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Proteste für einen höheren MindestlohnKampagne: Fast-Fashion-Unternehmen sollen höhere Löhne von Textilarbeitern in Bangladesch unterstützen

05.11.2026, 16:20 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Kampagne für Saubere Kleidung hat die internationalen Modemarken wie Zara, Uniqlo, H&M oder Primark aufgerufen, die Forderung der Textilarbeiterinnen und -arbeiter in Bangladesch nach höheren Löhnen zu unterstützen.

Die Kampagne für Saubere Kleidung hat die internationalen Modemarken wie Zara, Uniqlo, H&M oder Primark aufgerufen, die Forderung der Textilarbeiterinnen und -arbeiter in Bangladesch nach höheren Löhnen zu unterstützen. Die Unternehmen müssten sich zudem verpflichten, auch nach einer Mindestlohnanhebung auf umgerechnet rund 230 Euro pro Monat weiter in Bangladesch produzieren zu lassen, forderte die Kampagne am Donnerstag. Sie müssten die Arbeitskosten absichern oder Vertragsbedingungen anbieten, die die Zahlung des neuen Mindestlohns ermöglichen.

In Bangladesch waren in den vergangenen Tagen tausende Arbeiter für einen höheren Mindestlohn auf die Straßen gegangen. Am Donnerstag kehrten sie aber mehrheitlich an ihre Arbeitsplätze zurück, nachdem die von der Regierung eingesetzte Mindestlohnkommission am Mittwoch einen höheren Mindestlohn ab Januar angekündigt hatte. Dessen Höhe soll im Dezember festgelegt werden.

Beschäftigte in den Textilfabriken in Bangladesch bekommen aktuell nach Gewerkschaftsangaben einen Lohn von im Schnitt 13.000 Taka (94 Euro) monatlich. Die Arbeiter und Arbeiterinnen forderten eine Erhöhung auf etwas mehr als 30.000 Taka. Die Gewerkschaften verweisen auf stark gestiegene Lebenshaltungskosten wegen der hohen Energiepreise.

Bangladesch ist nach China weltweit zweitgrößter Exporteur von Kleidung, die Ausfuhren machen rund 80 Prozent der Exporteinnahmen des Landes aus. 4,5 Millionen Menschen schneidern und nähen in den Textilfabriken, die meisten von ihnen Frauen.

Quelle: ntv.de, afp

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