Fakten in aufgeladener DebatteWie krank sind die Deutschen wirklich?Beschäftigte sollen künftig schon ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorlegen. Die Bundesregierung hofft so, die Fehlzeiten am Arbeitsplatz zu reduzieren. Doch kann eine strengere Attestpflicht einen hohen Krankenstand verhindern? Der Blick in die Statistik gibt Hinweise, dass andere Faktoren eine weitaus größere Rolle spielen als der Missbrauch.03.07.2026Von Friederike Zörner (Text) und Martin Morcinek (Daten)
Koalition verzockt KommunikationDie Attestpflicht ist ein tiefer Griff ins KloVom großen Aufbruch der Koalition bleibt bei vielen Beschäftigten nur eine Botschaft hängen: Bei Krankheit braucht man künftig bereits am ersten Tag ein Attest. Dabei stimmt das für die meisten Beschäftigten gar nicht. Umso größer ist der kommunikative Schaden.03.07.2026Ein Kommentar von Hubertus Volmer
Kanzleramtschef im FrühstartFrei zu Attestpflicht ab erstem Tag: "Das ist nicht zu viel verlangt"Die Bundesregierung plant, dass sich Arbeitnehmer künftig bereits ab dem ersten Krankheitstag mit einem ärztlichen Attest krankmelden müssen. Die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung soll wegfallen. Kanzleramtschef Thorsten Frei verteidigt die Pläne - und weist den Vorwurf zurück, damit neue Bürokratie zu schaffen.03.07.2026
Kritik an KoalitionsplänenDAK-Chef wirbt für Krankschreibung nach Skandinavien-VorbildWer krank ist, soll künftig ab dem ersten Tag eine Krankschreibung vorlegen - und dafür persönlich zum Arzt. Kassen und Ärzte kritisieren die Koalitionspläne. DAK-Chef Storm warnt vor überfüllten Praxen - und macht einen Gegenvorschlag, wie sich der hohe Krankenstand senken ließe.03.07.2026
"Zweiter Teil im Herbst"Bei Arbeitszeit und Erbschaftsteuer will Schwarz-Rot noch nachlegenDie Bundesregierung einigt sich auf zahlreiche Reformvorhaben für mehr Wachstum. Einige Streitpunkte stellen Union und SPD erst einmal zurück. Das heißt nicht, dass sie vom Tisch sind.03.07.2026
Reformvorhaben der RegierungMerz lobt das nächste "Gesamtkunstwerk"Kann die Bundesregierung mit ihrem Reformpaket die Stimmung im Land drehen? Bundeskanzler Merz zeigt sich bei Maybrit Illner optimistisch – und lobt die vertrauensvolle Arbeit in der Koalition.02.07.2026Von Torsten Landsberg
Mehr Befristung, weniger SchutzSo will die Koalition auf dem Arbeitsmarkt "die Fesseln lösen"Bis zu vier Jahre Befristung und ein aufgeweichter Kündigungsschutz: Die neuen Pläne der Koalition sollen den Arbeitsmarkt modernisieren. Während Arbeitgeber von einem überfälligen Kurswechsel sprechen, sehen Kritiker darin einen Angriff auf Arbeitnehmerrechte.02.07.2026Von Juliane Kipper
Eckdaten zur SteuerreformWas das Reformpaket mit dem Geldbeutel machtDie große Steuerreform rückt näher: Die Spitzen von Union und SPD einigen sich bei der Einkommensteuer auf weitreichende Veränderungen mit milliardenschweren Auswirkungen. An welchen Stellschrauben will Schwarz-Rot drehen? Ein Blick auf die erwarteten Auswirkungen.02.07.2026
Strategie für fairen WettbewerbKlingbeil kündigt härtere Gangart gegen China anChinas Wirtschaft ist für deutsche Unternehmen dank staatlicher Subventionen in vielen Bereichen ein kaum zu schlagender Konkurrent. Die Bundesregierung will das nicht mehr einfach so hinnehmen.02.07.2026
Große Entlastungen fallen ausDie Merz-Koalition setzt auf ganz viel KleinviehDie SPD wollte Geringverdiener massiv und Normalverdiener spürbar entlasten. Doch die Koalition hat sich auf ihrem Gipfeltreffen nicht auf eine Gegenfinanzierung verständigen können. Stattdessen gibt es eine Vielzahl an Vereinbarungen, die in der Summe durchaus einen Unterschied machen können.02.07.2026Ein Kommentar von Sebastian Huld