahnhof gezogen und einer Polizeistreife übergeben. Dank der Dokumente in dem Portemonnaie konnte dann der Kontakt zu der 38-jährigen Besitzerin hergestellt werden. Diese sei zwar "sehr erfreut" über den Fund gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Gleichzeitig habe sie sich etwas geärgert, dass sie bereits einzelne der in der Börse befindlichen Dokumente neu beantragt hatte.

Angeln verboten, Fliegenfischen mitunter erlaubt

Nun sollen die Gegenstände laut Sprecher den Weg zurück zur Besitzerin finden. Immerhin müssten diese dafür nicht bis in die USA, sondern nur bis zu einer Polizeidienststelle in einem anderen Bundesland geschickt werden.

Mit Blick auf den Fischer erklärte der Polizeisprecher, dass das herkömmliche Angeln im Flutgraben zwar verboten sei. Unter bestimmten Voraussetzungen sei aber das Fliegenfischen mit entsprechender Rute erlaubt. "Vielleicht hat der ehrliche Fischer Glück und angelt sich noch einen kleinen Finderlohn", so die Bemerkung seitens des Bundespolizisten.

Quelle: dpa

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