Technik

Sonos Beam Ultra ausprobiertDiese kompakte Soundbar spielt ganz groß auf

23.09.2026, 17:48 Uhr imageVon Klaus Wedekind
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Sonos Beam Ultra Test (1 von 3)
Die Sonos Beam Ultra unter einem 50-Zoll-Fernseher. (Foto: kwe)

Die Sonos Beam Ultra ist eine kompakte Soundbar, die unter jeden Fernseher passt, aber vollgepackt mit neun Treibern echtes Dolby Atmos bieten soll. Außerdem verbindet sie sich mit mobilen Lautsprechern automatisch zu einem Surround-System. Klingt das zu gut, um wahr zu sein?

Sonos hat im Rahmen der IFA in Berlin nicht nur Sonos 27 vorgestellt, sondern auch zwei Geräte, die die ausgebauten Fähigkeiten des Betriebssystems voll ausschöpfen können. Neben dem Kopfhörer Ace Ultra ist dies die Soundbar Beam Ultra, die zwar unscheinbar aussieht, es aber in sich hat, wie der Praxistest von ntv.de ergeben hat.

Der Lautsprecher ist mit 75 x 6,5 x 10,5 Zentimetern zehn Zentimeter breiter als die Beam 2, die weiter im Sonos-Sortiment bleibt. Die knapp 2,9 Kilo schwere Ultra passt aber trotzdem ebenfalls mühelos auch unter kleinere Fernseher mit Bildschirmdiagonalen um die 50 Zoll. Im Prinzip macht sie die Platzierung sogar noch einfacher, da sie fünf Millimeter niedriger ist.

Neun Treiber untergebracht

Trotzdem hat es Sonos hinbekommen, in dem Gehäuse neben der weiteren Elektronik neun statt fünf Treiber unterzubringen, die auch ein völlig neues Layout bieten. Unter anderem strahlen jetzt zwei Mittelhochtöner nach oben ab, womit die Ultra nicht nur virtuellen dreidimensionalen Raumklang, sondern über die Reflexion der Zimmerdecke "echtes" Dolby Atmos 7.1.2 erzeugen kann. Ein zentraler Mittelhochtöner ist nach vorn, zwei seitlich ausgerichtet. Und die Ultra hat vier flache Tieftöner für sattere Bässe, die der Beam 2 komplett fehlen.

Bei den Anschlüssen zeigt sich die Ultra dagegen ebenso geizig wie die Beam 2. Sie hat lediglich einen HDMI-Eingang (eARC), weitere Geräte müssen ein Plätzchen am Fernseher finden. Für andere Anschlussarten sind optionale Adapter nötig, die in die USB-C- oder Ethernet-Buchse gesteckt werden.

Toller Klang, super verständlich

Wenn man zuvor eine Beam 2 unterm Fernseher hatte, hört man die Unterschiede sofort. Der Sound der Ultra hat deutlich mehr Tiefgang, ist detailreicher und klarer definiert. Das macht sich speziell auch bei Dialogen bemerkbar. Selbst wenn es im Video turbulent mit krachenden Actionszenen zugeht oder wenn Darsteller flüstern, versteht man sie.

Sonos Beam Ultra Test (3 von 3)
Mehr Anschlüsse bietet die Soundbar nicht. (Foto: kwe)

Das ist besonders nützlich bei allgemeinen Hörproblemen, aber auch wenn man Filme und Serien im Originalton verfolgt. Denn hier wird Sprache nicht wie bei der Synchronisation im Tonstudio (unnatürlich) hervorgehoben. Hinzu kommt, dass sich das Gehirn bei Fremdsprachen stärker auf das Gesprochene konzentrieren muss, während gleichzeitig Musik, Effekte und visuelle Reize verarbeitet werden. Reicht die Grundeinstellung nicht, kann man zusätzlich eine vierstufige Sprachverbesserung anwenden.

Echter Raumklang

Ebenso hört man bei der Ultra sofort einen wesentlich weiteren Raumklang. Dazu sollte man unbedingt Trueplay verwenden, das den Ton automatisch an die Umgebung anpasst. Das dauert nur ein paar Sekunden oder Minuten, bringt aber viel. Spielt man Filme oder Serien ab, die Dolby Atmos unterstützen, ahnt man dann nicht nur wie bei der Beam 2 einen 3D-Sound, er wirkt tatsächlich raumfüllend. Zu viel darf man aber auch von dieser kompakten Soundbar nicht erwarten. Das gilt speziell für Zimmer mit hohen oder verwinkelten Decken.

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Zwei Mittelhochtöner richten den Schall durch das Gitter an der Oberseite auf die Zimmerdecke, die ihn reflektiert. (Foto: kwe)

Für einen Surroundklang, bei dem man die Gefahr von hinten nahen hört, benötigt man auch bei der Beam Ultra Satelliten-Lautsprecher. Das macht sie einem aber besonders leicht, sofern man die richtige Ausrüstung dafür hat. Denn man kann nicht nur stationäre Speaker wie die im Test-Haushalt verwendeten Sonos One in der App als rückwärtige Surround-Lautsprecher einrichten, sondern auch mobile. Aktuell sind zwei Sonos Move 2 oder Sonos Play kompatibel.

Clevere mobile Satelliten-Lösung

Das Besondere dabei ist, dass man sie nach der Einrichtung nur entsprechend platzieren muss, und die Ace Ultra erkennt automatisch an ihrer Position, dass sie als Surround-Speaker geeignet sind, und welcher der beiden links oder rechts steht. Das geschieht über hochfrequente Signale, die die Lautsprecher aussenden und von den Mikrofonen der Ultra empfangen werden. Bringt man sie in ein anderes Zimmer, sind die Speaker im System autonome Geräte. Das hat im Test mit zwei Move 2 einwandfrei funktioniert.

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In der App kann man sich vergewissern, dass die Verbindung zum Surround-System geklappt hat. (Foto: kwe)

Die Sonos Beam Ultra ist auch beim Streamen von Musik ein Genuss, wobei sie alleine auch locker größere Räume bespielen kann. Durch die neue Lautsprecher-Konfiguration begeistert sie vor allem bei den Mitten und Höhen und mit einer breiten Bühne. Für die meisten Ansprüche sind auch die Bässe der Soundbar kräftig genug. Um richtig Spaß zu haben, gilt aber wie beim Einsatz im Wohnzimmerkino: Ein Subwoofer macht nochmal einen großen Unterschied, wobei bei der kompakten Beam Ultra der Sub mini die perfekte Größe hat.

Fazit

Die Sonos Beam Ultra ist eine ausgezeichnete kompakte Soundbar, wenn man einen Dolby-Atmos-Lautsprecher sucht, aktuell vielleicht sogar die beste auf dem Markt. Hat man bereits ein Sonos-System zu Hause, ist sie definitiv die erste Wahl in ihrer Größenordnung. Allerdings muss man dafür knapp 700 Euro hinblättern. Fehlt noch ein passender Subwoofer, kommen rund 450 Euro dazu.

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Für kleinere Zimmer ist die Beam 2 eine deutlich günstigere Alternative, die man derzeit für rund 445 Euro bekommt. Für große Räume und Fernseher lohnt sich möglicherweise auch die Sonos Arc Ultra, die man mit etwas Glück für 900 Euro findet.

Quelle: ntv.de

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