Um 1,4 Prozent gestiegenE-Auto-Nachfrage: Renault verbucht überraschend mehr Umsatz

Weniger Autos verkauft, aber mehr umgesetzt: Dem französischen Autobauer Renault ist im dritten Quartal dank seiner gefragten Elektromodelle ein überraschender Umsatzanstieg gelungen.
Der Erlös stieg währungsbereinigt um 1,4 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet. Dennoch fiel das Umsatzwachstum geringer aus als im ersten Halbjahr. Dies dürfte kaum ausreichen, um Investoren zu beruhigen, die angesichts des intensiven Wettbewerbs durch eine Welle chinesischer Anbieter auf den Kernmärkten von Renault besorgt sind.
Das spiegelt sich im Absatz wider: Mit 497.799 verkauften Fahrzeugen verfehlte Renault den Vorjahreswert um sechs Prozent. Während das Unternehmen eine starke Nachfrage nach Elektrofahrzeugen – etwa dem elektrischen Renault 5 – meldete, wies der Vorstand zugleich auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck hin. Finanzchef Duncan Minto sprach von einem "spürbaren Druck durch chinesische Marken in Europa", der auch die Billigmarke Dacia treffe.
Die Sorgen der Anleger über den zunehmenden Wettbewerb spiegeln sich im Aktienkurs wider, der in diesem Jahr bereits um mehr als ein Viertel eingebüßt hat. Für das Gesamtjahr bestätigte Minto sein Ziel für die operative Marge, die bei rund 5,5 Prozent des Umsatzes liegen soll.