Regionalnachrichten

Sachsen-AnhaltWasserversorgung: CDU für Staustufen in Elbe und Saale

10.10.2026, 10:57 Uhr
image

Wassermangel bleibt ein zentrales Thema in Sachsen-Anhalt. Die CDU sieht technische Lösungen als notwendig – Umweltverbände setzen auf natürliche Maßnahmen.

Magdeburg (dpa/sa) - Angesichts anhaltender Trockenheit fürchtet die CDU-Fraktion im Landtag langfristige wirtschaftliche Folgen des zunehmenden Wassermangels im Land. Unter anderem spricht sich die Fraktion laut einer Mitteilung für den Bau von Staustufen an zentralen Flüssen wie der Elbe und Saale aus. Solche Maßnahmen regulierten nicht nur die Flüsse selbst, sondern würden auch eine dringend benötigte, positive Wirkung auf den Grundwasserspiegel weit bis in das Landesinnere hinein entfalten.

"Wir müssen die Grundwasserhaltung endlich als Teil der staatlichen Daseinsvorsorge begreifen", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ulrich Thomas. "Die Verfügbarkeit von Wasser entwickelt sich rasant zu einer der zentralen Zukunftsfragen für die Wirtschaft unseres Bundeslandes." Ein akuter Wassermangel sei längst kein reines Umweltthema mehr. Thomas warnte zudem davor, dass eine Erhöhung der Wasserentgelte die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen gefährde.

Seit Jahren wird über Wasserversorgung diskutiert

Die Wasserfrage beschäftigt Sachsen-Anhalt seit längerem. Erst im September brachte das Land fünf Vorhaben zur Stärkung der Trinkwasserversorgung mit rund 83 Millionen Euro Förderung auf den Weg. Bereits 2023 hatten die Landesregierung und SPD-Umweltminister Armin Willingmann angekündigt, mehr Wasser in der Fläche halten zu wollen. Dabei standen jedoch vor allem Stauanlagen an kleineren Gewässern im Mittelpunkt. In diesem Sommer hatte die Elbe bei Magdeburg einen neuen Tiefststand erreicht.

Kritik an technischen Eingriffen kommt von Umweltverbänden. Der Nabu Sachsen-Anhalt forderte stattdessen in diesem Sommer bereits mehr natürlichen Wasserrückhalt, etwa durch Auenrenaturierung und größere Flächen, die bei Hochwasser überschwemmt werden und Wasser natürlich zurückhalten.

Quelle: dpa

Regionales