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Berufsbildungswerke schlagen AlarmAfD-Sieg in Sachsen-Anhalt sorgt für Sorge um Inklusion

07.09.2026, 10:43 Uhr
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Die Bildungswerke zur beruflichen Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen sorgen sich nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt um deren Zukunft.

Das Abschneiden der Partei sei "ein Warnsignal für Menschen mit Behinderungen und für alle, die sich für eine inklusive Gesellschaft stark machen", erklärte der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke, Tobias Schmidt, am Montag. Die AfD habe "klar den Abbau von Teilhabe von Menschen mit Behinderungen" angekündigt.

Die Berufsbildungswerke bilden an bundesweit 51 Standorten junge Menschen mit Behinderungen dual in über 200 Berufen aus. In Sachsen-Anhalt gibt es zwei Berufsbildungswerke, in denen nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft derzeit knapp 400 junge Menschen ausgebildet werden. Viele von ihnen haben zusätzlich einen Migrationshintergrund.

"Wir warnen klar davor, unsere Teilnehmenden aufgrund ihrer Herkunft oder Beeinträchtigung zu diskriminieren", erklärte Schmidt. "Sie sind die Arbeitskräfte der Zukunft, ob in Sachsen-Anhalt oder anderswo." Strukturen, die über Jahrzehnte aufgebaut worden seien, dürften nicht nachhaltig zerstört werden. Inklusion sei "ein Menschenrecht".

Bei der Landtagswahl am Sonntag hatte die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund mit 43,8 Prozent der Stimmen deutlich gewonnen, sie ist aber auf Stimmen anderer Parteien für eine Regierungsübernahme angewiesen. Die bisher regierende CDU von Ministerpräsident Sven Schulze stürzte auf 17,2 Prozent ab.

Quelle: ntv.de, AFP

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