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IG Metall verteidigt 35-Stunden-WocheGewerkschaftschefin Benner droht Unternehmen bei Abschaffung mit "Proteststurm"

10.09.2026, 10:45 Uhr
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(Foto: Hannes P Albert/dpa)

Die IG Metall lehnt vor der anstehenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie die von einigen Unternehmen geforderte Abkehr von der 35-Stunden-Woche strikt ab.

Sollte eine solche Forderung von den regionalen Arbeitgeberverbänden erhoben werden, wolle die Gewerkschaft dies entschieden zurückweisen, sagte Gewerkschaftschefin Christiane Benner in einem Pressegespräch am Mittwoch. Vorstöße wie bei Mercedes-Benz oder Stihl, für das gleiche Geld länger zu arbeiten, sorgten für Empörung unter den Beschäftigten. Benner warnte davor, dieses vor drei Jahrzehnten erkämpfte "Megasymbol" der Gewerkschaft anzutasten. "Wer die Abschaffung fordert, der erntet einen Proteststurm."

Die anstehende Tarifverhandlung, für die die Gewerkschaft am 23. September eine Forderung beschließen will, dürfte schwierig werden. Denn in manchen Bereichen, vor allem in der Autoindustrie, herrscht Krise mit massivem Stellenabbau. In Teilbranchen wie der Luft- und Raumfahrt, Rüstung oder Medizintechnik gibt es nach Einschätzung der IG Metall hingegen einen wahren Boom. "Wir brauchen für die differenzierte Lage womöglich differenzierte Lösungen für Krisen- wie auch Boom-Unternehmen", sagte Tarifvorständin Nadine Boguslawski.

Eine Befragung von Betriebsräten in rund 2400 Unternehmen ergab, dass etwas mehr als die Hälfte die Lage in ihren Unternehmen für gut oder sehr gut hält. Benner sieht das als Beleg, dass ein zartes Pflänzchen der Erholung wächst. Bei einer Umfrage unter Beschäftigten sprach sich fast die Hälfte für eine "moderate" Lohnerhöhung aus. Rund ein Drittel favorisierte eine starke Erhöhung. Wieviel Prozent mehr die größte deutsche Gewerkschaft fordern wird, soll in den kommenden Wochen in den Tarifbezirken beraten werden.

Quelle: ntv.de, rts

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