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AfD sucht Partner für LandesregierungChrupalla kündigt Gespräche mit allen Parteien in Sachsen-Anhalt an

07.09.2026, 09:43 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD will nach ihrem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt regieren und dafür nach Partnern suchen.

"Wir werden Gesprächsangebote an alle Parteien senden. Da wird man sehen, wer uns die Hand wegschlägt", sagte Co-Parteichef Tino Chrupalla im ARD-"Morgenmagazin". Er appellierte dabei auch an die CDU: "Ich meine, die CDU muss sich ja selbst hinterfragen, was und welche Konsequenzen sie aus diesem desaströsen Wahlergebnis zieht." Es gehe darum, "stabil auch Sachsen-Anhalt weiterzuregieren, und diese Verantwortung haben auch Oppositionsparteien".

Man müsse die Brandmauer endlich beiseitelegen, sagte Chrupalla im Deutschlandfunk. "Parteienspielchen, die sollten wirklich der Vergangenheit angehören."

Wenn die anderen Parteien aus dem Wahlergebnis etwas lernen wollten, dann sei das doch, "dass man mit der Brandmauer so nicht weitermachen kann". Vor allem die CDU müsse sich in dieser Frage ehrlich machen. Chrupalla betonte, die AfD sei kompromissbereit. Mit der CDU gebe es Überschneidungen beispielsweise bei der Migrationspolitik. Allerdings wolle die AfD hier ein viel stringenteres Vorgehen.

Die CDU, die bisher mit Sven Schulze den Ministerpräsidenten in dem Bundesland stellte, musste bei der Landtagswahl am Sonntag drastische Verluste hinnehmen und stürzte auf 17,2 Prozent ab. Die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wurde mit 43,8 Prozent mit Abstand stärkste Partei, verfehlte aber eine absolute Mehrheit der Mandate im Landtag.

Quelle: ntv.de, dpa

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