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Statistisches BundesamtErzeugerpreise steigen im August um 4,6 Prozent

18.09.2026, 10:06 Uhr
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(Foto: Christian Lademann/dpa)

Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im August so stark erhöht wie seit über drei Jahren nicht mehr.

Die Erzeuger gewerblicher Produkte - von Lebensmitteln bis hin zu Industriegütern - verlangten im Schnitt 4,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Ein größeres Plus von 5,2 Prozent gab es zuletzt im April 2023. Im Juli waren die Erzeugerpreise nur um 3,0 Prozent gestiegen. Von Juli auf August zogen sie um 1,1 Prozent an.

"Der Iran-Krieg und die Hitzewelle fordern ihren Tribut. Auf vorgelagerter Ebene zeigt sich, dass Preisdruck unterwegs ist", sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Bank Bethmann HAL. Dies dürfte bei den Verbraucherpreisen ankommen - "wie stark auch immer". Inflationsseitig gehe der Blick damit weiter nach oben. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte ihren Blick auf Zinserhöhungen gerichtet halten.

Preistreiber Nummer eins war Energie, die sich binnen Jahresfrist um 8,3 Prozent verteuerte. "Bedingt durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten lagen die Preise für Mineralölerzeugnisse 40,5 Prozent über denen von August 2025", erklärte das Statistikamt. Die Preise für Kraftstoffe - also Benzin und Diesel - hatten in Deutschland zuletzt Rekordstände erreicht. Die Bundesregierung berät über Wege, die Menschen hier zu entlasten.

Die Preise für Vorleistungsgüter legten um 6,1 Prozent zu. Auch Investitionsgüter (+2,4 Prozent) und Gebrauchsgüter (+2,1 Prozent) waren im August teurer als ein Jahr zuvor. Günstiger waren hingegen Verbrauchsgüter (-2,0 Prozent). Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise gegenüber August 2025 nur um 3,1 Prozent, gegenüber Juli stiegen sie nur minimal um 0,2 Prozent.

Nahrungsmittel wurden dagegen um 4,3 Prozent billiger als im August vor einem Jahr. Deutlich billiger waren Butter (-40,5 Prozent), Schweinefleisch (-16,3 Prozent) und Rindfleisch (-9,3 Prozent). Teurer als im Vorjahresmonat waren hingegen pflanzliche Öle (+17,5 Prozent) und Zucker (+3,6 Prozent).

In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie gelten deshalb als frühes Signal für die allgemeine Inflation. Die deutschen Verbraucherpreise sind im August auch wegen des teuren Benzins auf 2,9 Prozent gestiegen.

Quelle: ntv.de, rts

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