Monate nach Racketes RevolteBeschlagnahmte "Sea-Watch 3" ist wieder freiIm Sommer 2019 wird Carola Rackete zur Symbolfigur für den Kampf gegen das Sterben im Mittelmeer, als sie ohne Erlaubnis in Lampedusa anlegt und die italienische Polizei sie festnimmt. Während die Kapitänin nach zwei Tagen wieder freikommt, bleibt ihr Schiff noch lange in Gewahrsam. Bis jetzt.19.12.2019
Gerettete der "Ocean Viking" Schiffbrüchige sollen auch nach DeutschlandSchiffbrüchige Migranten sollen besser über Europa verteilt werden, um Italien und Malta zu entlasten. Nun findet die neue Regelung erstmals Anwendung. 24.11.2019
EU plant 10.000 GrenzschützerFrontex wird zur Mammutbehörde ausgebautEine gemeinsame Flüchtlingspolitik hat Europa bisher nicht auf die Beine gestellt. Das soll sich nun ändern: Die Grenzschutzbehörde Frontex soll bis 2027 rund 10.000 Beamte bekommen, die auch an Abschiebungen beteiligt sein werden. Die Kosten soll der EU-Haushalt stemmen.08.11.2019
Rackete bei "Klamroths Konter""Klimaflüchtlinge müssen anerkannt werden"Als Kapitän der "Sea-Watch 3" wurde Carola Rackete bekannt. Sie ignorierte das Verbot Italiens und fuhr mit Flüchtlingen an Bord in den Hafen von Lampedusa ein. Bei "Klamroths Konter" verteidigt sie ihre Entscheidung. Zudem fordert sie, den Klimawandel als Fluchtgrund anzuerkennen.05.11.2019
Antrag wegen FlüchtlingsquoteWerte-Union will gegen Seehofer abstimmenBei der Aufnahme von Flüchtlingen hat sich Innenminister Seehofer jüngst vom Saulus zum Paulus gewandelt. Gegen die neue Großzügigkeit des früheren Merkel-Kritikers läuft nun die Werte-Union Sturm. Auf dem CDU-Parteitag im November will sie eine Abstimmung über die Quote erzwingen. 03.11.2019
Seehofer sagt Teilaufnahme zu"Alan Kurdi" darf mit 88 Flüchtlingen anlegenNach einer Woche auf dem Mittelmeer steuert das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" Italien an. Zuvor verspricht Innenminister Seehofer, Deutschland werde sich "in erheblicher Weise" an der Aufnahme der Geretteten beteiligen. Auch Frankreich übernimmt einige der 88 Flüchtlinge an Bord. 02.11.2019
Zügige Prüfung und AbschiebungGriechenland verschärft AsylgesetzGriechenland will Asylanträge künftig schneller bearbeiten. Abgelehnte Bewerber müssen dann zügig in die Türkei zurückkehren. Asylsuchende, die nicht mitarbeiten, sollen automatisch jeden Anspruch verlieren. Über Bedenken der Opposition setzt sich der konservative Premier Mitsotakis hinweg. 01.11.2019
Geheimer Besuch Maas gerät in Libyen in falschen AlarmAußenminister Maas reiste nach Libyen und wurde dort von einem Fehlalarm überrascht. Deutsche Seenotretter kritisierten, dass der Chefdiplomat im Bürgerkriegsland mit Politikern sprechen wollte, aber nicht mit den Nothelfern, die am Tag zuvor auf See attackiert wurden. 27.10.2019
90 Menschen an Bord Libysche Armee schießt auf SeenotretterWährend die EU immer noch über den Umgang mit privater Seenotrettung auf dem Mittelmeer streitet, berichtet das deutsche Schiff "Alan Kurdi" von einem Zusammenstoß mit der libyschen Armee. Die Streitkräfte wollten 90 Flüchtlinge gewaltsam zurück nach Libyen bringen. Nun sind sie an Bord der Seenotretter. 26.10.2019
Länder sind sich uneinsSeehofer wirbt für Malta-AbkommenImmer wieder kentern in Seenot geratene Boote mit Migranten an Bord im Mittelmeer. Innenminister Seehofer will deshalb die anderen EU-Staaten von einer Lösung überzeugen. Er nennt die Debatte "eigentlich beschämend". Heftige Kritik an dem Plan kommt aus Österreich.08.10.2019