Studie warnt vor Cybergrooming19 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben sexuelle Anbahnung online erlebt

Etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland hat einer Studie zufolge schon einmal Cybergrooming erlebt.
9 Prozent der Befragten gaben an, mindestens eine der untersuchten Formen erlebt zu haben. Das geht aus einer Untersuchung der Landesanstalt für Medien NRW hervor. Unter den 14- bis 17-Jährigen war demnach gut jeder Vierte betroffen, bei den 8- bis 13-Jährigen etwa jedes achte Kind.
Unter Cybergrooming versteht man die gezielte Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen über das Internet. In der Studie wurden dazu verschiedene Formen abgefragt - etwa die Aufforderung, Bilder oder Videos zu schicken, sich vor der Kamera auszuziehen oder sich im echten Leben zu treffen.
Der Anteil der Befragten mit solchen Erfahrungen ist im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. 2025 hatten noch 24 Prozent angegeben, mindestens eine Form von Cybergrooming erlebt zu haben, 2024 waren es 25 Prozent. Auch bei allen einzeln abgefragten Formen verzeichnet die Studie einen Rückgang. Jugendliche sind weiterhin häufiger betroffen als jüngere Kinder.
Zu den häufigeren Erfahrungen gehört, dass Erwachsene ein Treffen im echten Leben anbahnen oder Bilder verlangen: Elf Prozent der Befragten hatten schon einmal Kontakt zu einem Erwachsenen im Netz, der sich mit ihnen treffen wollte. Zehn Prozent wurden aufgefordert, Bilder oder Videos von sich zu schicken.