Berlin & BrandenburgAlba setzt Aufwärtstrend fort: "Haben Weg gefunden"

Auch wenn Alba Berlin gerade noch jeden Sieg hart und mühsam erkämpfen muss, es gelingt ihnen diese Partien zu drehen. Eine Qualität, die sie schon im Meisterjahr ausgezeichnet hatte.
Berlin (dpa/bb) - Die Basketballer von Alba Berlin scheinen nach holprigem Saisonstart so langsam ihren Rhythmus zu finden. Der 103:100-Heimsieg am Mittwochabend in der Champions League gegen Surne Bilbao war schon der vierte Pflichtspielsieg in Serie. "In den letzten Wochen haben wir einen Weg gefunden, Spiele zu drehen. Das ist eine Qualität, die wir auch schon letzte Saison hatten", sagte Nationalspieler Malte Delow.
Erinnerungen an die Meistersaison
Damals hatte Alba im entscheidenden Finalspiel gegen den FC Bayern München einen 20-Punkte-Rückstand aufgeholt. Soweit sind die Berliner allerdings in dieser Spielzeit noch nicht. Aber "dafür haben wir auch ein ganzes Jahr gebraucht, um dieses Gefühl zu entwickeln", sagte Sportdirektor Himar Ojeda.
Deshalb machen die Fortschritte Mut, zumindest auf dem Weg dorthin zu sein. "Jeder sucht immer noch seine Rolle im Team. Aber es ist gut zu sehen, dass immer wieder einer einen Schritt nach vorn macht. Und jeder Sieg bringt uns ein Stück zusammen", sagte Point Guard Martin Hermannsson.
Alba am Sonntag beim alten Rivalen Bonn
In der Bundesliga kann Alba bei den Telekom Baskets Bonn am Sonntag (18.00 Uhr/Dyn) den nächsten Schritt machen. Denn in dieser Saison ist der Meister auf nationaler Ebene auswärts noch sieglos. Ojeda warnt aber. "Ein sehr solides Team, besonders zu Hause. Und für Berlin ist es dort immer ein schwieriger Ort", sagte der Spanier in Anspielung auf die alte Rivalität mit den Rheinländern.
Ein neuer Center ist bei Alba übrigens vorerst nicht zu erwarten, obwohl Norris Agbakoko nach seinem Knöchelbruch noch sehr lange ausfallen wird. Ein Comeback scheint der Sportdirektor "eher für das Ende der Saison" zu erwarten. Deshalb wäre Ersatz dringend notwendig. Aber jetzt einen guten Center mit deutschem Pass zu bekommen, sei "eigentlich fast unmöglich".