
Ab heute verteilt Apple das Update auf iOS 27. Zwar fehlen speziell in der EU noch viele KI-Funktionen, doch das Update bringt etliche nützliche Neuerungen. Viele Verbesserungen finden unter der Haube statt, was vor allem auf älteren Geräten zu spüren ist.
Wie üblich veröffentlicht Apple kurz nach der Vorstellung neuer iPhones auch eine frische iOS-Version. Obwohl schon vorher bekannt war, dass in der EU bis auf Weiteres Siri nicht als KI-Chatbot durchstartet, hat die Aktualisierung einige nützliche Neuerungen zu bieten. Erfreulicherweise erhalten sie alle Geräte, auf denen bisher schon iOS 26 laufen konnte. Die ältesten sind also die 11er und die zweite iPhone-SE-Generation.
Etwas fürs Auge
Die auffälligste optische Veränderung sieht man auch erst auf den zweiten Blick: Die Benutzeroberfläche soll durch eine gleichmäßigere Lichtbrechung und einen verbesserten Kontrast eine verbesserte Lesbarkeit bieten, Apps sollen schärfer und detaillierter dargestellt werden.
Apple bietet jetzt auch in den Einstellungen unter Erscheinungsbild einen neuen Schieberegler, mit dem man die Transparenz von "Liquid Glass" stufenlos einstellen kann.
Es flutscht
Wichtiger sind die Veränderungen, die unter der Haube stattgefunden haben. Apple hat das System so auf Vordermann gebracht, dass es in vielen Situationen schneller reagiert. Apps sollen bis zu 30, Fotos sogar bis zu 70 Prozent schneller geöffnet oder geladen werden. Das Teilen über AirDrop soll bis zu 80 Prozent flotter ablaufen. Profitieren dürften davon besonders ältere iPhones, die mit ihrer Leistung bereits an Grenzen stoßen.
Safari organisiert und beobachtet
Mit iOS 27 erhält Safari ein paar Funktionen, die den Browser-Alltag leichter machen. Um Ordnung in viele geöffnete Tabs zu bringen, kann man diese jetzt automatisch thematisch gruppieren lassen. Die Einstellung findet man in der Tab-Übersicht nach einem Tipper auf das Burger-Menü (drei Striche übereinander). Im Praxistest hat das noch nicht besonders überzeugend funktioniert. Berlin-Themen wurden gruppiert, Rezept- oder Musik-Seiten nicht.
Wenn man günstige Angebote, Neuheiten et cetera nicht verpassen möchte, kann man sich von Safari informieren lassen. Die Funktion namens "Mitteilung an mich" findet man im Menü links im Eingabefenster. Man legt dort fest, worauf der Browser achten und wann und wie oft er überprüfen und benachrichtigen soll.
Im selben Menü gibt es jetzt die Option, eigene Browser-Erweiterungen zu erstellen, indem man beschreibt, was man möchte. Die Möglichkeiten sind begrenzt, Safari hat beispielsweise keinen Zugriff auf Drittanbieter-Apps. Einfache Dinge, wie Inhalte mit verstärktem Kontrast darzustellen, klappen aber problemlos. Die Erweiterung wird dann im Menü aufgelistet.
Kurzbefehle so unkompliziert wie nie
Wer bisher Kurzbefehle links liegen ließ, weil die Funktion zu kompliziert erschien, könnte unter iOS 27 auf den Geschmack kommen. Denn der Baukasten für selbst erstellte Abläufe und Automationen gestattet ebenfalls Beschreibungen. Das heißt, man sagt oder tippt ganz einfach, was man haben möchte.
Das hat im Test ausgezeichnet funktioniert, denn die App hilft mit Vorschlägen, ans Ziel zu kommen. Das Test-iPhone checkt jetzt morgens selbstständig das Wetter und zeigt bei aufziehendem Regen das entsprechende Widget auf dem Display.
Image Playground keine Spielerei mehr
Mit iOS 27 wird Image Playground deutlich aufgewertet. Es ist kein schlichtes KI-Spielzeug mehr, mit dem man mehr recht als schlecht Ideen umsetzen kann. Jetzt lassen sich auch fotorealistische Bilder durch Beschreibungen erzeugen, verändern oder ergänzen.
Wie für etliche der noch ausstehenden Apple-Intelligence-Neuerungen benötigt man dafür allerdings mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuer. Und es genügt nicht mehr ein auf dem iPhone ausgeführtes Modell, sondern die Verarbeitung erfolgt auf Cloud-Servern. Apple beschränkt die Nutzung zudem vermutlich, wenn man kein entsprechendes Abo von Cloud+ hat.
Neue KI-Werkzeuge in Fotos-App
Eine Internetverbindung verlangen auch die neuen KI-Funktionen der Fotos-App. Zum einen kann man Bilder "neu ausrichten". Das heißt, man hat ein Werkzeug, um den Bildausschnitt und die Perspektive zu ändern. Das funktioniert zwar gut, hält sich aber in einem engen Rahmen.
Außerdem kann man "Fotos erweitern", also mehr von der Umgebung um das Motiv anzeigen. Hier ist mehr als bei "Neu ausrichten" möglich. Die Qualität der Resultate hängt aber wie beim Google-Vorbild von der Komplexität der Fotosituation ab.
Besserer Kinderschutz
Apple gibt Eltern mit iOS 27 weitere Möglichkeiten in die Hand, um ihren Kindern einen sicheren und verträglichen iPhone-Gebrauch zu ermöglichen. Dazu gehört die Auswahl erlaubter System-Apps, die Freigabe von Websites oder Nutzungszeiten sowie Zeitpläne für verschiedene Kategorien wie Entertainment, Spiele und soziale Medien.
Apples KI-Werkzeug für Kommunikationssicherheit soll jetzt auch frühzeitig eingreifen können, bevor Kinder blutige oder gewalttätige Inhalte in geteilten Bildern und Videos sehen. Ein neues Design der Kindersicherung in den Einstellungen soll die Bedienung vereinfachen.
Weitere Verbesserungen
Zu den vielen weiteren kleinen Verbesserungen, die iOS 27 bringt, gehört ein fließenderer Übergang zwischen mobilen Internetverbindungen und WLAN. Das Teilen von iCloud-Alben mit Android- und Windows-Nutzerinnen wurde vereinfacht, Airpods erhalten einen personalisierbaren Equalizer und das Zyklusprotokoll kann jetzt Mitteilungen senden, wenn das Zyklusmuster auf eine Perimenopause hindeutet.
