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Schnelle HilfeWas tun bei akutem Durchfall?

28.09.2026, 13:11 Uhr
Durchfall
Bei Diarrhö gilt: Ab aufs Klo! (Foto: Imago / Pond5 Images)

Alarm im Darm? Dann muss es schnell gehen. Neben dem Gang zur Toilette bringen diese Mittel schnelle Hilfe bei Durchfall.

Ob Infekt, falsches Essen oder Stress – Durchfall hat wohl jeden schon mal getroffen. Gerade unterwegs oder vor einem wichtigen Termin kommt der flüssige Stuhl denkbar ungünstig. Zudem kann das Symptom insbesondere für Kinder, ältere oder geschwächte Menschen richtig gefährlich werden. Einige Tipps können helfen, die Darmaktivität zu verlangsamen und die Symptome zu lindern.

Wichtig: Ursache für den Durchfall

Erstmal: Durchfall ist anhaltender und häufiger Stuhlgang mit verminderter Konsistenz, so die Apotheken Umschau. Eine Behandlung ist zumeist nur bei geschwächten Menschen oder einer anhaltenden Dauer nötig. Ein atypischer Stuhlgang macht noch lange kein Krankheitsbild aus.

Mögliche Ursachen für Durchfall:

  • Darminfektion

  • Vergiftung etwa durch Lebensmittel, Pilze, Chemikalien und mehr

  • Angst und Stress

  • Medikamente

  • Periode

  • Lebensmittelunverträglichkeiten

  • und mehr

WICHTIG: Was raus muss, muss raus! Das gilt insbesondere bei Bakterien im Darm. Bei einer akuten (Lebensmittel-)Vergiftung oder einem Magen-Darm-Infekt sind Arzneimittel gegen Durchfall potenziell gefährlich. Denn so bleiben Bakterien im Darm und schwächen den Körper, so die DAK. Diese sollten lieber ausgestoßen werden, die Behandlung gilt dann Symptomen wie Bauchschmerzen oder Schwäche.

Antidiarrhetika: Soforthilfe bei Durchfall

Bei stressbedingtem Durchfall, Reizdarm, Zöliakie oder nicht-bakteriellen Ursachen können sogenannte Antidiarrhetika schnell Abhilfe schaffen. Das Medizinlexikon von apotheken.de empfiehlt die Einnahme jedoch erst, wenn Flüssigkeit und Elektrolyte keine Besserung des Gesamtzustandes bringen. Jedoch auch bei Durchfall unterwegs, vor einer Reise oder einem wichtigen Termin kann das Mittel helfen. Etwa auch bei Reizdarm oder stressbedingtem Durchfall kann das Mittel Ruhe in den Darm bringen.

Praktisch ist beispielsweise Imodium akut in der Handtasche. Das Mittel verlangsamt die Darmbewegung, kann so Durchfall stoppen und den erhöhten Wasser- sowie Nährstoffverlust durch Durchfall verhindern. Das Präparat mit dem Wirkstoff Loperamidhydrochlorid gibt es als praktische Schmelztablette für die Einnahme ohne Wasser und als Hartkapsel.

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Wichtig: Die Einnahme sollte immer mit Experten wie Ärztinnen und Ärzten oder in der Apotheke abgesprochen werden. Auch der Beipackzettel ist aufmerksam zu lesen.

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Hydration is key – insbesondere bei Durchfall

Viel wichtiger als das Stoppen der Darmaktivität ist es, den Flüssigkeits- und Nährstoffhaushalt im Körper aufrechtzuerhalten. Laut Apotheken Umschau ist insbesondere der Flüssigkeitsverlust die größte Gefahr bei anhaltendem Durchfall, vor allem Babys, Kinder und ältere Menschen müssen sich davor schützen.

Bei Bauchschmerzen und Durchfall sollten Betroffene auf Schonkost setzen. Lauwarmes Wasser und Tee sind angenehmer als kaltes Wasser oder gar Limos. Schwachen Menschen kann eine Trinkflasche mit Strohhalm helfen, aus der etwas leichter in kleinen Schlücken getrunken werden kann.

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Zudem nennt Apotheke Adhoc die Mischung aus Fenchel, Anis und Kümmel als "starkes Trio" bei Magen-Darm-Beschwerden. Sie wirken

  • krampflösend,

  • karminativ (blähungstreibend),

  • verdauungsfördernd

und werden deshalb bei Durchfall, Völlegefühl, Blähungen und Magenkrämpfen empfohlen.

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Wer durch den Stuhlgang einiges verliert und kaum essen kann, füllt den Haushalt im Körper mit speziellen Lösungen auf. Drin stecken vor allem Salze und Zucker, also Elektrolyte und Glukose. Damit können Begleitsymptome wie Schwäche, Kreislaufprobleme oder Kopfschmerzen gelindert werden.

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Das hilft bei akutem Durchfall

Die Experten vom AOK-Gesundheitsmagazin empfehlen folgende Grundregeln:

  • Viel trinken: Als Richtwert gelten 45 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Am besten ist Wasser, gezuckerter Tee, salzige Brühen oder Suppen.

  • Körperliche Schonung

  • Schonkost und langsamer Kostaufbau in kleinen Portionen

  • Hygiene für alle im Haushalt: Hände waschen, Geschirr, Kleidung, Handtücher und Ähnliches heiß waschen, damit sich Keime nicht verteilen.

Mittel, die den Durchfall stoppen, sollten nur bei nicht-bakteriellen Ursachen genutzt werden und nur, wenn es nicht anders geht. Etwa bei stressbedingtem Durchfall vor wichtigen Terminen oder Reisen oder bei geschwächten Personen, bei denen der Flüssigkeitsverlust ein erhöhtes Risiko darstellt. Generell wird empfohlen, die Mittel nicht länger als drei Tage am Stück einzunehmen, so der Apotheker André Salzmann gegenüber der Apotheken Umschau. Diese rät zudem dazu, bei Durchfall mit Fieber und starkem Krankheitsgefühl, Blut im Stuhl, chronischem Durchfall, einem Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung sowie dann, wenn man nicht ausreichend trinken kann, unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

Quelle: ntv.de