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Grundsatzrede erwartetBundespräsident Steinmeier wird mit Ehrenprofessur in Peking ausgezeichnet

28.10.2026, 18:34 Uhr
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28.10.2026, China, Peking: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) und Sun Yeli, Chinas Minister für Kultur und Tourismus, geben sich die Hand. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist auf dem sechstägigen Staatsbesuch in die Provinz Anhui und nach Peking. Er wird von einer Delegation aus dem Deutschen Bundestag, Europäischen Parlament, der Bundesregierung sowie aus Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft begleitet. Foto: Katharina Kausche/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: dpa)

Ehrendoktortitel hat Bundespräsident Steinmeier schon einige. Nun kommt in Peking eine Ehrenprofessur hinzu. Seine Dankesrede will Steinmeier für eine politische Positionsbestimmung nutzen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird an diesem Donnerstag im Rahmen seines Staatsbesuchs in China von der Peking Universität mit einer Ehrenprofessur ausgezeichnet. Er will die Gelegenheit für eine Grundsatzrede zu den deutsch-chinesischen Beziehungen und zur gewachsenen Verantwortung Chinas in den internationalen Beziehungen nutzen.

Der Bundespräsident will dabei unter anderem Chinas großen Handelsbilanzüberschuss gegenüber Deutschland und der EU ansprechen. Das deutsche Handelsbilanzdefizit mit dem Land betrug im vergangenen Jahr knapp 90 Milliarden Euro.

Das erfolgreiche Modell der wirtschaftlichen Zusammenarbeit gerate dadurch in ein Ungleichgewicht, hatte Steinmeier bereits am ersten Tag seines Staatsbesuchs gesagt. Europa müsse sich jetzt neu aufstellen und seine wirtschaftlichen Instrumente neu sortieren. «Wir müssen uns bemühen, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit nicht etwa aufhört, sondern dass sie fortgesetzt wird, aber zum beiderseitigen Nutzen.»

Der Bundespräsident will das zur Weltmacht aufgestiegene China zudem ermuntern, mehr Verantwortung auf der internationalen Bühne zu übernehmen. So sollte China zum Beispiel seine guten Beziehungen zu Russland nutzen, um auf ein Ende des Ukraine-Krieges zu dringen. 

Steinmeiers Rede in der Universität wird laut Bundespräsidialamt auch den Rahmen für seine politischen Gespräche am Freitag vorgeben. Dann trifft er mit Chinas Staatschef Xi Jinping und Ministerpräsident Li Qiang zusammen. Der Bundespräsident war am Mittwochabend von Hefei aus, dem ersten Ziel seines Staatsbesuchs, nach Peking gekommen.

Quelle: ntv.de, dpa

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