SachsenRund 90 Konzerte in der Dresdner Frauenkirche 2027

Die Frauenkirche in Dresden ist mehr als ein Gotteshaus. Regelmäßig finden hier auch Konzerte statt. Unter dem Motto "In Bewegung" soll 2027 stilistische Vielfalt geboten werden.
Dresden (dpa/sn) - Die Frauenkirche in Dresden stellt ihr Musikjahr 2027 unter das Motto "In Bewegung" und lädt zu 90 Konzerten ein. "Große Werke der Musikgeschichte treffen auf neue Perspektiven, internationale Gäste auf die Ensembles des Hauses", teilte die Stiftung Frauenkirche bei der Vorstellung des neuen Jahresprogramms mit. Artistic Director Daniel Hope, Kantor Matthias Grünert und Organist Niklas Jahn wollen dabei eigene künstlerische Akzente setzen.
"Musik bewegt, verbindet und inspiriert - und sie kann unseren Blick auf die Welt weiten. Davon erzählt das Musikjahr 2027 auf ganz unterschiedliche Weise", hieß es. Renommierte Werke sollen in neuen Zusammenhängen erscheinen, Epochen und Traditionen miteinander in Beziehung treten, Genres und Künste sich füreinander öffnen. Das Spektrum reiche von Bach über Beethoven bis Max Richter, von Chor- und Orchesterwerken bis zu Jazz, Tango und Live-Elektronik.
Frauenkirche will besonderer Resonanzraum für Musikerlebnisse sein
"Musik kann uns aus Gewohntem herausführen und neue Horizonte öffnen. Die Frauenkirche ist dafür ein besonderer Resonanzraum. Hier finden Erinnerung und Gegenwart zueinander, geistliche Tradition und künstlerische Neugier", betonten die Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche, Maria Noth und Pfarrer Markus Engel. Für den international erfolgreichen Geiger Daniel Hope liegt ein wesentlicher Reiz des Musizierens in der Offenheit. "Mich fasziniert, dass wir selbst vertrauteste Musik immer wieder neu hören können. Ein Werk kann jahrhundertealt sein und uns heute unmittelbar treffen", erklärte er.
Das Jahresprogramm enthält Namen renommierter Künstler und Ensembles. Hope spielt beispielsweise mit dem Zürcher Kammerorchester und dem Gstaad Festival Orchestra. Das Guttman Tango Quintet entführt in die Welt des Tangos. Midori Seiler und Anima Aeterna lassen bei "Stradivari vs. Guarneri" selten gehörte Werke auf Mozart und Beethoven treffen. Organisten aus bedeutenden Kirchenmusikzentren von Berlin bis Luzern greifen in der Dresdner Frauenkirche in die Tasten. Auch die Sächsische Staatskapelle Dresden und die Philharmonie der Elbestadt haben Auftritte im Gotteshaus.