"Wir müssen rund zehn Prozent einsparen"Linnemann schließt Leistungskürzungen bei Pflegeversicherung nicht aus

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat angesichts der angespannten Finanzlage der Pflegeversicherung mögliche Leistungskürzungen ins Spiel gebracht.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat angesichts der angespannten Finanzlage der Pflegeversicherung mögliche Leistungskürzungen ins Spiel gebracht. "Wir müssen rund zehn Prozent einsparen", sagte Linnemann dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Er könne "nicht garantieren, dass es an der ein oder anderen Stelle keine Leistungskürzungen geben wird".
Die Pflegeversicherung habe ein strukturelles Finanzierungsproblem, betonte der Minister. Die Zahl der Pflegebedürftigen sei innerhalb von 20 Jahren von zwei auf mehr als sechs Millionen gestiegen. Ohne Reform wäre für 2027 ein Defizit von rund acht Milliarden Euro aufgelaufen.
Linnemann kündigte an, Pflegeleistungen künftig mehr steuern zu wollen. "Wir müssen zielgenauer denen helfen, die es wirklich brauchen."