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Industrieproduktion geht deutlich zurückAutoindustrie drückt deutsche Produktion im Juli um 2,2 Prozent

07.09.2026, 11:36 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Dämpfer nach zuletzt guten konjunkturellen Vorzeichen: Die Industrieproduktion ist im Juli deutlich zurückgegangen.

Die Herstellung in den Unternehmen lag 2,2 Prozent unterhalb des Vormonats, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Hauptgrund dürfte demnach eine mehrwöchige Produktionspause in der Autoindustrie sein, deren Produktion besonders stark sank (minus 9,2 Prozent).

Das gesamte Produzierende Gewerbe verzeichnete den Angaben nach einen Produktionsrückgang um 1,1 Prozent, im weniger volatilen Dreimonatsvergleich blieb ein leichter Anstieg um 0,4 Prozent. Neben der Industrie gehören dazu die Energieerzeugung und das Baugewerbe, die beide Zuwächse verzeichneten. Der Energiesektor - und hier vor allem die Windkraft und Photovoltaik - produzierte laut Statistikamt 4,7 Prozent mehr als im Juni, das Baugewerbe 0,9 Prozent.

Innerhalb der Industrie gab es im Bereich Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse ein Plus von 2,7 Prozent, bei elektrischer Ausrüstungen von 1,6 Prozent und im Maschinenbau von 1,1 Prozent. Demgegenüber standen neben dem Rückgang der Produktion von Kfz- und Kfz-Teilen auch negative Entwicklungen bei Herstellern von pharmazeutischen (minus 5,7 Prozent) und chemischen Erzeugnissen (minus 2,9 Prozent) sowie von Metallerzeugnissen (minus 2,6 Prozent) und von Gummi und Kunststoffwaren (minus 1,2 Prozent).

"Nachdem sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe trotz gestiegener Energiepreise im zweiten Quartal noch vergleichsweise robust gezeigt hat, scheinen die Folgen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten inzwischen zunehmend Spuren zu hinterlassen", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Darauf deute vor allem der Produktionsrückgang in energieintensiven Industrien hin. Speziell Auto- und Maschinenbau stünden zudem "wegen des verstärkten internationalen Wettbewerbs weiter zunehmend unter Druck".

Quelle: ntv.de, AFP

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