Schimmel vorbeugenLuftfeuchtigkeit messen: So hoch sollte der Wert sein

Um der Schimmelbildung während der Heizsaison vorzubeugen, hilft es, die Luftfeuchtigkeit stets im Blick zu haben. Wo liegt der optimale Wert – und wie lässt sie sich am besten messen?
Es ist eine Wissenschaft für sich und spielt in den Wintermonaten eine große Rolle für die Gemütlichkeit und unser Wohlbefinden: das Raumklima. Ein wesentlicher Faktor dabei ist die Luftfeuchtigkeit. Die kann gerade in der Heizsaison schnell zu hoch werden und in der Folge Schimmel verursachen. Daher ist es wichtig, sie im Auge zu behalten. Doch wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit eigentlich sein? Und wie lässt sich der Wert am besten messen?
Luftfeuchtigkeit messen: Hier liegt der optimale Wert
Wenn wir atmen, duschen, kochen oder Wäsche trocknen, wird Feuchtigkeit in die Luft abgegeben. Die Menge an Feuchtigkeit in der Luft in Relation zur aktuellen Raumtemperatur ergibt die relative Luftfeuchtigkeit. Die sollte im Allgemeinen zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Liegt sie darüber, kann es zu Schimmelbildung an den Wänden kommen. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit kann hingegen unsere Nasenschleimhäute austrocknen lassen, was uns anfälliger macht für Erkältungs- und Grippeviren. Aber auch trockene Haut oder gereizte Augen können eine Folge sein. Wie lässt sich die aktuelle Luftfeuchtigkeit zuverlässig ermitteln?
Hygrometer: Die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten
Eine besonders simple und zuverlässige Methode, die Luftfeuchtigkeit zu messen, ist ein Hygrometer. Die gibt es in verschiedenen Ausführungen – sogar smarte Modelle wie das von SwitchBot sind mit einem Preis von knapp 22 Euro erschwinglich. Das kleine Gadget ist auch mit Amazon Alexa, Google Home und SmartThings kompatibel, sodass Nutzer die aktuelle Luftfeuchtigkeit per Sprachbefehl abfragen können.
Misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Aktualisiert sich alle 4 Sekunden
Großes Display
Schickt Echtzeit-Warnmeldungen aufs Smartphone, wenn Schwellenwerte überschritten werden
Kompatibel mit SwitchBot-Geräten sowie Amazon Alexa, Google Home und SmartThings
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Wer gleich mehrere Räume mit einem Hygrometer ausstatten möchte, kann zum Bestseller bei Amazon greifen. Die TempPro-Thermo-Hygrometer messen ebenfalls Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur. Dank Smiley-Skala ist direkt ersichtlich, wie gut das Raumklima ist.
6 Stück
Misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Aktualisiert sich alle 10 Sekunden
Mit Smiley-Skala
Betrieb mit AAA-Batterien
Etwas stylisher als digitale Hygrometer sind analoge Modelle. Sie müssen regelmäßig neu kalibriert werden, dafür funktioniert beispielsweise das Modell von Mavori ohne Strom.
Analoges Zifferblatt für Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit
Funktioniert ohne Batterie
Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl, Abdeckung aus Echtglas
Was ist der optimale Standort für ein Hygrometer?
Im Übrigen ist auch der Standort für das Hygrometer nicht ganz unwichtig: Am besten steht es dort, wo es die durchschnittliche Raumluft misst – also nicht direkt an einer Stelle, die besonders warm, kalt oder feucht ist, zum Beispiel in Heizungsnähe oder am Fenster. Ideal sind etwa ein bis eineinhalb Meter Höhe mit möglichst freier Luftzirkulation. Für Wohn- und Schlafzimmer gilt daher grob: mittig im Raum oder an einer Innenwand, etwa auf Aufenthalts- oder Kopfhöhe.
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Luftfeuchtigkeit: So lässt sie sich anpassen
Wie bereits erwähnt, hat sowohl eine zu hohe als auch eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit negative Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und die Gesundheit. Folgende Maßnahmen können helfen, die Luftfeuchtigkeit anzupassen:
Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit
Heizen: Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kühlere. Wird geheizt, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit. Auch in wenig genutzten Räumen sollte im Winter eine gewisse Temperatur herrschen, um Schimmel vorzubeugen. Am besten eignen sich dabei programmierbare Heizkörperthermostate. Die gibt es beispielsweise bei Tink im Starter-Set, sodass direkt die passende und notwendige Bridge dabei ist, um alle Thermostate zu verknüpfen und per Smartphone oder Sprachbefehl steuern zu können.
Wäsche richtig trocknen: Die Wäsche am besten in trockenen Räumen, wie dem Keller, oder im Freien trocknen lassen.
Lüften: Zwei- bis dreimal am Tag sollte die Raumluft durch Stoßlüften getauscht werden. So verschwindet die Feuchtigkeit, und auch verbrauchte Luft wird erneuert.
Platz lassen: Zwischen großen Möbelstücken und der Wand sollte etwas Platz gelassen werden, damit die Luft zirkulieren kann. Das verringert das Schimmelrisiko.
Passende Pflanzen: Pflanzen, die weniger Wasser benötigen, wie etwa Kakteen oder Aloe Vera, sind bei zu hoher Luftfeuchtigkeit besser für das Raumklima.
Luftentfeuchter: Mit Luftentfeuchter kann zusätzlich Feuchtigkeit aus der Luft entzogen werden. Das Gerät kann außerdem bei Kondenswasser an den Fensterscheiben helfen.
Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit
Passende Pflanzen: Pflanzen, die regelmäßig gegossen werden (müssen), geben viel des aufgenommenen Wassers auch wieder an ihre Umgebung ab.
Schale mit Wasser: Eine mit Wasser gefüllte Schale einfach auf die Fensterbank über die Heizung stellen. Durch die Heizungswärme wird nach und nach Feuchtigkeit an die Luft abgegeben.
Wäsche trocknen: Ist ein Raum tendenziell zu trocken, kann dort die nasse Wäsche aufgehängt werden.
Luftbefeuchter: Diese Geräte befeuchten ebenfalls die Luft und sind dabei auch entsprechend individueller Vorlieben einstellbar.
Welche Rolle spielt die richtige Luftfeuchtigkeit?
Die optimale Luftfeuchtigkeit ist entscheidend für ein gesundes Wohnklima. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit sollte in erster Linie regelmäßig gelüftet und richtig geheizt werden, andernfalls droht Schimmel. Aber auch die Auswirkungen von zu geringer Luftfeuchtigkeit sind nicht zu unterschätzen. Ein Hygrometer hilft dabei vor allem, die Luftfeuchtigkeit in den Räumen einfach im Blick zu behalten, damit bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.



