Umsatzziele gesteigert Abnehmmedikament Wegovy sorgt für Gewinnboom bei Pharmakonzern Novo

Der dänische Pharmakonzern Novo hat im dritten Quartal dank einer anhaltend hohen Nachfrage nach seinem Abnehmmedikament Wegovy mehr verdient als erwartet und seine Jahresziele angehoben.
Das bereinigte Betriebsergebnis sei zu konstanten Wechselkursen um 27 Prozent auf 31,72 Milliarden Dänische Kronen gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der bereinigte Umsatz legte währungsbereinigt um vier Prozent auf 79,2 Milliarden Kronen (rund 10,6 Milliarden Euro) zu. Maßgeblich für die Entwicklung war das Geschäft mit Adipositas-Medikamenten, das um 22 Prozent wuchs. Allein die neu eingeführte Wegovy-Tablette steuerte im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von rund 5,4 Milliarden Kronen bei.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konzern nun währungsbereinigt mit einer Veränderung von Umsatz und bereinigtem Betriebsgewinn zwischen minus zwei und plus zwei Prozent. Zuvor hatte Novo hier einen Rückgang von bis zu sechs Prozent bis hin zu einer Stagnation erwartet. "Wir haben im dritten Quartal Ergebnisse erzielt, die unsere Erwartungen übertroffen haben", erklärte Konzernchef Mike Doustdar. Das Wachstum sei vom Adipositas-Portfolio getragen worden, wobei die anhaltende Nachfrage nach der Wegovy-Tablette in den USA sowie vielversprechende erste Markteinführungen auf internationaler Ebene eine zentrale Rolle gespielt hätten.
Zugleich kündigte das Unternehmen einen Wechsel im Management an. Finanzchef Karsten Munk Knudsen werde Novo nach 27 Jahren bis Ende Dezember verlassen, um sich anderen Aufgaben zu widmen. Sein Nachfolger wird Luigi La Corte, der bislang als Finanzchef beim Dermatologie-Konzern Galderma tätig ist.